Kein Geld mehr für Griechenland!

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Ungerechtigkeit Verschwendung Vorurteile Zorn

Jetzt muss ich auch mal etwas beichten. Und zwar geht mir diese Griechenland-Geschichte mittlerweile so auf den Sack, dass ich täglich in Fernseher und PC hauen könnte. Wenn man diese Geschichte auf eine Firma oder eine Privatperson überträgt, wäre schon lange eine Insolvenz die Folge. Des Weiteren finde ich es unglaublich, dass weiter Geld fließen wird, ohne dass sich etwas Grundlegendes ändert. Das alles wäre ja in Ordnung, wenn man Fortschritte sehen würde, oder die Strukturen sich ändern würden. Aber nein! Es wird einfach nur Geld verbrannt. Macht ja nichts - ist ja nicht meins! Und wenn dann gar nichts mehr geht, gibt es immer noch den Schuldenschnitt. Ich könnte kotzen, so viel kann kein Mensch essen. Normalerweise sollten jetzt auch alle anderen Eurostaaten eine Volksbefragung starten: Mit der Frage, ob man weiter Geld verschenken oder verbrennen soll, oder ob man das Geld nicht für andere Sachen gebrauchen könnte. Meine Beichte ist, dass mir die Griechen zwar leidtun, aber ich nicht mehr auch nur einen Euro hergeben würde, wenn sich nicht maßgebliche Sachen ändern.

Beichthaus.com Beichte #00036116 vom 08.07.2015 um 10:09:08 Uhr (11 Kommentare).

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Die Miete ist wichtiger als Nahrungsmittel

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Verzweiflung Ungerechtigkeit Ignoranz Gesundheit

Die Miete ist wichtiger als Nahrungsmittel
Ich verhungere. Seit ich 15 bin, kämpfe ich um einen Ausbildungsplatz. Jetzt, mit 20 Jahren, habe ich einen gefunden. Während meine gesamte Ausbildungsvergütung und mehr für Miete, Auto und Sprit ausgegeben wird, kann ich ab Mitte des Monats nichts mehr essen. Während sich andere in der Pause ihre fetten Bäuche vollschlagen, sitze ich da - mit Nichts. Ich arbeite jeden Samstag und mache Überstunden - damit ich allen finanziellen Verpflichtungen nachgehen kann, aber trotzdem reicht es hinten und vorne nicht. Nur die wichtigste Verpflichtung bleibt auf der Strecke: Meinen Körper gesund zu halten. Man merkt die Auswirkungen: 10 Kilo abgenommen, Schwäche- und Zitteranfälle. Wie soll das zwei Jahre noch weitergehen? Ich habe das Gefühl, in den zwei Jahren werde ich sterben. Ich beichte, meine Miete und allen anderen Verpflichtungen für Wichtiger zu halten als meinen Körper. Doch bezahle ich keine Miete, werde ich rausgeschmissen, bezahle ich meine Raten für das Auto nicht, nimmt man mir das Auto weg. Das bedeutet, ich kann nicht mehr arbeiten, der Traum einer guten Ausbildung wird vernichtet. Mein Körper ist festgewachsen, der kann mir nicht weggenommen werden. Ich bitte nicht um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00036101 vom 06.07.2015 um 16:46:49 Uhr (36 Kommentare).

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“Folge

Es geht doch auch ohne Arbeit!

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Lügen Stolz Ungerechtigkeit

Ich (m/32) habe mir vor sechs Jahren gedacht, ein Studium ist heute absolut notwendig, um einen guten Job zu bekommen. Ich hatte zwar eine Ausbildung aber keine Studienberechtigung. Also habe ich das Fachabi gemacht und dann BWL studiert. Jetzt suche ich schon seit einem Jahr einen Job im Rhein-Main-Gebiet. Nach über 100 Bewerbungen und einigen, leider erfolglosen, Vorstellungsgesprächen zweifele ich auch langsam an mir. Fakt ist: Ich will arbeiten, etwas aufbauen, gestalten, meine Fähigkeiten einsetzen, auf eigenen Beinen stehen, eine Familie gründen, mir etwas gönnen können. Wieso ist es heutzutage so schwer, einen Fuß in ein Unternehmen zu bekommen?


Ich beichte, dass ich mittlerweile keinen Bock mehr habe, mich noch weiter zu bewerben. Ich habe seit 2014 einen fünfstelligen Betrag in Aktien investiert und diesen gut vermehrt. Wieso arbeiten, wenn es auch ohne geht?! Ich weiß, ziemlich asoziale Einstellung, aber immerhin brauche ich kein Hartz IV und liege dem Staat auf der Tasche. Ist auch ziemlich schwer, meiner Familie und Freunden zu erklären, was ich momentan mache. Alle anderen arbeiten Vollzeit oder studieren und ich sitze in meiner Wohnung und kaufe und verkaufe unregelmäßig Aktien, Fonds, Optionen und Ähnliches. Ich lese mir Wirtschaftsmagazine durch. Ansonsten mache ich nur das, was mir gefällt. Gehe raus, mache Sport, gehe mittags essen. Irgendwie gefällt mir das alles aber nicht. Ich möchte auch Teil der Arbeitswelt sein. Wertschätzung erfahren, eigene Ideen umsetzen, neue Leute kennenlernen, ein Netzwerk aufbauen. Es fehlt mir einfach, gebraucht zu werden.

Beichthaus.com Beichte #00036100 vom 06.07.2015 um 14:39:18 Uhr (17 Kommentare).

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Das Leben in einer arabischen Großfamilie

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Hass Ungerechtigkeit Dummheit Verzweiflung

Ich (m/23) habe jeglichen Kontakt zu meinen Eltern und deren Milieu abgebrochen. Ein paar Infos dazu: Meine Eltern leben hier mit anderen Familien seit Generationen und sprechen nur gebrochenes Deutsch. Oft kommen die Kinder in den Kindergarten und können vor dem Eintritt […]
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Beichthaus.com Beichte #00036096 vom 05.07.2015 um 13:43:19 Uhr (17 Kommentare).

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“Beichte

Depressionen und Burn-out

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Zorn Ungerechtigkeit Falschheit Feigheit Kollegen

Meine Kollegin hat seit acht Monaten Burn-out und daraus resultierende Depressionen und ist seither krankgeschrieben. Sie kann nicht arbeiten, nicht einmal für eine Stunde pro Woche. Natürlich haben die andere Kollegin und ich jetzt die doppelte Belastung. Ich habe ihre Krankheit nie infrage gestellt, obwohl wir seinerzeit überhaupt keine stressige Situation hatten, aber vielleicht ist sie ja viel labiler als andere, und als ich sie letztens auf einem Stadelfest sah, dachte ich mir auch nichts weiter. Jemand mit Depressionen muss ja auch mal unter Leute, sonst ändert sich das nie.


Aber jetzt habe ich sie an darauf folgenden Sonntag wieder auf einer Feier gesichtet und am nächsten Dienstag am Abend mit einer Freundin im Biergarten! Wir sind eine kleine Stadt, da begegnet man sich öfter. Aber da begann es, mich doch zu wurmen. Keine Stunde arbeiten können und dann im Abstand von zwei Tagen unterwegs sein? Und sie wirkte fröhlich! Ich nehme ihr die Depression nicht mehr ab. Die möchte Geld für Nichtstun, und je mehr ich darüber nachdenke, denke ich auch, dass sie eine große Schauspielerin ist, denn vor sieben Jahren ist ihre Mutter gestorben und sie sagte damals selbst, dass sie das nicht so betrifft, weil sie mit ihrer Mutter fast keinen Kontakt hatte. Doch jedes Mal, wenn sie seither etwas in der Arbeit nicht machen wollte oder Ähnliches heulte sie quasi auf Knopfdruck, dass sie ja die Sache mit ihrer Mutter nicht verarbeitet hätte. Das wird mir erst jetzt so richtig klar.


Ich beichte, dass ich mich trotzdem nicht trauen werde, etwas zu unternehmen, und sie nicht ansprechen will, einfach nur, weil ich zu feige bin! Es geht mir nicht einmal um diese Person selbst, ich akzeptiere, dass es sie gibt, aber mehr auch nicht, sie ist mir schlichtweg eigentlich egal. Aber ich will keine Buhfrau sein. Ich weiß nicht, wie ich sie ansprechen soll, was ich sagen soll. Daher nehme ich weiter in Kauf, dass ich oder meine Kollegin vielleicht selbst mal ein Burn-out haben, vor lauter Stress.

Beichthaus.com Beichte #00036092 vom 04.07.2015 um 23:14:34 Uhr (18 Kommentare).

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