Die verlorene Geldbörse

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Habgier Falschheit Selbstsucht

Ich habe vor ein paar Tagen einen Geldbeutel gefunden. Darin befanden sich weit über 300 Euro. EC-Karten, Führerschein, Mitgliedsausweise - wie man das halt kennt. Meine Beichte ist, dass ich das Geld ohne nachzudenken genommen habe. Selbst Schuld, wenn man mit so viel Geld rumläuft und es dann auch noch verschlampt. Für mich war es eine tolle Finanzspritze. Das Portemonnaie habe ich noch am selben Tag in ein kleines Paket gesteckt und es an den Besitzer zurückgeschickt. Ohne Notiz. Und ich habe nicht einmal ein schlechtes Gewissen. Geld hat der Besitzer genug, was man sehen konnte, wenn man sich den Geldbeutel genauer ansah. Der Bonze ist selbst schuld. Den Laufkram und die Bürokratie habe ich ihm aber zumindest erspart.

Beichthaus.com Beichte #00032109 vom 23.10.2013 um 16:28:25 Uhr (24 Kommentare).

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Spießer vs. Übergewicht

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Boshaftigkeit Morallosigkeit Maßlosigkeit Last Night

Vor etwa einem halben Jahr wurde ich (m/20) spontan zu einer kleinen Homeparty eingeladen. Da ich ungerne Pullover oder Ähnliches trage, hatte ich auch an diesem Abend einen Blazer an, der mich sehr oft begleitet. Ich war schon leicht alkoholisiert, als ein Mädchen zu mir: "Ich kann mich nicht mit deiner Spießigkeit abfinden" sagte. Ohne, dass es Anlass zu dieser Aussage gegeben hätte - aber vielleicht lag es am Blazer. Im Grunde bin ich ein sehr spaßiger Kerl und werde von fremden Leuten meistens gut aufgenommen. Deshalb war ich in dem Moment auch etwas überrascht, weshalb es mir an Schlagfertigkeit fehlte, was normalerweise nicht der Fall ist. Deshalb antwortete ich einfach, dass ich mich auch nicht mit ihrem Übergewicht abfinden könnte - obwohl sie relativ schlank war. Wir schauen uns seither nicht mehr an. Ich stehe zu meiner Aussage, aber trotzdem schäme ich mich ein wenig.

Beichthaus.com Beichte #00032108 vom 23.10.2013 um 15:40:36 Uhr (11 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Ausgleich für den miesen Lohn

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Diebstahl Dummheit Habgier Ungerechtigkeit Arbeit

Ich (m) absolviere meine Ausbildung in einem bekannten belgischen Supermarkt. Eigentlich wollte ich auf dem deutschen Arbeitsmarkt Fuß fassen, doch auch nach unzähligen Bewerbungen hat es nicht geklappt. Hier fühle ich mich jedoch ungerecht behandelt. Ich mache Überstunden ohne Ende und arbeite von Montag bis Samstag - wenn man die Berufsschule mit einrechnet. Trotzdem bekomme ich monatlich nur 220 Euro - was natürlich zu wenig ist. Deshalb kann ich mir auch nichts auf die Seite legen und habe mir eine andere Möglichkeit überlegt. Ich nehme jetzt manchmal etwas mit. Seien es Zigaretten und Tabak oder Obst und Gemüse, das definitiv entsorgt werden würde oder Ähnliches. Ich halte diese Klauerei für asozial, aber dadurch bekomme ich ein besseres Gefühl und kann mir einreden, dass ich besser behandelt werde. Ich arbeite mich schließlich für einen lächerlichen Lohn kaputt! Es tut mir leid, dass ich zu so etwas gezwungen bin und bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00032107 vom 24.10.2013 um 22:06:12 Uhr (9 Kommentare).

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Gleitgel gegen Minderwertigkeitskomplexe

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Dummheit Verzweiflung Lügen Intim Sex

Leider muss ich gestehen, dass ich - als Frau mit fast dreißig Jahren - unter Minderwertigkeitskomplexen leide. Das ist so schlimm, dass ich zu Mitteln greifen muss, für die ich mich hinterher schäme. Vor einiger Zeit bin ich mit meinem neuen Freund intim geworden, […]
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Beichthaus.com Beichte #00032106 vom 24.10.2013 um 19:19:14 Uhr (20 Kommentare).

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Die Insolvenz des Geizkragens

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Rache Boshaftigkeit Verrat Selbstsucht Arbeit

Ich (m/29) habe vier Jahre lang bei einem recht kleinen Unternehmen als Unternehmensberater für Softwareapplikationen gearbeitet. Bei meinem alten Arbeitgeber war ich sehr erfolgreich - ich hatte in meinem zweiten Jahr bereits mehr Kunden an Land gezogen, als meine Kollegen. In kürzester Zeit hatte ich mir dadurch einen Namen gemacht und wurde bereits von Branchenverbänden zu Vorträgen eingeladen. Firmen kontaktierten mich ohne Akquise und zuletzt habe ich innerhalb eines Jahres ungefähr das Zehnfache meines Jahresgehaltes an Umsatz generiert. Dank meiner Kunden wurde sogar ein ganz neues Entwicklerteam eingestellt. Mein Chef dachte jedoch nie über einen Bonus nach, und meine recht bescheidenen Forderungen nach einer Gehaltserhöhung schmetterte er immer wieder mit lächerlichen Begründungen ab. Generell war er einfach ein extrem geiziger Mensch. In den ganzen Jahren hat er nie zu einer Firmen- oder Weihnachtsfeier eingeladen, was bei einem Unternehmen dieser Größe eigentlich normal ist. Teilweise war es mir sogar peinlich, die Kunden in mein Büro einzuladen, weil es, dank der unnötigen Sparmaßnahmen aussah wie eine bessere Wellblechhütte.


Eigentlich wollte ich nie das Unternehmen wechseln, da ich super Kollegen hatte (eine davon wurde sogar meine Frau) und die Firma nur zwei Straßen von meiner Wohnung entfernt war. Irgendwann forderte ich dann einen neuen Laptop, da ich auf dem veralteten Teil, das ich nutzte, die neuen Softwarepackages teilweise nicht mehr abspielen konnte - was natürlich auch abgelehnt wurde. Mir ist der Kragen geplatzt und ich habe dem Geizhals meine Meinung gegeigt. Natürlich hat er mir auch gleich mit einer Entlassung gedroht - die ich allerdings annahm und die Firma verließ. Er rief mich am nächsten Tag an, entschuldigte sich und bot mir einen neuen Firmenlaptop und eine mickrige Gehaltserhöhung an. Das lehnte ich allerdings ab und es blieb bei meiner Kündigung. Aus Rache entließ er dann meine Frau, die mit unserem Streit absolut nichts zu tun hatte, unter fadenscheinigen Begründungen. Dank meines guten Rufs fand ich bei einem großen Konkurrenten recht schnell einen Job und viele Kunden wechselten ebenfalls. Das meiner alten Firma dadurch ein Nachteil entstand hat mir allerdings nicht gereicht - deshalb habe ich zu aggressiveren Mitteln gegriffen und noch weitere Kunden abgeworben. Mein neuer Arbeitgeber war so begeistert von mir, dass ich immer mehr Budget und sogar Mitarbeiter zugeteilt bekam, weshalb mir das weitere Abwerben recht leicht fiel. Dadurch habe ich ihn an den Rand der Insolvenz getrieben. In meiner Rage habe ich nur leider vergessen, dass ich damit meinen ehemaligen Kollegen den Arbeitsplatz nahm. Das tut mir heute noch unheimlich leid und ich glaube, ich werde mir das nicht so schnell verzeihen können.

Beichthaus.com Beichte #00032105 vom 25.10.2013 um 00:38:00 Uhr (8 Kommentare).

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