Krankenschein für zusätzlichen Urlaub

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Falschheit Faulheit Schamlosigkeit Arbeit

Ich möchte hiermit beichten, dass mein Mit-Azubi und ich während unserer Ausbildung unsere - überdurchschnittlich vielen - Krankenscheine geplant haben, als wären diese zusätzliche Urlaubstage. Gerechtfertigt wurde dies mit dem ausbeuterischen Umgang und dem, an Lächerlichkeit nicht zu unterbietenden, Schadensersatz, der uns als Vergütung zugekommen ist. Auch wenn ich dies heute immer noch als richtig gegenüber dem Unternehmen sehe, bitte ich um Absolution gegenüber den Mitarbeitern, die oft durch unser plötzliches Fehlen in Engpässe geraten und wohl nicht pünktlich nach Hause gekommen sind.

Beichthaus.com Beichte #00037502 vom 30.01.2016 um 19:19:37 Uhr (4 Kommentare).

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Warum hat jeder Mundgeruch?

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Ekel Unreinlichkeit Peinlichkeit Manie

Ich (w/27) beichte, dass ich viel zu pingelig bin und finde, dass alle Menschen aus dem Mund stinken. Natürlich nicht immer, aber doch fallen mir wenige bis gar keine Menschen ein, denen ich nähergekommen bin, die nicht regelmäßig mehr oder weniger schlimm aus dem Mund gestunken haben. Bei manchen ist es so, dass ich sie fast schon auf zwei Meter Entfernung rieche. Das ist äußerst eklig, besonders wenn es Arbeitskollegen sind, mit denen man häufiger am Platz mal etwas besprechen muss. Bei Freundschaften bin ich toleranter, da ist es okay, wenn sie manchmal aus dem Mund stinken. Die Sympathien überwiegen und ich muss sie ja auch nicht küssen.


Ja, und dann ist die leidige Sache mit der Liebe. Mir ist aufgefallen, dass ich anfangs, wenn ich verliebt bin, nie den Mundgeruch von der Person rieche. Aber vielleicht betreibt sie dann anfangs auch bessere Mundhygiene? Jedenfalls war es bisher immer so, dass ich es häufig erst nach ungefähr drei Monaten der Affäre oder Beziehung wahrgenommen habe. Standardmäßig morgens beim Aufwachen, oder wenn der Mensch wenig getrunken hat. Das wird dann immer häufiger und unerträglicher für mich, bis es zu dem Punkt kommt, wo ich mich entweder damit arrangiere und trotzdem die Beziehung weiterlaufen lasse, oder es beende. Mit zwei Personen habe ich nur deswegen Schluss gemacht, weil ich ihren Mundgeruch nicht mehr ausgehalten habe.


Aber ich frage mich, wie das sein kann? Die können doch zu Beginn nicht weniger gestunken haben!? Das ist mir jetzt schon mehrmals aufgefallen, erst letztens war es wieder mit meiner aktuellen Affäre so, dass mir sein Mundgeruch das erste Mal so richtig unangenehm stechend ins Gesicht geströmt ist. Wobei es besonders verschärft war: es war morgens und er hat mir ständig mit offenem Mund ins Gesicht gehaucht beim Schlafen. Es sieht momentan danach aus, wenn es mit jedem Treffen für mich schlimmer wird, dass er dann die dritte Person ist, mit der ich nur deswegen die Liaison beende. Obwohl der Rest echt gut ist, selbst der Körpergeruch an sich ist für mich anziehend.


Das Einzige, was hilft, ist Alkohol. Insbesondere Bier. Schon ein Bier reicht aus und meine Geruchssinne sind so taub, dass ich den Gestank nicht mehr mitbekomme. Das führt mich teilweise in ziemlichen Zugzwang bei sozialen Anlässen. Denn wenn die anderen trinken und ich nichts, dann muss ich ihren noch schlimmeren Alk-Mundgeruch aushalten, das ginge dann gar nicht mehr. Übrigens bin ich mir sehr wohl selbst bewusst, dass ich wohl auch so häufig aus dem Mund stinke wie meine Mitmenschen. Daher versuche ich beispielsweise nie aus dem offenen Mund zu atmen, Wasser zu trinken und Kaugummi zu kauen, wenn beispielsweise ein Arbeitskollege mit mir etwas bespricht, und mir täglich die Zähne mit Zahnseide zu reinigen. Ob es hilft, weiß ich nicht, aber ich muss schon sagen, dass ich dadurch Menschen auch nicht so gern so nah komme, weil ich sie nicht anstinken will - so, wie es ja mit mir ständig gemacht wird.

Beichthaus.com Beichte #00037498 vom 30.01.2016 um 00:58:47 Uhr (20 Kommentare).

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“Beichte

Wenn man jemanden zurücklassen muss...

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Selbstsucht Ignoranz Stolz

Ich (w) habe mein gesamtes bisheriges Berufsleben in ein und demselben Betrieb verbracht. Ich liebe meinen Beruf, ich möchte nichts anderes machen, aber ich hasse meine Firma. Es macht dort einfach keinen Spaß. Ich suche schon seit dem Ende meiner Ausbildung eine neue Stelle, aber der Beruf wird in meiner Region kaum gesucht, sodass ich keinen Erfolg hatte. Das Einzige, was meine Arbeit halbwegs erträglich macht, ist meine beste Freundin. Sie ist vor zwei Jahren in unseren Betrieb gekommen und wir haben uns auf Anhieb richtig gut verstanden, unternehmen viel und können über alles reden.


Nun ist es aber so, dass ich endlich eine neue Anstellung gefunden habe und zusammen mit meinem Freund die Stadt verlasse. Meine neue Stelle ist in unserer Heimat. Wir haben eine richtig schöne Wohnung gefunden, mein neuer Chef und das Team sind echt klasse und ich freue mich schon unendlich auf unseren Umzug und die Zeit danach. Meine Freundin ist traurig, dass ich sie zurücklasse, und hier ist meine Beichte: Es tut mir nicht leid. Natürlich ist es schade für sie, aber ich habe es immer allen recht machen wollen und wollte von allen gemocht werden - und jetzt mache ich mein eigenes Ding, ich mache das, was mir gut tut, und es fühlt sich richtig toll an. Außerdem bleiben wir ja Freundinnen und wir sehen uns auch weiterhin. Mein neuer Wohnort ist nur eine Stunde mit dem Auto entfernt. Ich glaube, ich bin eine schlechte Freundin, weil ich auf ihre Gefühle keine Rücksicht nehme und sie nichts dafür kann. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00037497 vom 29.01.2016 um 22:20:45 Uhr (8 Kommentare).

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Königskobra in Amsterdam

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Peinlichkeit Ekel Unreinlichkeit Urlaub Niederlande

Ich (m/26) war über Silvester für einige Tage mit meinem besten Freund in Amsterdam. Nun ist es so, dass ich immer, wenn ich irgendwo Urlaub mache, meine Essgewohnheiten auch etwas umstelle. Anstelle eines gesunden Frühstücks und einer ausgewogenen Ernährung probiere ich mich gerne durch leckere Lokale, Restaurants und Imbisse. Während wir also mal wieder in der Innenstadt rumflanierten, bemerkte ich, dass sich mein Magen nach zwei Tagen mit gefühlten 20 Litern Kaffee und Bier, Burgern, Steaks, Tonnen von Pommes und anderen Leckereien befreien wollte. Zielstrebig suchte ich schnellstmöglich nach einer öffentlichen Toilette und fand mein Glück bei der bekannten Fast-Food-Kette mit einer Krone. Schnell sprintete ich die Treppen hinauf, reihte mich in die Warteschlange für die einzige Kabine der Herrentoilette ein und zählte nur die Sekunden, bis ich mich endlich von meinem Ballast befreien konnte. Nach knapp 15 Minuten kam ich endlich zum Zug. Mein Herz strahlte und mein Magen freute sich unheimlich darauf, etwas Platz zu schaffen: Tür zu – Hose runter – und los!


Während ich entspannt auf der Toilette saß, bemerkte ich zeitgleich, dass die Schlange für die Herrentoilette stetig weiterwächst. Da ich nicht unhöflich sein und unnötig die anderen Gäste warten lassen wollte, zog ich nach meinem vollendeten Geschäft fix die Hose an und wollte dann auch wieder los. Dennoch ahnte ich schon während meines Toilettengangs Böses: Die letzten Tage an fettigem Essen und viel Alkohol haben sich bezahlt gemacht, sodass ich der Keramik ein unglaublich großes Geschenk hinterlassen habe. Trotz mehrmaligem Spülen ließ sich meine Königskobra vom Wasser nicht beeindrucken, sodass der Wasserspiegel drastisch fast bis zum Klodeckel stieg und einfach nicht abfließen wollte.


Schnell versuchte ich, den kleinen Schlamassel mithilfe der Klobürste zu beseitigen. Allerdings blieben meine Versuche erfolglos und ich zog nach einigen Minuten Rumstochern und Drücken die nun komplett versaute Klobürste raus und stellte sie wieder in die Halterung. Mein Herz fing in der Zwischenzeit an stark zu klopfen, mein Gesicht wurde rot und ich bekam leichte Schweißausbrüche, alles vor dem Hintergrund, dass das einzige Männerklo komplett verstopft ist und alle doch nur mal fix aufs Klo wollen. Pustekuchen! Beim Herausgehen versuchte ich, meine Blöße zu kaschieren und sagte auf eine pseudo-lockere Art: "Sorry, das Klo ist kaputt." Wobei ich die leichten Schweißperlen wohl nicht verbergen konnte.


Besonders peinlich war der Gang entlang der Warteschlange, wo mich alle Typen musterten und mich mit extrem genervten und zeitgleich enttäuschten Gesichtern anstarrten. Ich möchte mich also für meine kleine Königskobra bei allen Leuten in der Warteschlange entschuldigen, die genau wie ich dringend aufs Klo mussten und sich in der überfüllten Innenstadt eine neue öffentliche Toilette suchen mussten. Ich war dann aber doch so anständig und habe unten am Schalter Bescheid gegeben, dass irgendjemand das Herrenklo verstopft hat und man sich bitte drum kümmern sollte! Ich bitte um Absolution!

Beichthaus.com Beichte #00037496 vom 29.01.2016 um 16:59:24 Uhr in Niederlande (Amsterdam) (7 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Meiner besten Freundin geht es schlecht!

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Falschheit Eifersucht Selbstsucht Engherzigkeit

Ich (m/19) bin eine schadenfrohe Sau! Vor einigen Jahren lernte ich meine später beste Freundin kennen. Dummerweise verliebte ich mich später in sie, was nicht nur mit ihrem Aussehen zu tun hat, sondern auch mit ihrer Art. Wir hatten uns nie viel zu verbergen, daher wusste sie auch früher oder später davon, jedoch erwiderte sie meine Gefühle nie, was mich lange mitnahm - wovon ich mir jedoch nichts anmerken ließ. In den Jahren, in denen wir uns alles erzählten, fiel mir auf, wie zerrüttet ihr Leben ist. Ihre Mutter hat sich bereits zwei Mal scheiden lassen, ihr Halbbruder verschwand nach Australien und ihr lagen auch sonst viele Steine im Weg.


Als wir mit der Schule fertig waren, gingen wir getrennte Wege und der Kontakt wurde etwas weniger. Ich nahm eine Ausbildungsstelle im Nachbarort an und sie zog mit ihrer Mutter in eine Großstadt, nachdem diese sich erneut scheiden ließ. Seitdem pendelt sie zwischen zwei Städten hin und her und aufgrund des seltener gewordenen Kontakts bekam ich unheimlich wenig mit, auch wenn wir uns geschworen hatten, immer füreinander da zu sein. In meinen Augen führte sie fast das Leben, das sie immer wollte. Sie machte Party, zog zu ihrem neuen Freund, hatte eine sichere Ausbildungsstelle und tat das, was sie wollte. Aufgrund eines Fehlers meinerseits gerieten wir jedoch vor einem Jahr in einen Streit, der dazu führte, dass wir uns überall ignorierten. Ich konnte meine Gefühle zu ihr dummerweise nicht loslassen, darum litt ich sehr unter dem Streit. Ich erfuhr aus einigen Quellen, wie gut es ihr doch ginge und dass sie mit mir abgeschlossen hätte. Ich redete mir daraufhin ein, sie sei es nicht wert, doch geholfen hat es nicht.


Vor Kurzem schrieb ich sie dann an, da ich auch endlich damit abschließen will, was still dazu führte, dass der Streit vergessen wurde. Nun trafen wir uns vor einer Woche auf einem Fest und redeten stundenlang über uns. Dort kam dann alles ans Licht: Ihre Ausbildung ist schlecht bezahlt, sie pendelte zwischen drei Wohnorten bei Vater, Mutter und Freund und war extrem im Stress. Sie wollte es jedem Recht machen, weshalb sie auch so oft mit ihren Freundinnen weg war, obwohl sie nur daheim bleiben wollte. Physisch ging es ihr nicht besser. Sie konnte keinen Sport mehr treiben, weshalb sie ein paar Kilo zugenommen hatte und ihr sonst makelloses Aussehen wurde überdeckt von Augenringen, Stress und Hüftgold.


Auch, wenn ich Mitleid habe, bin ich ironischerweise schadenfroh, denn seitdem sind meine tieferen Gefühle für sie wie weggeblasen. Dennoch habe ich sie noch unheimlich gerne - ich fühle mich plötzlich nur viel freier, einfach, weil diese Gefühle weg sind. Meine Beichte? Es geht mir besser als meiner besten Freundin und ich freue mich darüber! Und das, obwohl es mir eigentlich egal sein und ich sie unterstützen sollte. Es tut mir leid, dass ich so oberflächlich bin, denn schließlich ist sie im Herzen immer noch das Mädchen von früher.

Beichthaus.com Beichte #00037489 vom 28.01.2016 um 07:15:05 Uhr (6 Kommentare).

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