Verhasstes Papakind
Beichthaus.com Beichte #00029019 vom 07.06.2011 um 12:40:22 Uhr (19 Kommentare).
Beichthaus.com Beichte #00029019 vom 07.06.2011 um 12:40:22 Uhr (19 Kommentare).
Beichthaus.com Beichte #00028990 vom 01.06.2011 um 10:58:22 Uhr in Nilkheim (19 Kommentare).
Beichthaus.com Beichte #00028967 vom 24.05.2011 um 22:24:37 Uhr in Miltenberg (47 Kommentare).
Beichthaus.com Beichte #00028954 vom 21.05.2011 um 01:19:45 Uhr (16 Kommentare).
Beichthaus.com Beichte #00028951 vom 19.05.2011 um 21:51:55 Uhr in 22337 Hamburg (Rübenkamp) (37 Kommentare).
Aggression Begehrlichkeit Betrug Boshaftigkeit Diebstahl Drogen Dummheit Ehebruch Eifersucht Eitelkeit Ekel Engherzigkeit Falschheit Faulheit Feigheit Fetisch Fremdgehen Geiz Gewalt Habgier Hass Hochmut Ignoranz Lügen Manie Maßlosigkeit Masturbation Missbrauch Misstrauen Morallosigkeit Mord Neid Neugier Peinlichkeit Prostitution Rache Schamlosigkeit Selbstsucht Selbstverletzung Sex Stolz Sucht Trägheit Trunksucht Ungerechtigkeit Unglaube Unreinlichkeit Vandalismus Verrat Verschwendung Verzweiflung Völlerei Vorurteile Waghalsigkeit Wollust Zorn Zwang Zwietracht
Wir haben soviel Hass und Wut auf andere, dass wir es kaum schaffen, Menschen zu zeigen, dass wir sie gerne haben. Sie sogar lieben. Ich schließe relativ schnell mit Menschen ab, wenn ich mich verletzt fühle. Ich kann es kaum ertragen zu zeigen, dass mich etwas verletzt. Aber, nur weil ich mir dessen völlig bewusst bin, heißt das leider nicht, dass ich das abstellen kann.
Mit vielleicht 10 Jahren war ich diejenige, die die erwachsene Person im Haus war. Ich habe so gut es ging meine Mutter beschützt. Mir blieb auch nichts anderes übrig. Das war als Kind nicht leicht, zumal ich alle 2 Wochen, da besuchte ich meinen Vater, immer wieder fein runtergeputzt wurde. Dass ich so Fett bin, wurde immer mal wieder Thema zwischen ihm und seinen Freunden, obwohl ich daneben saß. Ich konnte nur nichts sagen. Ich war wie gelähmt. Ich war ein Kind!
Ich konnte ihm nie etwas Recht machen. Ich habe aus Frust alles in mich hineingefressen. Ich konnte spüren wie meine Haut am Bauch riss. Diese Dehnungsstreifen, die bei Schwangeren als Schwangerschaftstreifen bekannt sind. Das ist ein sehr ekelhaftes Gefühl. Ich kann es nicht beschreiben. Ich habe gefressen, bis ich kotzte. Ich habe mir die Fingernägel so weit abgefressen, bis sie bluteten. Noch schlimmer war das Händewaschen. Wenn die Haut weich wurde aufgrund des Wassers. Es tat so weh! Ich habe angefangen, Zigarettenstummel auf meinen Armen und Beinen auszudrücken. Ich habe mich absichtlich verletzt, weil ich diesem unglaublichen Druck einfach nicht mehr standhielt. Danach war ich für einen kurzen Moment einfach nur ich.
Meiner Mutter habe ich nie Vorwürfe gemacht. Sie konnte gar nicht anders zu diesem Zeitpunkt. Man ist halt ab einem gewissen Punkt auch einfach nur ein Mensch. Sie starb vor 6 Jahren. Mein einziger Anker. Sie alleine wusste, gegen was ich da ankämpfe. Was habe ich Gott verflucht! Er nahm mir alles! Ich habe nun mehr als 4 Jahre Therapie hinter mir. Ich bekomme es nur leider nicht aus meinem Kopf! Ich habe seit meiner Kindheit eine unglaubliche Wut, soviel Hass in mir. Wenn man in frühen Jahren bereits gelernt hat, dass es wichtig ist eine Maskerade zu spielen ist es schwer dies abzulegen. Ich musste gut gelaunt sein- den Schein wahren. Ich habe Menschen verscheucht, die ich wirklich geliebt habe. Und ja, ich bereue dies zutiefst! Der Gedanke daran schmerzt! Stattdessen hatte ich bisher Partner, wo ich wusste, dass es im Grunde nicht dass ist, was mich glücklich macht. Ich habe Menschen absichtlich weh getan, die ich liebte. Und es tut mir so Leid! Was in mir vorging, wusste keiner.
Fakt ist, dass ich nicht fähig bin eine Beziehung mit Liebe und Vertrauen aufzubauen, weil ich vorher bereits die Flucht antrete. Ich rede mir immer ein, dass ich stark bin, dass ich keinen brauche. Aber zugeben, dass ich traurig und einsam bin und nicht weiß, wohin ich gehöre, fällt mir so schwer. Selbst mir gegenüber. Für Außenstehende ist all dies vielleicht albern, völlig überzogen und sie können dies nicht nachvollziehen. Ich bin kein Dummchen und ich bin alles andere als naiv! Ich bin gerade wieder an einem Punkt, wo ich aufgeben möchte. Weil ich einfach nicht mehr die Kraft habe. Und, weil ich mich frage, warum ich mir das Leben selbst so schwer mache. Es scheint, als würde es wirklich Menschen geben, die fast schon schwebend durch ihr Leben gleiten und ich habe den Schlüssel für meinen Klotz am Bein so gut versteckt, dass ich ihn selbst nicht finde. Ich hasse alles, was mich umgibt. Oft habe ich mir gewünscht, nicht zu existieren. Und ich wünschte, dass ich den Mut hätte, meinem Vater/Erzeuger die gerechte Strafe für das zu geben, was er mir antat. Ob es gerichtliche Konsequenzen für mich hätte, ist mir egal. Ich habe nichts, was ich verlieren könnte! Trotzdem würde ich ihm verzeihen. Und dafür schäme und hasse ich mich unglaublich. Ich trete das mit Füßen, wofür ich seit über 20 Jahren kämpfe und ich verrate mich selbst und dafür hasse ich mich unglaublich!