Betrunken beim Cannstatter Wasen

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Ekel Maßlosigkeit Trunksucht Stuttgart

Ich ging mit ein paar Freunden an den Cannstatter Wasen. Wir tranken bei einem Kollegen in Stuttgart etwas vor, ich rauchte noch ein, zwei Joints und gegen den frühen Mittag machten wir uns auf den Weg. Dort angekommen verlief alles recht normal. Wir tranken, feierten und hatten unseren Spaß. Nach gefühlten 100 Maß habe ich mich kurz abgemeldet und bin auf die Toilette. Leider kam ich nicht mehr zurück. Ich wusste nicht mehr, in welchem Zelt meine Freunde waren, der Akku meines Handys war leer und wo mein Kollege genau wohnte, wusste ich auch nicht mehr. Ab diesem Zeitpunkt habe ich einen kompletten Filmriss.


Ich wachte am nächsten Tag auf. Das Erste, was ich sah, war meine vollgekotzte Lederhose. Ich saß in einem Auto. Neben mir war ebenso alles vollgekotzt: Schaltknüppel, Beifahrersitz, Handbremse, Lenkrad. Ich landete in einem Dörfchen namens Vaihingen - 20 Kilometer von Bad Cannstatt entfernt. Das bekam ich heraus, nachdem ich eine Bushaltestelle gefunden hatte. Wie ich da hinkam und wieso ich mitten in einem kleinen Wohngebiet in einem wildfremden Auto aufgewacht bin, kann ich mir bis heute nicht erklären. Sollte dies der Besitzer des Autos lesen: Es tut mir unendlich leid!

Beichthaus.com Beichte #00037064 vom 19.11.2015 um 11:26:36 Uhr in 70372 Stuttgart (Mercedesstraße) (11 Kommentare).

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Vernarbte Arme im Bus

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Aggression Zorn Vandalismus Bahn & Co.

Ich bin gestern mit dem Bus gefahren und hinter mir, in der letzten Reihe, saßen drei Jungs, ich schätze um die 15-16 Jahre alt. Da es mir sehr warm wurde, habe ich die Ärmel meiner Jacke etwas hochgekrempelt. An dieser Stelle muss ich dazu sagen, dass ich in meiner frühen Jugend massive Probleme mit dem hatte, was man heute "ritzen" nennt. Folglich sind dort noch einige mehr oder weniger auffällige Narben zu erkennen. Darauf sind die Jungs hinter mir dann auch aufmerksam geworden und begannen erst zu tuscheln, dann laut zu lachen. Da ich mit solch einem Verhalten schon oftmals konfrontiert wurde, ließ ich es so stehen und ignorierte die Bande. Meine Zielhaltestelle war ohnehin nicht mehr weit entfernt.


Als ich aber dann das typische Smartphone-Kamerageräusch und danach gleich "Lad Facebook hoch Junge" hörte, ist mir der Kragen geplatzt. Bin aufgestanden, nach hinten, habe dem Bengel sein Handy aus der Hand gerissen und habe zuerst vor seinen Augen den Akku rausgeholt und bin draufgetreten, der Rest flog dann aus dem Fenster. Die Gesichter hättet ihr mal sehen sollen! Es gab mir Genugtuung, aber trotzdem bereue ich das. Ich hätte eindeutig mit mehr Hirn und weniger Impulsivität handeln sollen, dann hätten die Burschen eventuell auch noch ihre Lektion daraus ziehen können. Naja, vielleicht haben wir ja alle was draus gelernt.

Beichthaus.com Beichte #00036796 vom 08.10.2015 um 19:05:00 Uhr (40 Kommentare).

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“35.000

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Frauen mit Haarausfall

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Ungerechtigkeit Eitelkeit Engherzigkeit

Mir (m/26) sind schon in den frühen Jahren die Haare ausgefallen. Für viele mag das jetzt wieder eine Lappalie sein, aber mir hat das so zugesetzt, dass ich depressiv wurde. Bis heute bin ich nicht glücklich. Ja, ich weiß: Es gibt Schlimmeres. Aber jeder hat andere Prioritäten. Könnte ich einen Arm gegen Haarwuchs tauschen, ich würde es tun. Meine Beichte ist jedenfalls Folgendes: Seit ein paar Jahren werden die Betroffenen von Haarausfall immer jünger.
Auch trifft es mittlerweile sogar recht viele junge Frauen. Ich erzähle keinen Scheiß, seht euch einfach mal um, wenn ihr unterwegs seid. Mittlerweile sind ja in jedem Werbeblock mehrere Produkte zu sehen, die angeblich helfen. Kauft den Scheiß bloß nicht! Ich will auch keinen auf Verschwörungstheoretiker machen, aber das passt mir alles etwas zu gut zusammen. Vor 20 Jahren war das Problem auf keinen Fall so immens und weit verbreitet. Was ich genau beichte, ist allerdings, dass ich mich schon fast etwas freue, wenn ich auf der Straße wieder eine junge Frau sehe, die das typische Haarausfall-Muster hat. Männer sollen ja damit klarkommen, aber bei Frauen zeigen alle Verständnis. Transsexualität ist okay, Geschlechtsumwandlungen von Mann zu Frau ebenfalls akzeptiert - aber wenn jemand einfach nur seine verdammten Haare behalten will, ist man ein Witz für alle. Es tut mir jedenfalls leid, dass ich mich über meine neu gewonnenen Leidensgenossen freue.

Beichthaus.com Beichte #00036662 vom 18.09.2015 um 13:53:38 Uhr (16 Kommentare).

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Liebe ist genug

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Dummheit Liebe

Mein Lebensmotto ist, dass Liebe genug ist. Hat man die, braucht man nichts. Natürlich braucht man in der heutigen Zeit massig Geld, aber Geld kann nichts. Geld ist Grund für Kriege und Völkermord. Man möge sich bitte vorstellen, dass man morgens an einem fremden Ort aufwacht, von dem man nie wieder weg kann. Außer die Personen, die man liebt (Partner, Kind, Bruder, Freunde etc.), ist niemand da. Das Leben kann schlecht und schwer sein, aber mit Liebe an der Seite ist es nur halb so schlimm. Viele halten mich für eine Träumerin, die noch nicht in der harten Welt angekommen ist, aber ich bewahre mir bewusst diese Naivität. Ich hatte nicht immer viel zu lachen und weiß sehr gut, was Liebe kann. Oberflächliche Menschen, die den Blick für das Wesentliche verloren haben, können doch nicht die Zukunft sein. Woher nehmen sie Kraft und ruhen sich aus, wenn sie ignorant durch das Leben hasten?

Beichthaus.com Beichte #00036573 vom 06.09.2015 um 21:00:48 Uhr (14 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Unsterbliche 18-Jährige hinterm Steuer

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Trunksucht Waghalsigkeit Fremdgehen Auto & Co. Last Night

Ich (m/22) muss eine große Dummheit beichten. In meiner Abizeit gab es diverse Vorabipartys. Der feuchtfröhliche Abend in einer Diskothek in der Innenstadt war in zweierlei Hinsicht sündhaft. Grund war der Alkohol. Wir waren alle ziemlich gut dabei und haben uns die Füße wund getanzt. Die erste Verfehlung beging ich dann mit einer Unbekannten. Die Erinnerungen sind etwas lückenhaft, aber ich kann mich noch dran erinnern, wie ich erst mit besagtem Mädchen tanzte, und wir uns dann irgendwann lange und heftig geküsst haben. So heftig, dass ich am nächsten Tag von Schulfreunden mit einem verschmitzten Grinsen drauf angesprochen wurde. Was ist daran jetzt verwerflich? Ich hatte zu dem Zeitpunkt eine Freundin, der ich nie was davon erzählt habe. Wir sind auch nicht mehr zusammen, aber nicht deswegen.


Im Rückblick viel schlimmer war allerdings das, was dann folgte. Durch das Tanzen hat der Alkohol mich fast von den Socken gehauen. Muttersprache und ein sicherer Gang hatten sich verabschiedet und so torkelte ich aus der Disco zu meinem Auto. Ich dachte, ich kann mich ein bisschen auf der Rückbank ausruhen und dann mit dem Bus nach Hause fahren.
Im Auto angekommen dachte ich dann aber an den tollen Berg, der meine Wohnung von der Bushaltestelle trennt, und dass ich mir das alles sparen kann, wenn ich einfach schnell nach Hause fahre. Nun ja, voll wie ein Rathaus bin ich dann 20 Minuten mit dem Auto nach Hause gefahren. Ich fühlte mich relativ klar, aber das kennt sicher jeder. Ich bin auch keine Schlangenlinien gefahren oder musste auch nicht im Schneckentempo fahren, um die Straße zu erkennen. Es war total bescheuert, da ich nicht nur mich, sondern auch andere gefährdet habe. In dem Moment habe ich da aber nicht viel drüber nachgedacht. Als 18-Jähriger fühlt man sich sowieso unsterblich und ich zähle diesen zweifellos schwärzesten Tag in Bezug auf Unsinn zum jugendlichen Leichtsinn. Die wohl größte Verfehlung meines Lebens. Und das auch noch aus purer Faulheit. Ich bin seitdem nur nüchtern am Steuer gewesen und nehme ein Taxi, wenn ich etwas getrunken habe.

Beichthaus.com Beichte #00036504 vom 30.08.2015 um 15:49:14 Uhr (2 Kommentare).

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