Zahlung eines Strafzettels

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Betrug Faulheit Morallosigkeit Selbstsucht Auto & Co.

Ich (m/20) parke morgens immer im abgelegenen Industriegebiet - auf Parkplätzen, die eigentlich keine sind, weil in der Nähe unser Bahnhof liegt und ich in die etwas entfernte Großstadt muss. Das mache ich schon seit einer gefühlten Ewigkeit, genau wie ungefähr 30 andere Personen. Als ich letztens wieder kam, hatte ich tatsächlich einen Strafzettel an der Scheibe, genau wie die fünf Personen vor und hinter mir. In der Tat steht in der Nähe ein Schild, das darauf hinweist, dass wir uns im absoluten Park- und Halteverbot befinden, welches mir zuvor wirklich noch nie aufgefallen ist. Allerdings nur, wenn man seitlich zur Straße steht, auf dem Grünstreifen ist es scheinbar in Ordnung. Während ich mich tierisch über den Strafzettel aufregte, mir den Zettel dann jedoch das erste Mal wirklich genau ansah, kam mir plötzlich eine Idee. Ich ging zu dem ersten Auto, welches zwar auf dem Grünstreifen stand, jedoch auch direkt neben dem Schild war. Das Auto hatte natürlich keinen Strafzettel, da die "verbotene" Zone direkt vor ihm endete. Allerdings klemmte ich ihm einfach meinen Strafzettel hinter die Scheibe, nachdem ich ihn mir einmal abfotografiert habe. Mir fiel nämlich auf, dass ich selbst immer, nachdem ich einen Strafzettel in der Vergangenheit bekam, nie geschaut habe, ob tatsächlich mein Kennzeichen dort steht.


Ich erhoffte mir, dass diese Person eventuell genau so ist und dann meinen Strafzettel zahlt. Und siehe da - als ich eine Woche später beim zuständigen Amt anrief und log, dass ich ein Geschäftsauto fahren und das zuständige Büro die Strafzettel zahlen würde, sagte man mir, dass bereits eine Überweisung eingegangen sei. Ich beichte also, dass ich nicht daran denke, irgendwo anders zu parken, da die Parkplätze auf dem Grünstreifen eh morgens ab sechs Uhr alle belegt sind und ich viel zu faul bin, mir einen anderen Parkplatz zu suchen. Zweimal hat der Trick bereits wieder geklappt, nur einmal bekam ich nach ein paar Wochen einen Brief nach Hause, dass die Zahlung noch offen steht. Ich lasse mir also von anderen Leuten meinen Strafzettel bezahlen und bitte um Absolution, da mir die Leute doch ein bisschen leidtun.

Beichthaus.com Beichte #00033005 vom 06.04.2014 um 10:48:16 Uhr (11 Kommentare).

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Der Messie

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Habgier Morallosigkeit Neurosen Geld

Ich (m) habe etwas für meinen Onkel zu beichten, was mich schon den ganzen Tag beschäftigt. Heute halfen mein Vater und ich meinem Onkel beim Transport eines großen Schranks - bestehend aus mehreren Teilen, bestimmt 25 Jahre alt, den er verkauft hatte. Wir fuhren den Schrank mit dem Wagen zum Käufer und bauten ihn dort auf, weil dieser mit seinen siebzig Jahren nicht mehr alleine dazu fähig war. Der Käufer machte auf mich auch einen netten, aber doch etwas verwirrten und zappeligen Eindruck, jedoch dachte ich mir nichts groß dabei. Während der Fahrt sagte mein Onkel uns, dass der Mann einer ist, der alles sammelt. Schon in diesem Moment habe ich mir ausgemalt, wie es dort wohl aussehen mag. Und es war so, wie man es manchmal im Fernsehen sieht, eventuell sogar schlimmer: Allein die Garage stand voll mit jeglichen Sachen aus Holz, eine Decke hing dort auch - nur der Weg für die Reifen seines Autos war sauber. Auch der Garten war voller Müll. In die Wohnung gingen wir zwar nicht direkt, aber schon der große Eingangsbereich war fast völlig zugestellt.


Ich konnte nicht anders und habe dann unauffällig eine der Türen geöffnet. Alles war voller Müll, nur mit einem Weg zum Durchgehen. Als wir fertig waren, bekam mein Onkel das Geld für den Schrank und der Mann gab mir 20 Euro, was ich natürlich nicht annehmen wollte, aber er bestand darauf und wurde auch etwas laut. Auf der Rückfahrt erzählte mir mein Onkel, dass besagter Mann seit dem Tod seiner Mutter vor sieben Jahren so ist, davor hielt es sich wohl in Grenzen. Danach machte ich meinem Onkel Vorwürfe und fragte, wieso er die Situation dieses armen Mannes ausnutzte, indem er ihm etwas verkaufte, das er sowieso nie benutzen wird. Daraufhin antwortete er, dass der Mann den Schrank aber unbedingt haben wollte und das er durch das Erbe ziemlich viel Geld hätte. Wieder sagte ich, dass das kein Grund sei und dass der Mann gar nichts dafür kann, da er ein psychisches Problem hat, das war meinem Onkel aber egal und er sagte, dass er halt eine Macke habe. Mir ging es jedenfalls überhaupt nicht gut, und ich war den Tränen nah, wahrscheinlich, da mir die Situation des Käufers sehr traurig erschien. Zu Hause schenkte ich das Geld direkt meiner Mutter und sagte, dass ich es nicht haben möchte, da es auf Kosten einer Person ist, die ein trauriges Leben hat und dass wir quasi seine Situation ausgenutzt haben. Ich habe auch schon im Internet geguckt, ob es Möglichkeiten gibt, ihm zu helfen, habe aber nicht direkt etwas gefunden. Jedenfalls möchte ich beichten, dass mein Onkel den Zustand eines älteren Herren ausgenutzt hat, um Profit zu machen und ihm sogar noch versprochen hat, ihm mehrere Sachen kostenlos zu bringen, da er ja so ein netter Kerl ist.

Beichthaus.com Beichte #00033004 vom 06.04.2014 um 01:45:02 Uhr (10 Kommentare).

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Flucht auf dem Fahrrad

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Engherzigkeit Feigheit Vandalismus Auto & Co.

Ich fuhr heute in einer der größten Städte in NRW mit dem Rad nach Hause. Gegen sechs Uhr war die Rushhour wiedermal sondergleichen. Ich bin dann also mit extremem Gras zwischen den bei rot wartenden Fahrzeugen durch, die in beide Richtungen standen. Plötzlich war der Freiraum jedoch etwas zu gering und ich erwischte den Spiegel eines stehenden BMWs mit vier Typen südländischer Herkunft. Da ich keine Lust auf Stress hatte, handelte ich in einer Kurzschlussreaktion. Ich trat in die Pedale und versuchte durch die stehenden Autos zu entkommen. Der Fahrer rief mir noch "Ey, du H*rensohn" hinterher und nahm dann die Verfolgung auf. Es gelang mir, in der Altstadt zu verschwinden und nach Hause zu kommen, ohne gesehen zu werden. Ich hatte echt Panik und war voll am Ende. Meine Radgriffe sind mit Gummi ummantelt, der Spiegel ist auch nur eingeklappt und nichts war kaputt. Ich hatte einfach nur keinen Bock, dass so ein Asozialer mir mit der Versicherung kommt und mich "Alter" nennt. Es tut mir leid, dass ich geflohen bin, obwohl die Sache über meine Versicherung nicht mal ein großes Ding gewesen wäre.

Beichthaus.com Beichte #00033003 vom 06.04.2014 um 00:55:59 Uhr (26 Kommentare).

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Hundefutter-Gulasch

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Ekel Morallosigkeit Trunksucht Ernährung

Das Ganze fing eigentlich damit an, dass wir damals viel Zeit auf dem Rathausplatz unserer Stadt verbracht haben. Dieser war sozusagen die Anlaufstelle für die Jugendlichen in der Innenstadt, die etwas Alternativer unterwegs waren. Irgendwann ging mal herum, dass einer eine Hausparty schmeißt, weil seine Eltern und der Hund weg sind. Zu diesem Zeitpunkt kannte ich den Gastgeber, sowie drei viertel der Gäste nicht - was nicht schlimm war, da der Gastgeber die Leute selbst nicht kannte. Die Party fand dann am Wochenende in einem Vorort statt. Der erste Eindruck war super. Ein geiles Haus, fast wie im Film. Die Leute waren sehr easy, die Stimmung top und ein paar bekannte Gesichter, zu denen man sich setzen konnte, waren auch dabei. Wir waren jung, es floss abartig viel Alkohol, aber die Stimmung kippte nie ins Schlechte. Und wenn man jung ist und die Hormone verrückt spielen, sind die Kollegen ganz schnell verschwunden und kleben in irgendwelchen Gesichtern.

Da ich ein Mensch bin, der, wenn er Langeweile hat, zum Harlekin wird und ich zu dem Zeitpunkt gerne Koch werden wollte, fiel ich dann über die Küche her. Dort gab es alles für ein Gulasch wie von meiner Oma - außer das Fleisch. Wer sich noch daran erinnert, es gab in diesem Haus einen Hund, und dieser bekommt natürlich Hundefutter. Und ja, ich habe genau das gemacht, was ihr alle jetzt denkt, und während ich das hier schreibe, habe ich schon Bauchschmerzen vom Lachen! Lange Rede, kurzer Sinn - es war nach ungefähr drei Stunden ein verdammt gutes Gulasch. Als ich es dann von der Platte genommen habe, waren schon die ersten Leute da. Auch nach dem Hinweis, dass es sich um Hundefuttergulasch handelt, wollten diese Leute es trotzdem essen. Es war sogar noch übler - ein Gast wollte mir eine kleben, weil er dachte, das Gulasch wäre von der Mutter des Gastgebers und ich würde sie damit beleidigen. Ab dann habe ich mir gedacht, dass ich unbedingt Koch werden sollte. Allerdings bin ich das nur im kleinen Rahmen und meine größte Belohnung ist, dass all ein meiner Nähe fett werden - ganz ohne Hundefutter.

Beichthaus.com Beichte #00033000 vom 05.04.2014 um 13:15:45 Uhr (7 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Ein


Langweiliges Weichei

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Verzweiflung Trägheit

Ich bin ein totales Weichei. Ich bin über zwanzig, und SpongeBob-Fan. Ich sammle kleine Spielzeugautos einer sehr bekannten Marke, welche morgens im TV in der Werbung zu sehen ist - und Tierfiguren einer ebenfalls ziemlich bekannten Marke, die ihre Produkte mit einem kleinen Fähnchen kennzeichnet. Ich bin ein absoluter Tierfreund, rede mit meinen Katzen, wie andere mit ihren Kindern und gelegentlich bleibe ich beim Einkauf im Supermarkt auch draußen am Blumenstand hängen. Cool finden mich irgendwie auch nur die Kinder aus der Nachbarschaft, weil ich mich absolut nicht wie ein gestandener Erwachsener, sondern eher wie ein unreifer Teenager fühle und sie deshalb lieber mit mir quatschen, ob ich denn beispielsweise gestern auch Starwars geguckt hätte, oder ob sie meinen Fußball zum Spielen ausleihen könnten, und so weiter.


Ich muss zugeben, dass ich leider auch einfach ziemlich jung aussehe und auch nicht gerade groß bin. Das lässt mich bei den meisten Leuten automatisch für sechzehn durchgehen. Wenn das Wetter schlecht ist, sitze ich am PC und spiele Rennspiele, gucke SpongeBob oder schaue mir Pornos an, weil sich meine deutlich ältere Freundin in der Menopause befindet und es daher schon seit einiger Zeit vorzieht, asexuell zu leben. Manchmal bin ich deswegen frustriert und suche die Fehler bei mir. Dann schreibe ich ihr romantische Gedichte, liebevolle Karten oder mache ihr andere kleine Überraschungen. Aber irgendwie ist die Luft scheinbar raus, denn egal, was ich versuche, nichts kommt an. Gespräche mit ihr brachten bisher auch nichts, da sie sich nicht mit den Problemen beschäftigen will. Das Nachmittags-TV oder ihre Browsergames im Internet sind meistens viel wichtiger. Ich glaube, Frauen stehen einfach nicht auf liebevolle Softi-Typen. Aber ich kann mich einfach nicht ändern, obwohl ich auch lieber ein toller Typ wäre, dem die Mädels hinterherrennen und nicht seine Katzen. Und natürlich mit einem gut bezahlten Job, um seiner Frau etwas bieten zu können. Aber ich bin das einfach nicht. Da ich sonst weder Familie noch Freunde habe, fühle ich mich dann einsam und ziehe mich in meine kindische Welt zurück. Ich schäme mich dafür.

Beichthaus.com Beichte #00032993 vom 04.04.2014 um 00:44:46 Uhr (18 Kommentare).

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