Ich will nicht erwachsen sein!

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Peinlichkeit Verzweiflung

Ich (m/19) möchte beichten, dass ich es blöd finde, so schnell Erwachsen zu werden. Als Kind wollte ich immer so schnell wie möglich 18 werden, damit ich endlich Auto fahren, Alkohol trinken und Computerspiele und Filme ab 18 spielen und sehen kann, ohne das jemand zu mir kommt und sagt, dass ich noch zu jung dafür bin. Jetzt kann und habe ich auch schon alles gemacht, was ich machen wollte. Aber jetzt wird mir langsam langweilig und ich fange an, meine Kindheit zu vermissen, in der ich mit Freunden oft Fangen und Verstecken gespielt habe, meine eigene Festung aus Kissen und Decken gebaut habe und natürlich fehlt mir auch meine Playmobil-Ritterburg. Weil ich diese tolle Zeit, in der man keine Probleme hatte, nicht mehr zurückspulen kann, fehlt sie mir manchmal sehr. Deswegen hole ich mir gerne mal meine alte Playmobil-Burg aus dem Keller, die ich eigentlich für meine späteren Kinder aufgehoben habe, und fange an, damit zu spielen. Aber es ist mir sehr peinlich als (halber) Erwachsener immer noch damit zu spielen. Deswegen mache ich das nur, wenn sonst niemand zu Hause ist und ich meine Ruhe habe.

Beichthaus.com Beichte #00036997 vom 08.11.2015 um 21:23:36 Uhr (13 Kommentare).

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Meine Eltern hätten keine Kinder haben sollen!

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Hass Zorn Gewalt Aggression Familie

Ich (w/24) beichte, dass ich meine leiblichen Eltern zutiefst verachte. Nicht aus dem Grund, weil ich nicht das neuste Spielzeug bekommen habe oder mir die Grenzen gezeigt wurden. Es war sogar das Gegenteil der Fall, aber dazu komme ich noch. Meine Mutter hatte mich viel zu jung bekommen, als wir noch in Lateinamerika lebten. Mein leiblicher Vater verließ sie wegen einer anderen Frau, die er ebenso schwängerte und sitzen ließ. Dies wiederholte sich ganze vier Mal! Er kümmerte sich weder um meine Geschwister und mich, noch zahlte er Unterhalt oder rief zumindest einmal im Jahr zum Geburtstag an. Aber das ist noch der harmloseste Teil. Meine Mutter war jung, allein und schlug mich bei jeder Gelegenheit windelweich. Ob ich als Kind aus Versehen einen Becher umkippte, zu laut spielte oder mich vor Angst einnässte: Es gab immer Schläge, wenn ich irgendwas falsch gemacht hatte oder zu laut atmete, wenn ich vom Spielen erschöpft war. Sie schlug mich zwei Mal im Leben auch so zusammen, dass ich ohnmächtig wurde. Blaue Flecken, Blutergüsse, Kratzer oder gar Bissspuren waren da nicht zu selten.


Ich wurde ständig bei anderen Leuten abgeschoben, damit sie arbeiten gehen oder ihre Ruhe haben konnte. Was leider dazu führte, dass ich mit drei und fünf Jahren von zwei Vätern sexuell missbraucht wurde. Dann lernte meine Mutter einen Deutschen kennen, heiratete ihn und wir zogen nach Deutschland. Die Situation hat sich minimal beruhigt, da mein Stiefvater dazwischen ging, wenn meine Mutter mal wieder ausrastete. Sie schlug mich weiterhin, bis ich 12 wurde und ihr irgendwann körperlich überlegen war. Ich wurde in der Schule gemobbt und es ging oft auch körperlich zu. Ich lernte zwei Mädchen kennen, die Kampfsport betrieben und mir vieles beibrachten. Als meine Mutter mich zum letzten Mal geschlagen hat, bin ich ausgeflippt, habe ich ihr in den Magen geboxt und sie außer Gefecht gesetzt, indem ich ihren Fuß wegzog und sie hinfiel. Wenn mein Stiefvater nicht dazwischen gegangen wäre, hätte ich ihr vermutlich noch eine Abreibung verpasst, damit sie denselben Schmerz spürt, den sie mir jahrelang hinzugefügt hatte.


Meine Mutter bekam dann ein zweites Kind und ich machte es mir als 13-Jährige zur Aufgabe sie von der Bestie zu beschützen, die unsere Mutter war. Ich passte oft auf meine kleine Schwester auf und ließ sie kaum aus den Augen. Als meine Mutter irgendwann wieder ausflippte und gegen meine kleine Schwester die Hand erhob, habe ich mich dazwischen gestellt und meine Schwester aus dieser Situation gebracht. Als ich wieder kam, schrie meine Mutter mich wie eine Furie an, woraufhin ich sie am Kragen packte, sie gegen die Wand drückte und ihr drohte, sie beim Jugendamt zu verraten, wenn sie jemals meine Schwester anfassen sollte - doch davor würde ich sie windelweich prügeln, genauso wie sie es bei mir getan hatte, als ich klein war. Seither wurden wir beide in Ruhe gelassen.


Trotz aller Gewalt, die ich erfuhr, habe ich einen guten Realschulabschluss und das Abitur gemacht. Ich wollte etwas Gutes tun, indem ich eine Ausbildung im sozialen Bereich anfing. Jedoch brach ich diese ab, weil ich nicht damit klarkam, dass in dem Kindergarten, in dem ich arbeitete, Kinder in der Familie misshandelt wurden, die Erzieher aber nicht das Jugendamt kontaktieren wollten, weil sie nicht unnötig für Aufruhr sorgen wollten. Ähnlich wie bei mir damals, als ich mit einer aufgeplatzten und blutigen Lippe zur Schule kam und um Hilfe bat, die ich aber nicht bekam. All dieses seelische Laster habe ich jahrelang gut unterdrücken können - doch nun kamen sie alle wieder hoch. Seither bin ich in therapeutischer Behandlung, da ich mir nach dem Vorfall das Leben nehmen wollte. Ich beichte hiermit, dass ich zu schwach bin, um im Leben klar zu kommen und dass ich mir wünsche, dass meine verantwortungslosen Eltern mich niemals hätten bekommen sollen.

Beichthaus.com Beichte #00036994 vom 08.11.2015 um 17:29:33 Uhr (10 Kommentare).

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“Beichte

Drei Kuchen zum Geburtstag

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Völlerei Verschwendung

Letzte Woche hatte ich (m/21) Geburtstag. Vorher habe ich angekündigt, dass ich meinen Kumpels von der Uni etwas Gebackenes mitbringe, weil meine Mitbewohnerin und ich einen Kuchen gemacht hatten. Dummerweise haben zwei Kumpels mir auch noch je einen Kuchen gebacken. Gegessen hat aber kaum einer von ihnen. Meine Mitbewohnerin und ich saßen dann da mit all dem Gebäck - wir konnten Süßkram nicht mehr sehen, es war viel zu viel für zwei Leute und die Nachbarn waren nicht da oder haben nicht aufgemacht, Besuch gab es auch nicht, weil alle anderswo leben und es unter der Woche war. Ich habe einen Großteil entsorgt und es tut mir um das verschwendete Essen sehr leid. Aber so sehr ich die Kuchen schätzte, es ist ja auch Stumpfsinn, einer einzelnen Person zwei ganze Kuchen zu schenken!

Beichthaus.com Beichte #00036991 vom 07.11.2015 um 20:18:08 Uhr (9 Kommentare).

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Mordlust im Krankenhaus

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Zorn Aggression Boshaftigkeit Gesundheit

Ich hatte vor ein paar Monaten einen Motorradunfall, lag fast ein Monat im Krankenhaus und es ist so weit alles super verheilt. Ich war im Krankenhaus auf mehreren Stationen und hatte auch mehrere Zimmergenossen. Jetzt kommt es - ich wollte alle, bis auf einen, mit einem Kissen ersticken, da sie alle unerträglich waren. Mal davon abgesehen, dass ich das Pech hatte, dass alle Fünf geschnarcht haben. Angefangen von einer alten Oma, die einer Krankenschwester pampig und frech ins Gesicht sagt, dass sie einfach ins Bett kackt, wenn sie ihr nicht sofort hilft, weil sie sich keine fünf Minuten wegen des Schichtwechsels gedulden konnte. Bis hin zu einem Vollpfosten der meinte, die ganze Nacht in die Glotze gucken zu müssen und wenn er endlich schlafen ging, mich mit seiner Schnarchoper quälte. Ich habe mir bei drei von denen gewünscht, dass sie endlich ins Gras beißen sollen, oder ich würde das für sie machen. Ist es zu viel verlangt, dass sich Menschen zusammenreißen und höflich benehmen?! Dabei spielt es für mich keine Rolle, dass manche schwer krank sind. Sonst bin ich ziemlich ausgeglichen, aber diese Sorte Mensch weckt einfach meine Mordlust!

Beichthaus.com Beichte #00036989 vom 07.11.2015 um 04:31:53 Uhr (16 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Ein


Verbrecher des Zweiten Weltkriegs

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Neugier Familie

Meine (m/34) Großmutter ist vor Kurzem mit beinahe 100 Jahren gestorben. Da nun ihre ehemalige Wohnung geräumt werden muss, habe ich auch mitgeholfen, ihre ganzen Sachen bei meinen Eltern unterzustellen und dann zu schauen, was damit passiert. Dabei ist mir eine Kiste in die Hände gefallen, die mich neugierig gemacht hat. Ich öffnete sie und fand einige alte Notizbücher, wie sich beim Hineinsehen herausstellte, wohl alte Tagebücher meines Großvaters, der vor mittlerweile 15 Jahren verstorben ist. Ich habe ein paar davon eingesteckt und mir später daheim genauer angesehen. Sie waren wirklich schon sehr alt, ab dem Ende der Dreißiger Jahre, also noch während der Zeit des Dritten Reiches. Nun zum schwierigen Teil der Sache: Ich habe herausgefunden, was mein Großvater tatsächlich während des Zweiten Weltkrieges angestellt hat. Was ich bisher wusste, war, dass er gedient hatte, in Gefangenschaft geriet und bereits kurz nach Kriegsende zurückkehrte. Also eigentlich nichts Besonderes für jemanden seines Jahrganges. Jedoch hat er in den (zeitgenössischen) Tagebüchern detailliert beschrieben, was tatsächlich geschehen ist, und anscheinend hat er nicht in der Wehrmacht, sondern der SS gedient und gehörte zum engeren Kreis um Reinhard H., einem der Hauptorganisatoren des Holocausts.


Er schreibt in den Büchern über seine Zeit in Prag während der Besetzung Anfang der 40er Jahre, wie er hochrangige Nationalsozialisten wie Heinrich H. begegnet ist und ich lese seine tatsächliche Begeisterung für den Nationalsozialismus heraus. Ich erkenne auch seinen scheinbaren Abscheu den Juden gegenüber. Er beschreibt zum Beispiel eine Szene, in der er einer Jüdin ihre Einkäufe aus der Hand gerissen und in die Gosse geworfen hat, weil sie den Gruß nicht gemacht hatte, als er an ihr vorbeilief. Was noch viel schlimmer ist, er scheint außerdem an der Deportation der Prager Juden maßgeblich mit beteiligt gewesen zu sein, hat Konzentrationslager wie Theresienstadt persönlich besucht und war von der Notwendigkeit des Holocausts überzeugt. Das alles hat mich verständlicherweise ziemlich aus den Wolken fallen lassen, in meiner Erinnerung kenne ich ihn nur als liebevollen Großvater, der keiner Fliege etwas zuleide getan hätte. Dieses Bild in mir hat, je weiter ich mit meiner Lektüre vorangekommen bin, sehr zu wackeln begonnen, und ich beginne zu erkennen, dass er ein Kriegsverbrecher und Nationalsozialist ersten Ranges war. Und ich bin gleichzeitig neugierig und ängstlich, weiterzulesen, denn bisher habe ich noch nicht mal das erste Buch durch und keine Ahnung, wie er es scheinbar geschafft hat, straffrei auszugehen.


Meine Großeltern und Eltern haben nie etwas davon erwähnt, und ich habe keine Ahnung, ob mein Vater (ihr Sohn) überhaupt von den Machenschaften seines Vaters weiß. Meine Erziehung war ausgesprochen liberal und ich habe nie etwas von derartigem Gedankengut bei meinen Großeltern bemerkt. Nun zu meiner Beichte: Ich werde all dieses Wissen für mich behalten und weder meinen Eltern noch meinen Geschwistern oder sonst wem erzählen, was ich herausgefunden habe. Außerdem werde ich demnächst meine Eltern besuchen fahren und versuchen, auch den Rest seiner Tagebücher an mich zu nehmen. Unsere Familie hatte immer ein sehr gutes Verhältnis, das ich jetzt nicht gefährden will. Niemand hätte etwas davon, bestrafen kann man meinen Großvater jetzt nicht mehr. Es tut mir leid, aber ich bin echt fertig und das will ich meiner Familie nicht auch noch antun. Sie sollen unsere Eltern bzw. Großeltern als das in Erinnerung behalten, das sie in unseren Augen bisher waren. Außerdem weiß ich nicht, was so eine Offenbarung in der aktuellen Debatte um Flüchtlinge, wo jeder gleich rechts ist, der sich kritisch äußert, für persönliche Konsequenzen haben kann. Diese Verschleierung tut mir leid, im Grunde macht mich das nicht besser als meine Großmutter und alle sonstigen Mitwisser.

Beichthaus.com Beichte #00036979 vom 05.11.2015 um 20:23:14 Uhr (22 Kommentare).

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