Nuggets von Fremden

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Ekel Völlerei Arbeit

Ich beichte, dass ich ein ekelhaftes Schwein bin. Ich arbeite nebenbei bei einer Fast-Food-Kette. Nicht, weil es mir an Geld mangelt, sondern weil es mir Spaß macht. Zumindest die Kasse. Wenn ich aber mal nicht an der Kasse bin, dann mache ich Lobby. Lobby ist das, wenn die Leute Tabletts einsammeln, sie Einräumen und dann im Hinterzimmer säubern, damit man die wieder benutzen kann. Ich beichte, dass ich die Essensreste meistens esse. Zwar nicht die angebissenen Burger, aber die Nuggets und Getränke verzehre ich gerne. Wenn da ein halber Becher Cola drin ist, dann trinke ich den gerne mal, wenn ich gerade nicht selbst etwas dahabe. Und die übrig gelassenen Nuggets werden auch gerne einverleibt. Ich sehe auch kein Problem bei Nuggets. Die wurden wahrscheinlich nicht einmal angerührt. Und zwischen Freunden teilt man ja auch. Ich sehe da keinen Unterschied. Es ist trotzdem widerlich, aber ich liebe Nuggets nun einmal - vor allem wenn sie kostenlos sind...

Beichthaus.com Beichte #00036927 vom 27.10.2015 um 05:16:38 Uhr (20 Kommentare).

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Anmache auf dem Friedhof

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Begehrlichkeit Selbstsucht Schamlosigkeit Tod

Ich (m/26) muss beichten, dass ich Friedhöfe nutze, um Frauen aufzureißen und damit auch so einige schöne Tage verschwendet habe, da es leider nicht immer klappt. Teilweise muss ich drei oder vier Stunden warten, bis mal eine Frau kommt, die mir optisch gefällt - leider ist das Ganze nicht nur ein zeitlicher Aufwand, sondern auch finanziell nicht ganz günstig, da ich jedes Mal Blumen kaufe, damit meine Tarnung nicht auffliegt. Mittlerweile bin ich jedoch auf Plastikblumen umgestiegen, denn ich habe echt schöne Rosen gefunden, die nur mit dem Auge betrachtet einen absolut echten Eindruck machen. Wenn ich mal eine Frau gefunden habe, die mir zusagt, stelle ich mich meistens ein paar Gräber weiter und fange laut an zu Schluchzen und rede darüber, wie sehr ich meine Frau doch vermisse und wie alleine ich doch bin. Ich warte dann noch so lange, bis ich sehe, dass meine Auserwählte auch langsam das Grab verlässt, und lege dann schnell meine Rosen ab.


Im Vorbeigehen verwickele ich sie dann in ein Gespräch, wie schrecklich das doch alles ist und wie schön es wäre, wenn man jemandem hätte, der das Gleiche durchmacht. Jetzt kommt leider der Knackpunkt: Wenn sie nicht auch ihren Mann verloren hat, sondern ein Elternteil oder die Großeltern, wird aus der ganzen Geschichte meistens nichts und der Tag ist gelaufen - wenigstens kann ich dann jedoch meine Plastikblumen wieder mitnehmen. Ich will nicht wissen, auf wie vielen Gräbern schon Blumen von mir liegen. In Zukunft will ich jedoch versuchen, diese Art des Aufreißens zu lassen, da es sehr respektlos gegenüber den Trauernden ist und ich nicht wissen will, wie schrecklich sich das wirklich anfühlt.

Beichthaus.com Beichte #00036925 vom 26.10.2015 um 23:51:30 Uhr (28 Kommentare).

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Ein Kiffer ohne Perspektive

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Hochmut Zorn Selbstsucht

Ich war eigentlich immer der Loser. Also nicht, was meine Persönlichkeit angeht, sondern bezogen auf mein Leistungsverhalten. Ich konnte nie etwas durchziehen. Ausbildung abgebrochen, ohne Abschluss von der Schule, beim Bund fast im Knast gelandet. Und das alles wegen der Sauferei und Kifferei. Irgendwann hat es bei mir dann Klick gemacht. Ich habe meinen Schulabschluss über den zweiten Bildungsweg nachgeholt und war sogar studieren, habe das Studium aber ganz bewusst abgebrochen und mich in ein Arbeitsverhältnis begeben, weil ich Geld verdienen wollte. Anfangs hat es aber nur für einen Hilfsarbeiterjob gereicht. Also habe ich mich da reingehängt und nun, fast 15 Jahre später, habe ich es zu etwas gebracht. Ich bin vom Hilfsarbeiter immer weiter aufgestiegen, bis ich jetzt im Unternehmen schon ziemlich weit oben angekommen bin und Verantwortung für Mitarbeiter und Budget trage. Entsprechend hat sich natürlich auch mein Gehalt verbessert - mir geht es richtig gut und ich kann meine Familie ernähren, in Urlaub fahren, mir ein Auto leisten, und so weiter.


Nun zum beichtwürdigen Teil: Ich werde mich in den nächsten Wochen mit meinen alten Weggefährten treffen. Keiner weiß, was ich die letzten Jahre gemacht habe, aber ich war bei ihnen immer als armer Kiffer ohne Zukunft abgestempelt. Über Umwege habe ich erfahren, was die Jungs heute so machen und da geht es mir wohl mit Abstand am Besten. Ich freue mich schon auf das Treffen. Da werde ich nämlich so richtig einen vom Leder ziehen, auf den Putz hauen und den Jungs mal zeigen, wer es drauf hat. Wollen doch mal sehen, wer nun der perspektivlose Kiffer ist!

Beichthaus.com Beichte #00036922 vom 26.10.2015 um 13:40:22 Uhr (9 Kommentare).

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Unterschiedliche Erziehungsmethoden

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Vorurteile Feigheit Zorn Kinder

Eine Freundin von mir und ich sind ungefähr zur gleichen Zeit Mutter geworden, ich habe Zwillinge (Junge und Mädchen) und sie hat einen Sohn. Wie es nun mal so ist, tauschen wir uns seither oft über unsere Kinder aus und treffen uns zum Spielen. Leider hat sie eine vollkommen andere Auffassung von der Erziehung wie ich. Für mich ist es wichtig, dass die Kinder begreifen, dass es Grenzen gibt, sie dürfen nun wirklich nicht alles und können sich auch benehmen. Trotzdem dürfen sie auch mal spielen, Blödsinn machen und sich schmutzig machen. Ihr Sohn dagegen darf sich keinen noch so kleinen Fehltritt erlauben und wird sofort rundgemacht, bis er heult. Es gibt auch oft einen kleinen Klaps, wenn er sich daneben benommen hat, was ich falsch finde. Jedoch ist meine Freundin überzeugt von ihrer Erziehungsweise, da ihr Kleiner dadurch ein wahres Musterkind geworden ist. Er ist nicht laut, er macht nichts schmutzig oder kaputt, er lernt sehr schnell... aber er wirkt immer ängstlich und gleichzeitig total überdreht, wenn er dann doch mal spielen darf.


In der Wohnung darf er ja generell nicht spielen, nur draußen auf dem Spielplatz. Ich habe oft versucht, mit meiner Freundin darüber zu reden, aber sie findet ihre Methode absolut nicht falsch. Was mich so wütend macht, ist, dass sie sich noch viel darauf einbildet, dass ihr Kleiner schon so viel kann und meine beiden als unerzogene Wildfänge darstellt. Sie versteht auch nicht, dass Zwillinge einfach mehr Arbeit machen als ein Einzelkind. Ich möchte daher beichten, dass ich innerlich immer wütender werde, wenn ich mich mit meiner Freundin unterhalte und den Kontakt eigentlich nur noch nicht abgebrochen habe, weil sich unsere Kinder so gut verstehen und außerdem Angst habe, dass es irgendwann einen großen Knall gibt und ihr Junge durchdreht.

Beichthaus.com Beichte #00036921 vom 26.10.2015 um 12:41:17 Uhr (11 Kommentare).

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“Beichte

Sparfüchse der Oberklasse

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Falschheit Geiz Peinlichkeit

Meine Freundin und ich haben zusammen ein Jahresbrutto von 140.000 Euro. Gleichzeitig sind wir die größten Sparfüchse, die es gibt. Wir kommen beide aus einfachen Verhältnissen und träumen von einem Haus mit riesigem Garten. Dafür tun wir eine ganze Menge und vor allem legen wir eine Sparsamkeit an den Tag, die ich sonst von niemandem kenne. Ein paar Beispiele:

1. In meiner Firma gibt es kostenlos Obst für die Mitarbeiter. Ich greife mehrfach täglich zu, nehme das meiste aber mit nach Hause, damit ich privat kein Obst mehr kaufen muss.
2. Wenn irgendwo Pfandflaschen auf der Straße liegen, nehme ich sie mit.
3. Nirgendwo brennt unnötig Licht, Spülmaschine und Waschmaschine werden erst eingeschaltet, wenn sie komplett voll sind und wenn wir überlegen, was am Wochenende gekocht wird, gucken wir erst einmal, was noch da ist und wo das Haltbarkeitsdatum bald abläuft. So haben wir seit drei Jahren keine Lebensmittel mehr wegwerfen müssen.
4. Wir fahren beide knapp 12 Jahre alte Autos. Wenn etwas kaputt ist oder Wartungsarbeiten anstehen, fahre ich in eine günstige Mietwerkstatt in einer eher schlechten Gegend und die Menschen, denen ich da begegne, würden niemals glauben, dass ich eigentlich in einer Führungsposition arbeite.
5. Normalerweise würde mir alle drei Jahre ein neuer Audi A4 als Firmenwagen zustehen. Ich habe ausgehandelt, dass mir der geldwerte Vorteil dieses Fahrzeugs aufs Gehalt aufgeschlagen wird, damit ich weiterhin mein billiges Auto fahren kann.
6. Wenn Freunde oder Kollegen aus ähnlichen Positionen zu Besuch kommen, stehen zwar teure Spirituosen oder Weinflaschen da, die ich auch gerne anbiete, tatsächlich habe ich diese Flaschen, nachdem sie leer waren, mit deutlich günstigerem Inhalt wieder aufgefüllt. Bemerkt hat dies noch nie jemand.

Ich könnte noch zig andere Sachen aufführen, aber das würde hier den Rahmen sprengen. Meine eigentliche Beichte ist nicht, dass ich den Konsumterror, der in weiten Teilen der Gesellschaft vorhanden ist, einfach nicht mitmache, sondern Folgendes: Ich fürchte, dass mein Drang nach dem großen Garten und auch der Wunsch, so große Rücklagen zu bilden, dass ich vielleicht nicht bis 67 arbeiten muss, sondern schon viel früher Zeit mit meinen Enkeln verbringen kann, mich langsam immer seltsamer macht. Auch wäre ich gerne ein Vorbild für meine Freunde und Kollegen, weil ich weit mehr als die Hälfte meines Gehaltes jeden Monat an die Seite packen kann, aber irgendwie traue ich mich nicht so recht, offen darüber zu sprechen, um nicht als Freak zu gelten. Auch heuchle ich manchmal Bewunderung und Anerkennung, wenn sich ein Kollege eine teure Uhr oder ein Auto der Oberklasse gekauft hat oder ich in eine Wohnung komme, die aussieht wie ein Apple-Store, obwohl ich innerlich nur den Kopf schütteln kann und mich frage, wie man sein Geld derart verbraten kann

Beichthaus.com Beichte #00036920 vom 26.10.2015 um 10:59:15 Uhr (38 Kommentare).

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