Mein Ticket in die Hölle

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Drogen Waghalsigkeit

Ich habe vor einigen Monaten zum ersten Mal ein ganzes Ticket LSD alleine probiert. Das Setting war gut, abgelegenes Waldstück, warm und sonnig. Der Trip wurde gut vorbereitet, eine große Decke, Trinken und etwas Essen mitgenommen, um mir einen schönen Tag zu machen. Ich hatte zuvor nur geringe Mengen LSD konsumiert, sowohl alleine als auch mit einem Kumpel und jedes Mal war es ein Heidenspaß. LSD kann aber auch anders. Dieses Mal kam es anders. Die Wirkung der Droge kam schnell und extrem, sodass sich mein Set, also meine Laune zunehmend verschlechterte, alles wurde befremdlich. Als ich dann auf der Decke lag, hatte ich zunehmend den Bezug zur Realität verloren, ständig hatte ich das Gefühl, dass mit meinem Herz irgendetwas nicht stimmt. Auf einmal realisierte ich auch, wie dumm ich doch eigentlich war, alleine so große Mengen LSD zu konsumieren. Was wenn ich jetzt sterbe?! Keiner weiß, dass ich hier bin. Ich hatte das Gefühl, flüchten zu müssen.


Ich habe realisiert, dass ich gerade in einem Horrortrip bin, dass ich jetzt 12 Stunden auf mich alleine gestellt bin. Irgendwo in der Nähe war eine Kirche, deren Glocken für mich wie ein Krankenwagen klangen. Ich hatte noch nie eine solche Angst. Suchen die nach mir? Hat mich vielleicht jemand gesehen? Was sage ich jemandem, der mich sieht? Ich sehe doch aus wie ein Gestörter! Wieso nehme ich solche Scheiße? Das Zeitempfinden war bei mir zudem komplett im Eimer. Von außen sah ich sicherlich aus wie ein Schizophrener. Der Wald kam mir vor wie ein riesiges Gefängnis. Zum Glück blieb ich dort, wer weiß, was passiert wäre, wenn ich in die Stadt gegangen wäre.


Später hat sich der Trip noch zum Guten gewendet, sodass ich mit dem Schrecken davonkam. Meiner Psyche scheint LSD nichts Anhaben zu können. Naja, jedenfalls bitte ich um Absolution für meine dummen Selbstversuche mit LSD, auch wenn dieses körperlich weniger Wirkung hat als ein Aspirin. Mittlerweile nehme ich nur noch 1/4 Ticket und kann nur jeden vor dem Konsumieren größerer Mengen LSD warnen. Maximal ein halbes Ticket, oder man riskiert eine Fahrt in die Hölle.

Beichthaus.com Beichte #00036495 vom 29.08.2015 um 12:35:57 Uhr (15 Kommentare).

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Die Verlockung durch Alkohol

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Trunksucht Trägheit Trägheit

Durch das Studium und meine eigene Wohnung bin ich vermutlich zum Alkoholiker mutiert. Ich war dem Trinken nie abgeneigt, auch wenn es halt immer in Maßen statt in Massen stattgefunden hat, aber seit ich alleine lebe und da eben niemand darauf achtet, habe ich fast täglich etwas getrunken, weil es einfach zur Gewohnheit geworden ist, fand es aber nie dramatisch, wenn mal ein paar Tage nichts da war, weil das Geld nicht reichte oder am Wochenende die Läden zu waren. Es war niemals harter Alkohol dabei, ich spreche von so Sachen wie Hugo, Weinschorlen, Mini-Wein, Prosecco und Bier - nur dann eben eine ganze Flasche am Abend, statt ein Glas oder halt 0,5 Liter oder mehr Bier. Das habe ich von heute auf morgen nun abgestellt, weil ich merke, dass es mir körperlich nicht mehr so gut geht.


Ich bin zwar nicht fett geworden, aber dauermüde, habe noch mehr Probleme mit Magen und Darm bekommen als ohnehin und bin nach eigenem Gefühl - keine Ahnung, ob es Einbildung ist - auch vom Kreislauf her etwas angeschlagen. Ebenso besorgniserregend ist, dass ich mittlerweile gar nicht mehr so betrunken werde von dem Zeug, weil ich trainiert bin. Das alles hat bei mir den Alarm ausgelöst. Jetzt bin ich auf alkoholfreies Bier, alkoholfreies Radler und Säfte umgestiegen, einfach weil ich abends halt etwas besonderes Trinken will, und nicht immer nur Wasser. Im Laden habe ich auch alkoholfreien Sekt gesehen, den ich bald mal testen werde. Alkohol genießen will ich nur noch, wenn ich mit meinen Freunden unterwegs bin oder wir zusammen abhängen. Ich beichte, dass ich noch nie jemandem davon erzählt habe und auch, dass ich dem Alkohol niemals ganz entsagen werde, weil gerade Wein einfach zu lecker ist. Aber ich weiß, dass ich das wirklich einhalten muss.

Beichthaus.com Beichte #00036466 vom 26.08.2015 um 14:58:59 Uhr (10 Kommentare).

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Probleme einer Kopftuch-Trägerin

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Begehrlichkeit Feigheit Neugier Kirchzarten

Ich (w/21/muslimisch) würde mich am Liebsten wie eine Nutte aufführen. Ich trage jedoch ein Kopftuch und gebe mir Mühe damit, nicht irgendwie meinen Trieben nachzugeben. Zugegebenermaßen habe ich natürlich meine Fehler und Macken. Mit 15 hatte ich Sex, bin also keine Jungfrau mehr. Dabei hatte ich jedoch nur Schmerzen und keinen Orgasmus. Ich habe seitdem aber nichts Sexuelles gehabt und so wie es aussieht, wird sich auch nie etwas ergeben. Worüber ich einerseits sehr froh bin, auf der anderen Seite - so nötig, wie ich es habe, das ist unglaublich. Ich hätte auch nichts dagegen, mit einer Frau zu schlafen oder gar meine Sexualität auszuleben, aber da ich aus freien Stücken islamisch sein will, würde ich es bewusst nie tun. Aber da ist der springende Punkt, es wird sich eh nie etwas ergeben. Und das nervt mich. Manchmal will ich es bewusst herbeiführen, aber wie soll ich aktiv werden, um an Sex zu kommen? Nie würde sich einer auf eine Frau mit Kopftuch einlassen. Und das ist wohl auch besser so, da ich immer mit einem gewissen Respekt behandelt werde - eigentlich.


Außerdem unterstütze ich die homosexuelle Ehe, da der Staat eine gewisse Neutralität bewahren muss, was Religionen betrifft. Und wer Toleranz wünscht, muss selbst eine gewisse Toleranz aufbringen und damit würde die Toleranz in unserer Gesellschaft gefördert werden. Ich beichte, dass ich als Muslimin den starken Drang habe, meine körperlichen Bedürfnisse auszuleben - also auch optisch und anders. Außerdem beichte ich, dass ich zu unfähig dafür bin, dass es zu sexuellen Handlungen kommt - auch wenn ich gleichzeitig froh darüber bin. Aber ob richtiger Sex mich überhaupt befriedigen kann? Ich meine, meine Hände können es doch auch! Was ist denn mit einem echten Partner nur anders?

Beichthaus.com Beichte #00036416 vom 21.08.2015 um 22:40:25 Uhr in Kirchzarten (21 Kommentare).

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Vergewaltigung in der Ehe

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Missbrauch Verzweiflung Sex

Mein Mann (30) will oft Sex, wenn ich (27) keinen Sex will oder Schmerzen habe, beispielsweise wegen einer Blasenentzündung oder einem Pilz. Es kam schon einige Male vor, dass mein Mann mich mit körperlicher Gewalt zum Sex gezwungen hat. Jedoch widerstrebt es mir, das als Vergewaltigung zu bezeichnen, weil ich oft trotz sexueller Unlust am Anfang des Aktes noch durchaus bereit war, mich verführen zu lassen, und erst später gemerkt habe, dass das mit meiner Libido heute nichts mehr wird und ich Schmerzen haben würde. Ich denke manchmal halt, ok, ich habe zwar keine Lust auf Sex, aber meinem Mann zuliebe können wir es ja mal versuchen. Manchmal schafft er es, mich dann geil zu machen und manchmal eben nicht. Und wenn ich ihm dann sage, das wird nichts, wenn wir weitermachen, bekomme ich Schmerzen, dann hört er nicht auf, weil er denkt, er schafft es schon noch, mich geilzumachen. Wenn ich dann versuche, mich zu wehren, wird er manchmal gewalttätig. Hier gibt es auch ein Problem, denn manchmal turnt mich leichte Gewalt beim Sex auch an und mein Mann weiß das.


Dennoch weiß er, wann ich ernst mache, also er erkennt, wenn ich echte Schmerzen habe und wirklich nicht mehr will. Denn ich breche dann in Tränen aus und flehe ihn an, aufzuhören. Er ist dann sauer, weil ich ihm Hoffnungen auf Sex gemacht habe und ihn dann doch abblitzen lasse. Deswegen höre ich manchmal trotz extremer Schmerzen auf, mich zu wehren, weil ich ihn nicht verärgern will. Wenn ich von Anfang an sage, ich habe keine Lust auf Sex, dann ist er gleich von vornherein sauer, weil ich ja angeblich nie Sex will. Mein Mann findet, ich übertreibe und denkt, das sei alles ganz harmlos. Er will danach dann auch meistens mit mir kuscheln, obwohl ich starke Schmerzen habe und völlig aufgelöst bin. Mir tut es wirklich weh, wenn mein Mann mich so gewaltsam zum Sex zwingt, ich fühle mich dann so wertlos und wie das letzte Stück Dreck. Andererseits kann ich ihn auch teilweise verstehen. Ich beichte, dass ich nichts dagegen tue und mich sogar manchmal bei meinem Mann für meine Unwilligkeit entschuldige, weil ich nicht weiß, wie ich das Ganze einordnen soll. Und ich beichte, dass wir trotz Reden nicht imstande sind, dieses Problem zu lösen.

Beichthaus.com Beichte #00036396 vom 19.08.2015 um 13:37:39 Uhr (41 Kommentare).

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Duschen? Einmal in der Woche reicht!

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Ekel Unreinlichkeit

Duschen? Einmal in der Woche reicht!
Ich (w/21) war früher sehr ungepflegt. Für mich war es lange Zeit normal, mich nur Sonntags zu waschen, das hat in der Volksschule so angefangen und als ich auf das Gymnasium kam und meine Mutter meinte, ich solle mich öfter waschen, sah ich das nicht ganz ein. Ich roch mich selbst nicht so und wieso sollte ich meinen Waschrythmus jetzt ändern? Wie oft meine Eltern duschen, kann ich jetzt nicht mehr sagen, aber dadurch, dass es für mich einmal in der Woche normal war, schätze ich, dass sie in der Hinsicht ein nicht all zu gutes Vorbild waren. In der Schule bemerkten die anderen offenbar, dass ich nicht immer ganz so frisch roch. Ich zog auch jeden Tag dasselbe an, eine ganze Woche lang. Meine Haare wurden in der Pubertät natürlich auch schneller fettiger, aber mir fiel das gar nicht so auf. Erst als ich von den "coolen" Kindern gehänselt wurde, weil ich stank, machte es Klick bei mir. Ich begann mich öfter zu waschen, zumindest jeden zweiten Tag und auch öfter mein Shirt zu wechseln.

Blöderweise funktionierten meine Schweißdrüsen in der Pubertät sehr gut, sobald mir ein wenig warm wurde, schwitzte ich, auch wenn ich Deo auftrug. Außerdem schwitzte ich auch, wenn ich nervös war. Meinen Ruf wurde ich deswegen nur sehr schwer wieder los. In der Oberstufe verließ ich die Schule dann und begann eine Ausbildung, dann wurde das mit dem Schwitzen auch besser. Zum Teil liegt das daran, dass ich älter wurde und wieder aus der Pubertät war, zum anderen sicher auch daran, dass ich selbstbewusster wurde und nicht mehr so schnell nervös wurde. Mir ist das jetzt im Nachhinein so peinlich, niemand weiß, dass ich früher so eklig war, nicht einmal mein Freund. Aber für mich war es damals wirklich normal, mich nicht öfter zu waschen. Ich ärgere mich auch ein wenig über meine Eltern, die mir da keine guten Vorbilder waren. Mittlerweile dusche ich übrigens jeden Tag und schwitzen tue ich auch nur, wenn es richtig heiß ist oder ich mich körperlich anstrenge.

Beichthaus.com Beichte #00036336 vom 10.08.2015 um 17:48:09 Uhr (10 Kommentare).

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