Warum kann ich keine Fremden ansprechen?

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Verzweiflung Misstrauen Begehrlichkeit Zorn

Ich (w) gestehe, dass ich mir immer selbst im Weg stehe und mich wirklich dafür hasse. Jedes Mal, wenn ich jemanden Nettes kennenlerne, verhaue ich die Chance, weil ich immer dieses Misstrauen im Kopf habe, dass diese Person mich doch abweist, wenn ich meine Gefühle offenlege. Und das geht mir tierisch auf die Nerven, sodass ich einen Selbsthass empfinde. Genauso hasse ich die Diskussionen mit mir selbst, ob ich es nun machen soll oder nicht. Und das Ergebnis ist immer das Gleiche! Zuletzt habe ich jemanden schon das zweite Mal in der Bahn getroffen, der mir auf Anhieb sympathisch wirkte. Ich traute mich beim ersten Mal schon nicht, ihn anzusprechen und dachte dieses Mal würde ich es schaffen. Jedes Mal denke ich mir: "Was hast du schon zu verlieren? Ich meine, du kennst diese Person nicht einmal und wirst sie nie wiedersehen." Trotzdem tue ich es einfach nicht, weil dieses Misstrauen immer bleibt.


Jedenfalls habe ich es wieder nicht getan. Doch dann, ein paar Tage später, wieder diese Person, klar was das Zufall. Aber daran dachte ich nicht, ich wollte ihn ansprechen, doch dann wieder das gleiche Problem. Diese Angst abgewiesen zu werden begleitet mich ständig, auch wenn es jemand ist, den ich nicht kenne. Ich hasse es, es bringt mich zum Verzweifeln. Aber am meisten macht mich die momentane Situation wütend. In meinem Studium gibt es jemanden, den ich gerne nach einer Verabredung fragen würde, mich aber nicht traue. Weil das Misstrauen mich dazu verleitet, zu denken, wenn ich ein "Nein" bekommen würde, sich das rumsprechen wird und ich dann wie damals vor drei Jahren dastehen würde - ganz alleine. Das treibt mich zur Weißglut.

Beichthaus.com Beichte #00037286 vom 24.12.2015 um 02:15:10 Uhr (17 Kommentare).

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Muss die Sucht einen erst zerstören?

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Sucht Verschwendung Verzweiflung Zorn

Ich habe seit Jahren ein Problem mit Spielautomaten. Ich verbrenne mein Geld. Und, was noch viel schlimmer ist, ich verliere meine Selbstachtung. Ich habe auch schon längere Zeit nicht gespielt, mich gut gefühlt aber irgendwann wieder den Weg in die Spielhalle gefunden. Bin seit mehreren Jahren in einer Beziehung und habe ein zweijähriges Kind. Auch unter diesem Hintergrund ist es einfach nur krank. Ich halte alles auch schön geheim, Gelegenheit macht Diebe. Habe ich eine Möglichkeit, unbemerkt spielen zu gehen, reize ich sie aus. Finanziell ruiniert habe ich mich zwar nicht, aber wenn ich überlege, was ich schon verloren habe, fasse ich mir an den Kopf.


Natürlich wäre eine Therapie oder Selbsthilfegruppe der logische Vorschlag, ich kann mich meiner kleinen Familie aber nicht öffnen. Da würde jegliches Verständnis und Fingerspitzengefühl fehlen. Dass ich krankhaft spiele, und mir das in vollem Bewusstsein sogar egal ist, wenn ich Druck habe, ist mir klar. Wenn man spielen will, gibt es immer einen Weg, wenn man es nicht mehr will, dann leider nur von begrenzter Dauer. Muss man wirklich erst ganz unten sein, um sich oder etwas zu ändern?

Beichthaus.com Beichte #00037284 vom 23.12.2015 um 20:41:02 Uhr (9 Kommentare).

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Ich liebe sie nicht mehr

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Lügen Verzweiflung Partnerschaft

Ich liebe meine Freundin nicht und verlasse sie nur aus Mitleid nicht, da sie psychisch abstürzen würde, weil sie mich zu sehr liebt und an mir hängt. Wir sind seit zwei Jahren zusammen und seit einem Jahr liebe ich sie nicht mehr. Ich würde gerne Schluss machen und mein eigenes Leben genießen, traue mich aber nicht, weil ich Angst habe, sie könnte sich etwas antun. Oder abstürzen. Menschen, die psychisch nicht so gefestigt sind, neigen zu so etwas. Ich lebe mit einer Lüge und weiß, dass es so nicht mehr lange weitergehen kann. Es tut mir leid, dass ich lüge.

Beichthaus.com Beichte #00037276 vom 22.12.2015 um 16:10:47 Uhr (12 Kommentare).

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Ich vermisse meine Ex-Freundin

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Zorn Verzweiflung Verzweiflung Ex

Ich (m/23) muss gestehen, dass ich nicht im Geringsten mit der Trennung von meiner Ex-Freundin zurechtkomme. Ich hatte eine schwierige Kindheit, meine Mutter ist eine Säuferin, mein Vater hat sich von ihr scheiden lassen, als ich etwa vier Jahre alt war. Bis dahin hatte sie schon ihre Spuren auf mir hinterlassen. Ich kam in die Grundschule, war auf Anhieb und ohne zu lernen Klassenbester. Dann kam meine Stiefmutter, und weil die ein bisschen geisteskrank ist, hat sie ihre Wut aus ihrer Kindheit an mir und meinem ältesten Bruder ausgelassen. Deshalb ging es in der Schule so langsam bergab und ich kam dann auf die Realschule. Das war für mich das Tor zu einem achtjährigen Höllentrip. Zwei Jahre extremes Mobbing in der Schule, dazu noch meine Stiefmutter. Ich bin dann in eine Psychiatrie eingewiesen worden, ein halbes Jahr danach bin ich von der Schule geflogen - vom Kultusminister höchstselbst der Schule verwiesen. Ich kam auf eine Schule für Erziehungshilfe, da wurde es ruhiger.


Durch meine Intelligenz habe ich es geschafft, bei sämtlichen Schülern und allen Lehrern sehr beliebt zu werden. Ich konnte nun wieder auf eine Regelschule gehen, ich hatte das Glück, dass wir im Nachbarort eine Hauptschule mit extrem guten Lehrern hatten. Die ersten Wochen war es recht ruhig, bis sich meine Anwesenheit an dieser Schule rumgesprochen hat. Um den Rest etwas kürzer zu machen: Ich konnte mich ohne meinen Rottweiler nicht mehr aus dem Haus trauen, die Dorfjugend lauerte mir auf, nie mit weniger als fünf Leuten. Nach der Hauptschule war ich erst einmal arbeitslos, ich habe dann angefangen, Zeitung auszutragen. Erst Wochenzeitung, dann Tageszeitung. Und an diesem Punkt habe ich dann Jenny kennengelernt. Sie war 15, ich 18, aber es hat trotzdem gut gepasst.


Ab dann ging es bergauf, ich hatte einen Job als Verpacker für drei Monate, dann ein Praktikum, noch ein Praktikum und dann eine Lehre als Berufskraftfahrer. Alles schien super zu laufen, nur habe ich Jenny so langsam vernachlässigt. Nachdem ich dann einen schweren Autounfall hatte, bei dem ich dem Tod ziemlich knapp entgangen bin, musste ich wegen meiner Lehrstelle näher an die Firma ziehen, was den Kontakt zu Jenny erschwerte. Nach einiger Zeit sah ich für uns keine Zukunft mehr und habe Schluss gemacht. Das tat ihr sehr weh, mir weniger. Das ist jetzt etwa drei Jahre her, sie konnte mich vergessen, doch ich kam mit der Trennung nicht zurecht. Ich habe dann Depressionen bekommen, nach etwa 10 Monaten hatte ich die dann so halbwegs im Griff. Fast alle denken, dass ich mit der Trennung zurechtkomme, nur sehr wenige Leute wissen von den Depressionen.


Sie hat einen neuen Freund, mit dem sie sehr glücklich ist und ich habe noch keine Idee, wie ich damit zurechtkommen soll, dass sie mich nie wieder lieben wird. Mittlerweile bin ich dadurch wohl etwas verbittert, habe keinen Kontakt mehr zu meiner Familie und nur einen Freund, mit dem ich aber grundsätzlich nicht über Gefühle spreche. Ich träume mindestens zwei Mal die Woche von Jenny und kratze immer noch am Rande der Depressionen. Ich muss zugeben, dass ich mich für zu intelligent für solche Gefühlsduseleien gehalten habe.

Beichthaus.com Beichte #00037270 vom 22.12.2015 um 01:00:08 Uhr (10 Kommentare).

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Ich hasse meine Mumu

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Ekel Verzweiflung Unreinlichkeit

Wo ich hier jetzt seit langem Mal wieder eine Mumubeichte lese, muss ich auch beichten: Ich hasse meine Mumu. Zwar bin ich gerne Frau, aber meine inneren Schamlippen sind so lang, dass es teilweise echt unbequem ist, zu sitzen. Man kann fast sagen, sie schlabbern. Trotz gründlicher Hygiene und bester Gesundheit rieche ich dazu sofort, wenn ich mal ein wenig schwitze oder lange sitze, weil halt mehr Hautfalten da sind. Ich glaube, mit einer kleinen Pornomumu ist das Leben wesentlich einfacher, als mit einem ausladenden Truthahn.

Beichthaus.com Beichte #00037269 vom 21.12.2015 um 23:56:27 Uhr (19 Kommentare).

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