Alternative zum Geldbeutel

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Diebstahl Dummheit Selbstsucht Habgier Shopping

Vor ungefähr einem halben Jahr war ich am Samstagabend allein unterwegs. Gegen 19 Uhr fiel mir dann ein, dass mein Kühlschrank leer war und ich nichts mehr zum Essen da hatte. Natürlich machte ich mich dann auf den Weg in ein größeres Einkaufszentrum, da ich dort mit Vorliebe einkaufe, um mich für das Wochenende zu verpflegen. Im Laden stellte ich zu allem Überfluss fest, dass ich meine Geldbörse vergessen hatte. Und das, kurz bevor die Geschäfte schließen - aber dass der Kühlschrank und die Küche komplett leer sind, konnte ich über das Wochenende kaum riskieren. Um kurz nach Hause zu fahren und den Geldbeutel zu holen, war ich zu weit entfernt. Deshalb beichte ich jetzt, dass ich mir an diesem Abend Lebensmittel im Wert von acht Euro unrechtmäßig angeeignet habe.

Beichthaus.com Beichte #00032118 vom 26.10.2013 um 09:34:16 Uhr (11 Kommentare).

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Die Welt zu Gast bei Freunden

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Falschheit Lügen Geiz Trunksucht

Zur WM 2006 war in unserer Großstadt immer viel los, da die Spiele auch hier ausgetragen wurden. Nach den Spielen sind unzählige Fußballtouristen in die Innenstadt gepilgert, um dort die Bars, Clubs und Kneipen zu besuchen. Wir ebenfalls. Wir haben uns dann immer bei Gruppen gesetzt, unsere zwei, drei Bier bestellt und sind, ohne zu zahlen, weitergezogen. Aufgefallen ist es niemandem. Die Angestellten dachten wohl immer, wir wären ein wirklicher Teil der anderen Gruppe und diese würde dann ja eh zusammen zahlen. Ich gestehe somit, dass wir die Weltmeisterschaft ausgenutzt haben, um kostenfrei an allerlei Sachen zu kommen. Wie hieß es so schön? Die Welt zu Gast bei "Freunden".

Beichthaus.com Beichte #00032116 vom 26.10.2013 um 09:28:13 Uhr (9 Kommentare).

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Die Insolvenz des Geizkragens

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Rache Boshaftigkeit Verrat Selbstsucht Arbeit

Ich (m/29) habe vier Jahre lang bei einem recht kleinen Unternehmen als Unternehmensberater für Softwareapplikationen gearbeitet. Bei meinem alten Arbeitgeber war ich sehr erfolgreich - ich hatte in meinem zweiten Jahr bereits mehr Kunden an Land gezogen, als meine Kollegen. In kürzester Zeit hatte ich mir dadurch einen Namen gemacht und wurde bereits von Branchenverbänden zu Vorträgen eingeladen. Firmen kontaktierten mich ohne Akquise und zuletzt habe ich innerhalb eines Jahres ungefähr das Zehnfache meines Jahresgehaltes an Umsatz generiert. Dank meiner Kunden wurde sogar ein ganz neues Entwicklerteam eingestellt. Mein Chef dachte jedoch nie über einen Bonus nach, und meine recht bescheidenen Forderungen nach einer Gehaltserhöhung schmetterte er immer wieder mit lächerlichen Begründungen ab. Generell war er einfach ein extrem geiziger Mensch. In den ganzen Jahren hat er nie zu einer Firmen- oder Weihnachtsfeier eingeladen, was bei einem Unternehmen dieser Größe eigentlich normal ist. Teilweise war es mir sogar peinlich, die Kunden in mein Büro einzuladen, weil es, dank der unnötigen Sparmaßnahmen aussah wie eine bessere Wellblechhütte.


Eigentlich wollte ich nie das Unternehmen wechseln, da ich super Kollegen hatte (eine davon wurde sogar meine Frau) und die Firma nur zwei Straßen von meiner Wohnung entfernt war. Irgendwann forderte ich dann einen neuen Laptop, da ich auf dem veralteten Teil, das ich nutzte, die neuen Softwarepackages teilweise nicht mehr abspielen konnte - was natürlich auch abgelehnt wurde. Mir ist der Kragen geplatzt und ich habe dem Geizhals meine Meinung gegeigt. Natürlich hat er mir auch gleich mit einer Entlassung gedroht - die ich allerdings annahm und die Firma verließ. Er rief mich am nächsten Tag an, entschuldigte sich und bot mir einen neuen Firmenlaptop und eine mickrige Gehaltserhöhung an. Das lehnte ich allerdings ab und es blieb bei meiner Kündigung. Aus Rache entließ er dann meine Frau, die mit unserem Streit absolut nichts zu tun hatte, unter fadenscheinigen Begründungen. Dank meines guten Rufs fand ich bei einem großen Konkurrenten recht schnell einen Job und viele Kunden wechselten ebenfalls. Das meiner alten Firma dadurch ein Nachteil entstand hat mir allerdings nicht gereicht - deshalb habe ich zu aggressiveren Mitteln gegriffen und noch weitere Kunden abgeworben. Mein neuer Arbeitgeber war so begeistert von mir, dass ich immer mehr Budget und sogar Mitarbeiter zugeteilt bekam, weshalb mir das weitere Abwerben recht leicht fiel. Dadurch habe ich ihn an den Rand der Insolvenz getrieben. In meiner Rage habe ich nur leider vergessen, dass ich damit meinen ehemaligen Kollegen den Arbeitsplatz nahm. Das tut mir heute noch unheimlich leid und ich glaube, ich werde mir das nicht so schnell verzeihen können.

Beichthaus.com Beichte #00032105 vom 25.10.2013 um 00:38:00 Uhr (8 Kommentare).

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Mein Bruder, der Katzenmörder

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Feigheit Gewalt Zorn Hass Tiere

Ich möchte beichten, dass ich meinem Bruder einfach nicht verzeihen kann. Wir waren immer vier Kinder - meine ältere Schwester und ich, haben unsere jüngeren Brüder quasi großgezogen, da meine Mutter viel unterwegs war. Wir machten alles für sie, und der aller Jüngste war immer unser Liebling, da wir eine extrem enge Bindung zu ihm entwickelten. Natürlich wurden wir irgendwann erwachsen und jeder ging seiner Wege. Meine Schwester besaß zwei Katzen, um die ich sie immer beneidete. Ich bin ein riesiger Katzen-Fan und bot meiner Schwester oft an, dass ich die Miezen nehmen würde, da mein werter Schwager sie nicht ausstehen konnte. Er war der festen Überzeugung, dass er die Tiere "aufgedrückt" bekam - aber meine Schwester wollte sie dennoch nicht abgeben. Bis sie dann Familienzuwachs bekam, deshalb umziehen musste und die Tiere nicht mitnehmen durfte. Plötzlich sollte ich die Katzen also doch bekommen - nur hatte ich mittlerweile selbst drei und konnte es mir dadurch auch finanziell nicht mehr leisten. Ich ärgerte mich sehr, dass ich so lange geredet hatte und sie erst angeboten bekam, als ich mich damit abgefunden hatte und andere Möglichkeiten nutzte. Da mein jüngster Bruder auch einen guten Draht zu den Miezen hatte, bot er an, sie zu sich zu nehmen. Und keiner in der Familie weiß, was ihn dazu brachte, ihnen das anzutun.


Da ich häufig mit meiner Mutter telefoniere - die den Kleinsten immer verhätschelte und ihn mittlerweile wieder bei sich wohnen lässt (mit fast dreißig) - erfuhr ich irgendwann, dass das Ordnungsamt die Wohnung meines Bruders aufgebrochen hat. Sie haben die beiden Katzen als halb angefressene Kadaver von dort entfernt. Offenbar hatten sich Nachbarn über den Gestank beschwert, weshalb die ganze Sache dann aufflog. Er kam irgendwann wohl einfach nicht mehr nach Hause und hat die beiden Katzendamen sich selbst überlassen. Mich packt immer noch die Wut, wenn ich darüber nachdenke, wie sie gelitten haben müssen, ehe der Tod sie erlöste! Eine der Katzen war besonders süß - sie stand immer an der Tür und wartete auf meinen Bruder, der zwischenzeitlich sogar bei meiner Schwester wohnte. Und ich bekomme das Bild der wartenden Katze nicht aus dem Kopf. Ob sie das bis zuletzt noch tat? Oder hat sie irgendwann eingesehen, dass er nicht mehr kommen wird? Laut dem Ordnungsamt waren die Teppiche und die Möbel ebenfalls angefressen. Es tut mir unheimlich leid um die beiden Katzen, dass sie solche Qualen erleiden mussten. Ich habe, während ich dies schreibe, auch schon wieder Tränen in den Augen. Seit diesem Vorfall hatte ich keinen Kontakt mehr zu meinem Bruder, aber ich habe ihm ausrichten lassen, dass ich ihm eine reinhauen werde, sobald ich ihn sehe! Das bringt die Katzen natürlich nicht zurück - und vielleicht sind einige auch der Meinung, dass ich übertreibe, aber seitdem kann ich meinem Bruder nicht mehr als Verachtung entgegenbringen! Bin ich deshalb ein schlechter Mensch?! Muss ich ihm sogar verzeihen? Ich bitte um Absolution dafür, dass ich mit einem Menschen gebrochen habe, der mir einmal so nahe stand.

Beichthaus.com Beichte #00032099 vom 23.10.2013 um 14:38:53 Uhr (32 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Die zerstörerische Jugendliebe

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Fremdgehen Engherzigkeit Rache Begehrlichkeit

Als ich (m/34) in der achten Klasse war, kam mein Traummädchen in meine Klasse. Sie war neu in der Stadt und hatte ihren ersten Tag in unserer Schule. Wie das so ist, kam sie rein, wurde vorgestellt und ich war direkt hin und weg. Zu meinem Glück war nur noch in der letzten Reihe ein Platz frei - neben dem Stinker, neben mir. Als sie neben mir Platz nahm, konnte ich sehen, dass sie wirklich wunderschön war. Sie hatte eine unglaublich zarte Haut und diese tiefblauen Augen. In den folgenden Monaten hatten wir aber trotzdem nicht viel Miteinander zu tun, da sie sofort vom "Teenie-Adel" unserer Klasse aufgenommen wurde. Und ich war früher nicht das, was man einen coolen Teenie nennen würde. Ich habe aber oft von ihr geträumt. Habe mir vorgestellt, wie es wäre, wenn wir zusammen wären. Wenn wir nebeneinander im Bett liegen würden oder Ähnliches. Irgendwann schaffte ich es tatsächlich, einen Draht zu ihr aufzubauen - wir lernten uns besser kennen, hingen zusammen ab und gingen feiern. Je näher ich sie kennenlernte, desto verrückter machte sie mich. Mit der Zeit machte ich mir dann ernsthafte Hoffnungen und bei einer Party nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und erzählte ihr von meinen Gefühlen. Wie es kommen musste, war ich "nett" und wir sollten doch bitte Freunde bleiben. Meine Welt brach zusammen. Die ganze Schulzeit über dachte ich an sie. Bis zum Abitur hatte ich mir sogar ausgemalt, wie unsere Kinder aussehen würden - und quälte mich damit jeden Tag ein bisschen mehr. Ich schwor mir, nie wieder der "gute Freund" einer Frau zu werden, als ich dann mein Studium begann - mein Frauenbild war einfach ziemlich erschüttert. Während des Jurastudiums war ich Frauen gegenüber unglaublich gleichgültig. Diese Gleichgültigkeit führte dann aber irgendwie dazu, dass ich plötzlich bei den Frauen Erfolg hatte. Das endete in vielen One-Night-Stands, und als ich dann endlich meinen Frust abgebaut hatte, lernte ich meine jetzige Frau kennen. Ich liebte und liebe sie immer noch wahnsinnig.


Ich hatte mehrere Jahre lang kaum Kontakt zu meiner Heimat - bis ich dann eines Tages eine SMS von meiner Jugendliebe bekam - sie machte Urlaub in Hamburg und erkundigte sich, ob wir etwas trinken gehen wollten. Ich willigte auch ein und wir trafen uns. Bis dato hatte ich unzählige Dates, ich hatte auch oft fremde Frauen getroffen und jedes Mal hatte ich die Situation im Griff. Bei ihr allerdings nicht. Als sie um die Ecke kam, wurde ich wieder ganz der Alte. Ich wurde nervös, schämte mich für mein Liebesgeständnis von damals und war einfach völlig bezaubert von ihr. Aber vor allem war ich wütend, weil sie mich damals zum "netten" Freund degradierte. Wir unterhielten uns sehr lange über alles Mögliche, auch über mein Liebesgeständnis von damals. Wir tranken und lachten sehr viel, aber ich hatte mir fest vorgenommen, treu zu bleiben. Als ich sie nach Hause gebracht hatte, wollte sie mich vor ihrem Hotel küssen - und ich blockte ab. Am nächsten Tag schrieb sie mir eine SMS, in der sie mir erzählte, dass sie mich unbedingt wieder sehen will, bevor sie nach Hause fährt. Mir war klar, was sie wollte und in mir kam wieder die Wut hoch. Deshalb traf ich sie erneut, doch diesmal schlief ich dann mit ihr. Sie schrieb mich in der Folge häufig an, doch ich ignorierte all ihre Nachrichten. Ich wollte mich rächen, auch wenn ich heute weiß, wie dumm das von mir war. Vor allem da ich meine wunderbare Freundin damit betrogen habe, die sogar die Größe hatte, um mir dummen Hund zu verzeihen. Von diesem Moment an hasste ich sie. Ich hatte so viele Jahre in Frieden verbracht und plötzlich kam sie und brachte alles durcheinander.

Beichthaus.com Beichte #00032093 vom 22.10.2013 um 02:40:29 Uhr (22 Kommentare).

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