Mein Studentenjob als Kassiererin

52

anhören

Hass Zorn Verzweiflung Shopping Arbeit Weißenberg

Mein Studentenjob als Kassiererin
Ich (w/20/Studentin) arbeite in einer Bahnhofsfiliale einer Einzelhandelskette. Die Kunden sind teilweise wirklich sehr unfreundlich und denken, ich wäre dumm und hätte keine Ahnung von irgendwas. Sie meckern mich oder andere Kunden an, werfen ihre Sachen einfach aufs Band und gehen dann nochmal weg, werfen mir das Geld aufs Band als wäre ich ein bettelnder Penner und beschweren sich bei mir über die Preise, weil sie anscheinend denken ich würde diese festlegen und bestimmen. Noch schlimmer sind die alten Männer, die regelmäßig stundenlang durch den Laden streifen, einen zulabern und Schätzchen nennen. Und warum zur Hölle bezahlt man eine Packung Kaugummi mit einem 50er? Oder noch besser, mit der EC-Karte?
Und es ekelt mich unglaublich an, die ganze Zeit so viele Münzen entgegen nehmen zu müssen, die schon wer weiß wer in der Hand hatte, vor allem weil bei uns auch Menschen einkaufen kommen, die riechen als wäre ihre Kleidung aus einem alten, muffigen Sessel gemacht. Eigentlich ist mein Job nur das Kassieren, aber ich bin natürlich freundlich und berate, suche, bediene den Kopierer, verpacke Geschenke und so weiter. Ich möchte beichten dass ich die Kunden manchmal gerne deutlich auf ihre Unfreundlichkeit ansprechen würde. Ich würde ihnen gerne sagen, dass sie nicht der einzige Mensch auf der Welt sind, dass ich ein denkender (und studierender) Mensch bin und kein Blödchen, und dass man so etwas wie das volle Band verlassen oder Verpackung einfach auf die Ablage schmeißen nach dem Kauf nicht macht. Man mag es sich nicht vorstellen, aber wenn man so viele unverschuldete, negative Reaktionen an einem Tag bekommt, geht das wirklich an die Substanz, zumindest mir. Ich hatte neulich auch eine recht hohe Differenz in der Kasse, weil ich an einem wirklich sehr gut besuchten Tag alleine fast acht Stunden lang an der Kasse saß und ich mich bei einem so hohen Umsatz eben schonmal im Münzfach vergreife, vor allem wenn drei Kunden gleichzeitig auf mich einquatschen. Wenn Sie also das nächste mal einkaufen gehen, denken sie bitte daran, dass der Mensch hinter der Kasse kein Roboter ist und ihm auch nicht der Laden gehört. Und bei der Gelegenheit möchte ich direkt noch beichten, dass ich auf der Arbeit, wenn mal unter der Woche weniger los ist, Sudoku spiele, weil ich sonst einschlafen würde.

Beichthaus.com Beichte #00027767 vom 02.05.2010 um 16:15:32 Uhr in Weißenberg (52 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000