Ein Kiffer ohne Perspektive

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Hochmut Zorn Selbstsucht

Ich war eigentlich immer der Loser. Also nicht, was meine Persönlichkeit angeht, sondern bezogen auf mein Leistungsverhalten. Ich konnte nie etwas durchziehen. Ausbildung abgebrochen, ohne Abschluss von der Schule, beim Bund fast im Knast gelandet. Und das alles wegen der Sauferei und Kifferei. Irgendwann hat es bei mir dann Klick gemacht. Ich habe meinen Schulabschluss über den zweiten Bildungsweg nachgeholt und war sogar studieren, habe das Studium aber ganz bewusst abgebrochen und mich in ein Arbeitsverhältnis begeben, weil ich Geld verdienen wollte. Anfangs hat es aber nur für einen Hilfsarbeiterjob gereicht. Also habe ich mich da reingehängt und nun, fast 15 Jahre später, habe ich es zu etwas gebracht. Ich bin vom Hilfsarbeiter immer weiter aufgestiegen, bis ich jetzt im Unternehmen schon ziemlich weit oben angekommen bin und Verantwortung für Mitarbeiter und Budget trage. Entsprechend hat sich natürlich auch mein Gehalt verbessert - mir geht es richtig gut und ich kann meine Familie ernähren, in Urlaub fahren, mir ein Auto leisten, und so weiter.


Nun zum beichtwürdigen Teil: Ich werde mich in den nächsten Wochen mit meinen alten Weggefährten treffen. Keiner weiß, was ich die letzten Jahre gemacht habe, aber ich war bei ihnen immer als armer Kiffer ohne Zukunft abgestempelt. Über Umwege habe ich erfahren, was die Jungs heute so machen und da geht es mir wohl mit Abstand am Besten. Ich freue mich schon auf das Treffen. Da werde ich nämlich so richtig einen vom Leder ziehen, auf den Putz hauen und den Jungs mal zeigen, wer es drauf hat. Wollen doch mal sehen, wer nun der perspektivlose Kiffer ist!

Beichthaus.com Beichte #00036922 vom 26.10.2015 um 13:40:22 Uhr (9 Kommentare).

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Meine beste Entscheidung als Veganer

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Dummheit Hochmut Ignoranz Studentenleben

Zu Beginn meiner Studienzeit war ich ein ziemlicher Mitläufer und Trottel. Naja, wie soll ich das sagen, ich fing an Politikwissenschaften zu studieren und wurde mit dem neu gewonnenen Freundeskreis auch Veganer. Einer der nervigen Sorte. Meine Freunde in meiner Heimat machten zum größten Teil eine Ausbildung oder ein duales Studium, und verstanden mich nicht mehr, sodass ich so anfing, harsch dafür zu plädieren, dass veganes Essen besser ist als alles andere. Meine Mutter musste für mich sogar über die Feiertage hinweg dementsprechend einkaufen. Auch war ich mit meinen neuen "Freunden" auf Demos, gegen alles Mögliche. Alles in einem lebte ich also in einer Blase des "besseren" Menschen, ich fühlte mich auch irgendwie besser als andere, zusammen mit meinen Studienfreunden glaubten wir das tatsächlich auch. Eines Abends, wir waren in einer lustigen Runde, kam eine Kommilitonin mit ihrem Freund auch vorbei. Wir hatten mit ihr nicht viel zu tun gehabt, jedoch eine mäßig schwere Klausur geschrieben und wollten das Feiern, dementsprechend waren auch einige von unserem Studiengang eingeladen.

Ihr Freund, war ein großer, behaarter Türke, also nicht falsch verstehen, er stellte sich mir damals auch so vor. Er hatte einen gewissen Hang zum Humor - musste man schon sagen. Er riss einige politisch unkorrekte Witze auf der Party, was meine Freunde natürlich schrecklich fanden, jedoch das Lachen auch nicht verkneifen konnten. Ich unterhielt mich ein bisschen länger mit ihm. Anfangs dachte ich, in meiner Arroganz, er würde irgendetwas "Einfaches" machen, wie Lagerist oder Kassierer im Supermarkt. Also erzählte ich ihm, wie anstrengend so ein Studentenleben ist, dass andere Arbeit zwar körperlich anspruchsvoll wäre, das Studium einen jedoch geistig herausfordern würde. Ich hörte nicht auf und erzählte weiter, wie wichtig es für uns alle ist, auf Tierfleisch zu verzichten und dass wir in einer sexistischen Gesellschaft leben, und so weiter. Bis seine Freundin zu uns kam, küsste ihn auf die Backe und fragte ihn, warum er nur so grinsend dasitzt. Er zeigte auf mich und sagte nur nüchtern: "Mit Anfang zwanzig war ich nicht so ideologisch, vielleicht liegt es daran, dass ich Ingenieur bin und ich immer basteln wollte."

Irgendwie war ich irritiert, schaute ihn an und fragte ihn: "Ingenieur?" Er fing an zu lachen, dann sagte er mir auch noch, dass er nicht nur einen Master in Elektrotechnik hatte, sondern aktuell auch noch darin promoviert. Da saß ich nun und fühlte mich erst richtig scheiße. Schließlich hatte er sich mein Geschwätz angehört, obwohl er wohl besser wusste, wie zeitaufreibend ein Studium sein kann. Wie dem auch sei, er gab mir seine Telefonnummer und meinte, dass wir uns gerne ein anderes Mal treffen können, er müsse mit seiner Freundin noch weiter - sie waren noch auf eine andere WG-Party eingeladen. Mit diesen Gedanken im Kopf, dachte ich mir, ich sollte ihn auf jeden Fall mal wiedertreffen und mir sein Gerede antun, nachdem ich so herablassend über ihn gedacht hatte. Gesagt getan, eine Woche später trafen wir uns. Wir tranken gut etwas weg und ich fing mir an, einen Joint zu drehen und fragte ihn, ob er auch mag. Er grinste mich an und sagte nur: "Ich bin zu alt für so etwas, der Alkohol reicht mir". Wir gingen weiter um die Häuser und natürlich hatten wir Hunger.

Er sagte mir, dass er einen Dönerladen kennt, der vermutlich den geilsten Döner macht, denn ich bisher gegessen hätte. Wir liefen hin, und ehe ich mich versah, hatte ich einen ziemlich fetten Dürüm-Döner in der Hand. Im Kopf dachte ich mir, dass ich es ihm sagen sollte, dass ich das nicht essen kann - er weiß doch, dass ich Veganer bin, wieso habe ich mir eigentlich das Ding gekauft?! Aber statt meine Gedanken in Worte zu fassen, biss ich ziemlich gierig ein großes Stück vom Döner ab. Und statt aufzuhören, aß ich weiter, als ob ich kurz vorm Verhungern gewesen wäre. Verflucht, war das geil! In dem Moment, wo auch das letzte Stück seinen Weg in meinen Magen gefunden hatte, schwor ich mir innerlich, es bei diesem Ausrutscher zu belassen. Die Nacht war noch jung und wir zogen weiter um die Häuser. Ich weiß nicht warum, aber bevor wir in die nächste Bar taumelten, beschlich uns erneut der Gedanke etwas zu essen. Praktischerweise war eine Currywurst-Bude direkt nebenan, nun dachte ich mir, dass er wohl garantiert kein Schweinefleisch isst und daher wohl auch nur Pommes bestellen wird.

Dem war aber wieder nicht so, er bestellte zwei Mal eine Currywurst und eine große Portion Pommes für uns beide. Verflucht, ich konnte nicht schon wieder Fleisch essen, und wieso hat der Kerl andauernd Hunger? Doch statt meine Bedenken kundzutun, aß ich erneut gierig meine Wurst auf. Das war der letzte Moment, an den ich mich erinnern konnte. Am nächsten Morgen wachte ich in seiner Wohnung auf seinem Sofa auf, neben mir eine völlig Unbekannte - sie hatte blonde Haare und wirkte auch nicht so wie die Frauen, die ich bisher während meiner Studienzeit hatte. Sie lächelte mich an, später sagte sie mir, sie fände es süß, dass ich wohl in der Bar, wo ich sie aufgegabelt hatte, auf alle Veganer geflucht hätte. "Oh Gott, was hat dieser Typ nur aus mir gedacht, dachte ich?!" Habe ich innerhalb eines Abends alle meine Ideale einfach so hingeworfen?! Sie war aber echt nett und ich dachte mir, dass sich vielleicht etwas mit ihr ergeben würde.

Naja, die Zeit verging und ich traf mich mit meinem neuen orientalischen Freund immer wieder, auf einen Kaffee oder Ähnliches. Auch entwickelte sich meine neue weibliche Bekanntschaft zu meiner festen Freundin - sie war ganz anders als ich: Sie studierte Jura, trug eine Perlenkette und war an sich auch eher die Klischee-Juristin. Als ich sie dann meinen Studienfreunden vorstellte, waren diese nur gehässig und machten dumme Witze. Das hatte mich schon sehr verletzt, denn letztendlich war sie die Frau, die ich liebte, und keine "Jura-Schlampe", wie meine angeblichen Freunde sie nannten. Also sah ich meine Studienfreunde auch immer seltener, ansonsten war ich auch nicht wirklich in meinem Studium engagiert. Ich wurde immer lustloser. Veganer war ich dann auch nicht mehr. Und so begann ich später, mit der Hilfe meines türkischen Freundes, Maschinenbau zu studieren.

Ich muss ehrlich sagen, dass das wohl auch die beste Entscheidung meines Lebens war. Ich habe wieder einen größeren Kontakt zu meinen Freunden in der Heimat, meine neuen Kommilitonen waren auch ziemlich cool drauf. Und irgendwie fühle ich mich innerlich wesentlich erfüllter. Mittlerweile habe ich meinen Bachelor in Maschinenbau fertig und beginne nächste Semester meinen Master. Ich muss sagen, dass es schon erstaunlich ist, wie sehr sein Erscheinen mein Leben verändert hatte. Ich beichte, dass ich ein ziemlicher Trottel war und froh bin, jetzt doch für mich den richtigen Weg gefunden zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00036841 vom 15.10.2015 um 13:57:51 Uhr (20 Kommentare).

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“Beichte

Die Unterschicht im Supermarkt

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Hochmut Dummheit Peinlichkeit

Ich (w/30) gestehe hiermit offiziell, dass ich mich über Leute der Unterschicht regelmäßig kaputtlachen könnte. So auch wieder vor einigen Wochen. Lokalität: Supermarkt, an der Kasse. Zwei Kassen neben mir ein junger Herr, ich schätze Ende 20, Anfang 30. Neben ihm wohl seine Tochter, etwa 10 Jahre alt. Auf einmal kommt eine schlecht rot-gefärbte Dame auf die beiden zugestürmt und brüllt, für den ganzen Laden hörbar, ihren Mann/Lebensgefährten an. O-Ton: "Maurice, du Arschloch, du kanns doch net dat Baby in Auto einschließen du Pennaa...du gehörs in geschlossene Anstalt ey!" Ich bin vor Lachen innerlich fast zusammengebrochen. Wie können Menschen sich bloß freiwillig in der Öffentlichkeit so blamieren? Wie gesagt, ich bitte um Vergebung für - ja, wie nenne ich das jetzt am Besten? Es tut mir jedenfalls leid, dass ich mich in solchen Situationen nicht unter Kontrolle habe und am Liebsten laut loslachen möchte. Das gehört sich nicht.

Beichthaus.com Beichte #00036831 vom 14.10.2015 um 15:58:58 Uhr (12 Kommentare).

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Ungeschminkt in der eigenen Wohnung

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Eitelkeit Hochmut Feigheit Arnsberg

Immer, wenn ich ungeschminkt bin, sei es tagsüber, wenn ich frei habe und nur zu Hause bin, oder wenn ich mich nachmittags schon abgeschminkt habe, in chilligen Klamotten rumlaufe und keinen Besuch mehr erwarte, mache ich nie die Tür auf. Auch wenn ich weiß, dass es die Post ist, die mir ein heiß ersehntes Päckchen bringt. Ich bin einfach zu eitel dafür! Mich macht es dann auch total aggressiv, wenn der Postbote vier oder fünf Mal klingelt. Wenn ich beim zweiten Mal nicht aufmache, mache ich auch beim dritten, vierten und fünften Mal nicht auf! Ich bin halt nicht da! Ich wohne übrigens im fünften Stock, da merkt auch keiner, ob ich da bin oder nicht. Trotzdem ist das dumm von mir. Da nehme ich lieber geschminkt den Weg zur Post auf mich und hole es persönlich ab. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00036814 vom 12.10.2015 um 17:53:31 Uhr in 59755 Arnsberg (27 Kommentare).

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Erfahrung im Fight Club

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Aggression Gewalt Hochmut Waghalsigkeit

Ich (m/23) liebe den Film Fight Club. Ich bin normal gebaut und weder groß noch muskulös. Und auch nicht der mit dem größten Selbstvertrauen - ich suche also quasi nie Streit. Am Samstagabend war ich auf dem Weg nach Hause von einem Freund, als ich vier Typen an […]
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Beichthaus.com Beichte #00036788 vom 07.10.2015 um 17:52:24 Uhr (20 Kommentare).

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