Würgereiz im Bus

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Ekel Peinlichkeit Bahn & Co.

Ich (w) muss mich immer am Morgen nach einer Partynacht übergeben. So war es auch am Samstag. Als ich aufgestanden bin, hatte ich noch ein richtig gutes Gefühl und dachte, dass an diesem Tag nichts passieren würde, also habe ich mich fertiggemacht und bin in den Bus gestiegen. Leider dauert die Fahrt knapp eine Stunde und in den letzten 20 Minuten merkte ich, wie mir immer schlechter wurde. Ich versuchte, es zu unterdrücken - was am Anfang auch gut geklappt hat, aber in den letzten zwei Minuten kam dann doch der Würgereiz. Da ich mich nicht im vollen Bus übergeben wollte, behielt ich den Mund zu, und habe das Ganze wieder runtergeschluckt. Ihr könnt euch sicher denken, dass man es trotzdem gehört hat. Es war mir unfassbar peinlich und in Zukunft werde ich warten, bis ich wieder fit bin, ehe ich in die Öffentlichkeit gehe.

Beichthaus.com Beichte #00038628 vom 14.08.2016 um 13:45:06 Uhr (8 Kommentare).

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Smombies in der Bahn

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Engherzigkeit Schamlosigkeit Sucht Bahn & Co.

Smombies in der Bahn
Neulich ist mir etwas passiert, worüber ich heute nachdenken muss. Ich muss viel mit der Bahn reisen, und wie das eben so ist, ist diese häufig auch ziemlich voll. Da heutzutage jeder nur mit seinem Smartphone daddelt und nichts mehr ohne es unternimmt, kommt es eben zwangsläufig vor, dass man mal in die Richtung einer Person schaut, die gerade damit zugange ist. Ich bin echt nicht der Typ Mensch, den andere Nachrichten interessieren und ich bemühe mich auch redlich, immer in eine andere Richtung zu schauen, wenn ich sehe, dass ein Smombie mir mal wieder sein Handy fast unter die Nase hält. Das Problem ist nur, dass die ja mittlerweile überall sind. Vor einem, hinter einem, neben einem und aus dem Fester schauen geht auch nicht, da die meistens schon belegt sind. So bleibt mir halt nichts anderes übrig, als stur auf einen Fleck zu gucken und selbst dann wird man noch böse angeguckt, weil der Gegenüber denkt, man würde ihn anstarren. Mal ehrlich, ich will meine Zugfahrt nicht immer nur dumm auf den Fußboden blickend verbringen.

Aber jetzt zu dem Tag, den ich beichten möchte. Ich hatte mal wieder eine längere Fahrt vor mir, als sich ein Teenie-Junge neben mich setzte, den ich auf ca. 13 Jahre schätzen würde. Erst mal verbreitet dieser Junge einen extremen Gestank nach billigem Parfüm, sodass mein armes Sinnesorgan quasi abgestorben ist und dann hörte er mit seinem zweiten Handy auch noch lautstark schlechten Hip Hop á la "Ich ficke deine Schwester und dein Vater guckt zu", ohne Kopfhörer und in einer unnormalen Lautstärke. Natürlich war auch er eifrig mit seinem Smartphone zugange. Diesmal wollte ich aber nicht so lange auf den Boden starren und setzte mich so Richtung Fenster, dass ich auch noch etwas Lüftung abbekam. Die erste Zeit war alles okay und es gab keine Probleme, aber als der Junge aussteigen wollte, wandte er sich zu mir, baute sich aggressiv auf und fing lautstark an, mich zu beschuldigen, auf sein Handy gestarrt zu haben. Die anderen Gäste verfolgten dieses Schauspiel und ich habe wirklich nicht auf sein dummes Handy geguckt. Ich stand also erbost auf und gab Kontra.

Ich sagte dann, dass mich sein Blödsinn überhaupt nicht interessieren würde und ich Besseres zu tun habe, als einem unterbelichteten Kind, das zwar noch keine Haare am Sack, aber den Kamm schon in der Tasche stecken hat, aufs Handy zu glotzen. Außerdem solle er erst einmal ein bisschen duschen, er stinke nämlich wie ein überfahrenes Stinktier. Er wurde dann ganz kleinlaut und bekam Tränen in den Augen. Die anderen Fahrgäste lachten darüber und er zog Leine. Zuerst fühlte ich mich gut, doch jetzt, reflektierend darüber nachgedacht, bin ich zu weit gegangen. Schließlich ist er selbst nur ein Opfer der Neuzeit und vermutlich, so schätze ich anhand seines Auftretens, ein Kind, um das sich niemand richtig kümmert. Woher sollen die auch lernen, wie man sich in der Gesellschaft verhält, wenn die Eltern genau solche Menschen sind. Trotzdem tut es mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00038571 vom 30.07.2016 um 16:06:20 Uhr (13 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Spielende Kinder auf den Gleisen

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Waghalsigkeit Dummheit Boshaftigkeit Kinder Bahn & Co.

Da ich beruflich jeden Tag mit der Bahn unterwegs bin, trifft man ja so allerhand Leute. Die meisten sehen komisch aus, sind aber ansonsten nett oder fallen nicht weiter auf. Doch heute waren am Bahnsteig gegenüber ein Vater und seine zwei kleinen Söhne. Während der Vater versuchte, Geld von anderen zu pumpen, um sich die Fahrkarte leisten zu können, spielten die Kleinen im Alter zwischen 6 und 8 Jahren am Bahnsteig. Irgendwann kamen sie jedoch auf die Idee, auf den Gleisen rumzulaufen und der Vater fand das auch noch gut und gab ihnen sogar noch Tipps für viel waghalsigere Manöver. Der Spaß ging solange, bis wirklich ein ICE heranrollte und wir wissen ja alle, wie schnell die düsen können. Da meinte der Vater nur: "Na, könnt ihr vor dem noch her?" Ich fiel vom Glauben ab. Da stachelte der Typ ernsthaft seine Kinder an, über die Gleisen zu laufen, während ein Zug fuhr.

Ich schrie laut, dass sie das bleiben lassen sollen und dass der Vater sich mal schämen sollte. Die Kinder waren in diesem Moment in Gefahr und zum Glück ließen sie sich für einen kurzen Augenblick schocken, sodass der ICE dann doch vorbeifahren konnte. Plötzlich fingen die beiden an, mich zu beschimpfen und der Vater machte eifrig mit. So nach dem Motto: "Du hässliche Nutte, ich mache was ich will, fick deinen Vater", etc. Also unterste Schublade und reine Gossensprache. Dabei wollte ich nur Schlimmeres verhindern. Ich beichte also, dass ich nächstes Mal gar nichts mehr sagen werde oder es mir zumindest gut überlege, obwohl möglicherweise ein Kind sterben könnte.

Beichthaus.com Beichte #00038554 vom 26.07.2016 um 16:41:18 Uhr (31 Kommentare).

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Ein grauenvolles Wochenende

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Rache Peinlichkeit Ungerechtigkeit Bahn & Co.

Letztes Wochenende besuchte ich eine gute Freundin, die kürzlich ein paar Hundert Kilometer weit weggezogen ist. Ich hatte mich sehr auf unser Wiedersehen gefreut, und obwohl die Bahntickets mir eigentlich viel zu teuer waren, freute ich mich viel mehr auf ein paar schöne Tage und nahm ihre Einladung gerne an. Leider entpuppte sich die besagte Freundin als grauenhafte Gastgeberin: Essen gehen bezahlte ich für uns, dafür gab es bei ihr einfach nichts. Ich traute mich gar nicht, etwas dazu zu sagen, so irritiert war ich. Sie hingegen war schon oft bei mir zu Gast und wurde immer sehr von mir verwöhnt. Ich zählte schnell die Tage und Stunden bis zu meiner Rückfahrt, weil ihre Stimmung auch noch grottig war und ich mich sehr anstrengen musste, um sie bei Laune zu halten und das Beste aus meinem Aufenthalt zu machen. Innerlich war ich ziemlich enttäuscht von ihr.

Nun meine Beichte: Der mit Abstand schönste und beste Moment dieses blöden Wochenendes war, als ich auf der Rückfahrt im Zug endlich meine tagelange Verstopfung loswurde, dass es nur so donnerte. Und damit nicht genug, habe ich auch noch die Toilette verstopft. Das war mir noch nie passiert! Ein Schaffner kam gerade vorbei, als ich scheinheilig, aber endlich glücklich, herauskam, und machte knapp zehn Minuten lang erfolglos am Ort des Geschehens herum. Schließlich pappte er ein "Außer Betrieb" an die Toilettentür. Mich erfasste tatsächlich ein merkwürdiger Stolz! Im anderen Waggon gab es noch ein WC, also halb so wild. Das nenne ich mal ein armseliges Highlight!

Beichthaus.com Beichte #00038527 vom 20.07.2016 um 19:35:06 Uhr (10 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Kostenlos durch Bayern

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Diebstahl Selbstsucht Geiz Bahn & Co.

Gestern war ich mit drei anderen Bekannten zum Wandern im Werdenfelser Land. Da ich den weitesten Anfahrweg habe, machen wir das immer so, dass ich das Bayernticket hier kaufe und alle anderen dann nacheinander dazukommen. Als ich das Ticket kaufen wollte, stand schon so ein alter Zausel vor dem Automaten und hat eine halbe Ewigkeit gebraucht, bis er fertig war. Dann hat der blöde Trottel es doch glatt geschafft, statt der Fahrkarte nur den Quittungsbeleg von der EC-Kartenzahlung einzustecken. Das war äußerst praktisch, denn er hatte auch ein Bayernticket für fünf Personen gekauft, welches ich gleich beschlagnahmt habe. So blöd kann man eigentlich gar nicht sein, sich eine Fahrkarte zu kaufen und nicht zu merken, wenn man den falschen Papierwisch mitnimmt. Zumal beides völlig unterschiedliche Formate sind. Abgesehen davon, dass man vor Abfahrt die Namen der Mitreisenden eintragen muss.

Damit sind wir dann prima ganz für umsonst nach Garmisch gekommen und haben auf einer Berghütte gleich mal auf sein Wohl angestoßen und das eingesparte Geld in eine Extraportion Bier und Wiener Würstel investiert. Da unser Fahrkartensponsor mit ein paar anderen Senioren in den hinteren Zugteil eingestiegen ist, habe ich keine Ahnung, was bei der Fahrscheinkontrolle rausgekommen ist. Ich hoffe im Nachhinein, dass er an verständnisvolles Zugpersonal geraten ist oder noch rechtzeitig gemerkt hat, dass er Scheiße gebaut hat - sonst wird es teuer für ihn.

Beichthaus.com Beichte #00038519 vom 18.07.2016 um 21:47:06 Uhr (28 Kommentare).

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