Die Treuetesterin

30

anhören

Selbstsucht Fremdgehen Falschheit Partnerschaft

Ich bin relativ attraktiv und kann super flirten, wenn ich will. Die meiste Zeit erspare ich es mir, da ich irgendwie die Nase voll habe von Männern. Eine ehemals sehr gute Freundin bat mich jedoch mal, ihren Verlobten zu testen. Da er jeden Mittwoch mit seinen Jungs unterwegs ist, war es auch kein Problem, ihn zu finden und ich hatte keinen Aufwand damit, weshalb ich es dann auch tat. Am Anfang bin ich mit einer Freundin zu der Gruppe hin und wir fingen ein lockeres Gespräch an, bis wir schließlich bei ihnen saßen und Wahrheit oder Pflicht spielten - nach zehn Jahren war es das erste Mal und deshalb echt witzig. Ich war immer bei ihm dran und er wählte stets die Wahrheit. Zuerst fragte ich harmlose Dinge, irgendwann fing ich an mit: "Was würdest du mit mir im Bett anstellen?", und wir tranken dabei immer weiter. Ich gab ihm schließlich meine Handynummer mit den Worten: "Wenn deine Freundin mal aus der Stadt ist", und war beeindruckt, dass er sich nach einer Woche immer noch nicht gemeldet hatte. Meiner Freundin erzählte ich daher, dass er sich nicht meldet und dass sie echtes Glück hat.


Nach knapp zehn Tagen kam dann allerdings doch eine Nachricht, nämlich dass er den Männerabend ausfallen lassen würde, wenn ich noch Interesse hätte. Ich sagte zu und er besuchte mich. Wir tranken ein paar Gläser Wein und er verließ mich wieder, ohne, dass etwas passiert war. Zwei Wochen später trafen wir uns dann erneut, und noch bevor er sich setzen konnte, küsste ich ihn und schleppte ihn in mein Schlafzimmer. Seitdem treffen wir uns jeden zweiten Mittwoch. Seinen Freunden erzählte er, dass er eine Therapie macht und es seiner Verlobten nicht sagen will, meine Freundin denkt, er sei mit seinen Jungs feiern. Sie plant schon eifrig die Hochzeit und ich hintergehe sie. Was mir wirklich leidtut! Denn ich habe mich in einen vergebenen Mann verliebt, der mich nicht heiraten wird und ich habe nicht die Kraft, es zu beenden. Es hat keine Zukunft und dennoch ist es momentan das, wofür ich lebe. Es tut mir leid B., dass dein Verlobter dich betrügt und ich so eine schlechte Freundin bin. Wenn ich es doch irgendwann schaffen sollte, es zu beenden, wünsche ich dir, dass dieser Mistkerl dich nie wieder betrügt.

Beichthaus.com Beichte #00033819 vom 26.08.2014 um 00:33:06 Uhr (30 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Der schlimmste Tag meines Lebens

31

anhören

Verzweiflung Aggression Gewalt Unfall Tod

Ich möchte beichten, dass ich (m/34) vor 16 Jahren, als ich 18 war, einen Mann fast zu Tode geprügelt habe. Es fing damit an, dass ich damals eine Freundin hatte, mit der ich auch verlobt war. Außerdem war sie von mir schwanger. An jenem Tag ging sie vor mir aus dem Haus, weil sie noch zur Post musste, da wir allerdings fast den gleichen Weg hatten, beeilte ich mich, um sie noch einzuholen. Meine Freundin war übrigens eine von den Personen, die immer nur bei Grün über die Straße gingen - so auch nachweislich an diesem Tag - weshalb ich gute Chancen hatte, sie noch einzuholen. Ich hatte es dann auch fast geschafft, während sie schon am Überqueren einer weiteren Straße war, als ein LKW wie bekifft um die Ecke raste und meine Freundin komplett erwischte. Sie war auf der Stelle tot. Ich rannte wie ein Irrer zu dem LKW und zog den Fahrer aus dem Fahrzeug, der mich nur abwertend ansah. Dann konnte ich mich nicht mehr halten und fing an, auf ihn einzuschlagen. Ich brach ihm mehrere Knochen, den Kiefer, das Schlüsselbein und diverse Rippen, anfangs versuchte er noch, sich zu wehren, das ließ allerdings immer mehr nach. Ich weiß nur noch, dass die Polizei mich dann von ihm wegriss und mir auf dem Boden Handschellen anlegte. Wie ich es schaffte, mich trotzdem aufzurichten und zu meiner Freundin zu kommen, weiß ich bis heute nicht. Seit diesem Tag hatte ich nie wieder so eine innige Beziehung zu einer Frau.


Natürlich kam ich wegen der Sache auch vor Gericht: schwere Körperverletzung mit der Absicht zur Tötung. Mir war es jedoch egal, ich wollte nicht einmal einen Anwalt. Wegen der Schwere der Tat wurde mir jedoch einer aufgezwungen - ich bekannte mich schuldig und wies den Anwalt an, mich nicht zu verteidigen. Ich wurde dann zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Als Grund gab das Gericht an, dass ich strafbereit war und so etwas unter normalen Umständen nicht getan hätte. Aber jetzt, Jahre danach, während ich jeden Tag und jede Nacht nur an dieses eine Erlebnis denken konnte, wurde mir eine Sache klar. Es hatte nichts gebracht, dem LKW-Fahrer sein Leben nehmen zu wollen. Ich hätte mich damit nur mit ihm auf eine Stufe gestellt. Eine besondere Reue, dass ich dem Mann die Schmerzen seines Lebens zufügte, muss ich allerdings verneinen. Meine Strafe, die ich ein Leben lang mit mir tragen muss, ist, dass ich meine Freundin und mein Kind verloren habe. Etwas Schlimmeres könnte mir auch kein Mensch der Welt auferlegen.

Beichthaus.com Beichte #00033818 vom 25.08.2014 um 20:55:36 Uhr (31 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Trinkgeld für den Pizzaboten

13

anhören

Feigheit Geiz Ernährung Geld

Jedes Mal, wenn ich (m/22) mir eine Pizza bestellen will, schaue ich vorher nach, ob ich den Rechnungsbetrag ungefähr passend, also plus Trinkgeld, bezahlen kann. Wenn ich z.B. 11,50 Euro zahlen müsste, aber nur einen 20-Euro-Schein habe, dann bestelle ich nicht, weil ich den Boten nicht nach Wechselgeld fragen will und z.B. auf 15 Euro aufrunden ist mir zu teuer. Habe ich bei diesem Beispiel nur einen 10-Euro-Schein und 1,50 Euro klein, dann ändere ich die Bestellung, sodass ich nur 10,50 Euro zahlen muss, und gebe dem Boten dann 11 Euro. Ich beichte, dass ich lieber hungere, als mich dem Pizzaboten gegenüber als der Geizhals zu präsentieren, der ich ja eigentlich doch bin.

Beichthaus.com Beichte #00033817 vom 25.08.2014 um 20:03:17 Uhr (13 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Selbstgespräche

20

anhören

Peinlichkeit Zorn Manie Hohenpeißenberg

Auch ich (w/28) möchte mir eine Sache von der Seele schreiben. Wenn ich alleine bin, z.B. beim Autofahren oder Putzen, spreche ich mit mir selbst. Aber nicht in ganzen Sätzen, sondern in knappen Worten. Es passiert dann, wenn mir plötzlich Situationen einfallen, in denen ich mich in der Vergangenheit blamiert habe, z.B. auf Partys oder mit anderen Menschen in normalen Alltagssituationen. Eigentlich möchte ich gar nicht mehr über diese Dinge nachdenken, doch wenn ich alleine bin, schießen die Erinnerungen daran blitzartig durch meinen Kopf. Dann fange ich an zu reden, und zwar nur knappe Worte, wie den Befehl zu mir selbst, das Maul zu halten oder mich selbst als Darmausgang zu bezeichnen. Das war auch schon die Wortpalette, die ich äußere. Nur knappe Schimpfwörter und den Befehl an meine Gedanken, die Klappe zu halten. Das hat etwa mit 23 Jahren angefangen. Inzwischen bin ich 28 und tue dies immer noch.


Das Schlimme: Es passiert neuerdings auch manchmal, wenn ich z.B. mit meinem Freund auf der Couch sitze und wir fernsehen. Zum Glück konnte ich meine Äußerungen noch jedes Mal mitten im Wort durch ein Husten abstellen und somit verschleiern. Die Gedanken nerven mich, deshalb muss ich stets Musik, oder besser noch, ein Hörbuch oder eine Serienfolge laufen haben, damit das Gedankenkarussel nicht losgeht, etwa wenn ich putze. Die Gedanken kommen nur in diesen Situationen. Im Beruf oder beim Arbeiten zu Hause denke ich nicht über die ollen Kamellen nach, sondern bin auf meine Arbeit konzentriert. Ich mache mir Sorgen, dass das nicht normal ist. Leider kann ich es nicht abstellen, es ist unkontrollierbar. Es wäre schrecklich, wenn ich das eines Tages in der Öffentlichkeit tun würde! Ich versuche in den Situationen dann, an etwas anderes zu denken und dann sage ich eben diese Worte zu mir selbst. Leider beendet das die Gedanken nicht. Ich hoffe, dass das nicht noch schlimmer wird. Obwohl ich noch niemanden damit belästigt habe, bitte ich um Absolution, da ich es echt peinlich finde und mich deshalb schäme.

Beichthaus.com Beichte #00033816 vom 25.08.2014 um 18:58:56 Uhr in Hohenpeißenberg (20 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Faule Mutter lebt vom Amt

12

anhören

Faulheit Zorn Neid

Ich hege immer mehr Abneigung gegen eine alte Freundin. Sie hat einen 4-jährigen Sohn, den sie, seit er ein Jahr alt ist, in die Kita abschiebt. Ganztags! Anfangs war dies notwendig, weil sie ihre Ausbildung beenden wollte. Danach hat sie aber angeblich nie mehr eine Stelle bekommen, wegen des Kindes. Trotzdem schiebt sie ihn acht Stunden lang ab. Sie war jetzt über zwei Jahre nicht arbeiten. Für Putzen ist sie sich zu schade und ein 450-Euro-Job lohne sich nicht, wegen der Kita-Kosten und weil sie dann nichts mehr vom Staat in den A. gesteckt bekommt. Des Weiteren ist das Kind noch total verzogen. Sie zeigt ihm keine Grenzen auf und will anderen dann noch Erziehungstipps geben. Sie hat sich einfach nie weiterentwickelt und geht jedes zweite Wochenende feiern und der Kleine ist dann natürlich bei Oma. Ich verstehe nicht, wie man sein Kind einfach nur abschieben kann, um den ganzen Tag zu gammeln und auf dem faulen Hintern zu hocken. Dazu noch ständig einkaufen gehen und rauchen wie ein Schlot. Ich finde das einfach asozial. Sorry, aber das musste mal raus.

Beichthaus.com Beichte #00033814 vom 25.08.2014 um 12:45:30 Uhr (12 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000