Mit 30 Jahren wie ein kleines Kind behandelt

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Zorn Familie

Ich habe vorgestern mit meiner Familie gebrochen. Ich hielt es nicht mehr aus. Ich bin vor einigen Wochen 31 Jahre alt geworden und werde, obwohl mit beiden Beinen fest im Leben stehend, seit Jahren in einer festen Partnerschaft lebend und meinen Traumberuf ausübend, immer noch wie ein kleines Mädchen behandelt. Wer denkt, ich übertreibe - ich übertreibe leider nicht. Ich werde auf eine sehr liebevolle Art so behandelt, aber trotzdem leide ich darunter. Ich bin 31 Jahre alt, ich möchte als ein erwachsener, mündiger Mensch vor meinen Eltern und Großeltern stehen. Liebevoll ja, so behandele ich sie auch, aber nicht wie ein schutzbedürftiges kleines Kind.

Diese Behandlung hat eine Vorgeschichte. Ich wurde als Frühchen geboren, wochenlang bangte meine Familie um mein Überleben. Als ich über dem Berg war, war ich trotzdem immer zarter und kleiner als die anderen Babys, erst im Alter von etwa drei Jahren hatte ich körperlich aufgeholt. Auf geistiger Ebene hatte ich, zum Glück, nie Probleme. Diese ganze qualvolle Zeit ist an meinen Eltern und meinen Großeltern nicht spurlos vorbeigegangen. Als kleines Kind fiel es mir noch nicht auf, dass ich behandelt werde, als sei ich aus Zucker. Ich wurde älter und mehr empfand ich es als eine Art Demütigung. Ich bat meine Eltern, meine Oma und meinen Opa vor etwa drei Jahren inständig darum, mit mir eine Familientherapie zu beginnen, um diese dramatischen Erlebnisse endlich aufzuarbeiten. Und dann ein neues Leben zu beginnen, mit mir als erwachsener Frau, die mit ihrem Lebensgefährten demnächst Kinder plant.


Denn werde ich einmal selbst Mutter sein, kann es so nicht weitergehen. Meine Familie lehnte ab, meine Oma hat sogar geheult und war tieftraurig, quasi als gestörte Person hingestellt zu werden. Ich plante damals schon, den Kontakt zu beschränken, sollten sie meinen Wunsch nach einer solchen Therapie nicht erfüllen. Doch ich brachte es nicht übers Herz. Sie liebten mich ja. Aber ich fühlte mich erdrückt. Vorgestern war Schluss. Ich hoffe immer noch auf eine Veränderung. Aber sie muss von ihnen ausgehen. Sonst wäre ich auf die Dauer kaputtgegangen. Mein Lebensgefährte steht hinter mir, er hätte den Kontakt schon früher abgebrochen. Ich bitte um Absolution. Es ist meine Familie, aber es geht nicht mehr.

Beichthaus.com Beichte #00035491 vom 19.04.2015 um 12:40:56 Uhr (12 Kommentare).

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Schwanger von meinem Vergewaltiger

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Ehebruch Missbrauch Schwangerschaft

Ich wurde als junge Frau vergewaltigt, während ich in einer Beziehung war. Wir waren beide Anfang zwanzig, wollten heiraten. Dann kam die Vergewaltigung und bald stellte sich heraus, dass ich schwanger war. Ich wusste, dass ich das Kind bekommen möchte. Ich sagte meinem Partner, dass ich seine Entscheidung respektieren werde, doch mein Freund machte mir klar, dass er bei mir bleiben möchte und wir das Kind als unser Kind aufziehen werden. Wir heirateten und ich bekam meinen Sohn. Ich liebte ihn vom Augenblick seiner Geburt an, mein Mann aber konnte keine Gefühle zu diesem fremden Kind aufbauen. Seine Pläne, ihn als seinen Sohn zu behandeln, schlugen fehl. Ich litt, aber konnte nichts daran ändern. Weil wir sehen wollten, wie wir mit der Situation klarkommen, sollten erst einmal keine gemeinsamen Kinder geboren werden. Doch ich wurde wieder schwanger und es wurde 14 Monate nach der Geburt des ersten Sohnes mein zweiter Sohn geboren, unser gemeinsames Kind, das ich natürlich auch sofort liebte - und er bekam auch die volle Liebe und Aufmerksamkeit meines Mannes, da es sein leiblicher Sohn war. Im Babyalter noch kein allzu großes Problem, doch bald wurden die Kinder größer und es entstand ein Teufelskreis.

Der Ältere spürte die Ablehnung seines Ziehvaters, die Bevorzugung des Bruders, er beschäftigte sich fast ausschließlich mit ihm und schenkte ihm kaum Beachtung. Irgendwann wurde er älter und begann, seine Trauer in Wut umzuwandeln. Er wurde schlecht in der Schule, ließ die Wut an Unbeteiligten aus. Für meinen Mann war er dann natürlich das schwarze Schaf, der Bruder der Musterknabe. Die Situation eskalierte, als der Ältere zwölf war und seinem Bruder, der es leider ausnutzte, bei meinem Mann die Nummer 1 zu sein - was ich ihm aber nicht übel nehme - einen Arm brach. Daraufhin schmiss ihn mein Mann sozusagen hinaus und er lebte mehrere Tage auf der Straße. In diesen Tagen ging auch mir ein Licht auf. Ich packte meine Siebensachen, machte meinem jüngeren Sohn klar, dass ich ihn über alles liebe und mein Auszug nichts mit ihm zu tun hat, und zog zunächst zu einer Freundin. Dann suchte ich mir eine Wohnung und sprach mich in Stunden voller Gefühlsausbrüche mit meinem älteren Sohn aus, bat ihn um Verzeihung für meine jahrelange Ignoranz. Er verzieh mir. Von Kindern können Erwachsene eine Menge lernen.

Ich reichte die Scheidung ein und einige Wochen später zog auch mein jüngerer Sohn zu uns. Die beiden Jungs verziehen einander ebenfalls und wurden die besten Kameraden. Sie sind jetzt 42 und 41 Jahre alt. Beide heirateten, erlernten Berufe, die sie ausfüllen, auch mein älterer Sohn holte in der Schule wieder auf. Ich bin mittlerweile Oma von vier tollen Enkelkindern, habe einen wundervollen zweiten Mann, der den Enkeln ein toller Opa ist. Mein Ex-Mann ist ebenfalls neu verheiratet, manchmal begegnet man sich und ich weiß von mehreren Stellen, wie schlecht er seine Frau - die keine Kinder hat - behandelt. Ich hätte mich damals trennen müssen. Es ist nie leicht, Stiefkinder so zu behandeln wie die leiblichen, aber mit Mühe und psychologischer Hilfe als letzte Lösung kann das klappen. Das habe ich meinem Mann auch vorgeschlagen, aber er lehnte ab - mit der Begründung, er sei ja nicht verrückt. Und trotzdem blieb ich bei ihm. Ich weiß, dass ich mich schäbig verhalten habe und es dafür keine Absolution gibt. Vielleicht ist meine Beichte eine Warnung für alle Menschen, die in einer ähnlichen Situation leben wie ich damals.

Beichthaus.com Beichte #00035487 vom 18.04.2015 um 22:56:39 Uhr (9 Kommentare).

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“Beichte

Verpasste Chancen dank Jugendliebe

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Fremdgehen Feigheit Neugier Partnerschaft

Ich (w/20) möchte auch eine Sache beichten, die mir auf dem Herzen liegt. Ich habe seit sechs Jahren einen Freund. Nun ist es so, dass man als 14-Jährige glaubt, die große Liebe gefunden zu haben und dass der Partner für immer bleibt. Ich hätte auch überhaupt nichts dagegen gehabt, nur hat er sich in den letzten zwei Jahren sehr stark verändert und im Bett läuft es bei uns alles andere als rosig. Ich weiß, dass für eine Beziehung andere Dinge mehr zählen, aber irgendwann wird es einfach nur belastend. Und mit 20 sollte man vielleicht auch über den sexuellen Tellerrand blicken dürfen und mal Dinge ausprobieren. Ich bin in diesen sechs Jahren mit ihm nicht zum Höhepunkt gekommen, ein Vorspiel zu meinen Gunsten existiert nicht wirklich. Unter der Gürtellinie gehe ich, was das Vorspiel angeht, leer aus. Er leckt nicht, er fingert nicht. Er findet mich sowieso total ekelhaft. Das sagt er natürlich nicht so, aber aus Gesprächen mit Freunden, also z.B. Partygespräche, etc. und seinem Verhalten mir gegenüber kann ich das ganz klar erkennen. Und liebe Beichthausleserinnen und -leser, ich mag zwar nicht die wohlgeformteste Frau auf Erden sein (1,60m und 63kg), aber ich bin wirklich alles andere als ungepflegt. Ich dusche täglich, rasiere mich und benutze auch das eine oder andere Mal eine Intimlotion.


Er ist auch einfach nicht so der typische Mann und ekelt sich vor vielen Dingen. Sexspielzeug ist auch abartig. "Liebe machen" funktioniert, aber wie ja jeder gut aufgeklärte Mensch weiß, geht nicht unbedingt bei jeder Frau nur durch Rein und Raus die Post ab. Und naja, ein Wasserfall entwickelt sich unter den Umständen auch nicht unbedingt in meiner Hose, wenn ihr wisst, was ich meine. Ihm reicht es auch eigentlich ein Mal die Woche und mir ist das zu wenig. Nun habe ich das schon öfter auf ruhige Art angesprochen. Das Ergebnis ist eigentlich immer das Gleiche. Ihm geht es so schlecht, ich schiebe ihm immer die komplette Schuld zu, wie kann ich nur, blablabla! Und im Endeffekt ändert sich dann gar nichts. Aber zu meiner eigentlichen Beichte: Ich befinde mich jetzt seit drei Jahren in einer Ausbildung in einem Industriebetrieb und habe mich Hals über Kopf in einen Kollegen verschossen. Er ist halt einfach total mein Typ. 1,90 m, Eishockeyspieler, blond, blaue Augen - aber alles andere als blöd. Und einfach dieselbe Dreckssau im Bett, wie ich es gerne ausleben würde.


Auf jeden Fall geht die Ausbildung nun zu Ende, in zwei Wochen schreiben wir die Abschlussprüfung und er weiß genau, dass er in einen anderen Betrieb wechseln wird. Wir finden uns beide ziemlich scharf und haben unter diesem Vorwand zusammen gelernt. Den Rest könnt ihr euch denken. Wir haben nach dem Lernen noch einen Film geguckt und etwas getrunken. Ich bin einfach nur verknallt in diesen wundervollen Menschen und ich habe Angst, die Chance meines Lebens zu verpassen, weil ich ihn aus gegebenen Umständen nach den nächsten fünf Monaten wahrscheinlich nie wiedersehen werde. Wir haben noch nicht miteinander geschlafen - allerdings trotzdem etwas miteinander am laufen. Ich habe ein tierisch schlechtes Gewissen, aber ich möchte einfach wissen, wie es mit einem anderen ist und ob diese Orgasmus und Ekelsache vielleicht nur an mir liegt. Ich werde es meinem Freund bald sagen. Eigentlich möchte ich die Beziehung nicht beenden. Ich denke, das wird er dann wohl übernehmen und ich habe es auch irgendwie verdient. Ich finde es einfach ätzend, wenn Probleme in einer Beziehung stehen und man nicht darüber reden kann. Eigentlich ziemlich schade, dass eine so langjährige Beziehung daran zerbricht, aber wenn ich selbst daran kaputtgehe und wir es gemeinsam einfach nicht ändern können, dann wird es wohl besser so sein. Danke fürs Lesen.

Beichthaus.com Beichte #00035482 vom 18.04.2015 um 19:13:57 Uhr (17 Kommentare).

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Die perfekte Sommerfigur

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Faulheit Trägheit Schamlosigkeit Gesellschaft

Ich (w) beichte, dass mir meine Sommerfigur egal ist. Überall sehe ich Frauen, die wie wild für den "perfekten Summer-Body" trainieren, während ich mir da einfach keine Gedanken darüber mache und weiterhin meine Schokolade und Chips genieße. Versteht mich nicht falsch, ich bin nicht fett - eher schlank bis normal. Aber trotzdem gibt es ein paar Problemzonen, die ich durchaus trainieren könnte, zum Beispiel damit ich diese ach so angesagte Oberschenkellücke (sorry, aber das sieht so aus, als ob ein Stück fehlt) oder einen perfekt flachen Bauch bekomme. Ich persönlich bin aber der Meinung, dass ich sowieso niemals zu 100 Prozent zufrieden sein werde, also wieso dann das Ganze? Außerdem kann ich ja auch nichts dafür, dass Essen so geil ist und ich nicht darauf verzichten könnte. Also solange keine Fettrollen über dem Hosenbund heraushängen und ich mich einigermaßen gesund ernähre, interessiert mich dieser ganze Modelmaße-Wahn einfach nicht und ich werde trotzdem im Sommer im Bikini am Strand liegen, ohne mich deswegen zu schämen.

Beichthaus.com Beichte #00035481 vom 18.04.2015 um 17:11:32 Uhr (10 Kommentare).

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Mein Leben als Prostituierte

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Prostitution Verzweiflung Ungerechtigkeit Gesellschaft

Mit 18 Jahren fing ich an, als Prostituierte in verschiedenen Clubs zu arbeiten. Das Ganze machte ich 3,5 Jahre lang, bis ich diese Gesellschaft einfach nicht mehr ertragen konnte. Alles fing schon in meiner Ausbildung an - ich führte quasi ein Doppelleben und wegen des viel höheren Gehalts entschloss ich mich irgendwann dazu, die Ausbildung abzubrechen, um mir ein gesichertes Leben aufzubauen. Ich hatte Spaß, fühlte mich sexy und überlegen. Der Job hat außerdem den Vorteil, dass man ein sehr gutes Gespür für Menschen bekommt. Ich erkenne jede Vorliebe eines Mannes, weiß genau, wie ich jemanden ansprechen muss und ihn herumkriegen kann. Irgendwann war mir das alles zu viel. Ich vermisste die Naivität und den guten Glauben des Menschen. Selbst wenn ich privat unterwegs war, konnte ich mich vor Männerblicken und deren Fantasien nicht retten. Dennoch war ich ein Nichts. Ich hatte nichts außer meinem Aussehen und Geld - und den Männern, die mit mir Sex wollten. Ich verlor durch meinen Job den Anschluss zur Gesellschaft.

Meine Freunde verließen mich nach und nach und irgendwann war ich alleine. Ich plante, wieder einen Mittelweg zu finden: Durch einen normalen Job meinen Platz in der Gesellschaft zu finden und gleichzeitig meinen Beruf als Prostituierte auszuführen, da dieser mir nicht nur Spaß macht, sondern auch Geld bringt. Nach all den Jahren schaffte ich es jedoch nicht mehr. Männer kann ich nur noch auf der sexuellen Ebene betrachten - was es mir vor allem bei Bewerbungsgesprächen und Ähnlichem sehr schwer macht. Außerdem habe ich extrem lange Lücken in meinem Lebenslauf, was es noch viel schwerer macht. Vor zwei Jahren habe ich mit dem Job komplett aufgehört, aber meinen Platz in der Gesellschaft habe ich trotzdem nicht gefunden.

Alles dreht sich nur um Geld, Lügen, Oberflächlichkeiten und Intrigen. Und es gibt niemanden, dem man wirklich vertrauen kann. In meiner Zeit als Prostituierte habe ich unheimlich viele dieser Dramen mitbekommen. Ich schlief mit Männern in jedem Alter und bekam das eine oder andere erzählt. Aber trotz all dieser versteckten Geschichten kann man uns nicht akzeptieren. Warum nicht? Wir tun schließlich niemandem etwas. Ganz im Gegensatz zu den Menschen die betrügen, fremdgehen oder gar töten. Warum finden Kriminelle einen Platz im Leben, aber wir nicht? Ich habe durch den Job vergessen, wer ich wirklich bin, aber trotzdem würde ich jederzeit wieder zurückgehen, wenn ich nur einen Platz in der Gesellschaft finden würde. Ich hoffe wirklich, dass dieser Beruf irgendwann akzeptiert wird, denn niemand kennt die Menschen besser als Prostituierte.

Beichthaus.com Beichte #00035480 vom 18.04.2015 um 14:45:56 Uhr (9 Kommentare).

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