Tony, der Rumäne

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Lügen Falschheit Last Night

Ich (m/21) möchte beichten, dass ich meine Discobekanntschaft vom letzten Wochenende voll verarscht habe. Es lief alles wie folgt ab: Als ich mit meinen Kumpels nach einer Geburtstagsparty noch einen Abstecher in die Disco machte, hatte ich schon ordentlich einen sitzen. Ein paar Drinks später war ich dann, wie so oft, auch schon in Stimmung für ein paar Späße und Dummheiten. Aus Spaß habe ich dann ein Mädel auf Englisch angequatscht und gefragt, ob sie tanzen will. Ich hätte nicht erwartet, dass sie drauf anspringt. Dann zerrte sie mich jedoch sofort auf die Tanzfläche und wagte ziemlich eindeutige Annäherungsversuche. Sie muss wohl davon angetan gewesen sein, dass ich offenbar kein deutschstämmiger Bürger bin, obwohl das natürlich überhaupt nicht der Wahrheit entspricht. Als es schon lange hell draußen war, haben wir zusammen den Tanztempel verlassen. Nun nahm das Übel seinen Lauf.

Sie fing an, Fragen zu stellen und wollte auch wissen, wo ich genau herkäme. Da ich noch total dicht war, fand ich es ziemlich amüsant, dass sie mich wirklich für einen Ausländer hielt. Ich erfand für mich eine neue Identität und kam nun also aus Rumänien. Jedoch war meine Geschichte nicht so ganz wasserdicht. So vergaß ich z. B. mir auch einen rumänischen Namen auszudenken, weil "Tony" für einen Rumänen nun wirklich ein nicht ganz passender Name ist. Hätte sie nur ein paar weitere Fragen bezüglich meiner Identität gestellt, wäre wahrscheinlich alles aufgeflogen. Sie war selbst aber auch wohl auch noch volltrunken und hat deshalb keinen weiteren Gedanken daran verschwendet. Wir unterhielten uns die ganze Zeit auf Englisch, obwohl ihre Kenntnisse ziemlich bescheiden waren. Um ihr das Ganze dann doch etwas zu erleichtern, erzählte ich ihr, dass ich doch ein paar Brocken Deutsch kann. Sie hatte mir angeboten, bei ihr zu übernachten und da ich keine andere Möglichkeit hatte, sagte ich zu. Der lange Fußmarsch wirkte ziemlich ausnüchternd und ich begriff so langsam erst, worauf ich mich da eigentlich eingelassen habe. Jedoch gab es kein Zurück mehr.

Man kennt das ja: Wenn man einmal nicht die Wahrheit sagt, dann verstrickt man sich meist nur noch mehr in einem Netz aus weiteren Lügen -ein Teufelskreis. Ich fing an, mir Gedanken zu machen, was ich diesem netten Mädchen da eigentlich antue und bekam ein schlechtes Gewissen. Man muss aber auch dazu sagen, dass sie trotz ihrer Verfassung eindeutig zu naiv und nicht besonders clever war. Nachdem sie auch noch 15 Euro fürs Taxi bezahlt hat (weil ich total blank war) und wir dann bei ihr angekommen sind, kann sich wohl jeder ausmalen, was jetzt eigentlich folgen sollte. Ihre Küsse hatten jedoch einen bitteren Nachgeschmack und ich fühlte mich dabei überhaupt nicht gut. Bevor wir beide also diese Nacht bereuen würden, habe ich ihr klargemacht, dass wir es lieber nicht tun sollten. Sie nahm es so hin und schlief auch recht zügig in meinen Armen ein. Ich lag noch eine ganze Weile wach, schaute diesem Mädchen beim Schlafen zu und versuchte die gesamte Situation erst einmal zu verarbeiten. Ich fragte mich, ob ich auch dort neben ihr liegen würde, wenn ich ihr von Anfang an die Wahrheit gesagt hätte und was wäre, wenn ich nun im Nachhinein damit rausrücken würde. Tausende Fragen schossen mir durch den Kopf. Ich beschloss, sie nicht mehr zu belügen, sondern lieber meinen Mund zu halten.

Diesem Vorsatz bin ich auch treu geblieben und habe mich dann später ohne große Worte von ihr verabschiedet. Sofort habe ich mich von ihrem fragenden Gesicht weggedreht und bin von dannen gezogen. Einen Tag später habe ich ihr eine Nachricht geschickt, worin ich ihr geschrieben habe, dass zwischen uns etwas schief gelaufen ist und sie gerne unter anderen Umständen getroffen hätte. Jedoch weiß sie damit immer noch nicht die Wahrheit. Also Steffi, falls du das hier liest: Es tut mir wirklich alles wahnsinnig leid, und als ich dir gesagt habe, dass ich dich mag, war das auf jeden Fall nicht gelogen. Trotzdem will und kann ich dich nicht wiedersehen. Auch wenn ich leider meine Lieblingsjacke, die du an diesem Morgen getragen hast, bei dir vergessen habe und diese nur zu gerne wieder haben würde. Für dich gebe ich sie aber gerne auf. See you in another life, sugar!

Beichthaus.com Beichte #00023994 vom 12.06.2008 um 14:18:36 Uhr (16 Kommentare).

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Beichthaus in New York

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Engherzigkeit Selbstsucht Internet Shopping

Ich sitze gerade im Apple-Store in New York und lese Beichten, obwohl hinter mir ein paar potenzielle Kunden warten, weil die sich auch die Notebooks angucken möchten. Tja, gut das die meisten kein Deutsch verstehen.

Beichthaus.com Beichte #00023993 vom 12.06.2008 um 13:12:47 Uhr (8 Kommentare).

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“Beichte

Eine Affäre ist mir zu billig!

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Fremdgehen Falschheit Zorn Rache Kollegen

Ich möchte beichten, dass ich moralisch zu anspruchsvoll bin. Meine Arbeitskollegin, seit mehreren Jahren in festen Händen, hat mit mir etwas angefangen (er liebt mich nicht mehr, er beachtet mich kaum noch... blablabla) Natürlich habe ich ihr auch von Anfang an gesagt, eine Affäre ist für mich ein NoGo und ich möchte eben schon mit ihr zusammen sein. Nachdem sie dann mehrere Wochen zweigleisig gefahren ist (er wusste es auch) und es mir nur noch an die Nerven ging, dass sie nie außerhalb der Arbeit für mich Zeit hatte, hat sie dann mit mir Schluss gemacht. Und mir eine Affäre angeboten.

Ich habe dann erstmal so mitgespielt und dann die Mails von ein paar Tagen zusammenkopiert und sie ihrem Kerl geschickt (standen eindeutige Pläne drin, ihn anzulügen, um mich heimlich zu treffen, usw.). Natürlich hat sich dieser Waschlappen trotzdem nicht von ihr getrennt, aber das ist anderes Thema. So etwas finde ich einfach nur zum Brechen, so ein Ding abzuziehen und zwei Leute zu verarschen, weil man entweder zu notgeil ist, sich zu beherschen oder sich aus Feigheit und Gewohnheit nicht trennen will. Habe somit auf ein paar Nümmerchen mit der gutaussehenden Kollegin verzichtet, weil mir eine Affäre zu billig ist.

Beichthaus.com Beichte #00023987 vom 12.06.2008 um 01:01:12 Uhr (9 Kommentare).

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Untermenschen im Freizeitpark

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Hass Zorn Aggression Dummheit

Ich arbeite in einem großen Freizeitpark in Süddeutschland, nahe der Schweizer Grenze und direkt bei Frankreich. Und ich möchte hiermit beichten, dass ich alle seine Besucher abgrundtief hasse! Die Leute dort benehmen sich wie die letzten Idioten und wer bisher Zweifel daran hatte, dass der Mensch direkt vom Affen abstammt, muss einfach nur einen Tag dort arbeiten und wird garantiert schon nach fünf Minuten eines besseren belehrt! Die sind so doof, die geben am Eingang wirklich ihr Hirn ab. Ich zweifle übrigens auch daran, ob sie es später dann auch wieder abholen. Sie benehmen sich alle wie ein Rudel Tiere! Sobald in einem Umkreis von 10 Metern kein fünf Meter breites Schild prangt, auf dem steht wo es a) was zu essen b) was zu trinken c) was zum Pinkeln d) die Attraktion des jeweiligen Themenbereichs gibt, ist das Rudel verwirrt. Es steht dann herum und guckt ratlos, kratzt sich am Kopf und bleibt erstmal stehen. Aber nein, man kann ja nicht einfach mal fünf Sekunden konzentriert die Umgebung beobachten, um die unübersehbaren Mega-Hinweisschilder zu lesen, ach was! Stattdessen rennt man panisch zu einem Mitarbeiter und nervt ihn mit einer der Fragen, die er heute schon zum 20.000 Mal beantworten darf, und nervt ihn zu Tode.

Meist zeige ich einfach nur wortlos auf ein Schild, dass sich direkt über mir befindet und auf dem ALLES schwarz auf weiß beschrieben steht. Und nicht mal Eisnamen können die Leute lesen! Boah, wie ich sie hasse! "Ich hätte gerne Eis." Wahnsinn. Und das an einem Eisstand. Welches der sechs Sorten wird natürlich nicht gesagt. "Ja das mit Schokolade." Ach was ! Zufällig haben wir vier Sorten mit verdammter Schokolade! Fragt man nach welches, bekommt man: "Jaaah.... das da halt, das da oben." Super. Meist ernte ich auch noch ungnädige Blicke dafür, dass ich keine Gedanken lesen kann. Manchmal erbarmt sich ein Rudeltier auch dazu, mir den Namen des Objekts der Begierde zu nennen. Wenn ich Pech habe, ist es ein Schweizer. Ich weiß ja nicht, was bei den Schweizern im Lauf der Evolution falsch gelaufen ist, aber anscheinend sind sie nicht in der Lage sich deutlich zu artikulieren. "Ch hätä gärn an Biach un an Makaka...ko...Makako!" Anscheinend möchte da jemand ein BEACH und ein Macao. Für alle zum Mitsprechen: Biiitsch und Ma-ka-o. Nicht Biaaach und schon gar nicht Makakako. Kaka wird auch des öfteren bestellt. Anscheinend Geheimsprache für Kaktus. Nicht zu vergessen die Franzosen! Es gibt nichts Schlimmeres als pubertäre Franzosen! Meine Fresse, ständig kommt irgendso ein testosterongefüllter Orang-Utan an und meint vor seinen Ollen den Dicken markieren zu müssen.

Dann bestellen sie anstatt einem Beach eine Bitch. Ha. Ha. Ha. Außerdem denkt la Grande Nation wohl, dass man überall auf der Welt französisch parliert. Nein. Tut man nicht. Zufälligerweise gibt es auf diesem Planeten Menschen, die des Französischen nicht mächtig sind. Tja tut mir leid, liebste Franzaken, das ist jetzt vielleicht ein bisschen schockierend für euch, aber jemand musste es euch einfach mal sagen. Und auch wenn ich Französisch spreche, tue ich meistens so als würde ich kein Wort verstehen. Ich gehe doch auch nicht nach Paris und drück denen auf deutsch ein Schnitzel ins Ohr. So, und als letztes möchte ich noch erwähnen, dass alle indischen und arabischen Großfamilien auf den Mond geschossen gehören! Könntet ihr bitte mal aufhören, zu zwanzigst vor der Theke zu stehen und mich anzubrüllen? Kann vielleicht einfach nur mal EINER von euch sprechen? Aber nein, das ist ja zu viel verlangt! Stattdessen hopsen lauter wild gestikulierende Menschen vor mir herum - die Oma, die Mutter, der Vater, der Onkel, die Tante, die Tochter, der kleine Pascha und nebenher weint das Baby - und entscheiden können die sich sowieso nicht. WAAAAH! Es macht mich WAHNSINNIG! Als Ausgleich für all das Leid, welches ich im Laufe eines Arbeitstages so ertragen muss, schicke ich das Rudel meist in die falsche Richtung, wenn es nach irgendetwas fragt.

Beichthaus.com Beichte #00023983 vom 11.06.2008 um 21:15:06 Uhr (40 Kommentare).

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Zwanzig Euro für die Ex-Freundin

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Rache Zorn Ex

Meine Freundin war mit ihrer besten Freundin im Urlaub. Nach drei Tagen kam eine SMS, dass es aus wäre und sie jetzt einen anderen hätte. Ich konnte dies nicht auf mir beruhen lassen, also machte ich mich wieder an sie ran, als sie aus den Ferien zurückkam. Als wir schließlich wieder im Bett landeten, gab ich mir absolut keine Mühe, lange durchzuhalten, als ich fertig war stand ich auf, zog mich an, legte ihr einen 20-Euro-Schein auf den Nachttisch, bedankte mich und verschwand. Seither habe ich nichts mehr von ihr gehört, es fühlt sich toll an!

Beichthaus.com Beichte #00023972 vom 06.06.2008 um 03:34:05 Uhr (26 Kommentare).

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