Affäre im Büro

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Fremdgehen Falschheit Schamlosigkeit Kollegen Kleinmachnow

Ich (m/34) habe ein schlechtes Gewissen, weil ich etwas mit meiner Kollegin angefangen habe. Seit über einem Jahr teilen wir uns das Büro, und haben uns mit der Zeit immer besser kennengelernt. Sie fing mit der Zeit an, sehr private Sachen zu erzählen, unter anderem, dass es in ihrer Beziehung nicht so gut läuft. Ihr (jetzt Ex-) Freund ist ein Bekannter von mir, den ich regelmäßig beim Sport treffe. Ich habe monatelang keinen Gedanken daran verschwendet, etwas mit ihr anzufangen, weil sie ja einen Freund hatte. Im Gegenteil, ich habe noch versucht, Tipps zu geben, wie sie ihre Beziehung wieder in Ordnung bringen könnte. Dann kam der Frühling, wir haben uns erst zufällig berührt, am nächsten Tag dann schon nicht mehr so zufällig, und ich merkte, dass sie mehr für mich empfindet und ich für sie. Trotzdem war es für mich zu diesem Zeitpunkt noch undenkbar, ihr wirklich näher zu kommen. Sie hat mir eine Woche später dann mitgeteilt, dass sie sich von ihrem Freund getrennt hat und auf Wohnungssuche ist. Noch bevor sie auszog, hat sie mich zu Hause besucht. Seitdem sind wir zusammen. Und obwohl wir, technisch gesehen, erst zusammengekommen sind, nachdem sie sich getrennt hat, weiß ich, dass sie ihren Freund nicht verlassen hätte, wenn ich nicht gewesen wäre. Ich bitte um Absolution!

Beichthaus.com Beichte #00035856 vom 03.06.2015 um 22:37:02 Uhr in Kleinmachnow (16 Kommentare).

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Negeralarm!

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Engherzigkeit Boshaftigkeit Morallosigkeit Vorurteile Kinder

Als ich 10 Jahre alt war (heute 20) und gerade auf das Gymnasium gekommen bin, hatte ich einen ziemlich dummen Freund mit dummen Gedanken, die ich ohne zu hinterfragen einfach übernommen habe. So fanden wir beispielsweise dunkelhäutige Menschen lustig. Dies hatte aber keinen wirklich rassistischen Hintergrund, ich kann mich jetzt auch nicht mehr genau erinnern, weswegen, aber 10-Jährige finden halt alles Dumme irgendwie lustig. Wir beide sind in einem Neubaugebiet aufgewachsen, wo auch die Uni einen neuen Campus hingebaut hatte. Auf dem Weg nach Hause, im Bus, saß ungefähr drei Meter von uns entfernt ein dunkelhäutiger Student, der aus heutiger Sicht einen sehr schlichten Eindruck machte und ein Buch über Physik las. Ich sagte dann zu meinem Freund "Negeralarm" und wir beide lachten. Da der Mann aufgeguckt hatte, nehme ich an, dass er es wahrscheinlich gehört hat. Von ihm erfolgte jedoch keine Reaktion. Schon mit einem kleinen bisschen Reife mehr tat es mir sehr leid, was ich damals gesagt habe. Ich hoffe sehr, der Mann hat es nicht gehört - und falls doch, dass es ihn nicht verletzt hat.

Beichthaus.com Beichte #00035855 vom 03.06.2015 um 19:04:03 Uhr (13 Kommentare).

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Die Zeit mit meiner Lehrerin

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Schamlosigkeit Lügen Begehrlichkeit Schule Lastrup

Ich habe, als ich in der achten und neunten Klasse war, etwas mit einer meiner Lehrerinnen angefangen. Zwischen uns lagen genau 38 Jahre. Sie war und ist zwar mit einem Mann verheiratet, schlief aber trotzdem mit mir, obwohl ich weiblich bin. Er arbeitete unter der Woche von 13 Uhr bis in die frühe Nacht und hatte, ihrem Verdacht nach, selbst eine Affäre. Wir hatten natürlich nicht nur Sex. Nach der Schule fuhren wir öfters in Parks, Eis essen oder chillten einfach nur auf ihrer Terrasse. Das blieb jedoch nicht unentdeckt, da wir uns nach einem halben Jahr vor der Schulleiterin rechtfertigen mussten. Wir kamen glimpflich davon, da wir alles als Gerüchte abtaten und nachweislich schon Kontakt hatten, bevor ich an die Schule kam. Dennoch sollten wir unsere freundschaftliche Beziehung nicht so offen handhaben, empfahl die Schulleiterin. Wir trafen uns demnach nur noch bei ihr. Es war eigentlich alles perfekt, aber mir wurde irgendwann sozusagen übel bei der ganzen Sache, da ich von Anfang an stärkere Gefühle hatte, und wir brachen unsere Affäre einvernehmlich ab. Heute bin ich nicht mehr auf dieser Schule, habe aber immer noch Kontakt zu ihr und möchte die Zeit nicht missen.

Beichthaus.com Beichte #00035854 vom 03.06.2015 um 18:40:00 Uhr in Lastrup (12 Kommentare).

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Die Diagnose MS

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Selbstsucht Engherzigkeit Gesundheit Partnerschaft Nordendorf

Ich (m/27) muss eine große Dummheit beichten. Vor einigen Monaten hat meine Freundin die Diagnose MS bekommen und war am Boden zerstört. Daraufhin habe ich die Beziehung sofort beendet, weil ich überhaupt keine Lust habe, einen Pflegefall an der Backe zu haben oder einen Rollstuhl zu schieben, was ich ihr auch unverblümt mitteilte. Einen Monat später merkte ich aber, dass sie immer noch fit ist und sich überhaupt nicht von anderen Menschen unterscheidet. Dann informierte ich mich über MS und stellte fest, dass viele Verlaufsformen gutartig sind, viele Betroffene auch bis ins hohe Alter ohne Behinderungen bleiben können und ich das Ganze aufgrund meines mangelnden Wissens etwas überschätzt habe. Da ich den Sex mit meiner Freundin vermisst habe, versuchte ich, sie zurückzugewinnen. Also teilte ich ihr mit, dass ich das Ganze nicht so gemeint habe. Daraufhin zeigte sie mir den Vogel, lachte mir ins Gesicht und sagte mir, dass sich die MS nicht auf ihre geistige Gesundheit auswirkt und ich mich zum Teufel scheren soll. Als die Tür zuknallte, stand ich da und kam mir vor wie der größte Vollidiot. Ich beichte, dass ich extrem egoistisch bin und so wütend, dass ich ihr den schlimmsten Krankheitsverlauf an den Hals wünsche, den es gibt.

Beichthaus.com Beichte #00035853 vom 03.06.2015 um 11:27:47 Uhr in Nordendorf (37 Kommentare).

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Die Katastrophen unserer Zeit

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Engherzigkeit Ungerechtigkeit Haibach

Jedes Mal, wenn ich lese, dass irgendwo ein Flugzeug abgestürzt ist, ein Flüchtlingsschiff untergegangen ist oder eine Bombe mal wieder Dutzende von Menschen getötet hat, lese ich das, oder sehe es in den Nachrichten, aber es lässt mich völlig kalt. Früher ist es mir nahegegangen, zum Beispiel als irgendwelche Terroristen eine Schule besetzten und dabei Dutzende von Frauen und Kindern ums Leben kamen. Wenn ich heute lese, dass irgendwo eine Bombe hochgegangen ist, denke ich mir "Ah, schon wieder eine Woche rum." Als vor knapp drei Wochen ungefähr 400 Menschen im Mittelmeer starben, um sich in Sicherheit zu bringen, kam mir nur ein Gedanke "Tja. Dumm gelaufen." Sehr nett, oder?


Wenn es mal wieder einen Amoklauf in Amerika gibt, bin ich regelrecht "enttäuscht" wenn es ein Dutzend Tote gibt. Ich spende auch nichts mehr für Somalia oder andere Krisenländer, weil ich mir denke, dass diese Länder es nicht verdient haben, dass man sie unterstützt. Afrika könnte Amerika und Europa ohne Probleme in die Tasche stecken, aber es ist immer das gleiche Lied. Einer kommt an die Macht, dann gibt es große Versprechen und dann kommen die ethnischen Säuberungen, weil irgendein Clan einem anderen Clan vor 300 Jahren eine Ziege geklaut hat. Gleichzeitig muss ich fast heulen, wenn ich höre, dass es den Tiger bald nicht mehr in freier Wildbahn geben wird, oder dass das Great Barrier Reef nach und nach an übersäuertem Meerwasser eingeht. Ich bedaure es, dass ich so engherzig wurde. Leider komme ich da nur sehr schwer raus.

Beichthaus.com Beichte #00035852 vom 03.06.2015 um 10:22:24 Uhr in 63808 Haibach (Ankergasse) (14 Kommentare).

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