In der Drachenhöhle

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Arbeit Bahn & Co.

Ich beichte, dass ich Spaß an meinem Beruf habe; ich bin Zugchef im Nah- und Fernverkehr. Habe stets ein eingeschworenes Team von ZugbegleiterInnen um mich herum und geniesse es, in die schreckgeweiteten Augen von ertappten Reisenden ohne gültigen Fahrausweis zu sehen. Letzte Woche hatte ich eine junge Zugbegleiterin an meiner Seite, die gerade erst die Ausbildung hinter sich hatte. Wir waren auf der Strecke von Fra****** nach Ham**** unterwegs. Nach der Abfahrt in F. wurde wieder Vollkontrolle durchgeführt; alle neuzugestiegenen Reisenden wurden überprüft. Unter diesen befand sich - in einem Großraumwagenabteil - auch eine ungeheuer dicke, alte Schachtel, die mit ihrem fetten Hintern glatt zwei Sitzplätze beanspruchte.
Als die Kollegin und ich sie kontrollierten meckerte sie herum, dass es hier im Wagen ja unerträglich heiss wäre, für Sauna hätte sie nicht gezahlt und wir sollten das schleunigst regeln! Ich versprach ihr das sofort in Angriff zu nehmen und drehte das Thermostat im Schaltschrank von 24°C auf 23°C;
nach dem nächsten Halt in Wies***** kamen wir beide wieder durch den Großraumwagen. Schon von weitem keifte uns die alte Vettel entgegen, dass sie um erträgliches Klima gebeten hätte und nicht um Kühlschranktemperatur; ich stellte den Regler also wieder auf 24°C und war richtig gespannt, was dem Drachen beim nächsten Mal einallen würde. Nachdem wir Kob**** verlassen hatten marschierten wir wieder durch den intern bereits "Drachenhöhle" genannten Wagen und... tatsächlich: sie sah sich bereits wieder beifallsheischend um. Dieser Zug mache ja entsetzliche Geräusche, ein ständiges Knarren und Ächzen und Schaukeln... was das denn sei, wollte sie wissen. Als ich ihr dann möglichst laut antwortete dass das immer so sei, bevor ein Zug entgleist nahm ich mit erhobenem Kopf den Beifall der anderen Fahrgäste entgegen. Bis Kö**, als sie ausstieg, schwieg die Dicke eisern. Ich bereue es nicht!

Beichthaus.com Beichte #00019877 vom 26.12.2006 um 21:38:57 Uhr (5 Kommentare).

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Die Deutschen müssen doch zusammenhalten

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Betrug Boshaftigkeit Habgier Gesellschaft Arbeit Palma de Mallorca

Ich bin seit vielen Jahren Maurer auf Mallorca. Letztes Jahr habe ich für einen reichen Schnösel, der ein Anwesen dort geerbt hat, zwei neue Torpfosten fundamentiert und gemauert. Der fragte mich dann, ob ich einen Schmied kenne, der ihm ein neues Eisentor dafür baut. Dieser Schmied kam dann und wollte unverschämte 6000 Euro dafür haben. Der Schnösel war trotzdem damit einverstanden. Ich habe dem Schmied aber gesagt, dass aus dem Deal nichts wird. Das Tor habe ich dann selber gebaut und die 6000 Euro kassiert. Das neue Tor war auch wirklich gut, bloß riss der eine Flügel von dem Scharnier ab, als der Schnösel öffnen wollte, weil ich eine Schweißnaht zu oberflächlich gesetzt hatte. Den herunterfallenden Torflügel wollte der Schnösel noch irgendwie retten, doch er war zu schwer und so fielen die beiden in die Rabatten. Auf seinen Hilferuf hin kam ich hinzu. Ich richtete den Torflügel wieder auf und habe dann diesmal wirklich korrekt den Torflügel mit dem Scharnier verschweißt – Maurer verstehen halt manchmal auch was vom Schweißen.

Der glückliche Schnösel bot mir Bezahlung an. Das habe ich natürlich abgelehnt und sagte, dass wir Deutsche im Ausland einfach zusammenhalten müssen, sonst ziehen uns die Gauner hier über den Tisch. Danach haben wir dann gemeinsam und ausführlich über die levantinische Mentalität lamentiert und zwar immer hässlicher, je mehr der großzügig ausgeschenkte Tempranillo 2001 dabei zugrunde ging. Aber ich fühlte mich dabei immer schlechter. So weit, so übel. Zu beichten ist aber bloß, dass ich dem ganzen nationalistischen Dreck vom innersten Herzen her gewohnheitsmäßig zugestimmt habe.

Beichthaus.com Beichte #00019792 vom 24.12.2006 um 13:05:48 Uhr in Palma de Mallorca (2 Kommentare).

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“Beichte

Ich bin ein erfolgreicher Detektiv!

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Falschheit Arbeit

Ich bin Detektiv in einem großen Kaufhaus. Vor der Weihnachtszeit stecke ich Leuten heimlich Sachen in deren Taschen, um sie dann später zu erwischen! Eines ist dadurch sicher, nämlich mein Weihnachtsgeld! Fangprämie sei Dank!

Beichthaus.com Beichte #00019666 vom 20.12.2006 um 05:37:55 Uhr (5 Kommentare).

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Weihnachtsgeld

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Habgier Hass Arbeit Weihnachten

Ich habe dieses Jahr ganze 30 € Weihnachtsgeld bekommen. Für diese scheiß 30 € musste ich mich noch bedanken!
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Beichthaus.com Beichte #00019651 vom 19.12.2006 um 17:39:52 Uhr (5 Kommentare).

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“35.000

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Die Probleme meiner Patienten

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Schamlosigkeit Gesundheit Arbeit Cranzahl

Ich bin Facharzt (Gynäkologe) und mache mich mit meinen Freunden über die Probleme meiner Patienten lustig. Manchmal nehme ich sogar als Beweis Krankenakten mit. Es ist jedes Mal lustig und ich bereue es nicht.

Beichthaus.com Beichte #00019628 vom 18.12.2006 um 19:36:23 Uhr in Cranzahl (7 Kommentare).

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