Mein fast schwuler bester Freund

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Verzweiflung Engherzigkeit Feigheit Lügen

Durch eigene Dummheit und Unüberlegtheit habe ich (w/21) vor einiger Zeit meine Freundschaft zu einem guten Freund zerstört. Wir waren gemeinsam in der gymnasialen Oberstufe und hatten so gut wie alle Kurse gemeinsam, konnten über alles reden und haben auch privat des Öfteren etwas zusammen unternommen. Alles rein freundschaftlich. Eines Tages, als wir im Unterricht saßen und uns während eines Lehrfilms langweilten, unterhielten wir uns über das kommende Wochenende und was da so anstand. Schließlich kam er darauf zu sprechen, dass er vorhatte, sich mit jemandem zu treffen, nannte aber keine Namen oder sonstige Infos. Da ich ihn spaßeshalber freundschaftlich foppen wollte, fragte ich ihn, ob sein Date denn männlich oder weiblich sei. Ups, Fettnäpfchen! Er wurde sofort ernst und fragte mich dann, ob er mir im Geheimen etwas anvertrauen könnte. Ich bejahte und so klärte er mich dann über seine Homosexualität und seine Vorliebe für Männer auf.

Kurze Zeit später ging meine Beziehung zu meinem damaligen Freund in die Brüche, worüber ich natürlich mit ihm auch sprach. Darauf hin gestand er mir dann, in Wirklichkeit bisexuell zu sein und schon seit Längerem in mich verliebt zu sein. Da ich diese Aussage aber nicht sehr ernst nahm und diese auf eine Unsicherheit über seine sexuelle Orientierung schob, sagte ich ihm einfach, ich sei noch nicht ganz über meinen Ex hinweg und bräuchte Zeit, was eigentlich ja nicht stimmte. Damit gab er sich aber vorerst zufrieden und ich hatte meine Ruhe. Der Grund für meine Lüge war zum einen, dass ich überhaupt nicht auf ihn stand, ihn aber nicht verletzen wollte, indem ich ihm an den Kopf werfe, dass aus uns nichts wird. Zum anderen wollte ich auf keinen Fall später wegen eines anderen Mannes sitzen gelassen werden, wenn er es sich doch noch einmal anders überlegt hätte. So spannte ich das Lügennetz immer weiter und schaffte es, ihn immer weiter hinzuhalten. Schlussendlich versprach ich ihm sogar Sex und vereinbarte dementsprechende Treffen mit ihm, zu denen es aber nie kam.

Das Ende der Geschichte war, dass seine Eltern, die im Übrigen streng katholisch und absolut gegen Homosexuelle sind, mich dafür verantwortlich machten, dass ihr Sohn schwul ist und den Kontakt verboten. Wie dem auch sei. Durch mehrere hitzige Gespräche kam dann die ganze Wahrheit raus und er wollte verständlicherweise auch nichts mehr mit mir zu tun haben. In dem Moment begriff ich erst, was ich da eigentlich mit meinem Verhalten angerichtet habe. Ich startete mehrere Versuche eine Aussprache in die Wege zu leiten, um mich bei ihm zu entschuldigen. Vergebens. Nach dem Abitur brach der Kontakt zwischen uns endgültig ab und ich habe seitdem nie wieder etwas von ihm gehört. Lieber C., falls du das liest, es tut mir unendlich leid. Ich werde die schönen und lustigen Momente mit dir immer in guter Erinnerung behalten!

Beichthaus.com Beichte #00038244 vom 17.05.2016 um 16:50:37 Uhr (8 Kommentare).

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Auf dem R?cken der Männer

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Fetisch Engherzigkeit Schamlosigkeit Maßlosigkeit Passau

Meine (w) Umwelt behauptet, dass ich sehr gut aussehe und ich denke ebenfalls, dass ich mit 1,78m und einer sportlichen und keinesfalls schwächlichen Figur sehr gut aussehe. Ich hatte schon zu der Zeit, als ich noch ein Mädchen war, bereits den unwiderstehlichen Drang […]
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Beichthaus.com Beichte #00038238 vom 16.05.2016 um 02:28:03 Uhr in 94032 Passau (Michaeligasse) (24 Kommentare).

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“Beichte

Bibbernd in der Badewanne

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Engherzigkeit Faulheit Maßlosigkeit

Ich habe gestern meinen kleinen Bruder gebadet und ihn in der Wanne vergessen. Unsere Eltern waren nicht da und ich sollte auf meinen kleinen, 6-jährigen Bruder aufpassen. Da er unter einer Behinderung leidet, soll er noch nicht ohne Aufsicht baden. Daher wurde mir diese Aufgabe zugewiesen. Normalerweise habe ich damit auch echt kein Problem, aber dieses Mal war ich mit meinem Schwarm am Telefonieren und ich bereitete ihn so weit vor und setzte ihn rein. Dann sprach ich weiter mit meiner Freundin und habe ganze zwei Stunden mit ihr am Telefon verbracht. Beim Auflegen fiel mir sofort mein Bruder wieder ein. Im Eiltempo flitzte ich die Treppe hoch ins Bad und da saß er immer noch in der Wanne. Er bibberte und das Wasser war schon kalt. Ich rubbelte ihn ab und steckte ihn in den wärmsten Schlafanzug, den ich finden konnte.

Er erholte sich schnell wieder und ich habe voll das schlechte Gewissen. Nicht nur weil ich ihn vergessen habe, sondern auch weil ich ihn überredet habe, nichts unseren Eltern zu erzählen. Sonst würden sie mich bestimmt nicht auf die Feier nächste Woche lassen, für die ich schon ein Geschenk für meine Traumfrau geholt habe. Er durfte dafür länger aufbleiben und wir haben viel gekuschelt. Ich hoffe, das kommt niemals raus.

Beichthaus.com Beichte #00038236 vom 15.05.2016 um 20:17:20 Uhr (9 Kommentare).

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Die rassistische alte Schachtel aus dem Bus

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Engherzigkeit Vorurteile Zorn Bahn & Co.

Ich bin gestern Abend mit dem Bus aus der Innenstadt nach Hause gefahren und der Bus war ziemlich voll. Als ich aussteigen wollte (an der Fahrertür) sagte die Fahrerin (recht alt und korpulent) recht unwirsch zu mir: "Hast du überhaupt eine Fahrkarte? Da kann man sich heute ja nicht mehr sicher sein bei euch ganzen asozialen Kanacken. Jetzt zeig zackig her, vorher mache ich nicht auf." Dazu muss man sagen, dass meine Familie seit 60 Jahren in Deutschland lebt, gut integriert ist und ich mich zu 100 Prozent als Deutscher fühle. Ich habe ihr dann also meine Monatskarte gezeigt, was nur mit unverständlichem Grummeln honoriert wurde.

Weil mich dieses Verhalten ziemlich aufgeregt hat, habe ich, als die Fahrerin endlich die Tür geöffnet hat, laut und für alle hörbar gesagt: "Sie haben recht, man muss immer mit dem Schlimmsten rechnen, wenn man so eine rassistische alte Schachtel ist." Damit hatte ich die Lacher auf meiner Seite und winkte mit einem Hochgefühl der, jetzt hochroten, Busfahrerin hinterher. Im Nachhinein feiere ich mich einerseits selbst für den Spruch, aber andererseits tut es mir leid, die Frau lächerlich gemacht zu haben. Vielleicht hatte sie nur einen langen und anstrengenden Tag und war darum so schlecht drauf.

Beichthaus.com Beichte #00038234 vom 14.05.2016 um 18:57:00 Uhr (24 Kommentare).

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“Folge

Rassistische Gedanken in der Öffentlichkeit

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Boshaftigkeit Vorurteile Engherzigkeit Gesellschaft Bahn & Co.

Ich (m/25) empfinde mich als relativ liberalen bzw. linksorientierten Menschen, der anderen Kulturen und Ethnien gegenüber sehr offen gegenübersteht und Diversität in allen Dimensionen als etwas Bereicherndes betrachtet. Mein Freundeskreis ist sozusagen "bunt" gemischt und politisch aktiv. In Diskussionen bin ich stets ein Befürworter einer vernunftorientierten Flüchtlingspolitik. In offenen Gesprächen und im Dialog mit anderen verhalte ich mich wie ein Weltbürger. Wenn ich nun aber gedankenversunken durch die Stadt gehe, gleiten meine Gedanken alsbald in Bahnen, die mich, sofern ich diese reflektiere, äußerst beunruhigen.

So kann ich als ein Jemand gelten, der beim Spaziergang in der Fußgängerzone oder wenn ich im Bus sitze, die sich umgebenden Menschen beobachtet und genaustens mustert. Dabei münden meine Gedanken in vorurteilsbehaftete, rassistische und verachtende Beleidigungen, mit denen ich meine Mitmenschen pauschalisierend charakterisiere. Solche "Charakterisierungen" beinhalten die derbsten Schimpfwörter. Im Grunde meines Herzens empfinde ich allerdings nicht so. Vielmehr fungiert dieses "Beleidigungsdenken" als Belustigung und netter Zeitvertreib, mit dem ich ja eigentlich niemanden verletze oder angreife. Dennoch weiß ich, dass ein solches Verhalten unsäglich ist, weshalb ich hier dafür um Verzeihung bitte.

Beichthaus.com Beichte #00038233 vom 13.05.2016 um 23:27:05 Uhr (14 Kommentare).

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