Seitensprung in einer Fernbeziehung

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Begehrlichkeit Fremdgehen Selbstsucht Partnerschaft

Ich bin seit zwei Jahren sehr glücklich liiert, wir sind sogar verlobt, allerdings handelt es sich um eine Fernbeziehung und wir sehen uns nur einmal im Monat. Obwohl wir uns wirklich lieben und alles stimmt, auch der Sex, habe ich seit einiger Zeit das starke Bedürfnis fremdzugehen. Ich habe darum in einem Datingportal eine Anzeige aufgegeben, in der ich nach einer Freizeit-Partnerin suche. Dabei habe ich bei den Suchkriterien genau mein "Beuteschema" beschrieben. Insgeheim hoffe ich auf ein heißes Abenteuer, das ist klar! Dabei möchte ich meine Freundin aber auf keinen Fall verlieren. Zusammenziehen kommt übrigens aus mehreren Gründen nicht infrage. Ich weiß, dass ich im Begriff bin, eine richtige Dummheit zu begehen, aber mein Verlangen nach Intimität und Sex lässt sich nicht einfach abstellen. Ich bin in einem Dilemma und bitte um Verständnis.

Beichthaus.com Beichte #00035437 vom 11.04.2015 um 16:26:41 Uhr (18 Kommentare).

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Liegt Oma im Sterben?

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Lügen Falschheit Manie

Ich leide an einer Schizophrenie. Dadurch bilde ich mir Sachen ein, die nicht echt sind, und halte diese für die Wahrheit. Deswegen bin ich auch einmal vor zwei Jahren zu meiner Oma gefahren, statt zur Arbeit, weil ich mir eingebildet hatte, sie liege im Sterben. Ich habe mich nie getraut, meinem Chef im Nachhinein die Wahrheit zu sagen. Ich will meine Krankheit einfach geheim halten und habe schließlich nicht aus Absicht gelogen! Erst die Lügen danach, wenn ich weiter bei meinen Geschichten bleibe, tun mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00035422 vom 09.04.2015 um 16:54:36 Uhr (8 Kommentare).

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Meine Familie ist kaputt!

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Zorn Aggression Ungerechtigkeit Familie Berlstedt

Ich muss gestehen, dass ich meiner Familie das Leben zur Hölle mache, auch wenn sie es schon so nicht einfach haben. Mein Vater hatte 2000 einen Autounfall, dabei starb sein Bruder, da der Ersatzreifen eines LKWs durch unser Auto flog. Alles hat sich seitdem verändert, mein Vater redet nicht viel und ist auch nicht belastbar, er fängt sofort an zu schreien, wenn irgendwas ist, und zieht sich zurück. Meine Mutter hat damit große Probleme und ist auch Ende letzten Jahres für drei Monate in Kur gegangen. Nun zu mir - ich war seitdem wie ausgewechselt: Ich rede wenig, lächele nie, bin genauso impulsiv und stur wie mein Vater. Wenn ich mit ihm streite, brüllen wir uns durchs ganze Haus an und reden dann zwei Wochen lang nicht miteinander, sodass meine Mutter schon halb am Durchdrehen ist. Sie ist eine Powerfrau, und hat damals mich und meinen Bruder nicht geschnappt und das Weite gesucht, sondern kämpft um die Beziehung zu meinem Dad, welche seit über 40 Jahren besteht, und versucht auch so alles in Ordnung zu bringen. Ich hingegen kann einfach nicht mehr, hasse meinen Vater dafür, dass er uns alle so mental im Stich lässt, wir keine Familiensonntage mehr zusammen verbringen und allgemein nicht an einem Tisch sitzen können, ohne uns anzuschreien. Und ich gebe mir auch keine Mühe mehr, einer Eskalation aus dem Weg zu gehen.


Seit Ende letzten Jahres gehen meine Eltern zu einer Ehetherapie und ich zu einer Verhaltenstherapie. Dazu muss ich sagen, dass ich schwere Depressionen habe, kaum soziale Kontakte besitze und mich generell lieber daheim eingrabe - mit Chips und Laptop im Bett. Ich habe mich lang genug gemüht, die Ehe meiner Eltern stabil zu halten, habe meinen ersten Job gekündigt, um daheim besser "aufpassen" zu können und heimlich Papas Chaos zu beseitigen, damit meine Mum sich nicht aufregt. Und jetzt? Jetzt lasse ich selbst vieles liegen, kümmere mich nicht mehr darum, was mein Vater macht und würde am Liebsten einfach nur ausziehen. Auch meine Stimmungstiefs habe ich seit gut einem Jahr überhaupt nicht mehr unter Kontrolle und kann am Morgen lachen, mittags weinen und abends wütend herumbrüllen. Ich wünschte, ich wäre eine bessere Tochter, nicht so ein kaputtes Seelenwrack, was nichts auf die Reihe bekommt und sich insgeheim wünscht, einfach nie geboren worden zu sein.

Beichthaus.com Beichte #00035316 vom 24.03.2015 um 13:56:35 Uhr in Berlstedt (15 Kommentare).

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Meine beste Freundin, das Miststück

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Boshaftigkeit Rache Zorn Engherzigkeit Berlin

Bis vor Kurzem hatte ich (w) eine Freundin - jetzt gehen wir allerdings getrennte Wege. Wir sind beide um die Vierzig, ich verheiratet, sie ohne Mann. Vor Kurzem offenbarte sie mir, dass sie eine Affäre mit einem verheirateten Ehemann hatte, die an die zehn Jahre ging. Ich litt unter den geschilderten Details, die auch stark ins Sexuelle gingen. Mir tat die Ehefrau leid, für die meine Freundin keinerlei Mitgefühl hatte und sie sogar mit gemeinen Schimpfwörtern schlecht machte. Als ich seitdem genauer auf meine Freundin schaute, fiel mir auf, dass sie auch über andere Menschen schlecht redete und Geheimnisse verriet. Auch von ihren Freunden redete sie schlecht und herabwürdigend. Ich ärgerte mich, weil auch ich ihr mal etwas im Vertrauen erzählt hatte und nicht mehr sicher sein konnte, dass sie es für sich behält. Vor einigen Wochen erzählte mir mein Mann, dass meine Freundin mehrmals versucht hat, ihn anzubaggern, und sie machte ihm viele Komplimente und Avancen. Zugleich machte sie mich bei meinem Mann schlecht und erzählte auch prompt von meinem Geheimnis, das ich meinem Mann aber längst mitgeteilt hatte. Das wusste sie aber nicht.


Ich sah sie von dem Moment endlich als das, was sie war - einen gemeinen und gehässigen Menschen. Als ich sie erbost zur Rede stellte, beendete sie die Freundschaft und gab keinerlei Erklärungen ab, warum sie sich so verhielt. Ich war so wütend und konnte nicht verstehen, wie man so ein Mensch sein kann. Sie hat kein Unrechtsbewusstsein. Ich wollte es ihr heimzahlen und Rache nehmen und erzählte einer ihrer Freundinnen, was meine ehemalige Freundin Schlimmes und Intimes über sie in die Weltgeschichte posaunt. Zudem schrieb ich dem Affärenmann, dass ich von seiner Affäre wüsste und dass er seiner Frau die zehnjährige Affäre beichten soll, weil sie ein Recht auf die Wahrheit hat. Letzteres war nicht nur Rache, sondern mir tat die Ehefrau wirklich leid! Sowohl der Ehemann als auch die eine Freundin sprechen seitdem nicht mehr mit meiner ehemaligen Freundin, weil beide sauer auf sie sind. Der Ehemann, weil seine Geliebte alles über die gemeinsame Affäre preisgab, und die Freundin, weil sie enttäuscht ist über den Verrat meiner ehemaligen Freundin. Ich schäme mich, dass ich mich auf dasselbe Niveau gestellt habe, und beichte hiermit meine Niedertracht.

Beichthaus.com Beichte #00035180 vom 02.03.2015 um 13:58:39 Uhr in 10367 Berlin (Weißenseer Weg) (8 Kommentare).

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Kinder bei der Sex-Hotline

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Peinlichkeit Neugier Verzweiflung Telefon

Ich möchte heute etwas aus meiner Vergangenheit beichten, da ich endlich meine Schuldgefühle und Verwirrungen bezüglich dieses Ereignisses aufarbeiten möchte und mal die Meinung von anderen brauche. Ich war ein kleines Mädchen in der dritten Klasse, ungefähr neun Jahre alt. Meine Eltern waren für zwei Wochen in den Urlaub gefahren und brachten mich ein paar Straßen weiter zu meinen Großeltern - genauer gesagt den Eltern meines Stiefvaters. Am Anfang verlief alles wie geplant, meine Oma weckte mich früh auf, ich ging in die Schule und am Abend machte ich zusammen mit ihr meine Hausaufgaben. Eines Nachmittags hatte ich Langeweile, Oma machte gerade Mittagsschlaf und mein Opa hielt sich im Nebenzimmer zum Wohnzimmer auf, wo er fast seine gesamte Freizeit mit einem Armkissen rauchend am Fenster hing und die Leute beobachtete. Also hielt ich mich alleine im Wohnzimmer auf. Dort lag ein Stapel Zeitschriften, einige verschiedene Fernsehzeitschriften, jedoch auch diverse Sexzeitschriften.

Neugierig blätterte ich in diesen rum und entdeckte einige Sex-Telefon-Anzeigen. In meiner kindlichen Neugier nutzte ich es aus, dass ich unbeobachtet war, und griff zum Telefon, um dort mal anzurufen. Ich wurde auf ein Tonband geleitet, auf dem eine Frau mit einer sexuell anturnenden Stimme, versuchte, einen heißzumachen. Ich war zwar ein Mädchen und irgendwie hat mich diese Stimme ein bisschen irritiert, aber sie klang nicht unangenehm. Ich glaube sogar, dass sie mich ein bisschen erregt hat. Es war auf jeden Fall ein neuartiges Erlebnis, das irgendwie spannend war und so ging ich am nächsten Tag mit dem Heft und den Nummern in die Schule und zeigte es meiner damals besten Freundin. Sie fand das auch sehr spannend und so beschlossen wir, nach der Schule gemeinsam zu mir nach Hause zu gehen, um diese Nummern mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Ich hatte noch einen Schlüssel für meine elterliche Wohnung, wo wir ungestört waren, und dort gingen wir hin. Zu Hause hatten wir zwei Telefone, sodass wir beide parallel mithören konnten. Irgendwann wählten wir dann auch Nummern, wo man in so eine Art Live-Chat kam, wo man die Dame auf einmal mit anderen Männern reden konnte.


Ich denke, dass diese neuartigen Dinge die Sexualität betreffend auch meiner Freundin gefallen haben, sonst wäre sie nicht so verrückt danach gewesen, gleich am nächsten Tag wieder nach der Schule mit zu mir nach Hause zu kommen. Wir probierten alle Nummern aus, die in diesem Heft standen, immer gespannt, was uns denn nun erwartet. Eigentlich wurde es irgendwann eine Art Spaß, wir lachten uns irgendwann nur noch kaputt über die teilweise lächerlichen Frauenansagen. Wir hatten einfach eine Menge Spaß, auch bei meinen Großeltern rief ich diese Nummern immer mal wieder an. Jedoch wussten wir damals noch nicht, dass diese Nummern sauteuer sind. Manchmal vergaßen wir einfach den Hörer aufzulegen und so häuften sich die Summen. Irgendwann kam eine Telefonrechnung bei meinen Großeltern an. Die fielen aus allen Wolken, dass da auf einmal diese ganzen Sexnummern und eine Rechnung von über 100 Mark war. Sie waren unglaublich wütend, sprachen kein Wort mehr mit mir und riefen einen Freund meines Stiefvaters, der mal mit mir reden sollte. Dieser saß dann bei mir im Zimmer und brachte irgendwie kein Wort raus, es war eisiges Schweigen, niemand redete mit mir, klärte mich richtig auf.

Ich kam mir vor, wie ein Strafverbrecher, der eine riesige Schuld begangen hatte. Irgendwann kamen meine Eltern dann schon früher aus dem Urlaub zurück und mussten sich eine ganze Menge Vorwürfe meiner Großeltern anhören, von wegen was ich für ein perverses verkommenes Kind bin, und dass es bei so einer Mutter ja auch kein Wunder ist. Zu Hause angekommen öffneten meine Eltern dann auch unsere Telefonrechnung und da kamen nochmal 300 Mark zusammen. Es wurde kein Wort mehr mit mir gesprochen, außer die Frage, ob ich krank und pervers sei. Kein einziges Mal wurde ich aufgeklärt, was das eigentlich für Nummern seien. Eisernes Ignorieren und Abstrafen mit Nichtreden. Irgendwann belauschte ich dann meine Mutter, wie sie meine Lehrerin anrief und ihr sagte, dass ich nicht mit zur Klassenfahrt mitkommen dürfe, da ich Sex-Telefonate geführt hatte. Wie peinlich, dass jetzt auch noch meine Lehrerin Bescheid wusste. In der Pause mussten meine Freundin und ich zusammen mit ihr in einen Raum gehen, wo sie uns fürchterlich niedermachte, was das denn solle, ob wir nicht wüssten, dass das Nutten sind etc. Achja, und mit meiner damaligen Freundin verstritt ich mich dann auch noch.

Ich in meiner großen Angst sagte meinen Eltern, dass die Freundin genauso mitgemacht hatte und wir uns gegenseitig immer mehr angespornt haben, da anzurufen und sie sagte im Gegenzug ihren Eltern, dass ich die Alleinschuldige sei. Meine Eltern wollten dann noch Geld von ihren Eltern haben, was sie aber nie rausrückten. Da meine Großeltern meiner Mutter für alles die Schuld gaben, brach mein Vater kurz darauf die Beziehung zu ihnen ab und wollte keinen Kontakt mehr haben, um sich und seine Familie zu schützen. Der Kontaktabbruch hielt fast zwei Jahre, mittendrin starb meine Oma auf einmal an einem Schlaganfall, sie starb also im Streit mit meinem Vater. Ich glaube manchmal, dass er mir insgeheim dafür bis heute noch die Schuld gibt. Und das Schlimmste für mich in diesem ganzen Fall: Ich wurde damals als richtiger Perversling abgestempelt, man hat mir tiefe Schuldgefühle und Schamgefühle eingeredet. Selbst wenn ich heute noch mal mit meiner Mutter über diese Sache reden will, heißt es immer: "Für mich bleibst du nach wie vor pervers. Wärst du ein Junge gewesen, wäre es ja noch verständlich, aber du bist ein Mädchen!" Für mich sind das verdrehte Realitäten, denn ich weiß, dass ich nicht pervers bin - ich hatte auch schon längere Beziehungen mit Männern. Aber es schmerzt ungemein, eigentlich müsste ich den Kontakt zu meiner Mutter, alleine schon wegen so einer Aussage, beenden, wenn ich meine Würde bewahren möchte.

Beichthaus.com Beichte #00035170 vom 01.03.2015 um 12:19:38 Uhr (24 Kommentare).

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