Mein Opa, der Flaschensammler

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Peinlichkeit Ekel Lügen 50+ Herbertingen

Mein Opa ist mir (w) entsetzlich peinlich, wenn ich mit ihm unterwegs bin. Er lebt von Hartz IV und wühlt in den Abfalleimern nach Pfandflaschen. Wenn er das macht, gehe ich immer ganz weit weg, damit niemand merkt, dass ich zu ihm gehöre. Mittlerweile gehe ich generell nur weit entfernt von ihm, weil er eigentlich immer auf der Suche nach Flaschen ist. Solange er das macht, bleibt mir nichts anderes übrig, als ihn zu verleugnen. Schade, dass er daran nichts ändern will und sich nirgends bewirbt. Er ist erst 58 und hat nichts gelernt, aber er hat früher immer Aushilfsarbeiten gemacht. Jetzt sagt er, er würde eh nichts finden und probiert es nicht mehr. Und er achtet absolut nicht auf sein Äußeres, trägt manchmal eine Hose, die er dreckig gemacht hat, noch mehrere Tage. Das ist mir auch peinlich. Zusammen mit dem Flaschensuchen führt das leider dazu, dass ich immer sage, ich würde ihn nicht kennen. Ich finde das außerdem eklig und lasse mich von ihm auch nicht mehr umarmen oder mir die Hand geben, wenn ich weiß, dass er eben noch Flaschen gesucht hat.

Beichthaus.com Beichte #00036090 vom 04.07.2015 um 16:20:04 Uhr in Herbertingen (16 Kommentare).

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Arbeitslos mit Germanistik-Studium

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Neid Verzweiflung Ungerechtigkeit Kenzingen

Ich (w/27) beichte, dass ich erst nach Beendigung meines Studiums bemerkt habe, dass ich wohl das falsche Fach studiert habe. Seit einem Jahr bin ich nun mit meinem Bachelor in Philosophie und Germanistik fertig und habe bis jetzt noch keine Arbeit gefunden. Das Studium hat mir gefallen, ich habe mich schon immer für die beiden Fächer interessiert und daher war ich eigentlich immer zuversichtlich. Natürlich kamen immer wieder Fragen, von wegen "Was willst du denn damit machen?" und so weiter, aber davon habe ich mich nicht beirren lassen. Laut den Dozenten kann man mit diesen Fächern viel anfangen, zum Beispiel im Journalismus oder bei Verlagen, was auch mein Ziel gewesen wäre. Doch trotz zweier Praktika in dem Bereich finde ich nichts. Einen Master auf mein Studium aufbauen kann ich nicht, da meine Noten leider nicht gut genug waren.


Am Anfang dachte ich, dass der richtige Job bald käme, doch nun, nach einem Jahr, schwindet mein Mut langsam. Ein weiteres Studium käme für mich aus finanziellen Gründen leider nicht infrage, außerdem interessiert mich keines der Fächer wirklich. Ich will einfach endlich etwas Richtiges arbeiten. Meine Eltern, bei denen ich momentan noch wohne, werden auch langsam ungeduldig und hätten gerne, dass ich endlich auf eigenen Beinen stehen kann und auch irgendwann ausziehe. Heimlich beneide ich meine zwei Jahre jüngere Schwester, die ihr naturwissenschaftliches Studium mit Bravour abgeschlossen und gleich nach dem Abschluss einen sehr gut bezahlten Job in einem großen Unternehmen bekommen hat. Das hätte ich auch so gerne. Mittlerweile habe ich nur noch Zukunftsängste und weiß nicht mehr, was ich tun soll. Die ganzen Absagen lassen mich noch verzweifeln. Warum lässt man mich nicht einfach meinen Traum leben?

Beichthaus.com Beichte #00036089 vom 04.07.2015 um 15:30:53 Uhr in 79341 Kenzingen (Breslauer Straße) (24 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Ein


Die Liaison meines Freundes

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Zorn Ungerechtigkeit Engherzigkeit

Ich muss etwas loswerden, was mir arg auf der Seele brennt. Ich befinde mich in einem Gewissenskonflikt. Ich (w) habe seit Jahren einen Kumpel, mit dem ich mich sehr gut verstehe. Wir verstehen uns blind und unternehmen hin und wieder etwas. Ich bin 37 und er ist zehn Jahre älter als ich. Nun hat mein Kumpel eine Liaison mit einem jungen Mädel angefangen. Er erzählte mir von der jungen Dame und zeigte mir auch ein Foto von ihr. Ich fand sie sehr nett und sympathisch. Was mir nicht gefiel, war, wie er über sie sprach. Sehr abwertend und nur aufs Sexuelle bezogen. Er bezeichnete sie als Dreckstück, etc.


Als ich ihn erschrocken darauf ansprach, wie er denn von ihr reden würde, sagte er, eine Dame, die sich so präsentiert wie das Mädel, hätte keine andere Form der Titulierung verdient. Zur Erklärung: sie gibt sich nach außen normal, ist sexuell wohl aber recht aufgeschlossen und in der Findungsphase. Sie lässt es also einfach mal richtig krachen. Er sagt, früher hätte man mit so einer richtig Geld verdienen können. Mich macht das sprachlos und betroffen. Zumal sie nur in den höchsten Tönen von ihm spricht. Sie ist wohl ein bisschen verliebt. Und ist wirklich eine ganz Liebe. Seit dieser Aktion sehe ich meinen Freund mit anderen Augen und empfinde für ihn eine Form von Ekel. Ich weiß, dass ich nichts dazu sagen kann und darf, aber das junge Ding tut mir leid. Am Liebsten würde ich den Kontakt abbrechen.

Beichthaus.com Beichte #00036078 vom 03.07.2015 um 11:25:34 Uhr (8 Kommentare).

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Einseitige Liebe

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Verzweiflung Ignoranz

Ich muss etwas loswerden, das mir heute noch leidtut. Vor ungefähr vier Jahren lernte ich über das Internet, über ein gemeinsames Hobby, einen jungen Mann kennen. Wir chatteten, unterhielten uns, tauschten irgendwann Nummern und dann besuchte ich ihn irgendwann auch. Alles lief total super und easy, bis er mir etwas später, als ich schon wieder abgereist war, dann beichtete, dass von ihm aus Gefühle im Spiel seien und er mehr wollte. Ich weiß nicht, ob ich es wirklich einfach nicht gemerkt habe, oder vielleicht nicht merken konnte, weil das von mir aus eben nicht der Fall war - dabei habe ich eigentlich immer ein ganz sicheres Bauchgefühl bei solchen Angelegenheiten und war sehr verwirrt. Ich sagte ihm ehrlich, wie es war, dennoch blieben wir in Kontakt und auch Freunde. Er schrieb mir damals, dass das nicht einfach für ihn sein würde, aber ich war sicher, dass wir das irgendwie hinbekämen, zumal ich ihn eben so gern hatte.

Das Ganze gipfelte irgendwie darin, dass wir zusammen eine richtig große Reise in eine Metropole an der U.S. Ostküste starteten, knapp ein Jahr später, nachdem sich die Angelegenheit mit den unerwiderten Gefühlen für mich schon so gut wie erledigt hatte. Wir haben weiterhin jeden Tag in Kontakt gestanden und das wurde eben nicht mehr angesprochen oder zum Problem gemacht. Ich muss gestehen, dass ich eher rational als romantisch veranlagt bin und mich generell mit Gefühlen sehr schwertue, mir aber, wenn sie denn da sind, auch sicher bin. Als wir dann von der Reise, auf der ebenfalls wirklich nichts gelaufen ist oder angedeutet wurde, wieder in der Heimat waren, schrieb er mir, dass er so nicht weitermachen könne und dass es besser wäre, wenn der Kontakt abgebrochen würde. Das war damals absolut ein Schlag gegen den Kopf, ich habe es dann aber so gesehen, dass es tatsächlich nicht gut ist, wenn ihn das so mitnimmt. Und so wurde sich dann über das Handy praktisch ein "Lebewohl" gewünscht.

Heute sitze ich hier immer noch wie abgefuckt, muss die ganze Zeit daran denken und habe ein superschlechtes Gewissen, warum ich damals nicht irgendwas gemerkt habe und ob das eigentlich wirklich die Freundschaft war, für die ich sie hielt, bis es zum Kontaktabbruch kam. Offenbar nicht, und ich habe es wirklich einfach nicht gewusst. Ich denke noch immer absolut unromantisch an diesen jungen Mann, vermisse ihn aber dennoch, auch nach 2,5 Jahren, tierisch. Ich glaube, manchmal sollen Dinge einfach nicht sein, und doch macht es mich wütend, dass die Welt es zulässt, dass sich zwei Leute mit so unterschiedlichen Absichten so gut verstehen können. Ich bin mittlerweile lange in eine andere Stadt gezogen, habe andere Telefonnummern und Mailadressen und weiß, dass er im Ausland ist, da eine Internetsuche nach seinem Namen dies ergeben hat. Manchmal wünsche ich mir einfach den Kontakt zurück, habe aber dann wieder die Angst, dass es erneut so ausgeht. Ich wollte nie, dass er verletzt wird. Vielleicht gibt es ja eine Gedankenübertragung und er liest diese Beichte irgendwann. M. aus B., es tut mir leid, dass alles so gekommen ist und ich hoffe, dass du hier oder in der Ferne das Glück findest, das du verdienst.

Beichthaus.com Beichte #00036072 vom 01.07.2015 um 22:49:12 Uhr (5 Kommentare).

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“Beichte

Überraschung im Grill

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Trunksucht Ekel Peinlichkeit Last Night Leinefelde

Am Wochenende hatte ich mit meinem Kumpel eine geile Grill- und Cuba Libre-Session. Wir hatten uns nachmittags getroffen und sind erst einmal beim Rewe ordentlich einkaufen gewesen und habe uns das Feinste vom Feinsten geholt. Am Abend war es dann so weit. Den Grill angeschmissen und jede Menge Steaks drauf. Nebenbei ging es dann mit den Cuba Libre los. Ich weiß gar nicht, wie viel ich getrunken habe, es war jedoch jede Menge. Gegen drei Uhr ging dann nichts mehr - wir waren beide schon total breit und haben rumgealbert. Irgendwie meinte ich dann etwas von in den Grill scheißen und da meinte mein Kumpel, dass sein Nachbar so einen billigen 10-Euro-Grill hat, bei dem das gut gehen könnte.


Eine Stunde später musste ich dann wirklich mein Geschäft machen und erinnerte mich an die Sache mit dem Grill. Anstatt aufs Klo zu gehen, schlich ich zum Nachbarn rüber und habe da in den Grill geschissen. Da der nur ca. 30 Zentimeter hoch war, konnte ich mich gut rüberhocken. Danach bin ich heimlich ins Bad und habe bei mir alles abgewischt. Danach ging ich zurück in den Garten, wir tranken noch einen Drink und gingen dann ins Bett. Ich habe meinem Kumpel von der Sache nichts erzählt, habe aber ein schlechtes Gewissen. Heute Nachmittag fragte ich ihn, ob er am Wochenende mit mir ins Kino will und er sagte dann, dass die Nachbarn ihn zum Grillen eingeladen haben. Scheinbar hat noch niemand den Grill gesehen. Ich hoffe, sie erleben am Wochenende keine böse Überraschung. Und noch mehr hoffe ich, dass mein Kumpel nichts davon erfährt oder mich verletzt, denn es wäre mir mehr als peinlich.

Beichthaus.com Beichte #00036065 vom 01.07.2015 um 18:29:16 Uhr in Leinefelde (4 Kommentare).

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