Ohne Sprit beim goldenen M

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Trägheit Faulheit Dummheit Peinlichkeit Auto & Co.

Ich (m/23) fahre aus beruflichen Gründen seit knapp zwei Jahren ausschließlich mit dem Zug. Mein Auto benutze ich nur noch, um Einkaufen zu fahren - oder, wie heute, zum "goldenen M" zu kommen. Wie man schon vermuten kann, tanke ich deshalb nur selten. Als ich mir also heute mein Futter holen wollte, welches ich mir nach einem langen, anstrengenden Tag im Büro auch reichlich verdient hatte, stelle ich mit entsetzen fest, dass meine Reichweite nur noch 30 Kilometer beträgt. Das besagte Restaurant ist allerdings nur eine Minute entfernt. Also fuhr ich zielstrebig zu meiner heutigen Futterquelle. Dort angekommen machte ich meine Bestellung und fuhr auf den Warteplatz. Nach drei Minuten erhielt ich dann die Bestellung und wollte den Motor starten, doch es war Totenstille. Nur die Tankanzeige piepste mir entgegen und zeigte eine stolze "Null" als Reichweite an. So fühlte ich mich in diesem Moment auch - wie eine Null.


Natürlich durfte ich erst einmal am Ausgabefenster meine Lage erklären, was furchtbar peinlich war, und darum bitten, dass ich noch kurz stehen bleiben kann. Dank des eher geringen Betriebes war dies auch ohne Weiteres möglich. Ich rannte zur Tankstelle auf der gegenüberliegenden Straßenseite, habe mir einen 5-Liter-Kanister geschnappt und mit Sprit volllaufen lassen. Ab an die Kasse und schön 10 Euro für die Kanne abgedrückt - ohne Sprit. Nach einem kurzen Spurt war ich dann wieder bei meinem Auto und zu meiner Erleichterung war gerade wenig Betrieb am Parkplatz und ich konnte relativ ungesehen die fünf Liter in meinen Tank kippen. Natürlich fuhr ich dann zur Tankstelle. Wo ich zu sündhaft hohen Spritpreisen vollgetankt habe, um mir selbst einen extra Denkzettel zu verpassen. Nachträglich sei angemerkt, dass ich finanziell keinerlei Probleme habe, mein Auto zu tanken, aber ich bin einfach ein faules Stück und habe es nicht anders verdient, als es auf die harte Tour zu lernen. Obwohl es harmlos ablief und ich viel Glück hatte, steckt mir der Schock jetzt noch in den Knochen. Das werde ich nie wieder riskieren.

Beichthaus.com Beichte #00033503 vom 23.06.2014 um 21:20:51 Uhr (22 Kommentare).

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Reserviert für das Gepäck

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Engherzigkeit Maßlosigkeit Bahn & Co. Heigenbrücken

Ich (w/31) mag es nicht, wenn in einem Fernzug jemand neben mir sitzt. Die kurze Erklärung lautet: schlechte Erfahrung. Ich hatte es mehrfach, dass vor allem männliche Passagiere ihre Beine extrem breitmachen. Ich verstehe bis heute nicht, warum Kerle so breit sitzen müssen. Oder Mitreisende, die mir ständig in den Laptop glotzen, wenn ich während der mehrstündigen Fahrt einen Film gucke. Oder wenn ich lese, wurde mir schon mehrfach ins Buch geglotzt. Ich werde nervös, wenn jemand ständig von der Seite guckt. Dann hatte ich auch schon im Sommer Leute neben mir, bei denen das Deo versagt hat. Kurzum: Ich reserviere seit einiger Zeit einen Platz mehr. Nämlich den neben mir - und so bleibt der Platz frei. Ich kann mich ausbreiten, meine Tasche neben mich legen, niemand muss aufstehen, wenn ich auf die Toilette muss und auch ich muss für niemanden aufstehen.


Schwierig wird es immer, wenn irgendwann die Reservierung nicht mehr auf dem Display sichtbar ist. Dann muss ich immer meine Reservierung vorzeigen, damit sich niemand hinsetzt. Oft komme ich mir dabei überheblich vor, aber ich habe ja für die Reservierung bezahlt. Zum Glück hatte ich es bisher noch nie, dass ein alter oder gebrechlicher Mensch, oder eine Schwangere im Zug herumsteht. Für einen solchen Menschen würde ich wohl den Platz freimachen, aber ich bin froh, dass die Situation noch nicht da war. Es waren bisher immer jüngere Menschen von guter Gesundheit, aber sie guckten mich zum Teil trotzdem sehr seltsam an. Würde ich wohl auch an ihrer Stelle, wenn jemand für sein Gepäck einen Platz reserviert. Aber es ist so bequem ohne Sitznachbarn!

Beichthaus.com Beichte #00033493 vom 21.06.2014 um 18:14:38 Uhr in Heigenbrücken (15 Kommentare).

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Günstige Fahrten mit dem Bus

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Betrug Lügen Geiz Bahn & Co. Demmin

Ich (w) möchte beichten, dass ich unser Busunternehmen bescheiße. Ich kaufe mir nämlich eine Tageskarte für vier Euro, um mit dem Bus fahren zu dürfen - um mein Ziel zu erreichen, muss ich jedoch öfters umsteigen. So eine Tageskarte gilt jedoch nur in einer bestimmten Zone, und wenn diese Zone überschritten wird, müsste ich eigentlich wieder etwas draufzahlen. Immer, wenn ich die Zone überschreite und dann in den Bus einsteige, zeige ich dem Fahrer meine Karte so, dass die Zonenangabe mit dem Daumen verdeckt ist. Zusammen mit einem netten Lächeln funktioniert das gut, denn bisher hat noch niemand etwas davon bemerkt. Und wenn irgendwann jemand die Karte während der Fahrt kontrollieren sollte, stelle ich mich einfach dumm und behaupte, dass ich nicht wusste, dass es verschiedene Zonen gibt und dass die Karte für diesen Bus nicht gültig ist. Wenn nötig zahle ich dann auch den vollen Preis, aber ich hoffe, dass das nie passieren wird.

Beichthaus.com Beichte #00033477 vom 19.06.2014 um 12:18:04 Uhr in Demmin (5 Kommentare).

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Mit Krankenschein zum Konzert

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Falschheit Zorn Betrug Musik Arbeit Gütersloh-Friedrichsdorf

Ich (w/23) arbeite nun seit knapp einem Jahr für ein sehr geringes Gehalt als Kassiererin, mache quasi wöchentlich etliche Überstunden, und sobald Geld in der Kasse fehlt, wird es vom Gehalt abgezogen. Fragt man nach, wieso in einem Monat so viel abgezogen wurde, bekommt man übrigens nur zu hören, dass das schon alles seine Richtigkeit hat. Dabei glaube ich eigentlich, dass ich mich an siebzig Euro Minus in der Kasse erinnern würde. Aber das Hauptproblem entsteht erst, wenn man einen freien Tag braucht, um zum Arzt zu gehen oder Ähnliches. Das wird nämlich geflissentlich ignoriert, sodass man selbst nach einer Vertretung suchen oder den Termin verlegen muss. Letztens war es dann so, dass ich mir Konzerttickets gekauft habe und ich sagte meinem Chef auch Bescheid, dass ich dafür zwei Urlaubstage verschieben möchte, damit ich dort auch wirklich hin kann. Als die Woche kam, in der mein Urlaub ursprünglich eingetragen war, freute ich mich, weil ich davon ausging, dass ich tatsächlich am Konzertwochenende freihätte, da dort kein Eintrag zu finden war. Aber nein - als der Plan für die Konzertwoche fertig war, musste ich feststellen, dass ich zwar Urlaub hatte, aber nicht am Wochenende, sondern am Dienstag. Am Wochenende sollte ich bis zum Ladenschluss arbeiten. Das Ganze wurde also ohne jegliche Rückfragen oder Kommunikation einfach verschoben. Da mir diese Dreistigkeit zu weit ging, und mir das Konzert sehr wichtig ist, hatte ich dann einen "Arbeitsunfall". Ich war die komplette Woche krankgeschrieben, weil ich im Krankenhaus so gut schauspielern konnte. Ich habe mich übrigens schon für andere Stellen beworben und mein Chef hat es einfach mal verdient, so richtig in die Bredouille zu kommen! Mir tut es nur für die Kollegen leid, die für mich einspringen mussten.

Beichthaus.com Beichte #00033469 vom 18.06.2014 um 09:21:15 Uhr in Gütersloh-Friedrichsdorf (17 Kommentare).

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Plötzlich Vater!

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Dummheit Falschheit Lügen Partnerschaft Schwangerschaft

Mein Freund (20) und ich (19) sind seit knapp zwei Jahren ein Paar. In letzter Zeit können wir leider nur miteinander skypen, da er in Österreich ist und ich in Bulgarien. Ich bin schwanger und wollte ihn mit der Nachricht überraschen, wenn wir uns wieder sehen - nämlich Anfang Juli. Aber vorgestern kam ich mit Wehen ins Krankenhaus. Und gestern, um 11:06 Uhr, erblickte meine Prinzessin Milou in der 27. Schwangerschaftswoche das Licht der Welt. Das Problem ist, dass ich nicht weiß, wie ich das meinem Freund sagen soll und wie er darauf reagieren wird, dass er so plötzlich Vater ist, ohne sich vorher darauf vorbereiten bzw. einstellen zu können. Ich Hohlkopf habe erst jetzt erkannt, wie dumm es war, ihn mit der Schwangerschaft erst so spät "überraschen" zu wollen. Ich kann jetzt selbst nicht mehr nachvollziehen, was ich mir eigentlich dabei gedacht habe. Die Schwangerschaftshormone müssen mir das Hirn vernebelt haben. Wie kann man nur so blöd sein? Besser, so eine wichtige Nachricht am Telefon mitzuteilen, als seinem Freund so lange eine Schwangerschaft zu verheimlichen. Ich beichte, dass ich die blödeste Person bin, die mir je untergekommen ist.

Beichthaus.com Beichte #00033458 vom 15.06.2014 um 23:42:46 Uhr (34 Kommentare).

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