Kinder bei der Sex-Hotline
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Neugierig blätterte ich in diesen rum und entdeckte einige Sex-Telefon-Anzeigen. In meiner kindlichen Neugier nutzte ich es aus, dass ich unbeobachtet war, und griff zum Telefon, um dort mal anzurufen. Ich wurde auf ein Tonband geleitet, auf dem eine Frau mit einer sexuell anturnenden Stimme, versuchte, einen heißzumachen. Ich war zwar ein Mädchen und irgendwie hat mich diese Stimme ein bisschen irritiert, aber sie klang nicht unangenehm. Ich glaube sogar, dass sie mich ein bisschen erregt hat. Es war auf jeden Fall ein neuartiges Erlebnis, das irgendwie spannend war und so ging ich am nächsten Tag mit dem Heft und den Nummern in die Schule und zeigte es meiner damals besten Freundin. Sie fand das auch sehr spannend und so beschlossen wir, nach der Schule gemeinsam zu mir nach Hause zu gehen, um diese Nummern mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Ich hatte noch einen Schlüssel für meine elterliche Wohnung, wo wir ungestört waren, und dort gingen wir hin. Zu Hause hatten wir zwei Telefone, sodass wir beide parallel mithören konnten. Irgendwann wählten wir dann auch Nummern, wo man in so eine Art Live-Chat kam, wo man die Dame auf einmal mit anderen Männern reden konnte.
Ich denke, dass diese neuartigen Dinge die Sexualität betreffend auch meiner Freundin gefallen haben, sonst wäre sie nicht so verrückt danach gewesen, gleich am nächsten Tag wieder nach der Schule mit zu mir nach Hause zu kommen. Wir probierten alle Nummern aus, die in diesem Heft standen, immer gespannt, was uns denn nun erwartet. Eigentlich wurde es irgendwann eine Art Spaß, wir lachten uns irgendwann nur noch kaputt über die teilweise lächerlichen Frauenansagen. Wir hatten einfach eine Menge Spaß, auch bei meinen Großeltern rief ich diese Nummern immer mal wieder an. Jedoch wussten wir damals noch nicht, dass diese Nummern sauteuer sind. Manchmal vergaßen wir einfach den Hörer aufzulegen und so häuften sich die Summen. Irgendwann kam eine Telefonrechnung bei meinen Großeltern an. Die fielen aus allen Wolken, dass da auf einmal diese ganzen Sexnummern und eine Rechnung von über 100 Mark war. Sie waren unglaublich wütend, sprachen kein Wort mehr mit mir und riefen einen Freund meines Stiefvaters, der mal mit mir reden sollte. Dieser saß dann bei mir im Zimmer und brachte irgendwie kein Wort raus, es war eisiges Schweigen, niemand redete mit mir, klärte mich richtig auf.
Ich kam mir vor, wie ein Strafverbrecher, der eine riesige Schuld begangen hatte. Irgendwann kamen meine Eltern dann schon früher aus dem Urlaub zurück und mussten sich eine ganze Menge Vorwürfe meiner Großeltern anhören, von wegen was ich für ein perverses verkommenes Kind bin, und dass es bei so einer Mutter ja auch kein Wunder ist. Zu Hause angekommen öffneten meine Eltern dann auch unsere Telefonrechnung und da kamen nochmal 300 Mark zusammen. Es wurde kein Wort mehr mit mir gesprochen, außer die Frage, ob ich krank und pervers sei. Kein einziges Mal wurde ich aufgeklärt, was das eigentlich für Nummern seien. Eisernes Ignorieren und Abstrafen mit Nichtreden. Irgendwann belauschte ich dann meine Mutter, wie sie meine Lehrerin anrief und ihr sagte, dass ich nicht mit zur Klassenfahrt mitkommen dürfe, da ich Sex-Telefonate geführt hatte. Wie peinlich, dass jetzt auch noch meine Lehrerin Bescheid wusste. In der Pause mussten meine Freundin und ich zusammen mit ihr in einen Raum gehen, wo sie uns fürchterlich niedermachte, was das denn solle, ob wir nicht wüssten, dass das Nutten sind etc. Achja, und mit meiner damaligen Freundin verstritt ich mich dann auch noch.
Ich in meiner großen Angst sagte meinen Eltern, dass die Freundin genauso mitgemacht hatte und wir uns gegenseitig immer mehr angespornt haben, da anzurufen und sie sagte im Gegenzug ihren Eltern, dass ich die Alleinschuldige sei. Meine Eltern wollten dann noch Geld von ihren Eltern haben, was sie aber nie rausrückten. Da meine Großeltern meiner Mutter für alles die Schuld gaben, brach mein Vater kurz darauf die Beziehung zu ihnen ab und wollte keinen Kontakt mehr haben, um sich und seine Familie zu schützen. Der Kontaktabbruch hielt fast zwei Jahre, mittendrin starb meine Oma auf einmal an einem Schlaganfall, sie starb also im Streit mit meinem Vater. Ich glaube manchmal, dass er mir insgeheim dafür bis heute noch die Schuld gibt. Und das Schlimmste für mich in diesem ganzen Fall: Ich wurde damals als richtiger Perversling abgestempelt, man hat mir tiefe Schuldgefühle und Schamgefühle eingeredet. Selbst wenn ich heute noch mal mit meiner Mutter über diese Sache reden will, heißt es immer: "Für mich bleibst du nach wie vor pervers. Wärst du ein Junge gewesen, wäre es ja noch verständlich, aber du bist ein Mädchen!" Für mich sind das verdrehte Realitäten, denn ich weiß, dass ich nicht pervers bin - ich hatte auch schon längere Beziehungen mit Männern. Aber es schmerzt ungemein, eigentlich müsste ich den Kontakt zu meiner Mutter, alleine schon wegen so einer Aussage, beenden, wenn ich meine Würde bewahren möchte.