Ich bin zu schwach, um eine Frau zu schützen!

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Feigheit Peinlichkeit Gesellschaft

Eines Tages zog ich (m/26) mit einer heißen weiblichen Begleitung durch die Stadt. Sie ist ein paar Jahre älter als ich. Wir kennen uns seit Jahren und sind gut befreundet. An diesem Abend saßen wir an einem verlassenen Bahnhof und haben auf die Bahn gewartet. Sie ist von Mutter Natur sehr üppig ausgestattet worden und hat es an diesem Abend mit einem kurzen Top auch gut gezeigt. Als ein junger Mann meines Alters vorbeilief, musste er natürlich eine dumme Bemerkung darüber loswerden. So stand ich auf und fragte was, das soll. Nach kurzer Diskussion kam es zum Kampf, wobei ich leider den Kürzeren zog.

Das Einzige, was mich vor dem K.O. rettete, war meine Begleitung. Sie kam dazwischen gerannt und hat ihn gebeten aufzuhören. Ich habe lange darüber nachgedacht - ich berichte, dass ich einfach zu schwach bin, um eine Frau zu beschützen. Ich finde, jede Frau hat das Recht auf einen starken Mann und ich erfülle diese Rolle nicht. Von meiner Begleitung jedenfalls fand ich es sehr cool. Sie hat mich auf der einen Seite aufgebaut und auf der anderen Seite hat sie sich darüber lustig gemacht, dass sie mich retten musste.

Beichthaus.com Beichte #00038959 vom 21.11.2016 um 12:09:19 Uhr (32 Kommentare).

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Ein Leben mit dreckigen Lumpen

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Diebstahl Peinlichkeit Zwang Neugier

Ein Leben mit dreckigen Lumpen
Als kleines Kind musste ich (m) in der damaligen DDR Schlimmes aushalten. Meine Eltern waren damals schon ziemlich das, was man heute als Unterschicht bezeichnen würde. Meine Mutter konnte nach meiner Geburt keine Kinder mehr bekommen - glücklicherweise. Mein Vater arbeitete in einem Bahnwärterhäuschen, in dem auch die Familie lebte. An diesem Bahnübergang kam allerdings so gut wie nie ein Zug vorbei. Aber die Planstelle musste eben besetzt sein. Die Tage waren dementsprechend lang und öde. Es ist dann so gekommen, dass vor allem mein Vater die Tage damit verbracht hat, braunen Schnaps zu trinken. Ein Zimmer des Häuschens war für einen russischen Staatsbürger reserviert, der ebenfalls bei der Bahn arbeitete. Er hat meinen Eltern den Schnaps organisiert - und zwar nicht zu wenig. Der Untermieter hat sich auch zwischendurch immer wieder mal mit meiner Mutter vergnügt, meinem Vater war das allem Anschein nach egal.

Das nur zur Vorgeschichte. Ich hauste in einer Art Ersatzteillager, da ich kein eigenes Zimmer hatte. Dieses war gespickt voll mit öligen Lumpen und anderem rußigem Zeug. Meine ganze Schulzeit musste ich mir höhnische Kommentare anhören, weil eben meine ganzen Kleider nach Diesel stanken. Dieser Gestank beherrschte mein ganzes Leben, das Essen, den Schlaf und die Freizeit, einfach alles. Nach dem Mauerfall starb mein Vater, meine Mutter verschwand mit dem Russen. Das Häuschen wurde abgerissen und ich ging zum Arbeiten in den Westen. Im Ruhrpott leben ich seitdem alleine und arbeite im Hafen. Nun zu meinem Problem: Ich führe seit meinem Wegzug aus dem Osten immer einen großen Sack mit ölgetränkten Lumpen mit mir herum. Der Geruch hat sich in mir sozusagen manifestiert.

Ich kann nachts nur schlafen, wenn es nach Diesel und Ruß stinkt, sonst kann ich keine Ruhe finden. Oftmals tauche in direkt nach Feierabend in meine Lumpen ein und kann dann entspannen. Meine Badewanne ist randvoll mit schmutzigem Zeug. Ich sehne mich tagsüber danach. In manchen Lägern meines Arbeitgebers fühle ich mich überglücklich, weil dieser Geruch sehr ähnlich ist. Weil ich aber Kranführer bin, kann ich mich nur alle paar Stunden in die Lagerhalle schleichen, um tief durchzuatmen. Jetzt hat der Duft der Lumpen aber mittlerweile nachgelassen und habe mich im Lager meines Arbeitgebers mit alten Lappen eingedeckt, diese habe ich dort mit Diesel und Öl getränkt und mitgenommen.

Ein Kollege hat mich aber anscheinend beobachtet und bei der Geschäftsleitung verpfiffen. Die Lumpen waren Abfall, das kann man mir nicht anlasten. Der Kollege hat aber nur gesehen, wie ich einen alten Sack aus einem Lager entfernt habe. Die Geschäftsleitung möchte nun von mir wissen, was ich gestohlen habe. Das wird mir aber doch kein Mensch glauben. Ich schäme mich auch. Wenn ich meinem Arbeitgeber gestehe, dass ich diesen Gestank zum Leben brauche, dann hält man mich doch für verrückt.

Beichthaus.com Beichte #00038931 vom 14.11.2016 um 22:28:32 Uhr (11 Kommentare).

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“Beichte

Der Flyer verteilende Klischeeflüchtling

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Vorurteile Engherzigkeit Peinlichkeit

Vor ein paar Monaten kam mir in der Innenstadt ein orientalisch und ärmlich aussehender Mann entgegen. Wie man sich einen Klischeeflüchtling vorstellt. Er kam jedenfalls auf mich zu, streckte mir einen Zettel hin und brabbelte irgend etwas. Ich dachte mir, der arme Kerl hat schon genug Scheiße am Hut, jetzt wird er auch noch von irgendeiner scheinheiligen, spendengeilen Organisation zum Flyer austeilen verurteilt.

Ich sagte "Nein, Danke!" und wollte gerade weitergehen, als ich bei einem flüchtigen Blick auf den vermeintlichen Flyer sah. Es handelte sich um einen Paketabholschein. Der arme Mann suchte scheinbar verzweifelt die Post. Als ich ihm den Weg gezeigt habe, musste ich lachen und mich zugleich schämen. Ich habe gemerkt, dass ich ein voreingenommener Trottel bin und bitte um Verzeihung.

Beichthaus.com Beichte #00038922 vom 13.11.2016 um 21:06:42 Uhr (6 Kommentare).

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Herzschlag-Finale im Wohnzimmer

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Peinlichkeit Sport

Herzschlag-Finale im Wohnzimmer
Ich bin 39 Jahre alt und beruflich voll ausgelastet, denn ich arbeite als Projektleiter bei einem großen deutschen Automobilhersteller in BW. Wenn meine Frau und meine Kinder unterwegs sind und ich zu Hause bin, dann hole ich einen kleinen Soft-Fußball aus meiner Schreibtischschublade, ziehe mir ein Fußballtrikot an und spiele im Wohnzimmer Fußball. Dabei gewinne ich in meiner Fantasie fast immer die deutsche Meisterschaft, die Champions League, Europa- oder Weltmeisterschaften. Meistens findet ein Herzschlagfinale statt, in dem ich das entscheidende Tor schieße. (Ab und zu verliere ich aber auch eines meiner Fantasiefinalspiele). Klingt sehr merkwürdig, ich weiß, aber ich fühle mich damit sehr gut und ich denke, dass ich es einfach zum Ausgleich brauche.

Beichthaus.com Beichte #00038909 vom 09.11.2016 um 13:13:39 Uhr (9 Kommentare).

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“Folge

Unangekündigter Besuch an meiner Tür

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Peinlichkeit Zorn

Ich (w/23) öffne unangekündigten Besuchern aus Prinzip nicht die Tür und tue so, als wäre ich nicht zu Hause. Ausnahmen sind meine Geschwister und Eltern. Ich finde es eine Frechheit, ohne Vorwarnung einfach so bei Leuten aufzukreuzen. Gerade eben war ich am Üben eines Vortrags, als es geklingelt hat. Durch den Türspion konnte ich den Handwerker meines Vermieters erkennen, der anscheinend irgendetwas in meiner Wohnung machen wollte. Ich habe sofort aufgehört zu reden und mich still verhalten. Soll der doch vorher anrufen oder eine E-Mail schicken, damit ich auf den Besuch vorbereitet bin. Mir wäre es einfach unangenehm, wenn ich im Schlabberlook mit ungekämmten, fettigen Haaren und ungeschminkt Besuch in meiner eventuell nicht ganz aufgeräumten und geputzten Wohnung empfangen würde. Zudem habe ich für heute andere Dinge geplant, als einen Handwerker-Einsatz oder Ähnliches.

Beichthaus.com Beichte #00038888 vom 03.11.2016 um 12:57:18 Uhr (31 Kommentare).

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