Arbeit wird absolut überbewertet!

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Trägheit Ungerechtigkeit Boshaftigkeit Arbeit

Ich (m/28) wurde von meinen Eltern so erzogen, dass Arbeit keine Schande ist und dass man diese auch immer gut und pflichtbewusst ausführen soll. Also habe ich auch voller Elan studiert, mein Studium gut abgeschlossen und arbeite nun seit zwei Jahren in meinem Beruf. Je länger ich dabei bin, umso mehr merke ich jedoch, dass ich eigentlich blöd bin. Hat man etwas erledigt, kommt der Vorgesetzte und lädt einem die nächste Ladung auf den Tisch. Obwohl mir der Job Spaß macht, sehe ich immer weniger Sinn, mich bei meiner Arbeit richtig anzustrengen und mache daher nur das Nötigste. Das, was ich eben machen muss, damit es noch läuft, ohne mir dabei ein Bein auszureißen. Das hat auch nichts mit Burn-out zu tun. Ich habe kein Burn-out. Ich bin einfach nur wahnsinnig angepisst davon, jeden Tag 100 Prozent geben zu müssen. Die Arbeit funktioniert auch, wenn ich nur 70 Prozent gebe. Andere in meinem Ort leben von Sozialhilfe, sind kerngesund, fahren ein größeres Auto als ich und arbeiten überhaupt nichts, obwohl sie dazu eindeutig in der Lage wären. Ich Idiot stehe jeden Tag um 5:30 Uhr auf und gehe arbeiten, betriebsbedingt an manchen Tagen auch bis spät abends. Während ich durch die Firma flitze, liegen andere im Schwimmbad. Dank für meinen Einsatz bekomme ich kaum, weil es ja mehr oder weniger selbstverständlich ist, dass man seine Arbeit peinlich genau erledigt.


Doch damit ist seit geraumer Zeit Schluss. Ich gönne mir nun vielmehr Freizeit als vorher, nehme mir kaum Arbeit mit nach Hause und räume nicht mal mehr meine Aktentasche auf. Ich nehme sie morgens so mit, wie ich sie abends hingestellt habe. Inzwischen fliegen irgendwelche Blätter und Notizen darin rum, die ich schon lange nicht mehr brauche. Zehn Minuten lang die Aktentasche aufzuräumen ist mir aber zu viel Arbeit. Ich habe es so satt, immer hart für andere arbeiten zu müssen und so zu tun, als hätte ich da so wahnsinnig Bock drauf. Dann sieht die Tasche halt aus wie Sau. Merkt ja keiner und mir ist es egal. Ich werde wohl in Zukunft meine Anforderungen noch weiter herunterschrauben und am unteren Limit arbeiten. Wenn ich heute sterbe, bin ich morgen in der Firma vergessen. Warum soll ich mich zu Tode arbeiten, wenn am Ende ein Blumenkranz auf meinem Grab liegt, mit der Inschrift "Wir trauern um unseren Mitarbeiter." Am Arsch ihr Vollhonks! Ich genieße mein Leben und halte den Ball flach. Arbeit wird absolut überbewertet!

Beichthaus.com Beichte #00035223 vom 09.03.2015 um 16:48:28 Uhr (8 Kommentare).

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Wie das Leben spielt...

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Neid Falschheit Morallosigkeit Lüneburg

Ich (w/29) habe vor zehn Jahren, zugegeben sehr überstürzt, meinen Mann geheiratet. Der Hauptgrund war eigentlich, dass wir gegen unsere Eltern rebellieren wollten. Denn sie hielten nichts von unserer Beziehung. Wir zogen damals dann in eine kleine Wohnung, ich hatte gerade mein Abitur gemacht und fing ein FSJ an, er war da schon ausgelernter Bürokaufmann und arbeitete in Festanstellung. Aber unsere Ehe ist gar nicht das Thema dieser Beichte, viel mehr unsere Freunde. Nach dem FSJ studierte ich, entsprechend war es finanziell immer sehr eng bei uns. Wir waren bald als das arme Ehepaar verrufen, die nie in Urlaub fuhren und vielleicht ein, zwei Mal im Monat mit auf Partys kamen, dann aber auch nur zusammen an einem Cocktail schlürften. Und natürlich waren wir beide etwas neidisch, wenn wieder Urlaubsbilder von Malle oder New York rumgezeigt wurden. Dazu muss man sagen, dass die meisten Freunde von uns noch bei Mama wohnten. Nach fünf Jahren wirklich harter Arbeit, war ich dann fertig mit meinem Studium und Referendariat und kam bei einer Privatschule unter, mit entsprechendem Verdienst.

Etwa Mitte meines Studiums kam unser Freundeskreis auf die grandiose Idee, endlich mal zu Hause auszuziehen. Dazu muss ich sagen, dass ich von einem Kern von 3-4 Leuten spreche, die die besten Freunde meines Mannes waren, seit der Kindheit. Sie waren alle in befristeten Verhältnissen und zwei noch in der Ausbildung, zwei brachten noch ihre Freundin mit und sie mieteten sich in ein wirklich schönes Loft ein. Sie fragten uns auch, ob wir nicht Bock darauf hätten, aber ich brauchte meine Ruhe. Ich nahm mein Studium sehr ernst und wollte meinem Ehemann nicht unnötig lang auf der Tasche liegen. Aber trotzdem kamen wir regelmäßig vorbei und feierten dort auch so manche Party mit. Nach zwei Monaten ging dann der Streit los. Keiner wollte sich an den Putzdienst halten, es verschwanden Sachen und auch viele der neuen Möbel waren nach kurzer Zeit ganz schön ramponiert, was nicht zum Frieden beisteuerte. Bald hatten wir regelmäßig jemanden bei uns sitzen, der sich bei meinem Mann auskotzte.

Der Höhepunkt kam aber erst ein Jahr später, als es eigentlich schon wieder harmonisch geworden war. Einer der Kumpels meines Mannes hatte eine Banklehre gemacht, wurde aber nicht übernommen. Zwar bekam er etwas Arbeitslosengeld, aber nicht genug, um den Anteil seiner Miete zu zahlen und auch die Unterstützung seiner Eltern wurde eingestellt. Also zog er aus. Keine zwei Wochen später trennte sich das eine Pärchen, beide zogen aus und die Miete wurde pro Kopf zu hoch. Wir wurden förmlich angebettelt, einzuziehen, aber für uns war die Miete zu teuer. Und auch die Suche nach neuen Mitbewohnern gestaltete sich als schwierig. Da wir in einer Studentenstadt leben, meldeten sich eben auch nur Studenten und für die war die Miete pro Kopf auch zu hoch. Schließlich kündigte der Hauptmieter, ohne den Anderen etwas zu sagen, den Mietvertrag und stellte sie drei Monate später vor vollendete Tatsachen.

Neben dem Stress der Wohnungssuche kam der Streit über die Gemeinschaftsmöbel hinzu. Die hatten sie grandioserweise zusammengekauft und konnten sich nicht einigen, wem was gehört. Es war wirklich eine turbulente Zeit, auch weil oft versucht wurde, uns auf bestimmte Seiten zu ziehen. Ich versuchte mich zwar rauszuhalten, aber mein Mann litt in der Zeit sehr viel unter dem Streit seiner besten Freunde, sodass ich auch immer mitgerissen wurde. Ich hatte zu der Zeit gerade mein Referendariat angefangen, also eigentlich auch mehr als genug eigenen Stress, versuchte dann aber trotzdem zu schlichten und kam durch Studienkontakte zu einigen WG-Angeboten für die Freunde. Wie gesagt, es war wirklich stressig für mich und ich machte drei Kreuze, als ich meine zweite Prüfung bestand und auch sofort zum neuen Schuljahr eine Anstellung fand.

Es ging also bei uns bergauf, bei unseren Freunden bergab. Ich kann nicht mal mehr sagen, wer von ihnen es war, doch von heute auf Morgen tauchte ein Blog im Internet auf - über die WG. Und es waren echt krasse Dinge darin zu lesen und noch krassere Bilder. Der Link wurde an alle verschickt, Vermieter, Kollegen, Mitbewohner. Wer auch immer es war, er hat also auch sein Leben zerstört. Und hier komme ich zu meiner ersten Beichte: Ich habe es richtig genossen, als ich sah, wie die Freundschaften zerbrachen. Und dafür schäme ich mich sehr, irgendwie waren es ja auch meine Freunde. Aber wir haben uns immer viel Kritik über unseren Lebensstil anhören müssen - früh heiraten, obwohl man kein Geld hat. Ich studiere, arbeite aber nicht nebenbei. Und dann auch noch Grundschullehramt, obwohl es ein Grundschulsterben gibt. Ob ich deswegen so eine Genugtuung empfand, kann ich nicht sagen. Gesprochen habe ich darüber mit niemandem. Meine zweite Beichte ist, dass ich einen dieser Freunde extra sabotiert habe. Sein Neffe sollte unbedingt bei uns auf die Schule gehen, also bat er mich, ein gutes Wort einzulegen. Als Privatschule haben wir strenge Auswahlverfahren und alles wird bei richtigen Konferenzen besprochen. Als es zu seinem Neffen kam, sprach ich mich gegen ihn aus. Ich nannte zwar keinen Grund, aber meist reicht ein Nein aus, damit jemand aussortiert wird. Als die Absage bei seiner Schwester ankam, rief er mich an. Ich sagte, dass ich alles gegeben hätte, er aber nicht unseren Ansprüchen genügt hätte.

Mittlerweile bin ich schwanger und wir sind vor einigen Wochen in ein großes, spießiges Reihenhaus gezogen, allerdings nur zur Miete. Bei dem Umzug waren auch einige dieser Freunde anwesend und sie rissen sich sogar richtig zusammen. Trotzdem merkte man ihnen an, wie neidisch sie sind. Das Krasseste war jedoch, als einer von ihnen fragte, wie ausgerechnet wir uns denn so eine Bude leisten können. Mir fiel wirklich alles aus dem Gesicht, aber auch hier sagte ich, wie viel zu oft schon, nichts. Meine dritte Beichte ist also, dass ich immer noch nicht verstehen kann, wie man so oberflächlich und dabei so blöd - oder eher naiv - sein kann. Und ich verstehe mich selbst nicht, dass ich diese Typen immer noch so in mein Leben lasse, obwohl ich seit meiner Hochzeit nur Frust und Ärger mit ihnen hatte und meinem Mann immer noch nicht gesagt habe, dass es nicht infrage kommt, dass einer dieser Idioten Patenonkel meines Kindes wird.

Beichthaus.com Beichte #00035217 vom 08.03.2015 um 09:57:56 Uhr in Lüneburg (Uelzener Straße) (12 Kommentare).

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Abteilungsleiter mit Plug im Arsch

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Fetisch Schamlosigkeit Arbeit

Abteilungsleiter mit Plug im Arsch
Ich (m/43) habe eine etwas komische Vorliebe. Ich liebe das Gefühl, etwas in meinem Arsch stecken zu haben. Daher trage ich gerne Plugs. Seit ein paar Wochen auch tagsüber bei der Arbeit, was öfter dazu führt, dass ich abgelenkt bin und vor mich hin fantasiere. Aber der Gedanke, dass meine Kollegen mich als schnöden Anzugspießer sehen, während ich vor deren Nase meine Geilheit versteckt auslebe, ist einfach zu geil, um es zu lassen! Ich bitte um Absolution, weil ich meinen Job vernachlässige und mich als Abteilungsleiter nicht gerade reif aufführe.

Beichthaus.com Beichte #00035216 vom 07.03.2015 um 18:05:50 Uhr (18 Kommentare).

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Doping mit Schlafmittel

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Sucht Drogen Maßlosigkeit Rositz

Ich (w/27) beichte, dass ich verschreibungspflichtige Schlafmittel zum Dopen benutze. In einer Packung sind 20 Tabletten. Damit zelebriere ich einen durchgängigen Rausch von 3-5 Tagen. Ich komme dann mit weniger Schlaf aus, kann bis zu 14 Stunden am Tag arbeiten und brauche dann nur 40 Minuten Pause am Tag. 30 Minuten Pflichtpause im Hauptjob und zehn Minuten im Minijob. Gestern war ich erst acht Stunden arbeiten und bin danach direkt zum Minijob und habe da noch eine sechs Stunden Schicht geschoben. Am Donnerstag war ich schwimmen. Ich gehe regelmäßig schwimmen, schaffe aber maximal 1,5 Stunden am Stück. Mit den besagten Schlaftabletten war ich am Donnerstag zwei Stunden am Stück schwimmen und anschließend habe ich noch am einstündigen Aquafitnesskurs teilgenommen, dazu muss ich sagen, dass ich echt nicht fit bin und erst vor Kurzem mit dem Schwimmen angefangen habe. Ich beichte, dass ich dem Gefühl der Superkräfte verfallen bin, weil mir einfach alles superleicht von der Hand geht und ich mich nach dem Rausch fühle, als hätte ich grade erst Urlaub hinter mir und supererholt bin.

Beichthaus.com Beichte #00035213 vom 07.03.2015 um 11:17:15 Uhr in Rositz (16 Kommentare).

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Trinkgeld für Tellertaxis

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Geiz Engherzigkeit Zorn

Ich gebe kein Trinkgeld! Diese bodenlose Frechheit, anzunehmen, dass einem als Servicekraft auch noch Trinkgeld zusteht, stinkt mir gewaltig. Trinkgeld ist dazu da, eine besondere Leistung zu honorieren, wenn die Servicekraft etwas Positives getan hat, was sie nicht hätte tun müssen. Also eine Leistung über das hinaus, was normalerweise nötig ist. Ansonsten ist es ihr Job, mir mein Essen zu bringen und Getränkebestellungen aufzunehmen. Das gehört mit zu den Anforderungen dieses Jobs! Letztens hatte ich eine Bedienung, die den ganzen Abend mürrisch Dienst nach Plan gemacht hat und am Ende auch noch bei der Abrechnung fragte, was mit ihrem Trinkgeld sei. Ich antwortete: "Für was? Für schlechte Laune und lieblosen Service?" Daraufhin keifte sie mir die Ohren voll, dass es Standard sei, dass jeder zahlende Gast Trinkgeld geben muss.


In den Preisen der Getränke sowie Speisen, egal, ob Pizza, Sushi, Döner, Restaurant oder Kneipe, sind die Fixkosten mit dabei. Heißt also, dass in den Listenpreisen die Löhne enthalten sind, ergo ist die Servicekraft nicht auf mein Trinkgeld angewiesen. Wenn ich irgendwo einkaufen gehe, zum Beispiel im Baumarkt, gebe ich dem Kassierer doch auch kein Trinkgeld, nur weil er seinen Job macht. Ich möchte mal die Augen sehen, wenn ich meinem Kunden ein Werkstück abliefere und auf die 300 Euro noch 5 Euro Trinkgeld aufschlage oder verlange. Klar, es mag ein stressiger Job sein, bei dem viele nicht viel verdienen. Aber ihr habt es euch so ausgesucht! Dann geht putzen oder Hunde sitten. Klar ziehe ich mir hier grade den Zorn aller Tellertaxis auf mich, aber egal. Wer Trinkgeld will, muss extra Service liefern und nicht Dienst nach Vorschrift.

Beichthaus.com Beichte #00035212 vom 07.03.2015 um 07:40:26 Uhr (35 Kommentare).

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