Der trottelige Student

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Dummheit Peinlichkeit Verschwendung Studentenleben

Ich (m/21) muss beichten, dass ich extrem trottelig bin. Gerade habe ich, zum vierten Mal in diesem Monat, meinen Studienbeitrag überwiesen, ohne auch nur im geringsten darüber nachzudenken, dass ich das schon erledigt habe. Und ich habe auch zum vierten Mal vergessen, meine Matrikelnummer und das Semester anzugeben, obwohl doppelt und dreifach dabei steht, wie wichtig das ist. Tja, jetzt habe ich der Uni schon viel zu viel Geld überwiesen, wobei ich nicht einmal sicher sein kann, dass sie das Geld überhaupt zuordnen können. Vielleicht bekäme ich ja auch wieder etwas zurück? Aber ich traue mich nicht, dort anzurufen, da mir das einfach zu peinlich ist. Ich meine - zwei Mal überweisen mag ja noch verständlich sein, aber vier Mal?! Dann stelle ich mich ja als den Idioten dar, der ich anscheinend bin. Angezeigt wird mir übrigens, dass ich noch nicht eingezahlt habe, daher die Panik und die Idee, sofort zu zahlen, ohne zu prüfen, ob ich das nicht schon gemacht habe.


Ich hoffe nur, dass ich das im nächsten Semester besser drauf habe. Ich bin wohl einfach nicht fähig, verantwortungsvoll zu handeln. Aber für Dummheit zahlt man eben drauf. Im Übrigen ist das nicht das erste Mal, dass ich etwas nicht alleine hinkriege. Ich muss eigentlich jedes Mal darum bitten, irgendwelche Scheine oder Anträge nachträglich einreichen zu dürfen oder, dass man etwas für mich erledigt, das ich nicht selbst hinbekommen habe. Ich hoffe nur, dass man mir einfach mal die Tür vor der Nase zuschlägt, damit ich auch wirklich etwas daraus lerne. Denn so werde ich nur besser darin, freundlich zu tun und um Hilfe zu betteln.

Beichthaus.com Beichte #00031839 vom 03.09.2013 um 12:35:08 Uhr (19 Kommentare).

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Ausbruch aus meinem Leben

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Dummheit Verzweiflung Selbstsucht Lügen

Ich (m/26) muss für meine Beichte etwas weiter ausholen. Ich arbeitete in der Steuerberatungskanzlei meines Vaters. In einem Unternehmen, das wir steuerlich betreuen, habe ich irgendwann einen jungen Mann kennengelernt - er war das komplette Gegenteil von mir. Er ist Südländer und hat in seinem Leben überhaupt nichts geplant, er lebt von einem Lebensabschnitt in den nächsten und wusste vorher nie, was er als Nächstes macht. Ich habe mich mit ihm angefreundet und je mehr er mir von sich erzählte, desto mehr bemerkte ich, wie langweilig mein Leben eigentlich ist. Bei mir verlief immer alles nach Plan, ich habe das Abitur gemacht, BWL studiert, um bei meinem Vater einsteigen zu können, und die Kanzlei irgendwann weiterzuführen. Ich hatte mit 24 bereits seit sieben Jahren dieselbe Freundin und ich hatte mein ganzes Leben denselben Freundeskreis. Das weitere Leben war auch schon verplant - eine Hochzeit war nur eine Frage der Zeit, die Eigenheimpläne waren schon fast fertig. Doch das diese Begegnung mich so aus den Grundfesten wirft, hätte ich nie gedacht. Eines Tages habe ich volltrunken, beim Feiern, diesem Mann meine Unzufriedenheit in allen Details erzählt, und er brachte mich auf eine Idee, die mich nicht mehr losließ. Er riet mir, einfach abzuhauen und in einer anderen Stadt eine Zeit lang einfach komplett etwas anderes zu machen. Zu meiner eigentlichen Beichte: Ich habe irgendwann allen erzählt, ich hätte ein extrem lukratives Jobangebot aus Hamburg erhalten und würde es annehmen. In Wirklichkeit bin ich jetzt hier und aus meinem Leben "abgehauen" - ich arbeite nicht und lebe von den Ersparnissen für das Eigenheim. Ich hab hier mittlerweile Anschluss gefunden und bereue den Ausbruch nicht eine Sekunde. Ich lebe einfach in den Tag hinein ohne Pläne, ohne Verantwortung oder Ähnliches. Das ich mein ganzes Umfeld belogen habe, tut mir leid, aber es war unerträglich für mich, so weiter zu leben.

Beichthaus.com Beichte #00031831 vom 01.09.2013 um 23:58:51 Uhr (26 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Kann man das abwaschen?

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Dummheit Peinlichkeit Neugier Kinder

Als ich noch ziemlich jung war, war ich mit meiner Mutter in einem Kleidergeschäft einkaufen. Dort war auch eine dunkelhäutige Frau mit ihren Kindern. Als ich die Familie sah, habe ich auf sie gezeigt und meine Mama laut und deutlich gefragt: "Mama, kann man das wieder abwaschen?". Die Frau hat es mit Humor genommen, aber die Geschichte ist bis heute eine beliebte Partyanekdote und mir immer wieder peinlich.

Beichthaus.com Beichte #00031818 vom 30.08.2013 um 21:36:26 Uhr (10 Kommentare).

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Hilfe für den Rollstuhlfahrer

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Dummheit Faulheit Ignoranz Engherzigkeit

Vor ein paar Wochen war ich in der Stadt und wollte ein paar Besorgungen machen. Am Eingang des örtlichen Drogeriemarktes ist eine kleine Rampe, auf der ein Rollstuhlfahrer, gerade als ich den Laden betreten wollte, mit Mühe versuchte, sich hochzuschieben. Ich wollte warten, bis er es in den Laden geschafft hatte, obwohl ich sehen konnte, dass er es ohne Hilfe nicht schafft. Aber trotzdem habe ich ihm nicht geholfen. Eine andere Frau hat ihn dann hochgezogen, und als ich das gesehen habe, habe ich mich furchtbar geschämt. Die Schuldgefühle geistern mir jetzt seit einigen Wochen durch den Kopf. Ich weiß, dass Rollstuhlfahrer meistens kein Mitleid wollen, aber manchmal auf die Hilfe von Fremden angewiesen sind. Es tut mir schrecklich leid, dem Mann nicht geholfen zu haben und werde ab jetzt jedes Mal, wenn ich sehe, dass ein Rollstuhlfahrer Hilfe braucht, meine Hilfe anbieten!

Beichthaus.com Beichte #00031807 vom 27.08.2013 um 16:48:40 Uhr (10 Kommentare).

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Kein Papier auf der Toilette

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Dummheit Ekel Peinlichkeit Reutlingen

Als ich ungefähr sechzehn Jahre alt war, waren wir viel mit den Inlineskates unterwegs und hingen den ganzen Sommer in der Stadt herum. Mein bester Freund hatte, aus absolut unerfindlichen Gründen, meistens dann Hunger, wenn ich mal wieder aufs Klo musste - worüber wir uns auch sehr amüsierten. Als wir dann, an einem schönen Mittag, eine Pizza bestellt hatten, musste ich von einer Sekunde auf die andere sofort auf die Toilette und hatte das Gefühl, dass ich gleich explodieren würde. Leider hatte der Laden keine Toilette, da es nur ein Imbiss war, weshalb ich zu einem Café sprintete, welches knapp 100 Meter weiter entfernt war. Als ich endlich auf der Schüssel saß, kam raus, was rauskommen musste! Die Erleichterung - ihr wisst, was ich meine - war groß, bis ich mich nach dem Papier umsah. Kein Klopapier. Ich hatte also den halben Vesuv gesch*ssen und konnte mir nicht mal den Hintern abwischen, na toll. Also stellte ich mir die Frage, wie ich das Problem lösen sollte.


Alle möglichen Gedanken gingen mir durch den Kopf, bis ich mich dann dazu entschloss, einfach meine Boxershorts dafür zu verwenden. Als ich dann endlich fertig war, kam ich auf die total bescheidene Idee, die Boxershorts, die übrigens weiß waren, in eine Tasche zu stecken, schließlich konnte ich sie nicht einfach wegwerfen. Als ich mir die Jeans über den nackten Hintern zog, entdeckte ich dann hinter der Toilette einen Haken mit Toilettenpapier der mein Abenteuer perfekt machte. Ich kann immer noch nicht glauben, dass ich so unfähig war. Aber meine eigentliche Beichte ist, dass meine Mutter - ich hoffe sie hat mir das verziehen - die dreckige Unterhose in meiner Tasche vorfand, ich hatte nämlich vergessen, sie dort herauszuholen.

Beichthaus.com Beichte #00031805 vom 27.08.2013 um 15:47:13 Uhr in 72715 Reutlingen (9 Kommentare).

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