Ich will seit vier Jahren meine Ex zurück!

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Verzweiflung Begehrlichkeit Dummheit Ex

Ich (m/21) möchte hiermit beichten, dass ich es bis heute bereue, mit meiner Ex-Freundin Schluss gemacht zu haben und teilweise ein riesiges Arschloch gewesen zu sein. Das Ganze fing 2011 an. Ich hatte gerade meine letzte Beziehung beendet und das neue Schuljahr hatte angefangen. Sie war neu in meiner Klasse, da sie gerade erst hergezogen war. Am Anfang fiel sie mir noch nicht sonderlich auf, obwohl sie für mich eines der schönsten Gesichter hat, die ich bisher gesehen habe. Doch dies sollte sich bald ändern, da wir in Biologie nebeneinandersaßen. Wir hatten immer viel Spaß im Unterricht und so kam es, dass ich sie eines schönen Tages übers Internet anschrieb und mit ihr über Gott und die Welt sprach. Wir verstanden uns prächtig und so dauerte es nur ungefähr zwei Wochen, bis wir schließlich ein Paar waren. Wir waren dann vier Monate zusammen. Der Sex war der beste, den ich in meinem Leben bisher hatte, was für mich aber reine Nebensache ist und sie liebte mich sehr und vor allem so, wie ich eben war.


Ich habe die Beziehung nur beendet, weil ich wieder zu meiner Beziehung von davor zurück wollte. Ich hatte zwar Erfolg und war mit dieser noch einmal eine gewisse Zeit zusammen, jedoch scheiterte die Beziehung wieder daran, dass wir einfach zu verschieden waren. Ich weiß bis heute nicht, was mich damals geritten hat, dass ich noch einmal zu dieser Frau zurückwollte! Aber zurück zum Thema: Heute bin ich seit über vier Jahren nicht mehr mit der Frau zusammen, um die es hier eigentlich geht, und kann meistens auch gut damit leben. Nur jedes Mal wenn ich sie sehe oder mit ihr schreibe, kommen wieder die Gefühle hoch. Kurz gesagt: In regelmäßigen Abständen habe ich Liebeskummer wegen einer Beziehung, die seit mittlerweile über vier Jahren beendet ist.


Wir leben immer noch in derselben Stadt und treffen uns daher von Zeit zu Zeit auch zufällig mal. Wir schreiben auch teilweise tagelang übers Internet miteinander, wenn wir uns mal wieder irgendwo gesehen haben. Wir haben ein richtig gutes Verhältnis dafür, dass wir mal ein Paar waren. Ich habe sie sogar schon mal gefragt, ob es mit uns vielleicht noch einmal etwas werden könnte, aber sie verneinte es mit der Begründung, dass sie keine zweiten Chancen verteilen würde. Ich schreibe dies an einem Dienstag, denn am letzten Samstag habe ich sie wiedergetroffen und jetzt sitzt sie wieder in meinem Kopf und ich bekomme sie nicht mehr raus. Ihre total lockere Art, ihre Locken, ihr Selbstbewusstsein... Ich kann nicht mehr. Ich würde am Liebsten nur noch heulen.

Beichthaus.com Beichte #00037840 vom 15.03.2016 um 13:42:46 Uhr (14 Kommentare).

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Mein Kampf gegen Alltagsrassismus

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Vorurteile Ungerechtigkeit Zorn Gesellschaft

Ich (25) bin gebürtige Lateinamerikanerin mit europäischen und nordafrikanischen Vorfahren. Meine Mutter und ich leben seit 1998 in Deutschland, wir sind beide integriert, beherrschen die deutsche Sprache fließend und haben schon immer gearbeitet. Schon als Kind trug ich Zeitungen aus oder half in der Nachbarschaft gegen Geld aus, um meiner Mutter etwas unter die Arme zu greifen und mir selbst etwas leisten zu können. In der Nachbarschaft waren wir stets bekannt und wurden auch gemocht. Für unsere Nachbarschaft, die überwiegend Deutsche waren, spielte unsere Herkunft nie eine große Rolle und wir wurden auch so angenommen, wie wir sind. Dennoch habe ich bis heute mit Alltagsrassismus zu kämpfen. In der Schule, die zwar zum Großteil aus Migranten bestand, wurde ich häufig wegen meiner Herkunft auf das Übelste beschimpft, beleidigt und sogar geschlagen. Sowohl von Deutschen als auch von Migranten aus dem arabischen Raum oder dem Kosovo, die einen noch dunkleren Teint hatten.


Die Lehrer unternahmen jedoch nichts und dies ging bis zur weiterführenden Schule so weiter. Meine "Integration" ging sogar so weit, dass ich mich immer noch versuche, mich auch optisch anzupassen. Ich habe mir bereits als Kind schon die Haare chemisch geglättet, mich stets gut gekleidet und die Haare heller gefärbt. Glücklicherweise habe ich grünbraune Augen und durch meine europäischen Vorfahren einen mediterranen Teint, sodass viele denken ich sei Halbdeutsche. Wenn es nicht so wäre, hätte ich meine Haut wohl sogar mit kosmetischen Mitteln aufgehellt. Blöderweise habe ich die markanten Gesichtszüge meiner afrikanischen Vorfahren und fühle mich deshalb auch unwohl. Seitdem ich weiß, dass man durch einen chirurgischen Eingriff auch etwas daran ändern kann, spare ich für eine Rhinoplastik, um meine Nasenflügel verschmälern zu lassen. Das Mobbing hatte zwar aufgehört, da ich nach der 10. Klasse auf das Gymnasium ging und in der neuen Schule neue Freunde gefunden habe, jedoch geht der Alltagsrassismus weiter.


Ich werde weiterhin oft unterschätzt, falsch eingeschätzt oder sexualisiert - wegen meiner offensichtlichen Herkunft. Als ich nach dem Abitur eine Ausbildung gesucht hatte, musste ich in manchen Betrieben den Einstellungstest zwei Mal machen, weil ich des Betruges bezichtigt wurde! Ich bekam sogar Absagen, weil ich angeblich nicht ins Bild des Klientels passen würde. So stand es in einigen Absagensschreiben schwarz auf weiß! Dabei habe ich mich gepflegt und schlicht gestylt präsentiert. Hosenanzug, Schuhe mit leichtem Absatz, schlichte Hochsteckfrisur, schlicht geschminkt und zwei Spritzer Jasminparfüm. Glücklicherweise habe ich nach etwas über einem Jahr doch eine Ausbildung gefunden, diese erfolgreich beendet und ein duales Studium im selben Betrieb angefangen.
Privat ist es leider so, dass ich oft in eine Schublade gesteckt oder zwischendurch auf offener Straße beleidigt werde. Und das in einer westfälischen Großstadt!


Eine Liebesbeziehung ist auch nicht einfach, da Männer und Frauen mich für einen One-Night-Stand halten, obwohl ich noch nie einen hatte und bisher nur zwei längere feste Beziehungen hatte. Ich ziehe mich auch eher sportlich an, statt aufreizend, da ich in meiner Freizeit viel Sport betreibe und es praktischer ist. Auf Partys wurde ich auch begrapscht, oft mit der Begründung, dass "schwarze Frauen" eh immer willig sind und mein Körper für Sex gemacht sei. Wenn ich mich dagegen wehre, da ich schon seit 12 Jahren kickboxe, werde ich immer als aggressive "Schwarze" abgestempelt, obwohl ich keine bin. Oft werden mir Sachen zugesprochen, die gar nichts mit meiner Persönlichkeit zu tun haben. Beispiele dafür sind: Ich könne singen, beherrsche jeden Tanz der Welt, nehme Drogen, wäre gut im Bett und vieles mehr!


Meine Beichte ist, dass ich immer, wenn mir jemand mit irgendeinem rassistischen Mist ankommt, demjenigen am Liebsten die Fresse polieren möchte, aber meine Erziehung sagt mir, dass ich weder rechtliche Konsequenzen haben möchte, noch möchte ich mir meine Hände schmutzig machen. Glücklicherweise sind nicht alle Menschen so und ich bin froh und vor allem dankbar dafür, dass ich in Deutschland eine gute Zukunft habe, obwohl meine Mutter und ich von ganz unten anfangen mussten und dass ich offene und ehrliche Menschen als Freunde habe.

Beichthaus.com Beichte #00037824 vom 14.03.2016 um 10:37:42 Uhr (32 Kommentare).

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Ich will doch nur eine Perspektive!

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Verzweiflung Ungerechtigkeit Zorn

Ich (25) führe ein armseliges Leben! Den ganzen Tag gammele ich nur rum oder poliere mir den Schleckstengel zu irgendeinem versauten Filmchen. Klar, eine Weile lang habe ich mich wirklich bemüht mein Leben in den Griff zu bekommen, aber niemand gab mir auch nur ansatzweise die Chance, mein Können unter Beweis zu stellen. Unzählige Bewerbungen wurden, trotz meines guten Notendurchschnitts, einfach mit der üblichen Absage abgeschmettert. Bei Praktika und anderem war ich immer nur der Depp, der nicht nur ausgenutzt, sondern auch noch lächerlich gemacht worden ist. Bemühungen jeglicher Art wurden als selbstverständlich angesehen oder nur mit einem: "Ja, ganz nett" kommentiert. Ich habe mir bei unzähligen Stellen den Arsch aufgerissen und anstatt mir dann die Ausbildung oder die Stelle zu geben, bekamen meist irgendein alter Sack oder Arbeitsloser die Stelle, obwohl die nicht mal ansatzweise die eigentlichen Anforderungen erfüllten. Außer man zählt Rauchen und sich über die jüngere Generation beschweren als Kompetenz.


Neun Jahre intensiver Bemühungen, bis ich allen den Mittelfinger gezeigt habe. Klar, das Leben ist kein Kinderspiel und die anderen Bewerber brauchen auch einen Job und eine Chance, aber mal ehrlich, sollten nicht eher die jungen Leute dann diese Chance bekommen, vor allem wenn sie klassifizierter dafür sind? Je älter ich werde, um so beschissener wird meine Einstellung gegenüber mir, meinen Mitmenschen und dieser total abgefuckten Welt. Dabei sollte ich doch gerade jetzt in der Blütezeit meines Lebens stecken. Stattdessen sitze ich hier, mit der einen Hand am Sack und mit der anderen diesen Text schreibend. Ich will doch nur eine verdammte Perspektive haben!

Beichthaus.com Beichte #00037815 vom 12.03.2016 um 21:58:08 Uhr (9 Kommentare).

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Ein braunes Gesicht für Rassisten

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Trunksucht Unreinlichkeit Ekel Rache Last Night

Letzte Woche habe ich im Suff das Gesicht meines besten Freundes komplett mit Kacke eingerieben. Wir waren in einer netten Männerrunde im Lokal, als zwei dunkelhäutige Herren die Szene betraten und sich an den Tresen setzten. Mein Freund, schon leicht angeheitert, nickte in die Richtung und machte abfällige Bemerkungen über ihre Hautfarbe. Zum Glück haben die beiden das nicht mitbekommen, denn ich war selbst überrascht von diesem Benehmen. So kannte ich meinen Freund nicht. Der Abend wurde länger und der Alkohol mehr. Die Sprüche wurden mit jedem Glas derber und zielten immer direkter auf die schwarze Haut der beiden Typen ab. Da kamen dann so Aussagen wie: "Ein Glück, dass ich kein Ni**er bin, sonst würde ich mir die Haut mit einem Sparschäler abziehen", und so weiter. Als der Kumpel dann auf dem Klo war, haben wir uns darüber ausgelassen, was ihn denn geritten hat, solche Sachen zu sagen. Einer kam dann auf die Idee, seine Haut doch mal etwas zu bräunen.


Kaum kam mein Kumpel aus dem Klo gewankt, gingen wir also mit ihm raus Richtung Weide. Er konnte sich kaum noch auf den Beinen halten, ohne über seine Füße zu stolpern. Auf der Weide angekommen haben wir ihm dann einen Kuhfladen im Gesicht zerrieben und ihn ordentlich eingebräunt. Zu dem Zeitpunkt fanden wir das alle total lustig und eine angemessene Bestrafung für seine abfälligen Sprüche. Am nächsten Morgen sah er aus wie so ein brauner Troll. Einige Gras- und Heureste klebten in seinem Gesicht, die Haut war krustig von dem Fladen und der Geruch war richtig derb. Zu allem Überfluss hat er wohl in der Nacht in sein Bett gekotzt und mit der Pampe vom Gesicht eine Art skurriles Gemälde auf dem Laken hinterlassen. Nüchtern betrachtet war das mal eine richtig bescheuerte Aktion von uns und es tut mir leid. Schließlich ist er einer meiner besten Freunde, auch wenn mir seine Art, so über Farbige zu reden, nicht gefällt. Sonst ist er immer korrekt. Verzeiht unsere Kot-Eskapade.

Beichthaus.com Beichte #00037804 vom 11.03.2016 um 19:26:45 Uhr (5 Kommentare).

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“Beichte

Das Verschwinden des Akkusativs

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Zorn Dummheit

Ich (m/37) beichte, dass ich das Verschwinden des Akkusativs hasse wie nichts anderes. Ich habe in der Schule noch gelernt, die Worte "ein" und "einen" richtig einzusetzen. Wenn ich aber Sätze wie "Ich hab ein Freund" oder so etwas lese, was immer öfter passiert, habe ich immer den Eindruck, es mit lernbehinderten und geistig benachteiligten Menschen zu tun zu haben und behandele diese auch dementsprechend.

Versteht mich nicht falsch, auch mir unterlaufen Fehler, aber gerade Texte, die permanent stehen bleiben, lese ich mehrmals durch und habe auch ein Wörterbuch installiert. Bei diesem Fehler würde es aber nicht anschlagen und trotzdem mache ich ihn nicht. Und ich bin nur Hauptschüler mit Ausbildung - ich sehe das aber gerade oft bei Leuten, die auf die Realschule oder sogar auf das Gymnasium gehen oder gingen und die sonst eine ganz gute Rechtschreibung haben. Ich muss denjenigen dann auch immer harsch verbessern, weswegen ich auch schon als Grammatik-Nazi beschimpft wurde, aber es ist mir egal.

Beichthaus.com Beichte #00037776 vom 08.03.2016 um 22:55:24 Uhr (19 Kommentare).

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