Frei von gesellschaftlichen Zwängen

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Ignoranz Engherzigkeit Zorn Gesundheit

Die Menschen in meinem Umfeld gehen mir ziemlich am Arsch vorbei. Ich bin grundsätzlich kein Menschenfreund, nie gewesen. Ich habe viele schreckliche Dinge erlebt und gesehen, das hat definitiv dazu beigetragen. Ich habe mich aber immer angepasst, war hilfsbereit, freundlich, höflich, aufmerksam und respektvoll. Nun sind einige Dinge passiert, an denen ich gemerkt habe, dass ich allen (mir wichtigen Personen) gleichgültig bin (ich habe Magersucht und bin fast abgekratzt - mit knapp 38 Kilo. Ich habe kaum noch etwas hinbekommen - außer Schimpf und Schande vonseiten meiner Mutter und meinem Partner habe ich keine Unterstützung erhalten).

Ich bin immer noch stark untergewichtig, habe aber den Karren so weit aus dem Dreck, dass ich wieder arbeiten und meine Tiere versorgen kann. Alleine habe ich das geschafft. Nur mit dem Gedanken, dass ich, wenn ich sterbe, das Einzige, was mir etwas bedeutet, zurücklassen muss: meine Tiere. Mein Partner hätte sie sicher weggegeben. Und nun hält mich (endlich) nichts mehr. Meinem Partner habe ich schon gesagt, er könne ausziehen, sobald er eine Bleibe hat. Geburtstage von Angehörigen? Vergesse ich liebend gern. Einladungen schlage ich aus. Hilfe biete ich niemandem an und lehne spöttisch ab, wenn ich gefragt werde. Plötzlich sind alle in Aufruhr.

Ich beichte, dass ich, wenn ein Feuer ausbrechen würde, definitiv zuerst meine Tiere retten würde. Ich weiß, das gehört sich nicht, darum beichte ich. Andererseits fühle ich mich besser denn je - von diesen gesellschaftlichen Zwängen befreit zu sein und diese angeblichen Gutmenschen hinter mir zu lassen ist ausgesprochen erfrischend.

Beichthaus.com Beichte #00038776 vom 28.09.2016 um 13:13:21 Uhr (24 Kommentare).

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Sorry, ich habe unterwegs in den Wald geschissen!

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Ekel Peinlichkeit Unreinlichkeit

Ich (m/29) war in dieser Woche auf einer Fortbildung. Der Weg dorthin führte über viele Landstraßen - bergauf, bergab, mit vielen Wäldern und Feldern. Da ich zu Hause keinen wirklichen Stuhlgang hatte, musste ich notgedrungen losfahren. Ich hatte gehofft, gar nicht zu müssen oder bei der Fortbildung auf die Toilette gehen zu können. Dazu kam es jedoch nicht. Auf meinem Weg dorthin bekam ich plötzlich Bauchschmerzen und es kündigte sich etwas Größeres an, das unbedingt das Licht der Welt erblicken wollte. Ich hielt an einem der zahlreichen Waldwege an, lief im Nebel durch die morgendliche Kälte und entblößte mein Hinterteil an einem sicheren Ort im Unterholz. Bewaffnet mit einer Packung Taschentücher und mit den im Auto deponierten Servietten eines bekannten Schnellrestaurants versuchte ich, mein Hinterteil zu säubern. Es gelang mir teilweise, ich putzte und putzte, bekam die Ritze aber nicht wirklich sauber.

Nachdem meine Tücher verbraucht waren, gab ich auf. Nun kam das nächste Problem. Meine Hand stank fürchterlich, ich hatte beim Säubern wohl mächtig zugelangt. Weit und breit war natürlich kein Wasser in Sicht. Ich nahm das mit Apfelgeschmack versetze Wasser, das ich zum Trinken eingepackt hatte, lief mit neuen Tüchern in den Wald, befeuchtete diese und wusch mir den Rest vom Fest vom Hinterteil ab. Auch meine Hände wusch ich notdürftig mit dem Apfelwasser. Die ganze Aktion hat so viel Zeit gekostet, dass ich fast zu spät zu der Fortbildung kam. Als ich das Gebäude betrat, wurde ich sofort von mehreren Leuten per Handschlag empfangen, ohne dass ich mich vorher auf der Toilette richtig waschen konnte.

Die Hand stank nicht mehr, aber sie war definitiv nicht die Hand, die man jemandem zur Begrüßung geben sollte. Ich hatte jedoch keine Wahl. Ich konnte schlecht sagen: "Tut mir leid, ich habe unterwegs in den Wald geschissen, ich muss erst mal meine Hände waschen." Das war übrigens das erste Mal in meinem ganzen Leben, dass ich meine Notdurft im Wald verrichten musste und es hat mir keine Freude bereitet.

Beichthaus.com Beichte #00038771 vom 27.09.2016 um 20:07:28 Uhr (15 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Teil einer verrückten Dreiecksbeziehung

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Fremdgehen Falschheit Begehrlichkeit Schamlosigkeit

Ich habe mit dem Freund einer sehr engen Freundin geschlafen. Sie weiß nichts davon, aber in Anbetracht der Tatsache, dass die Beziehung grade aus verschiedenen anderen Gründen auseinanderbricht, fühle ich mich unglaublich schlecht. Zu meiner Verteidigung: mit ihr habe ich auch geschlafen und ich schätze, ich hatte gehofft, irgendwie Teil ihrer verrückten Beziehung werden zu können. Übrigens hat sie das initiiert - wir haben tatsächlich auch erst kürzlich über die Möglichkeit eines Dreiers gesprochen, aber dafür hätte sie als zweite Frau lieber jemanden, der ihr weniger nahesteht. Ich halte nicht viel von den beiden als Paar, aber sie bedeuten mir beide sehr viel und ich will nicht, dass irgendjemand verletzt wird. Oder mich hasst.

Beichthaus.com Beichte #00038765 vom 27.09.2016 um 02:16:08 Uhr (10 Kommentare).

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Ich hoffe, du fliegst auf die Nase!

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Morallosigkeit Zorn Studentenleben

Ich (m) studiere ein recht schweres Fach und gehe nebenbei noch arbeiten, weil mir das BAföG gestrichen wurde und ich sonst nur von einem Studienkredit leben würde. Auf der Arbeit habe ich einen Kollegen, der auch in mein Semester geht und von dem ich eigentlich dachte, dass wir uns ganz gut verstehen. Jedoch ist er schrecklich überheblich und geht immer davon aus, dass er jede Klausur nach nur drei Tagen Lernen mit einer guten Note besteht, nur weil er das große Glück hatte, dass das schon eingetroffen ist. Na und? Hatte ich auch schon. Das bedeutet gar nichts. Jetzt müssen wir beide die gleiche Klausur noch einmal schreiben - er hat selbst zugegeben, nicht genug gelernt zu haben und ich war zu nervös und habe sie ganz knapp versemmelt.

Jetzt lerne ich aus Sicherheit schon wieder einen Monat dafür, damit ich ein gutes, sicheres Gefühl beim Schreiben habe. Er hat noch nicht mal angefangen, obwohl die Klausur jetzt am kommenden Mittwoch stattfindet. Neben der Überheblichkeit ist er auch bei Geld so komisch drauf. Neulich habe ich mal gesagt, dass ich fände, 20 Euro seien viel und das sind sie für mich auch, weil ich überlegen muss, wofür ich das Geld ausgebe, das ich irgendwann zurückzahlen muss. Da hat er mich total von oben runter angeguckt und meinte, das wäre doch "nichts". Er hat auch immer die neusten Handys und Konsolen, obwohl er auch noch BAföG empfängt - so dicke kann es eigentlich bei ihm und seinen Eltern nicht sein, weil es da ja sehr strenge Grenzen gibt. Ich weiß, dass das jetzt mies klingt, doch ich hoffe, dass er mit dieser Einstellung richtig auf die Nase fliegt und irgendwann ohne Studium und Kohle dasteht.

Beichthaus.com Beichte #00038755 vom 24.09.2016 um 11:49:25 Uhr (14 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Mein Freund und die Warze

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Verzweiflung Ekel Eitelkeit Feigheit Partnerschaft

Ich bin seit fast zwei Jahren mit meinem Freund zusammen. Wir führen eine tolle Beziehung und er ist wahrscheinlich der Mann für das Leben. Ein kleines Luxusproblem habe ich dennoch. Er hat eine Warze direkt neben der Nase. Er sieht sonst ganz gut aus, aber leider stört mich die Warze enorm. Ich muss da einfach ständig drauf schauen. Zu Weihnachten im vorletzten Jahr bekam ich einen Gutschein für eine Gesichtsbehandlung bei einer Kosmetikerin. Den Gutschein habe ich an ihn weitergegeben - mit dem Scheinargument, dass ich mit meinem Hautbild zufrieden bin. Er meinte, dass er so eitel nicht wäre. Schade, ich hoffte, die Kosmetikerin würde ihm ein Hautarzt empfehlen.

Kurze Zeit später startete ich einen anderen Versuch. Ich ging mit einem Ausschlag zum Hautarzt und hoffte es animiert ihn, mal wegen Warzenentfernungsmöglichkeiten zu fragen. Nichts da! Bald darauf folgte ein dritter Versuch, ich wusste, dass eine Sendung im Fernsehen kommt, wo kurz über Warzen gesprochen wird. Ganz unauffällig wollte ich darauf schalten, als er leider auf einmal längere Zeit die Toilette benutzen musste. Ich weiß nicht, wie ich ihm sagen soll, er solle sich die Warze entfernen lassen. Ich schäme mich ehrlich gesagt schon wegen meiner Oberflächlichkeit.

Beichthaus.com Beichte #00038753 vom 23.09.2016 um 16:28:04 Uhr (28 Kommentare).

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