Hilfe, mein Bruder ist psychisch labil!

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Zorn Lügen Selbstsucht Familie

Ich möchte beichten, dass ich egoistisch bin. Ich habe einen Bruder - wir sind beide in den Zwanzigern, ich bin jedoch etwas älter als er. Es geht ihm psychisch sehr schlecht, er hat Drogen genommen, jetzt angeblich aber damit aufgehört und ist total auf Entzug. Wir hatten beide keine leichte Kindheit und leider meistens keinen guten Draht zueinander. Ständig macht er unserer Mutter und unserem Stiefvater Vorwürfe, dass sie ihm das Leben kaputtgemacht haben, dass meine Mutter ihn nie geliebt hat, und was er nicht alles erlitten hat. Er schafft es nicht zu arbeiten, geschweige denn erwachsen zu handeln oder auf seine Wohnung zu achten. Er tut mir wirklich leid, er ist echt ein psychisches Wrack. Nun haben meine Mutter und mein Stiefvater schon Abstand von ihm genommen und wollen wenig mit ihm zu tun haben, weil er ihnen das Leben zur Hölle macht - mit Vorwürfen, hundert Entschuldigungen und dann wieder neuen Vorwürfen. Sie haben so viel für ihn getan und sind sicher nicht perfekt, aber er stößt sie mit seinem Verhalten einfach immer wieder extrem von sich.


Sicher, meine Mutter war keine gute Mutter, als wir Kinder waren, aber sie war so hilflos, so einsam, verzweifelt und psychisch nicht stabil. Aber es tut ihr schon seit Langem leid und ich habe ihr ehrlich verziehen und wir verstehen uns mittlerweile ganz gut. Nun kommt mein Bruder bei ihnen eben nicht mehr weiter, weil er alles verlangt und dann wieder blockiert, streitet und sogar eifersüchtig ist auf meinen kleinen Sohn, wenn er bei unserer Mutter ist und sie auf meinen Sohn aufpasst. Jetzt versucht mein Bruder mich da mit reinzuziehen, indem er mich oft verzweifelt und total wirr anruft, ich solle ihm helfen, es geht ihm schließlich schlecht. Ich soll zu ihm kommen, ich soll ihn rausholen, woraus auch immer, und so weiter. Ich habe ihm geraten in Therapie zu gehen, sich Hilfe zu holen oder sich in eine Psychiatrie einweisen zu lassen, weil es so nicht mehr weitergeht. Aber eigentlich will ich damit nichts zu tun haben. Ich habe meine eigene Familie und für mich war auch niemand da, als es mir schlecht ging. Ich will, dass es ihm besser geht, klar, aber soll ich dafür hüpfen und springen und machen und tun? Nein, ich bin nicht der Therapeut oder die Lebensberatung, die er braucht. Es tut mir so leid, dass er sich jetzt auch von mir im Stich gelassen fühlt, weil ich bei seinem letzten Anruf nicht abgehoben habe, aber ich kann und will ihn nicht in mein Leben lassen. Bitte vergebt mir meinen Egoismus und die Wut, die mich überkommt, wenn ich daran denke, dass ausgerechnet ich ihm jetzt helfen soll. Es tut mir wirklich leid.

Beichthaus.com Beichte #00035135 vom 23.02.2015 um 17:46:34 Uhr (13 Kommentare).

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Heimlicher Alkoholiker

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Trunksucht Falschheit Verzweiflung Lügen Lichtenstein

Ich (m/Anfang 30) beichte hiermit, dass ich in der Öffentlichkeit oder beim Weggehen mit Freunden immer nur Wasser oder Cola trinke, aber nie Alkohol - und wenn mich jemand fragt, sage ich, ich sei seit sieben Jahren trockener Alkoholiker. Allerdings stimmt davon nur das letzte Wort, denn in Wirklichkeit bin ich schwerst abhängig, trinke jedoch nur alleine zu Hause, da ich weder andere mit meiner besoffenen Anwesenheit belästigen will, noch andere Betrunkene ertragen kann. Allerdings neige ich dann dazu, alte Bekanntschaften, Ex-Freundinnen und entfernte Verwandte anzuschreiben, was ich nächsten Tages meistens bereue, aber ich bekomme eh meistens keine Antwort oder wenn, dann kurz und abweisend, die Leute merken wohl, was dann mit mir los ist. Außerdem drehe ich oftmals die Musik zu laut, da ich im Suff eine Art Schwerhörigkeit an den Tag zu legen scheine.


Ich war inzwischen auch schon mehrfach in einer anderen Stadt zum Entgiften, damit man mich nicht erkennt, aber ich fange nach spätestens einer Woche wieder an zu trinken. Bier, Wein, Sekt, alles was ich in die Hände kriege, und möglichst billig. Nur Schnäpse und Liköre vertrage ich nicht und es schmeckt mir auch beides nicht. Mir ist bewusst, dass ich alkoholkrank bin, aber außer einem guten Freund weiß es niemand. Nicht einmal meine Familie. Und Selbsthilfegruppen sind leider gar nichts für mich, ich habe es bei den vier oder fünf bekanntesten Gruppen allesamt versucht, auch im weiteren Umkreis, weil ich mich schäme, aber es hat nichts gebracht, da ich mir selbst schon vorher eingestehen konnte, ein Säufer zu sein. Allerdings werden es bald alle erfahren, denn ich habe mich für eine Langzeitentgiftung mit anschließender Reha beworben und wurde für Anfang April auch angenommen, komme dort aber erst Ende Mai wieder raus.


Und eine acht-wöchige Abwesenheit lässt sich anders kaum erklären, solange macht niemand Urlaub, der in einem normalen Angestelltenverhältnis arbeitet. Dort bin ich angeblich wegen Burn-out ab da abgemeldet. Eine andere Krankheit will ich wegen der falschen Sorgen nicht vorschieben, und ein angeblicher Knastaufenthalt, was ich auch schon überlegt habe, ist eher rufschädigend. Trotz aller Ängste freue ich mich aber darauf, denn ich hoffe sehr, danach wieder ein normales gesellschaftliches Leben aufbauen zu können, auch wenn es sicher nicht leicht wird. Aber es muss einfach sein, denn bei meinem Konsumverhalten habe ich sonst laut Ärzten in der Entgiftungsklinik in fünf bis acht Jahren meine Leber ganz zerstört.

Beichthaus.com Beichte #00035124 vom 21.02.2015 um 15:09:34 Uhr in Lichtenstein (6 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Seuchentrank auf Klassenfahrt

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Ekel Maßlosigkeit Urlaub Schamlosigkeit

Meine beichtenswerte Geschichte ist ziemlich genau 15 Jahre her und entspringt einer ziemlich wilden Schwärmerei meiner besten Freundin für einen unserer Lehrer. Ich konnte nie verstehen, warum sie ausgerechnet auf ihn stand. Er war ein alternder Vorstadtcasanova, zwar noch ganz hübsch im Gesicht, aber er hatte schon einen ordentlichen Plautzenansatz und bekam langsam aber sicher Falten und ein Doppelkinn. Meine beste Freundin schien das alles nicht zu stören. Sie war echt übel verknallt und ließ sich auch nicht durch seine ständigen Machosprüche und sein generell ziemlich unsympathisches und großspuriges Gehabe davon abbringen. Unter den anderen Lehrern hatte er ebenfalls nicht den allerbesten Ruf, da er schon einmal versetzt worden war, weil er einer Schülerin vor der ganzen Klasse an den Hintern gefasst hatte, außerdem war er im Lehrerkollegium wohl auch hinter jedem halbwegs ansehnlichen Rock her. Meine beste Freundin, damals in der Blüte ihrer Schönheit - große, feste Brüste, knackiger Po, schmale Taille, lange Beine, verführerische Lippen, wallendes, blondes Haar - tat alles, um seine Aufmerksamkeit auf sie zu lenken. Das gelang ihr natürlich auch ziemlich gut, wie man sich wohl ohne Weiteres denken kann.

In seinem Unterricht saßen wir ganz vorn. Ihre Bluse war immer noch einen Knopf offener als sonst, ihre Lippen immer noch eine Spur roter und ihr Blick klebte hartnäckig an ihm wie Kaugummi an der Schuhsohle, während er nur Augen für ihr freizügiges Dekolleté hatte. Natürlich fiel das auch der restlichen Klasse auf und Gerüchte begannen, ihre verderblichen Runden zu ziehen. Als sie erfuhr, dass er als Betreuer mit uns zur Abschlussfahrt der zwölften Klasse mitkommen sollte, war sie total aus dem Häuschen und schmiedete wahnwitzige Pläne, wie sie ihn ins Bett bekam. Auf meine Einwände hörte sie nicht, stattdessen kaufte sie sich Dessous, die selbst einer Prostituierten die Schamesröte ins Gesicht getrieben hätten. Schließlich war es so weit. Die Abschlussfahrt stand an, und meine beste Freundin hatte sich aufgetakelt als ginge sie ins Bahnhofsviertel arbeiten: High Heels, Mini, ein Top, das mehr zeigte als es verbarg. Unserem Casanova-Lehrer fielen fast die Augen heraus, genau wie dem Rest der Jungs aus der Stufe. Auf der Busfahrt erzählte sie mir haarklein von ihrem Plan: Sie wollte so tun, als habe sie sich bei irgendeiner Aktivität verletzt, würde ihn fragen, ob er ihr helfen könne und ihn dann, wenn er nachsehen würde, wie schlimm es war, verführen. Sie hatte das alles detailliert geplant und war sich sicher, dass dieser Plan funktionieren würde. Leider sah ich das genauso. Mir war klar, dass ich etwas unternehmen musste, um sie von ihrem wahnwitzigen Vorhaben abzubringen.

Alles Reden half aber nichts. Sie dachte weder an seine Frau, noch an seine Kinder, noch an ihr eigenes Abitur - und auch nicht an den Ruf, den sie weghatte, wenn die Nummer herauskam. In meiner Not fiel mir nichts Besseres ein, als in die Apotheke zu gehen und Abführmittel zu besorgen, das ich in ihre Trinkflasche füllen würde. Ich wusste, sie hasste nichts auf der Welt so sehr wie Durchfall und würde quasi schlagartig, schon aus Hygienegründen, ihre Pläne fallen lassen. Ich kippte also nach unserer Ankunft in einer unbemerkten Minute das Zeugs in ihre bereits etwas angetrunkene 1,5 Liter Flasche mit Cola drin. Dummerweise achtete ich nicht auf die korrekte Dosierung, da es schnell gehen musste. Kurz darauf nahm sie auch, wie geplant, einen ordentlichen Zug des teuflischen Druckstuhlgemisches. Einer der Jungs sah das und fragte, ob er auch was abbekam. Nun gut, Kollateralschäden musste man wohl in Kauf nehmen, dachte ich. Dummerweise war er nicht der Einzige, der auf die Idee kam, etwas davon zu wollen und so beobachtete ich mit wachsendem Entsetzen im Laufe der nächsten zehn Minuten, wie sich mehrere Schüler die Flasche griffen und daraus tranken. Meine beste Freundin klärte mich danach noch auf, dass das Zeugs zu gut der Hälfte aus Jägermeister bestand, was alle anderen wohl gewusst hatten, mir aber bis dato unklar gewesen war. Sie bot mir einen Schluck an und ich lehnte aus einem hanebüchenen Grund ab.

Ich begann jedoch genauso zu schwitzen, wie meine beste Freundin und die anderen, als das Gebräu seine tückische Wirkung in deren Eingeweiden zu entfalten begann. Bald bewegte sich der Erste zügig zur Toilette, wo er im weiteren Verlauf des Abends auch bleiben sollte. Keiner der anderen hielt es danach länger als zehn Minuten aus. Das braune Fiasko bahnte sich unerbittlich seinen Weg. Die Geräusche und Dämpfe, die aus den Toiletten drangen, spotteten jeglicher Beschreibung. Ich ließ die Flasche in der Zwischenzeit unauffällig verschwinden. Meine beste Freundin kam im Halbstundentakt totenbleich und vollkommen verschwitzt von der Toilette, trank eine komplette Flasche Wasser leer und verschwand danach wortlos wieder auf den Topf. Unsere beiden Betreuer, also Mr. Casanova und zwei weitere Lehrer, beschlossen im Laufe des Abends die Kursfahrt abzubrechen, da die mysteriöse Seuche insgesamt acht Schüler befallen hatte und weitere Schüler urplötzlich kränkelten. Ich vermute dahinter teilweise Hysterie, denn so viele Leute hatten gar nichts von dem perfiden Seuchentrank abbekommen.

Meine beste Freundin und besagter Casanovalehrer haben es dann übrigens doch noch getrieben - und zwar auf dem Abiball in einer Abstellkammer. Es war wohl echt mies, daher verflüchtigte sich ihr Interesse an ihm danach glücklicherweise recht schnell. Bis heute weiß allerdings keiner, was es mit dem Abbruch der Kursfahrt wirklich auf sich hatte und niemand hat jemals die Verbindung zu mir, respektive der Flasche Jäger-Cola hergestellt. Einzig meiner besten Freundin habe ich die Story mal im Suff erzählt und sie hat es mit einigem Humor genommen. Heute ist mir echt klar, dass ich verdammtes Glück hatte, die Sache hätte auch mit einer Klage wegen Körperverletzung enden können.

Beichthaus.com Beichte #00035122 vom 20.02.2015 um 15:43:57 Uhr (6 Kommentare).

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Angst vor der perfekten Frau

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Feigheit Begehrlichkeit

Ich habe eine tolle Frau kennengelernt. Sie ist in mich verschossen, will ständig Sex mit mir und unbedingt eine Beziehung. Ich erzähle ihr, dass meine Gefühle nicht ausreichen würden. In Wirklichkeit habe ich aber Angst, dass sie irgendwann erkennt, dass sie viel zu attraktiv für mich ist und mich verlässt. Das darf sie niemals erfahren. Mittlerweile versuche ich deshalb sogar, dem hervorragenden Sex mit ihr aus dem Weg zu gehen. Es tut mir sehr leid, da sie auch ein toller Mensch ist und wir uns super verstehen.

Beichthaus.com Beichte #00035121 vom 20.02.2015 um 14:46:27 Uhr (14 Kommentare).

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Japanische Küche

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Lügen Falschheit Ernährung

Mein Freund hasst Asiaten, weil ich mal mit einem zusammen war und ich eigentlich auch immer Feuer und Flamme für die japanische Kultur war - vor allem was das Essen betrifft. Jetzt verbietet mir mein Freund alles, was mit Asien zu tun hat, auch das Kochen, weil er ja denkt, dass ich voll auf Asiaten stehe, was aber nicht stimmt. Klar können manche süß aussehen aber trotzdem: Ich liebe ja nur ihn und ich will auch nur ihn. Ich beichte deshalb, dass ich immer japanisches Essen koche und er das nicht mal weiß! Immer, wenn er davon isst und er meine Kochkünste lobt, muss ich grinsen, denn wenn er gewusst hätte, aus welchem Land dieses Rezept stammt, dann würde er es nicht mal mit der Gabelspitze anfassen. Ich sage dann meistens so etwas wie: "Ja ich habe das erfunden, weil ich gedacht habe, das passt gut zusammen", oder "Ich habe verschiedene Rezepte vermischt, die gut zusammenpassen." Sorry Schatz, dass ich dich anlüge, aber sonst würdest du es ja nicht essen!

Beichthaus.com Beichte #00035120 vom 20.02.2015 um 11:35:25 Uhr (13 Kommentare).

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