Wie ich den Nazis versehentlich Knüppel verkaufte

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Dummheit Habgier Polizei

Ich (m/35) bin gelernter Schreiner. Letztens fiel mir leider wieder eine Begebenheit aus meiner Lehrzeit ein, die für einigen Ärger sorgte, als ich mal aus Langeweile, als es keine Aufträge gab, aus einem schönen Stück Eiche, ca. 50 cm, mithilfe der Drehbank einen netten, handlichen Knüppel gemacht habe. Mit Fingermulden und allem Drum und Dran, sauber abgeschliffen, gewachst, richtig fein. Diesen hat ein Freund von mir dann in meinem Zimmer mal gefunden und gefragt, ob ich ihm den verkaufen würde. Wir einigten uns auf 50 Mark, da das Teil wirklich sauber gefertigt, hart und schwer und trotzdem handlich genug zum versteckten Tragen war. Nach ein paar Tagen kam er und meinte, ein Bekannter habe ihm wiederum 80 Mark für das Teil bezahlt und gleich gefragt, ob es da, wo der herkommt, noch mehr gibt. Feinschliff und Wachs unnötig, wenn ich sie dafür ordentlich billiger machen würde. Da die Feinarbeit die meiste Zeit ausmachte, sagte ich, ich wolle 30 pro Stück.

Der Typ wollte 50 dieser Dinger haben. Ich sagte, das kann eine Weile dauern und dass ich nicht sagen kann, wie lange es dauert, da ich private Werkstücke nur in meinen Pausen oder am Praxistag machen durfte, aber nach weniger als zwei Wochen hatte ich die Menge fertig. Circa Drei habe ich ohne die Feinarbeit hinbekommen pro Tag. Eiche und Rotbuche, beide sind hart und schwer. Ich bekam 1.200 Mark dafür auf die Hand und war beeindruckt. Er bekam für seine "Vermittlung" 300 Mark. Wir freuten uns und fanden das richtig toll. Wir haben uns echt nichts weiter dabei gedacht und schon gar nichts Böses. Allerdings hielt die Freude nicht lange vor, denn nach ca. drei Monaten stand die Polizei bei meinen Eltern vor der Türe und verlangte, mich zu sprechen. Sie gingen mit mir ins Wohnzimmer und legten mir vor meinen erschrockenen Eltern mehrere Tatortfotos vor, auf denen eindeutig meine Knüppel erkennbar waren. Blutig, in Blutlachen liegend, und teilweise abgesplittert. Mir wurde da schon anders, denn ich kannte die Dinger ja gut und ich konnte mir vorstellen, mit welcher Wucht die benutzt worden sein mussten, um zu splittern. Dazu musste man schon mit aller Kraft zuschlagen.

Der eine Polizist fragte mich dann, ob ich mir vorstellen könne, mit welchen aktuellen Ereignissen in unserer Umgebung diese Bilder zusammenhängen könnten. Als ich Nein sagte, erklärte er mir, dass eine damals auch ziemlich bekannte Gruppe Neonazis mit diesen Knüppeln bei mindestens fünf Überfällen auf Linke und Ausländer mehrere Leute halb tot geprügelt hätten, einer davon, ein fleißiger und unschuldiger Dönermann, lag im Koma und sein Schädel war nur noch Matsch, weil der Täter mit dem Knüppel mindestens 20 Mal zugeschlagen haben musste. Der arme Mann hat sich bis heute nicht ganz von der Tat erholt und wäre während seiner Erholung auch zwei Mal an unerwarteten Komplikationen fast gestorben. Anderen wurden Arme oder Knie zertrümmert. Und ich hatte denen die Waffen geliefert. Wir kennen uns heute auch, da ich ihn im Krankenhaus besucht habe, aber er meinte, es sei nicht meine Schuld gewesen und hat mir vergeben, dafür bin ich ihm echt dankbar.

Der Grund, warum ich danach gefragt wurde, die Dinger zu bauen, war, dass sämtliche Versandunternehmen (damals gab es da auch noch nicht so viele) sowie die meisten örtlichen Jagd- Sport- und Waffenläden mit der Polizei zusammenarbeiteten und die Skins sich somit dort nicht in großen Mengen eindecken konnten, ohne sich verdächtig zu machen. Und zur eigenen Herstellung waren sie offenbar zu blöd. Geplaudert hatte letztlich mein Freund und das sogar freiwillig, als er die Bilder in der Zeitung sah. In einem Artikel wurden die "offenbar fachmännisch hergestellten Totschläger" nämlich erwähnt, aber an mir ging das vorbei. Er selbst hatte die Teile an einen Bekannten weiter gegeben und wusste nicht, an wen der die wiederum abgibt. Bei der Durchsuchung eines der Treffpunkte und mehrerer Wohnungen wurden noch um die 20 unbenutzte Knüppel sichergestellt.

Gesetzlich konnte mir nichts passieren, der eine Polizist meinte nur, das wäre ja fast schon gewerblich, aber dass es wenig Sinn macht, deswegen eine Anzeige zu schreiben und ich einfach sofort aufhören solle, die Teile zu bauen. Wie viel ich dafür bekommen habe, haben sie aber zum Glück nicht gefragt. Aussagen vor Gericht musste ich aber, da ich aber in dem Sinne niemanden belasten konnte, beließen es die Angeklagten bei einigen bösen Blicken. Dort sagte ich aber, ich hätte die Teile verschenkt. Der Richter beließ es dabei, obwohl der Staatsanwalt es nicht glauben wollte. Die angedrohte Anzeige kam aber nie. Ich habe der Polizei gesagt, dass ich keine weiteren Knüppel mehr hergestellt habe und es auch nicht würde. Die 50 Stück, die sich bis fast Hüfthöhe in meinem Kleiderschrank stapelten, haben wir dann verheizt, meine Eltern kennen mich ja und mussten nur einmal fragen. Ich habe die Dinger freiwillig und gerne vernichtet.

Mir konnte deswegen zwar wie gesagt rechtlich nichts passieren, aber die Polizisten wollten einfach, dass ich sehe, was passiert ist und damit angerichtet wurde. Heute frage ich mich, wie dumm ich war, denn mir hätte klar sein müssen, dass eine größere Menge dieser Teile wohl kaum für eine Dildoparty gedacht war, ich habe damals aber nur das Geld gesehen, mit dem ich mir eine Simpson (Moped) und einen Computer gekauft habe. Die Simpson wurde mir aber nach einem halben Jahr gestohlen. Das nennt man wohl zumindest im Ansatz ausgleichende Gerechtigkeit. Man sollte wirklich überdenken was man tut, wenn man schon Dinge herstellen kann, die zu solchen Zwecken verwendet werden. Ich habe jedenfalls nie mehr so einen Knüppel gedreht oder sonst irgendeine Waffe hergestellt, mit kürzlicher Ausnahme einer Muskete, die ich mit einem Freund zusammenbaute, der in so einer historischen Gruppe ist und der die Metallteile dafür selbst produzierte. Das Teil kann aber nicht schießen. Ist aber dennoch ein toller Anblick, da sie sehr echt und alt aussieht. Trotzdem war mir dabei schon mulmig, als ich daran dachte, was damals passiert war.

Beichthaus.com Beichte #00037800 vom 11.03.2016 um 14:23:21 Uhr (16 Kommentare).

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Die Sucht zerstört alles Gute

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Diebstahl Trunksucht Sucht Lügen Selbstsucht

Ich bin ein dicker, ungepflegter Alkoholiker, der nach einem Handyspiel süchtig ist. Mein ganzes Geld, das ich meistens von meinen Großeltern bekomme, stecke ich in das Spiel und Spirituosen. Ich selbst habe seit der Schule keine Tätigkeit mehr richtig durchgezogen. Wenn ich mal einen Job habe, dauert es auch nicht lange, bis ich ihn wieder verliere. Das Schlimmste allerdings ist, dass ich ein notorischer Lügner bin. Ich hatte mal eine Freundin, die ich richtig gerne hatte, aber durch meine Lügen habe ich sie verscheucht. Sie wusste weder von meiner Sucht noch von meiner Arbeitslosigkeit. Eines Nachts bin ich zusammengebrochen und habe sie tränenüberströmt angerufen. Das war der Moment, in dem sie erfahren hat, dass ich trinke und ich habe ihr geschworen, einen Entzug zu machen. Sie blieb bei mir und unterstützte mich, wo sie nur konnte, aber ich habe sie enttäuscht. Den Entzug habe ich zwar durchgezogen aber keine Woche später bin ich mit Kumpels etwas trinken gegangen.


Ihr hingegen habe ich gesagt, dass ich eisern durchhalte. Auch habe ich Wertgegenstände von ihr veräußert, um meine Sucht zu finanzieren. Monatelang spielte ich mein Spiel mit ihr, bis sie es einfach nicht mehr aushielt. Sie trennte sich und ich fing an ihr einzureden, dass sie mich im Stich lässt und falls ich besoffen ins Koma falle, sie daran schuld ist. Daraufhin brach sie den Kontakt zu mir komplett ab. Auch das Spiel, wo wir in der gleichen Gemeinschaft waren, hat sie verlassen. Bis heute habe ich ihr nicht ihre Sachen zurückgegeben, obwohl ich weiß, wo sie wohnt. Aber ich gebe das Geld lieber für mich aus, als meine alten Schulden zu tilgen. Vermutlich hat sie es sich eh schon neugekauft. Leider habe ich zu spät erkannt, dass sie die Einzige war, die es immer gut mit mir gemeint hat und die ich bis jetzt immer noch liebe. Aber der Alkohol hat mich zu stark im Griff und ich habe Angst, dass ich sie noch mehr verletze, wenn ich mich wieder bei ihr melde. Es tut mir leid!

Beichthaus.com Beichte #00037797 vom 10.03.2016 um 19:55:08 Uhr (12 Kommentare).

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Panik in der Toilettenkabine

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Waghalsigkeit Vandalismus Aggression

Ich (m/20) mache mir manchmal den Spaß, andere Leute auf öffentlichen Toiletten zu beängstigen. Oft läuft es so ab, dass ich mir eine freie Kabine suche, bei der die Nachbarkabine besetzt ist. Manchmal sind sogar beide Nachbarkabinen besetzt, wodurch sich der Spaß sogar verdoppelt. Sobald ich drin bin, fange ich an, wie ein Irrer zu schreien und gegen die Wände zu schlagen. Ihr glaubt nicht, wie lustig das manchmal ist, wenn die ahnungslosen Toilettengänger sich erschrecken. Meistens wird dann gleich der Abzug betätigt, um schnell das Weite zu suchen. Allein die Vorstellung, beim entspannten Kacken Panik zu bekommen, ist einfach herrlich. Wahrscheinlich brauche ich diesen Kick einfach, da mich die Ausbildung ankotzt und ich dadurch ein Ventil finde. Nun habe ich gestern leider meine verdiente Strafe bekommen. Als ich wieder die übliche Tour durchzog und der Kabinennachbar wie erwartet erschrak, kicherte ich erst einmal.


Nach meinem Stuhlgang wollte ich auch wieder ganz normal nach Hause, bis eine fremde Faust mit meinem Gesicht kollidierte. Sofort rannte ich dem Trottel hinterher, aber der Angsthase war zu meinem Pech einfach schneller unterwegs. Nach einem Tag Bedenkzeit, glaube ich, eine Lektion erteilt bekommen zu haben. Womöglich war mein Verhalten tatsächlich eine Spur zu asozial. Naja, in Zukunft lasse ich die Toiletten der städtischen Galerie in Ruhe. Vergebt mir, schließlich habe ich meinen Fehler eingesehen.

Beichthaus.com Beichte #00037740 vom 02.03.2016 um 21:05:25 Uhr (10 Kommentare).

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Koko, der entflogene Papagei

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Falschheit Lügen Tiere

Mein Kollege und ich wurden zu einer Heizungsstörung gerufen: Eine nette alte Dame öffnete uns die Tür und bat uns herein. Es war nur eine Kleinigkeit und bald darauf funktionierte die Gasheizung wieder - man konnte heizen und es gab warmes Wasser. Da das Gerät schon länger kein Service mehr erfahren hatte und ziemlich verschmutzt war, fragte ich die Dame, ob sie einverstanden wäre, wenn wir ihr für eine Pauschale gleich eine Wartung durchführen. Sie willigte ein und so legten wir los. Man muss dazu sagen, dass wir, wenn wir einen Service machen, das Gerät wirklich komplett auseinandernehmen und alles gründlich säubern. Schon beim Betreten der Wohnung war mir ein sehr großer Vogelkäfig aufgefallen, der allerdings leer war. Ich fragte die Dame, wo denn der Vogel geblieben wäre. Ihre Stimme wurde mit einem Mal sehr traurig und ich hatte schon Angst, dass sie anfängt zu weinen, als sie uns erzählte, dass ihr Papagei Koko vor einigen Jahren davongeflogen sei, obwohl er das trotz offenem Fenster sonst nie gemacht hätte.


Wir führten unsere Wartung fort, als wir im Brennraum der Gastherme eine ganze Menge kleine Knochen fanden. Zweifelsohne waren die Knochen von dem Papagei, von dem die Frau dachte, er sei weggeflogen. Tatsächlich dürfte der Papagei elendiglich verbrannt sein - beim Heizen, oder als die Frau warmes Wasser entnommen hat. Wie er allerdings dort hineingekommen ist, wird das Geheimnis des toten Papageis bleiben. Was meinen Kollegen und mich wunderte, war die Tatsache, dass die Frau nichts von dem Drama bemerkt haben dürfte, obwohl es mit starker Geruchs- und Rauchentwicklung einhergehen muss, wenn so ein großer Vogel in Flammen aufgeht. Mein Kollege und ich entschieden uns dazu, die Frau in dem Glauben zu lassen, der Papagei wäre ihr entflogen. Die nette alte Dame gab uns zum Abschluss noch ein fürstliches Trinkgeld und bewirtete uns mit belegten Broten und etwas zu trinken. Ich beichte hiermit, dass ich eine nette alte Dame über den Verbleib ihres Haustieres im Unklaren gelassen habe und bitte um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00037735 vom 02.03.2016 um 08:42:29 Uhr (13 Kommentare).

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Unser Sexleben ist noch nicht eingeschlafen!

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Begehrlichkeit Schamlosigkeit Sex Partnerschaft

Meine Frau und ich (m/29) sind seit zehn Jahren zusammen und demnächst acht Jahre verheiratet. Wir hatten immer ein sehr erfülltes Sexleben, nur während der beiden Schwangerschaften flaute das Interesse mal ab. Nun ist es derzeit für meine Frau sehr stressig, sie pendelt täglich 100 Kilometer mit dem Auto und ist erst nach mir zu Hause. Das ist für mich eigentlich kein Problem, die Kinder kommen damit auch klar. Aber unser Sexleben ist seitdem ziemlich den Bach runtergegangen - denkt sie!


Denn eigentlich kann ich mich nicht beschweren. Früher hatte sie wegen der Kinder einen extrem leichten Schlaf, aber inzwischen schafft sie die tägliche Routine dermaßen, dass sie relativ schnell einschläft. Eines Nachts, als ich wirklich gefrustet war, weil nichts im Bett lief, habe ich sie einfach mal zwecks Lustbefriedigung befummelt. Und siehe da, sie fing an, im Schlaf zu stöhnen! Ich stellte dann auch schnell fest, dass sie offenbar recht intensive Sexträume hat, scheinbar sogar mit mir. Und inzwischen sind diese Träume ziemlich realistisch geworden, sie schläft dabei nämlich so tief, dass sie gar nicht mitkriegt, dass der Sex echt ist! Und verdammt gut! Okay, nicht ganz so gut, wie im wachen Zustand, aber trotzdem. Ich beichte also, dass ich fast jede Nacht mit meiner Frau schlafe, ohne dass sie es mitkriegt, während sie sich Vorwürfe macht, dass bei uns im Bett nicht mehr so viel läuft wie früher.

Beichthaus.com Beichte #00037734 vom 02.03.2016 um 08:00:30 Uhr (27 Kommentare).

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