Die geplatzten Träume der Flüchtlinge

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Vorurteile Ungerechtigkeit Engherzigkeit

Ich (m/57) arbeite ehrenamtlich in einer Flüchtlingsunterkunft, weil ich mich moralisch dazu verpflichtet fühle. Seit Jahren bin ich auf Jobsuche, finde aber nichts. Keiner stellt im IT-Bereich alte Säcke ein, da sie noch aus der "alten Schule" sind. Das ist natürlich Unsinn, schließlich habe ich mich dauernd fortgebildet. Nun ja, nach jahrelanger Arbeitslosigkeit und Rumgammelei wollte ich mal etwas Sinnvolles tun. Von den Nachrichten bekam ich das Versorgungschaos mit, sodass ich gleich am nächsten Tag mit anpacken wollte. Die Arbeit macht mir an sich Spaß, weil ich mit Flüchtlingen ins Gespräch komme. Oft erzählen sie mir von der strapazierenden Flucht durch den Balkan, was mich ehrlich gesagt sehr mitnimmt. Einige hingegen bringen ihre Zukunftspläne zu Wort. Ein Großteil der Flüchtlinge möchte Arzt, Anwalt oder Ingenieur werden. Woher diese hanebüchenen Wünsche herkommen, weiß ich nicht.

Wahrscheinlich hat denen ein Schleuser was von einer rosaroten Kuschel- und Spaßzukunft in Deutschland erzählt. Schleuser müssen ja auch werben. Jedenfalls bringe ich jeden dann wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Versteht mich nicht falsch, klar kann jeder irgendwann seine Ziele erreichen. Nur sind einige teilweise über 20 Jahre alt, können nur gebrochenes Englisch und sind nicht sehr intelligent. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie so jemand mal ein Studium beginnen soll. Dafür müsste man erst mal noch die allgemeine Hochschulreife erlangen. So kommt es halt, dass ich den glühenden Fantasien der Flüchtlinge ein Ende setzen muss. Ich will sie nicht kränken, trotzdem passiert genau das ziemlich oft. Ungeachtet dessen gebe ich aber Vorschläge. Den Immigranten rate ich eine Ausbildung im Handwerksbereich, da wir in Deutschland diese Stellen nicht vollständig besetzen und diese Berufe geistig weniger anspruchsvoll sind. Gerade in den Pflegeberufen mangelt es an Azubis.


Irgendwie fühle ich mich nach solch einem Gespräch immer schlecht, obwohl ich eigentlich geholfen habe. Man merkt meinen Gesprächspartnern an, dass für sie ein Traum geplatzt ist. Aber so ist das Leben. Deutschland ist kein Schlaraffenland. Selbst ein topausgebildeter IT-Spezialist wie ich findet keine Arbeit. Ich beichte hiermit, regelmäßig Flüchtlinge zu enttäuschen, obwohl sie nach einer schlimmen Reise nettere Worte bräuchten.

Beichthaus.com Beichte #00036414 vom 21.08.2015 um 20:33:59 Uhr (17 Kommentare).

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Sex mit Schluckauf

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Fetisch Begehrlichkeit

Ich (w/27) habe einen außergewöhnlichen Fetisch: Ich stehe auf Schluckauf bei Männern, mittlerweile seit zwei Jahren. Ich finde es furchtbar anregend, wenn ein Mann Schluckauf hat. Sowohl das Geräusch als auch die Bewegung des Halses und das Hüpfen der Schultern macht mich extrem an. Ich schaue mir abends vor dem Einschlafen öfters Videos an, in denen Leute extrem scharfe Chilischoten etc. essen. Dann bekommen viele nämlich Schluckauf, und während ich mir das anschaue, komme ich alleine davon zum Zug. Manchmal helfe ich auch noch ein wenig mit den Händen oder dem dem Dildo nach, aber eigentlich reicht der Schluckauf.

Ich bin seit fünf Monaten Single, aber zuvor war ich in einer Beziehung, die zwei Jahre dauerte. Mein Freund fand meinen Fetisch lustig, und wenn er Schluckauf hatte, hat er sich so auf oder neben mich gelegt, dass er seinen Schluckauf auf oder in mir machte. Da war ich sofort erregt. So profitierte ich davon, dass er meinen Fetisch akzeptierte, und auch ich akzeptierte seinen, denn er stand extrem auf Schweißfüße und hat, wenn ich mal über Nacht nicht da war, meine Socken aus der Wäschetruhe genommen.

Beichthaus.com Beichte #00036407 vom 20.08.2015 um 18:15:08 Uhr (7 Kommentare).

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Am offenen Sarg meines Opas

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Verzweiflung Engherzigkeit Zwang Familie Tod

Als ich (w) so 14 oder 15 Jahre alt war, ist mein Opa nach langer Zeit im Wachkoma verstorben. Es war eine schwere Zeit für die Familie, weil er eben auch schon gut drei Jahre in diesem Zustand verbracht hatte, nachdem er in einer OP einen Schlaganfall erlitten hatte. Meine Großmutter hatte nach seinem Willen entschieden, dass sich alle am offenen Sarg noch einmal verabschieden durften und er danach verbrannt wurde. Und nun zu meiner Beichte: Ich habe eine Macke weg, da ich von meiner Mutter damals zu der Trauerfeier am offenen Sarg gezwungen wurde. Ich habe damals nicht nur aus einer Teenagerlaune heraus gesagt, dass ich nicht mitkommen wolle, sondern, weil ich damit allein gedanklich damit schon nicht klarkam und ich auf meine eigene Weise trauerte.


Anfangs hatte ich eingewilligt, aber je mehr ich darüber nachdachte, konnte ich einfach nicht und habe das auch gesagt. Zu meiner Trauer gehörte eben auch viel Zeit allein, nicht eine Zeremonie mit der ganzen Familie. Für mich der absolute Horror, auch wenn mein Opa vielleicht gewollt hat, dass alle noch einmal da sind. Es endete damit, dass ich dann tatsächlich mitmusste und in dem Bestattungsinstitut am Ende total ausgerastet bin. Seitdem war ich nie wieder auf einer Trauerfeier oder Beerdigung, auch wenn es mir leidtut. Ich kann das einfach nicht und habe den Zwang damals auch bis heute nicht verziehen. Trauer kann man nicht pauschalisieren, das ist etwas ganz Individuelles und ein erzwungener Höflichkeitsgang macht nur etwas kaputt.

Beichthaus.com Beichte #00036397 vom 19.08.2015 um 14:07:32 Uhr (7 Kommentare).

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Als oder wie?

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Dummheit Aggression Groß-Gerau

Meine beste Freundin kann einfach "als" und "wie" nicht korrekt einsetzen. Vielleicht ist es albern und kleinlich, aber mich macht das absolut wahnsinnig und ich möchte dann nur noch schreien und sie schütteln.

Beichthaus.com Beichte #00036391 vom 18.08.2015 um 20:58:11 Uhr in Groß-Gerau (25 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Mannsweiber in Schlabberklamotten

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Ungerechtigkeit Vorurteile Feigheit

Ich (w/26) bin wohl das, was man ein Mannsweib nennt. Ich sehe nicht aus, wie man sich das typische Mannsweib vorstellt, kleide mich weiblich und lebe in einer heterosexuellen Beziehung - meine Gestik, Sprechweise und Gangart sind allerdings nicht gerade prinzessinnenhaft. Ich war von klein auf so. Hing lieber mit Jungs rum, kleidete mich männlich und identifizierte mich immer mehr mit männlichen Vorbildern oder Charakteren als mit weiblichen. Mein langjähriger Freund hat es geschafft, dass ich meine Weiblichkeit angenommen habe und mich seit einigen Jahren gerne körperbetont und weiblich kleide. So weit wäre das alles eigentlich kein Problem, wenn ich dasselbe Verhalten bei anderen Frauen nicht so furchtbar ätzend fände. Da ich nicht so wirken will, reflektiere ich mein Verhalten ständig und versuche mich anders zu geben, was ziemlich anstrengend und zudem von mäßigem Erfolg gekrönt ist. Es wird halt doch immer komisch geguckt, wenn Frau sich nicht wie Frau verhält.

Beichthaus.com Beichte #00036388 vom 18.08.2015 um 18:22:53 Uhr (8 Kommentare).

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