Grundlose Eifersucht

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Eifersucht Falschheit Feigheit Neid

Ich (w/20) habe eine sehr gute Freundin, die ich seit meinem vierten Lebensjahr kenne. Inzwischen studieren wir beide und uns trennen mehrere Hundert Kilometer. Wir sehen uns vielleicht zwei- bis dreimal im Jahr, wenn wir beide bei unseren Eltern sind. Trotzdem halten wir guten Kontakt. Seit etwa einem Jahr habe ich auch einen Freund. Mein Freund und die besagte Freundin sind sich einmal zwischen Tür und Angel begegnet und haben nur ein paar Worte gewechselt. Die Begegnung war so kurz, dass sich mein Freund ein paar Wochen später, als ich ihn darauf ansprach, nicht mehr an sie erinnerte.


Mein Freund und ich liegen uns des Öfteren in den Haaren, weil wir uns in grundlegenden Beziehungsthemen nicht immer einig sind. Wir lösen zwar unsere Konflikte, aber es gibt schon Punkte, an denen es von Vorteil wäre, wenn wir von vorneherein übereinstimmen würden. Wenn ich mich mit meiner Freundin über Beziehungsthemen unterhalte - nicht über meine Beziehung, sondern im Allgemeinen - fällt mir verstärkt auf, dass sie wohl in vielen Punkten ähnlich tickt wie mein Freund. Außerdem ist sie sehr hübsch, größer als ich und ich bewundere sie dafür, wie sie ihr Leben meistert. Unsere Freundschaft ist trotzdem ausgeglichen, denn ich bin auch kein Mauerblümchen. Außerdem sind wir uns in vielen Punkten auch sehr ähnlich. Allerdings erfinde ich seit einigen Monaten immer Ausreden, wenn sie mir vorschlägt, mich mal zu besuchen. Ich versuche zu vermeiden, dass sie meinen Freund kennenlernt. In meinem Kopf hat sich ein Bild eingebrannt, wo die beiden sich kennenlernen und unsterblich ineinander verlieben. Meine Freundin hat nämlich alles, was mein Freund an mir mag, und ist ihm zusätzlich noch in vielem ähnlicher als ich. Ich beichte also, dass ich die beiden einander nur nicht vorstellen will, weil ich schon vorher grundlos eifersüchtig bin.

Beichthaus.com Beichte #00031972 vom 29.09.2013 um 23:48:52 Uhr (15 Kommentare).

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Vorrecht auf den Parkplatz

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Rache Vandalismus Aggression Nachbarn Auto & Co.

Vorrecht auf den Parkplatz
Vor meiner Tür habe ich einen super Parkplatz, nur ist es so, dass bei uns in der Straße die Parkplatzsituation manchmal etwas schwierig ist. Als ich hier neu hergezogen bin, habe ich natürlich immer, wenn der Parkplatz vor meiner Tür frei war, dort geparkt. Irgendwann ist mir aufgefallen, dass das alte Rentnerehepaar, das unter mir wohnt, das Auto direkt auf den Parkplatz stellte, wenn ich ihn mit meinem Auto verlassen habe - warum wusste ich nicht. Jedenfalls stand die meiste Zeit das Auto dieses Rentnerpaares auf dem Parkplatz. Eines Tages parkte ich wieder dort und dann rief mir die Oma aus dem Fenster zu, dass ich dort nicht parken darf. Ich erkundigte mich warum, und sie erklärten mir, dass die beiden schon immer da parken und das jemand wie ich, als Gast in diesem Land, schon gar nicht das Recht dazu hätte - ich bin Südländer. Ich ging auf diesen Schwachsinn nicht weiter ein und machte mich auf den Weg nach Hause. Danach ging das Paar dazu über, mir immer kleine Zettel auf die Scheibe zu legen, auf denen irgendetwas mit Gewohnheitsrecht stand und das sie mich anzeigen wollen, wenn ich weiter da parke. Sogar die Polizei wurde schon gerufen, was dabei rauskam, könnt ihr euch denken, das Paar wurde ausgelacht. Jedenfalls kam ich eines Tages, spät nachts, von einer längeren Dienstreise nach Hause. Ich war eh schon geladen von der Arbeit und dann sah ich diesen riesigen Kratzer auf meiner Motorhaube, mein Auto stand wieder auf dem besagten Parkplatz. Also klingelte ich die beiden, dem ersten Verdacht folgend, aus dem Bett und fragte direkt was das mit dem Kratzer soll und dass ich die Polizei rufe. Ich wurde allerdings nur belächelt und die beiden sagten mir, dass ich nichts beweisen kann. Also ging ich hoch, schnappte mir meinen Golfschläger, ging hinten herum über den Garten der beiden zu deren Terrasse und habe dort eine Scheibe eingeschlagen. Im Endeffekt konnte man auch mir nichts nachweisen - und ich muss immer noch lachen, wenn ich daran denke. Die beiden haben wohl den Schreck ihres Lebens bekommen, aber seitdem gibt es keine Zettelchen oder Kratzer mehr an meinem Auto.

Beichthaus.com Beichte #00031971 vom 30.09.2013 um 03:02:09 Uhr (30 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

In der falschen Zeit geboren

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Ignoranz Hochmut Unglaube Gesellschaft

Im Grunde genommen ist das nicht einmal eine richtige Beichte, aber ich muss es einfach loswerden. Seit ich klein bin, habe ich das Gefühl, dass etwas mit mir nicht stimmt. Je älter ich wurde, desto mehr hat es sich bestätigt. Ich bin "anders", aber ich bin nicht stolz darauf. Die Jugend von heute, meine Generation, sehe ich so: Für die Meisten spielen Partys, Rauchen, Alkohol, Sex, teilweise Drogen und andere Oberflächlichkeiten, so auch das Selbstbild, Mode, diverse Trends und generell das Äußere, eine große Rolle. Für mich nicht. Ich hasse Partys, vor allem, wenn sie laut und groß sind und sich viele abfüllen. Ich bin volljährig, aber ich habe noch nie Alkohol getrunken, geraucht oder Drogen konsumiert. Genau genommen habe ich es auch niemals vor. Es ist für mich selbstverständlich, dass diese Dinge einfach "schlecht" für mich sind, was aber nichts mit der Erziehung meiner Eltern oder so zu tun hat. Außerdem bin ich noch Jungfrau und Sex im Allgemeinen hat mich noch nie wirklich interessiert. Alle Oberflächlichkeiten sind für mich nebensächlich. Ich achte zwar auf Hygiene, aber so etwas wie Schminke wollte ich auch erst, als ich 16 wurde. Genau genommen habe ich mich vorher nicht im Geringsten über mein Aussehen oder die Meinung anderer gekümmert. Mode und sonstige Trends interessieren mich bis heute nicht - ich finde es schlichtweg hirnlos, irgendwelchen Idolen nachzuäffen und wie selbstverständlich das zu tun, was alle tun. Mein Erscheinungsbild ist dementsprechend "anders", ebenso wie meine Denkweisen. Ich habe manchmal sogar das Gefühl, als sei diese Überzeugung, diese Grundeinstellung gegenüber der Gesellschaft von Geburt an da gewesen.


Eigentlich bin ich erst darauf aufmerksam geworden, als das Thema im Pädagogikunterricht zur Sprache gebracht wurde. Die Charakter- und Identitätsentwicklung bei jüngeren Jugendlichen. Die angebliche Tatsache, dass sich alle im Alter zwischen 12 und 15 extrem anpassen und dazugehören wollen. Ich habe dabei festgestellt, dass nicht auch nur einer der Punkte auf mich zutraf. Alles in allem ist mir diese Gesellschaft, in der ich lebe, ohnehin viel zu schnell, hektisch und laut. Der technische Fortschritt interessiert mich ebenfalls nicht. Ich besitze beispielsweise kein Smartphone, sondern nur ein älteres Mobiltelefon mit vergleichsweise wenigen Funktionen, aber nicht einmal das brauche ich. Für andere Dinge wie schnelle Autos, Markenbekleidung oder moderne Musik besitze ich ebenfalls kein Interesse. Ich habe oft das Gefühl, als sei ich in der falschen Zeit geboren worden. Im Prinzip habe ich auch keine richtigen Freunde und meine Bekannten meinen immer, ich könne doch gleich in ein Kloster gehen. Manchmal werde ich auch gefragt, ob ich Selbstzweifel habe, aber die habe ich nicht. Ich kann noch nicht einmal sagen, nach welcher Überzeugung ich lebe, aber viele Dinge, die den meisten Menschen wichtig erscheinen, sind mir vollkommen egal. Das Einzige, wonach ich suche, sind Wissen und Erkenntnis. Allerdings bereue ich es, dass ich das hier allen, die mir wichtig sind, genau so erzählt habe. Seitdem ist mein Bekanntenkreis noch kleiner geworden. Ich beichte im Prinzip also nur, dass ich "anders" bin und die Gesellschaft einfach nicht verstehe.

Beichthaus.com Beichte #00031970 vom 30.09.2013 um 01:41:56 Uhr (59 Kommentare).

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Böses Erwachen

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Trunksucht Morallosigkeit Selbstsucht

Gestern haben wir den Geburtstag meiner besten Freundin gefeiert. Wir waren alle ziemlich gut dabei und eine war eben schon ziemlich betrunken. Irgendwann meinte sie, sie würde gerne zu XX nach Hause gehen, und schauen, was der Abend noch bringt. Wir hielten es für einen Scherz, da sie ihn im nüchternen Zustand nicht mag und ihn unattraktiv findet. Als meine beste Freundin und ich uns dann auf den Heimweg machten, erkundigten wir uns, ob sie mit uns fahren möchte. Sie sagte allerdings wieder, dass sie bei XX schlafen würde. Da wir die letzte Bahn nicht verpassen wollten, ließen wir sie dann zurück, weil sie einfach nicht mit uns gehen wollte. Jetzt tut es mir richtig leid, dass wir sie nicht davor bewahrt haben, dass sie heute ein ziemlich böses Erwachen haben wird, da XX seine Chance genutzt haben wird und sie vielleicht nicht einmal mehr weiß, was alles passiert ist.

Beichthaus.com Beichte #00031969 vom 29.09.2013 um 10:06:06 Uhr (12 Kommentare).

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“Folge

Ein Leben aus Lügen

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Lügen Falschheit Zwang

Ich möchte beichten, dass ich perfekt lügen kann und das auch nutze. Schon als kleines Kind habe ich gelernt, dass man viel Ärger verhindern kann und Strafen entgeht, wenn man nicht die Wahrheit sagt. Wurde ich beim Lügen erwischt, war das für mich kein Grund, damit aufzuhören, sondern ein Ansporn, das Lügen zu verbessern. In der Pubertät war ich quantitativ auf dem Lügen-Zenit - ich ersparte mir damit jede Menge Hausarrest und Diskussionen. Wirklich schlimme Dinge habe ich nicht getan, die üblichen Teenager-Eskapaden halt, aber warum mit Mama über die falschen Freunde und den Alkohol- und Zigarettenkonsum diskutieren, wenn man dies ebenso verheimlichen kann? Wieso von Papa Ärger bekommen, weil man zu spät nach Hause kommt? Ein platter Reifen durch einen Nagel in der letzten Kurve vor dem Haus war doch Erklärung genug. Leider wurde ich immer noch ab und an beim Lügen erwischt. Als junger Erwachsener habe ich das Lügen dann perfektioniert. Ich recherchierte die physiologischen Abläufe und trainierte mir diese ab - häufiges Blinzeln, bestimmte Handbewegungen etc. Die Dinge, die man nicht beeinflussen kann, wie vermehrtes Schwitzen an den Händen und leichtes Erröten, wurden mit der Zeit weniger, da ich abgeklärter wurde.

Außerdem entwickelte ich ein System, um eine Lüge möglichst glaubwürdig rüberzubringen. Nah an der Wahrheit, eventuell leichte Eingeständnisse, aber nie haargenaue Erinnerungen. Auch die glaubwürdigste Reaktion ermittelte ich empirisch. Wann muss ich auf einen Vorwurf enttäuscht reagieren, wann eher aggressiv? Ich beobachtete Menschen, die mit falschen Vorwürfen konfrontiert wurden, und merkte mir deren Verhaltensweisen. Ich bin kein notorischer Lügner und kann auch zu meinen Fehlern stehen, aber oftmals sehe ich nach wie vor Vorteile im Lügen - und dann sage ich auch nicht die Wahrheit. Damit fahre ich seit vielen Jahren sehr gut und ich wurde seit Jahren nicht mehr beim Lügen erwischt, da ich mein System so verinnerlicht habe. Ich nutze mein Lügen meist für positive Dinge und vermeide somit Streit und unnötigen Ärger, auch für andere Personen. Mittlerweile ist das Lügen schon fast eine Art Zwang - ich überlege nicht mehr, ob ich besser die Wahrheit sage oder nicht, ich reagiere instinktiv, um meinen Arsch, oder den von Freunden, zu retten.

Meine Moralvorstellungen und Werte halten mich allerdings davon ab, in heiklen Situationen zu lügen. Zum Beispiel würde ich vor Gericht immer die Wahrheit sagen! Aber ich glaube, ich kann mittlerweile so perfekt lügen, dass selbst ein Psychologe nicht erkennen würde, dass ich nicht die Wahrheit sage. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass ich einen Lügendetektor austricksen kann, zumindest die Dinger, die in Talkshows verwendet werde. Einige wenige Freunde wissen, wie gut ich lügen kann, da ich es schon für sie eingesetzt habe - ich kann allerdings nicht verstehen, wieso sie mir überhaupt noch vertrauen und glauben. Manchmal glaube ich mir selbst nicht mehr...

Beichthaus.com Beichte #00031967 vom 29.09.2013 um 03:24:05 Uhr (24 Kommentare).

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