Ein unnötiges Studium

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Hochmut Ignoranz Stolz Studentenleben

Ich (m/26) habe nach dem Abitur eine sogenannte Geisteswissenschaft studiert. Das Studium fiel mir leicht, aber leider bekam ich viele dumme Kommentare, von wegen ich studiere mich arbeitslos. Ich stempelte diese Leute als neidisch ab und sagte ihnen, dass sie noch blöd gucken werden, und zitierte aus der Liste der Studienbroschüre, was ich danach alles so machen kann und meinte, ich hätte einen Vorteil, weil ich nach dem Abitur ein Jahr Backpacking in Neuseeland gemacht habe. Viele meinten, dass ich dadurch arrogant geworden bin - und leider hatten sie recht. Ich habe nach dem Studium keine Arbeit gefunden.

Jetzt mache ich eine Ausbildung. Ich schäme mich so, dass ich mit dem Studium nichts erreicht habe. Ich lebe jetzt in einem anderen Bundesland und habe die Kontakte in der Heimat abgebrochen. Ich vermisse einige der Leute sehr, aber schaffe es nicht, zuzugeben, dass sie recht hatten. Es tut mir so leid, dass ich so arrogant war, aber ich kann es einfach nicht zugeben. Außerdem trauere ich der vergeudeten Zeit hinterher. Ich hätte schon vor ein paar Jahren anfangen können, Vollzeit zu arbeiten. Stattdessen muss ich sogar noch ein paar Schulden abbezahlen.

Beichthaus.com Beichte #00038846 vom 23.10.2016 um 20:33:28 Uhr (34 Kommentare).

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Ich hoffe, du fliegst auf die Nase!

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Morallosigkeit Zorn Studentenleben

Ich (m) studiere ein recht schweres Fach und gehe nebenbei noch arbeiten, weil mir das BAföG gestrichen wurde und ich sonst nur von einem Studienkredit leben würde. Auf der Arbeit habe ich einen Kollegen, der auch in mein Semester geht und von dem ich eigentlich dachte, dass wir uns ganz gut verstehen. Jedoch ist er schrecklich überheblich und geht immer davon aus, dass er jede Klausur nach nur drei Tagen Lernen mit einer guten Note besteht, nur weil er das große Glück hatte, dass das schon eingetroffen ist. Na und? Hatte ich auch schon. Das bedeutet gar nichts. Jetzt müssen wir beide die gleiche Klausur noch einmal schreiben - er hat selbst zugegeben, nicht genug gelernt zu haben und ich war zu nervös und habe sie ganz knapp versemmelt.

Jetzt lerne ich aus Sicherheit schon wieder einen Monat dafür, damit ich ein gutes, sicheres Gefühl beim Schreiben habe. Er hat noch nicht mal angefangen, obwohl die Klausur jetzt am kommenden Mittwoch stattfindet. Neben der Überheblichkeit ist er auch bei Geld so komisch drauf. Neulich habe ich mal gesagt, dass ich fände, 20 Euro seien viel und das sind sie für mich auch, weil ich überlegen muss, wofür ich das Geld ausgebe, das ich irgendwann zurückzahlen muss. Da hat er mich total von oben runter angeguckt und meinte, das wäre doch "nichts". Er hat auch immer die neusten Handys und Konsolen, obwohl er auch noch BAföG empfängt - so dicke kann es eigentlich bei ihm und seinen Eltern nicht sein, weil es da ja sehr strenge Grenzen gibt. Ich weiß, dass das jetzt mies klingt, doch ich hoffe, dass er mit dieser Einstellung richtig auf die Nase fliegt und irgendwann ohne Studium und Kohle dasteht.

Beichthaus.com Beichte #00038755 vom 24.09.2016 um 11:49:25 Uhr (14 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Dr. Gangster-Rap

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Aggression Studentenleben

Ich besitze zwei Bachelor- und einen Master-Abschluss und denke daran, im nächsten Jahr zu promovieren. Trotzdem höre ich am liebsten deutschen Gangster-Rap. Dieser gefällt mir erst dann so richtig gut, wenn möglichst oft das Ficken der Mutter des Kontrahenten angedroht wird und er sich textlich ansonsten nur um Themen wie Drogen, Sex und alltägliche Straßengewalt in sozialschwachen Randbezirken dreht. Manchmal stelle ich mir vor, manchen Leuten auch einfach auf die Schnauze hauen zu können und nicht so ein Unilauch zu sein.

Beichthaus.com Beichte #00038731 vom 17.09.2016 um 23:38:37 Uhr (13 Kommentare).

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Radikale Lifestyle-Änderung

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Peinlichkeit Ekel Verzweiflung Trägheit Studentenleben

Ich (w/21) habe letztes Semester nur die Hälfte der Prüfungen geschrieben. Warum? Ich wollte eine Veränderung und die braucht Zeit. Mein Freund ist sehr durchtrainiert, gut aussehend und fällt dadurch auf. Ich selbst war eher pummelig, sah fertig aus, war ungepflegt. Ich hatte mich selbst aufgegeben. Er hat immer zu mir gestanden, aber ich wusste, dass viele sich gewundert haben, was er von mir will. Klar, der Charakter gleicht viel aus, aber ich hatte auch ein unsicheres Auftreten und habe sogar ein wenig gestottert. Ich habe mich sehr vernachlässigt. Ich achtete wenig auf Hygiene, hatte viele Fressanfälle, machte keinen Sport, ich war blass, für Schminken blieb auch nur wenig Zeit. Irgendwann sagte meine Mutter, dass ich sehr zugenommen habe, mein Vater sagte mir, dass ich komisch rieche und so weiß sei wie die Wand hinter mir. Bei meinen vielen Bewerbungsgesprächen wurde mir immer abgesagt, weswegen ich überhaupt das Studium angefangen habe.

Ich schämte mich so, dass ich mich so gehen lassen habe und so ein unsicheres Auftreten entwickelt hatte. Schon während des Studiums hatte ich Angst vor der Jobsuche. Irgendwann zeigte die Waage 80 Kilo an. Ich war schockiert, meldete mich im Fitnessstudio an, machte eine Diät und ging ins Fitnesssolarium. Außerdem ging ich zum ersten Mal seit Jahren zum Friseur, ich achtete auf meine Hygiene, stand eher auf um mich zu schminken, blich mir die Zähne, kaute nicht mehr die Fingernägel ab, zupfte mir die Augenbrauen und machte mir blonde Strähnchen. Ich habe außerdem fast 25 Kilo verloren. Ich kaufte mir neue und schönere Kleidung. Plötzlich war ich selbstbewusster und konnte den Leuten beim Sprechen in die Augen schauen, ohne zu stottern. Morgen werde ich das erste Mal draußen bauchfrei tragen, da ich mich mittlerweile wohl in meinem Körper fühle. Ich könnte mich schlagen, für so viele vergeudete Jahre und schäme mich, dass ich mich so gehen lassen habe.

Beichthaus.com Beichte #00038712 vom 08.09.2016 um 11:58:50 Uhr (37 Kommentare).

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Wecker im Studentenwohnheim

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Rache Zorn Nachbarn Studentenleben

Wecker im Studentenwohnheim
Als ich noch im Studentenwohnheim wohnte, hatte ich über mir ziemlich laute und nervige Nachbarn, die mir des Öfteren meinen Nachtschlaf geraubt haben. Meinen höflichen Bitten, doch etwas rücksichtsvoller zu sein, wurden geflissentlich ignoriert, auch Beschwerden beim Heim gingen ins Nirwana. Irgendwann wurde es mir dann zu blöd. Wenn ich nicht vor Ort war, habe ich mehrere Wecker auf sehr unchristliche Zeiten gestellt, diese in Deckennähe auf meinen Schrank platziert und darüber gefreut, dass alle 15 Minuten einer meiner Wecker minutenlang daherplärrt und meinem netten Nachbarn die Nerven rauben wird. Irgendwann war dann Ruhe und ich habe mein Tun ebenfalls eingestellt.

Beichthaus.com Beichte #00038653 vom 22.08.2016 um 12:44:49 Uhr (14 Kommentare).

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