Ich kann meine erste Liebe nicht vergessen

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Verzweiflung Begehrlichkeit Feigheit Liebe Klitten

Eigentlich würde ich das hier nicht schreiben, wenn ich nicht immer und immer wieder diesen einen Gedanken hätte. Ich träume einen Traum sehr lange, ob bei Tag oder Nacht. Es lässt mich nicht los. Egal was ich versuche, kann nicht mehr loslassen. Wie oft habe ich es versucht, so oft ist es gescheitert. Ich träume davon, meine Suche aufzugeben, nicht mehr hoffen zu müssen, und gefunden zu haben, was ich immer suchte. Aber ich weiß ganz genau, dass ich einen riesigen Fehler gemacht habe. Ich habe nur einen kleinen Fehler gemacht, den ich seit zwei Jahren bedauere. Ich habe mich nie getraut, einfach meinen Mut zusammen zu nehmen, und einfach hinzugehen. Ich konnte einfach nicht. Ich hätte nichts verloren, aber ich hätte etwas gewinnen können.

Könnte ich die Zeit zurückdrehen, würde ich keine Sekunde zögern. Oder, ich würde dem Jungen von damals in den Hintern treten. Ich würde ihm sagen: „Komm schon! Trau dich! Sprich sie an.“ Aber das kann ich leider auch nicht mehr. Ich habe diesen Fehler gemacht, ich habe ihn kommen sehen. Aber ich habe nichts unternommen. Die Tage und Monate gingen an mir vorbei, ohne einen Tag, wo ich nicht an sie denken konnte. Egal ob ich es mir ausreden wollte, ich schaffte es nicht wirklich. Es wären nur ein paar Wörter gewesen, ein paar Wörter, die mich hoffen lassen würden. Aber ich habe es totgeschwiegen. Es würde mir ja schon reichen, sie einfach nur anzusehen, zu sehen wie sie lacht, wie sie mich anguckt, einfach nur ihre Stimme hören. Es wäre mir egal gewesen, was sie sagt, nur dass sie etwas sagt reicht mir schon. Ihre Anwesenheit würde mich schon glücklich machen.

Jetzt, wo ich keine Chance mehr habe, muss ich mich damit abgeben. Ich muss mich damit abgeben, dass ich sie nie umarmen werde, sie nie wieder zu sehen, sie nie wieder zu hören. Es ist mir egal, wie viele Kilometer mich trennen, ich würde diese Kilometer gehen. Ich würde sie auch gehen, wenn ich nur 10 Minuten hätte, um mit ihr zureden. Nur... diese Chance habe ich leider nicht. Ich habe so ziemlich alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann. Ich habe mich verstellt, und konnte ihr nicht den Teil zeigen, der sie liebt. Wäre damals dieser Teil stärker gewesen, würde ich diesen Text nicht schreiben. Was hätte sie wohl gesagt? Wie hat sie empfunden? Hat sie überhaupt etwas für mich empfunden? Das sind Fragen, die ich mir stelle. Ich würde sie so gerne beantwortet haben. Nur... diese Chance habe ich leider nicht.

Wenn ich mir ein Bild von ihr angucke, sehe ich immer noch das Mädchen von damals. Mit einem Lächeln auf dem Foto. Würde sie bloß wissen was ich empfinde, ich denke sie wäre überrascht. „Wie kann jemand der mich nur so flüchtig kennt solche Gefühle haben?“ Vielleicht würde sie sich das ja fragen. Nur... ich könnte ihr auch keine Antwort geben. Oder? Doch! Ich hätte da eine sehr passende: Ich liebe dich.

Ich weiß darauf keine Antwort, ich kann es nicht beschreiben. Sie war (ist) die Erste für die ich so empfinde, und es hört nicht auf. Es tut sehr weh, und es gibt kein Medikament. Es ist ein Gefühl von Liebe und Trauer. Liebe, weil sonst mein Herz nicht mehr schlägt, Trauer weil ich weiß, dass es zuende ist. Ich werde es ihr nie sagen können, ich habe dazu keine Chance mehr. Es wären damals nur ein paar Wörter, die ich nicht gesagt habe. Genau deswegen kann ich nachts nicht schlafen. Ich denke immer an sie. An ihr Lächeln, an ihre Stimme. Was soll ich loslassen? Ich habe nie etwas gehabt. Wie gerne würde ich sie loslassen können.

Beichthaus.com Beichte #00003735 vom 26.12.2005 um 10:48:13 Uhr in Klitten (6 Kommentare).

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