Falsche Anschuldigungen

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Lügen Ungerechtigkeit Verzweiflung Schule

Ich (m/56) war über 25 Jahre im Schuldienst, als ich Klassenlehrer einer Mittelstufenklasse wurde. Unterrichtet habe ich Deutsch, Englisch und Politik und hatte dementsprechend viele Stunden zusammen mit der Klasse. Da war dann dieses eine Mädchen, etwas jünger und kleiner als die anderen, noch nicht so weit entwickelt. Sie wurde klar ausgegrenzt und ihre Noten waren jetzt auch nicht die besten. Ich wollte ihr helfen, und als sie mit einer Fünf in Deutsch anscheinend einige Prügel erhielt, gab ich ihr freiwillig zwei Mal in der Woche nach dem Unterricht Nachhilfe. Das war nicht exklusiv für sie, ich bot aus Eigeninitiative für alle Schüler Förderunterricht an, die freiwillig kommen konnten. Auffällig war aber, dass sie auch Förderunterrichtsstunden in Englisch und Politik besuchte, obwohl sie diese nicht nötig hatte. Ich dachte mir nichts dabei - sie wollte wohl einfach nicht nach Hause gehen.

Durch einige Umstände (schwänzende Schüler, kurzfristige Krankmeldungen) kam es dazu, dass wir einige Stunden allein miteinander verbrachten. In diesen Stunden war sie immer extrem aufgeschlossen, ganz anders als sonst und redete viel mit mir. Auch über privates, wie ihre Familienverhältnisse und dass ihr Bruder starb, kurz bevor sie in die Unterstufe auf diese Schule kam. Mir war klar, dass sie sich sehr einsam fühlen musste und dass ich zu dem Zeitpunkt ihre Bezugsperson war. Irgendwann fiel mir dann auf, dass sie anfing, sich zu schminken und frisieren, ihren Kleidungsstil änderte und "reifer" wurde. Ich freute mich, da ich dachte, sie entwickelt sich weiter. Sie kam deswegen auch in der Klasse besser an.

Als ich an einem Tag die Hefte einsammelte, um einen Aufsatz zu korrigieren, fand ich in ihrem Heft kleine Zeichnungen mit Herzchen und meinem Namen. Das alarmierte mich schon leicht. Ich erzählte einer Kollegin davon, weil ich mir nicht sicher war, ob ich das Mädchen darauf ansprechen sollte. Ich kam zum Schluss, dass das wohl zu übertrieben wäre. Wochen später stellte sich diese Annahme als ganz falsch heraus: Zum Valentinstag schenkte sie mir eine Karte. Ich bat sie zum Gespräch und machte ihr eindeutig klar, dass das nicht geht. Sie dachte daraufhin, ich hasse sie, schrie wütend und weinend herum und warf sogar einen Stuhl durch das Klassenzimmer. Sie haute ab und kam drei Tage nicht zum Unterricht.

Danach normalisierte sich alles. Ich war schon erstaunt, da sie sich zwar nicht mehr so vertraut mir gegenüber verhielt, aber auch gar nicht böse oder nachtragend. Eines Nachmittags - ich betreute die Theater AG - war ich noch mit einem Bühnenbild beschäftigt und alleine in der Schule. Sie war da. Sie kam zu mir in den Raum und zog sich langsam aus, während sie mir ihre Liebe gestand und mich bat, ihr Erster zu sein. Ich schob sie raus und informierte den Schulpsychologen, notgedrungen auch ihre Mutter und ihren Vater. Das Mädchen bekam den Ärger ihres Lebens, was mir so extrem leidtat, dass ich mich bei der Mutter erkundigen wollte, wie es ihr ginge. Am Telefon wurde ich plötzlich wüst beschimpft, was ich nicht verstand.

Am nächsten Tag wusste ich auch schon warum: Das Mädchen warf mir Missbrauch vor. Ich kam mir vor wie im Film. Der Schulpsychologe meinte zu mir, es sei sehr offensichtlich, dass sie dies nur aus Rache heraus behauptet und ich mir keine Sorgen zu machen brauche. Aber wie ich mir Sorgen machen musste! Die nächsten Monate wurden die Hölle! Nachdem nach mehreren psychologischen Gutachten des Mädchens und einer Begutachtung von mir eine Anklage fehlschlug, startete eine öffentliche Hetzkampagne gegen mich. Das Kollegium war stets auf meiner Seite, jedoch musste ich aufgrund von Graffiti- und Steinwurfattacken beurlaubt werden. Mein Auto wurde beschädigt, in mein Haus eingebrochen. Nach polizeilichen Ermittlungen wurde klar, dass die meisten der Attacken vom Vater des Mädchens ausgingen. Als er eingebuchtet war, ging es jedoch weiter. An einem Tag standen etwa 20 Leute vor meinem Haus und forderten mich mit einem Megafon auf, herauszukommen, wenn ich mich denn traue.

Es half alles nichts mehr, selbst ein Artikel in der Zeitung beschwor nur noch mehr Hetzer herauf und ich fühlte mich nicht mehr sicher. Mittlerweile befand ich mich aufgrund des Stresses in psychologischer Behandlung. Von irgendjemandem wurde ich eines Tages beim Verlassen des Büros meines Psychiaters gesehen, der daraufhin einen Facebook-Post diesem Thema widmete, der seinen ganz eigenen Lauf nahm. Es war für mich endgültig vorbei und ich beschloss, umzuziehen und irgendwo neu anzufangen. Sogar meinen Namen konnte ich gerichtlich ändern lassen. Seit einigen Jahren bin ich also an einer Uni einer typischen deutschen Studentenstadt beschäftigt und lehre Deutsch auf Lehramt. In mein tatsächliches Lehramt konnte ich aufgrund der Geschehnisse nicht mehr einsteigen, ich hätte es psychisch nicht mehr verkraftet. Als ich meine erste Stunde vor den neuen Erstsemestern hatte, sah ich in der zweiten Reihe ein vertrautes Gesicht. Ich dachte zuerst, ich spinne und es wäre meinem Trauma geschuldet, nach einem Blick auf die Namensliste, gab es aber keinen Zweifel mehr. Es war SIE. Das Mädchen, das mir durch eine unbedachte Aussage das Leben förmlich zur Hölle gemacht hat.

Ich frage mich noch immer, wie sie mich gefunden hat. Es gab keine Fotos von mir auf der Universitäts-Webseite und von meinem ursprünglichen Wohnort bin ich 700 Kilometer weggezogen. Das konnte einfach kein Zufall sein. Sofort packte mich die Panik, dass der Albtraum von vorne losgeht. Mittlerweile hatte ich eine Freundin, der ich von alldem nichts erzählt habe, und hatte Angst, dass auch sie mir nicht glauben könnte und mich wieder verlässt. Ich ignoriere die mittlerweile junge Frau weitgehend, aber sie kommt nach meinen Vorlesungen stets zu mir, um mit mir zu "reden". Ihr tue das alles ja so schrecklich leid, sie liebe mich immer noch und wegen mir sei es immer ihr großer Traum gewesen, Deutschlehrerin zu werden.

Ich möchte mich mit der Geschichte ungern an die Uni-Leitung wenden, weiß aber auch nicht, wie ich die Situation bewältigen soll. Ich habe Angst, dass sie wieder durchknallt und die Geschichte sich wiederholt. Also überlege ich gerade, wie ich sie am besten durchfallen lassen kann, denn die Beste in Deutsch ist sie noch immer nicht. Aber auch andere, nicht ganz legale Möglichkeiten ziehe ich mittlerweile in Betracht. Ich habe nie eine Abneigung gegen sie verspürt oder sie verteufelt, aber ich möchte einfach nur, dass sie aus meinem Leben verschwindet und das am besten für immer! Es tut mir leid, dass ich so handeln muss.

Beichthaus.com Beichte #00037580 vom 11.02.2016 um 01:44:55 Uhr (35 Kommentare).

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Die Unterwäsche meiner heißen Bekannten

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Begehrlichkeit Fetisch Feigheit Lügen

Ich (m/30) muss etwas echt Verrücktes beichten. Meine kleine Schwester ist 19 Jahre alt und hat eine beste Freundin, die knackige 18 ist. Diese ist nun im Gesicht nicht unbedingt eine Augenweide, aber sie hat zumindest eine überaus schöne Figur, und über ihren Charakter […]
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Beichthaus.com Beichte #00037575 vom 10.02.2016 um 15:41:30 Uhr (19 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Lohn fürs Nichtstun

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Betrug Faulheit Lügen Arbeit

Vor etwa zehn Jahren habe ich (m/31) in einem großen deutschen Stahlkonzern eine Ausbildung zum Industriekaufmann absolviert. Die Konzern-Gesellschaft, in der ich arbeitete, war allerdings eine eher kleine Firma und besonders die Verwaltung, die ja für einen kaufmännischen Azubi relevant sein sollte, war mit nur 20 Mitarbeitern sehr klein. So kam es auch, dass ich nach anderthalb Jahren alle Abteilungen im Haus bereits zwei Mal durchlaufen hatte und mein Ausbilder auf die Idee kam, dass ich das letzte Jahr meiner Ausbildung im Stahlwerk vollbringen könnte, um auch die Abläufe im Werk kennenzulernen. Mir wurde also einer der Schichtmeister dort zugeteilt und diesen sollte ich die nächsten Monate bei seiner Arbeit begleiten. Dieser fuhr den ganzen Tag in einem Wagen durch das mehrere Kilometer große Stahlwerk, um die verschiedenen Baustellen vor Ort zu begutachten.


Die ersten Wochen war das auch noch relativ spannend für mich, aber es nervte mich immer mehr, dass ich morgens fast mehr als doppelt so lange zur Arbeit brauchte und auch, dass ich auch bei Spät- und Nachtschichten anwesend sein musste. Der besagte Schichtmeister wirkte auch so, als ob es ihm lieber gewesen wäre, in seinem Auto in Ruhe seine Zeitung zu lesen, statt mich rumführen zu müssen. Eines Tages machte er mir dann den Vorschlag, dass ich für die Restzeit einfach zu Hause bleiben könnte. Falls mein Ausbilder plötzlich auftauchen würde, könnte er sagen, ich sei krank und mich anrufen, damit ich am nächsten Tag wieder auftauchen konnte. Nachdem ich den Vorschlag eine Nacht überdacht habe, habe ich ihm zugesagt.


Das letzte Jahr meiner Ausbildung habe ich also neben den Berufsschultagen bei vollem Azubi-Lohn komplett zu Hause vollbracht. Die Abschlussprüfung habe ich sogar mit einer 1 abgeschlossen, da ich zu Hause genug Zeit zum Lernen hatte und im Stahlwerk sowieso nichts für meine Relevantes gelernt hätte.

Beichthaus.com Beichte #00037557 vom 08.02.2016 um 18:42:59 Uhr (8 Kommentare).

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Die Ausrede für meine Zwangsstörung

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Manie Sucht Lügen Falschheit

Ich (w/18) beichte, dass ich mein fast schon neurotisches Aufräum- und Saubermachverhalten als OCD entschuldige, obwohl ich sicher nicht daran leide und sowieso keine Diagnose vorweisen kann. Es geht mir jedoch auf den Keks, dass alle mich deswegen komisch ansehen und nicht verstehen können, dass Unordnung mich einfach anwidert und alles genau geordnet sein muss. Ich kann nicht vernünftig arbeiten, wenn die Stifte nicht gespitzt und sortiert sind, die Fensterblenden im richtigen Winkel für den Sonneneinfall stehen und meine Füße genau parallel stehen. Liegt ein Papier neben dem anderen nicht parallel, muss ich mich stark konzentrieren, um es auszublenden, aber das klappt meist genauso gut wie mit dieser einen Person im Bus, die mit dem Fuß wippt oder mit den Schlüsseln rumspielt.


Ich weiß, dumme Sache mit der OCD-Ausrede, aber das kapiert sowieso kaum jemand in meinem Umfeld, da so etwas ja Tabuthemen sind und totgeschwiegen werden müssen. Also entschuldige ich mich hiermit bei allen Menschen, die damit ernste Probleme haben und im Alltag verhindert sind, dass ich mich dieser läppischen und unnötigen Ausrede bediene, um mein seltsames Verhalten und zeitaufwendiges und sinnloses Hobby mit ihrer Krankheit entschuldige, damit die Leute aufhören zu fragen und eventuell besser nachvollziehen können, wieso ich so handle. Ich arbeite an meinem Verhalten und übe Selbstdisziplin, um die Sachen lockerer zu sehen, was aber selten klappt.

Beichthaus.com Beichte #00037549 vom 07.02.2016 um 08:22:43 Uhr (15 Kommentare).

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Vibrator statt Therapie

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Falschheit Lügen Peinlichkeit Masturbation

Ich (w/33) bin Autistin. Gefühle zu zeigen, fällt mir krankheitsbedingt sehr schwer. Ich würde es aber gerne können. Vor ein paar Monaten habe ich festgestellt, dass ich vor lauter Gefühlen fast platze und sie problemlos zeigen kann, wenn ich zuvor meinen Vibrator benutzt habe. Seither stecke ich mir immer von Zeit zu Zeit meinen Vibrator rein und lasse ihn laufen, während ich im Liegen lese, fernsehe oder Musik höre, und nach einiger Zeit schaffe ich es dann tatsächlich, meine Eltern, meine Geschwister, meinen Neffen, meine Nichte und meine Freunde zu umarmen - was ohne Vibration nicht möglich wäre. Ich schäme mich selbst dafür, dass ich dafür einen Vibrator benötige. Meine Lieben wissen nichts davon. Sie freuen sich, dass ich jetzt immer häufiger diese Momente habe. Ich habe ihnen gesagt, dass ich eine neue Therapie begonnen habe. Dabei stimmt das nicht - keine Therapie hat mir bisher geholfen, der Vibrator schon.

Beichthaus.com Beichte #00037548 vom 06.02.2016 um 19:58:32 Uhr (13 Kommentare).

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