Die Wirkung fremder Tränen

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Fetisch Morallosigkeit

Ich habe seit etwa drei Jahren einen ungewöhnlichen Fetisch. Mich machen Tränen extrem geil. Meine eigenen nicht, nur die von anderen. Aus diesem Grunde gehe ich häufig auf Beerdigungen. Ich suche mir dann in der Zeitung immer Todesanzeigen raus und besuche die Beisetzungen. Da ich geeignete Arbeitszeiten habe und vormittags häufig nicht arbeite, habe ich oft Zeit. Wenn dann Leute weinen und ich Tränen sehe, spüre ich eine gewisse Geilheit in mir. Es ist nicht so extrem wie ein richtiger Orgasmus beim Sex, aber in mir regt sich eine Menge. Es fing damit an, dass ich vor drei Jahren eine Frau im Fernsehen sah, die ganz hemmungslos am Flughafen geweint hat, weil sie ihre Tochter verabschiedet hat, die ein Jahr im Ausland verbringen würde. Es war unfassbar, als ihr die Tränen über das Gesicht liefen. Auch macht es mich extrem an, wenn ich Tränen von anderen an mir spüre. Vor dem Sex versucht mein Freund inzwischen auch schon, dass ihm die Tränen aus den Augen laufen. Er hat schon viel probiert - vom Zusammenpressen der Augen bis hin zum Zwiebeln schneiden. Einfach nur, damit ich seine Tränen auf meiner Haut spüren kann und viel schneller zu Orgasmus komme. Ich schäme mich nicht wirklich dafür, dass ich einen Fetisch habe, sondern eher dafür, dass ich mich an den Tränen und dem Leid anderer aufgeile.

Beichthaus.com Beichte #00033241 vom 10.05.2014 um 12:05:26 Uhr (18 Kommentare).

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Mord an der Mitbewohner-Spinne

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Ekel Zorn Tiere Mord Villach

Vor ein paar Tagen sah ich unter dem Rand der Klomuschel, wo sich der Dreck gerne sammelt, etwas hervorlugen. Bei näherer Betrachtung stellte sich heraus, dass sich eine ziemlich große Spinne unter dem besagten Rand häuslich niedergelassen hatte. Da ich aber, entgegen aller Vorurteile gegenüber Frauen, keine Angst vor Spinnen habe, ließ ich sie an ihrem Platz und wunderte mich nur, was es in einem Klo für eine Spinne wohl zu fressen gibt. Da sie allerdings ziemlich groß war, dürfte sie nicht an Hunger gelitten haben. Einige Tage ging das Zusammenleben gut - bis heute Morgen. Ich hatte gerade mein kleines Geschäft verrichtet und pflege danach noch eine Viertelstunde eine Zeitschrift am stillen Örtchen zu lesen. Auf einmal spürte ich, wie die "Mitbewohner-Spinne" flink über mein Hinterteil und meinen Intimbereich krabbelte. Ich sprang auf, die Spinne fiel zurück ins WC und krabbelte wieder in ihr Versteck. Ich habe sonst wirklich nichts gegen Spinnen, aber mich hat es so angewidert, dass die Spinne auf mich gekrabbelt ist! Ich habe die Spinne deshalb mit einer gefüllten Wasserflasche aus ihrem Versteck gespült. Als sie im Wasser zappelte und zurückklettern wollte, hätte ich sie einfach runterspülen können. Nein, ich habe meine schärfsten Putzmittel zusammengesucht und habe sie dem Tierchen ins Wasser geleert. Die Spinne zappelte noch ein oder zwei Minuten, aber die Mittel waren so scharf, dass sogar Rauchschwaden aus dem Wasser aufstiegen und die Spinne ihr Leben lassen musste. Ich möchte hiermit beichten, dass ich einem eigentlich schönen aber doch ziemlich lästigen Lebewesen vorsätzlich Leid zugefügt habe. Eigentlich bin ich sonst nicht so, aber das musste sein. Ich bitte um Absolution für meinen Spinnenmord.

Beichthaus.com Beichte #00033239 vom 10.05.2014 um 07:41:07 Uhr in 9500 Villach (Europaplatz) (19 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der Genuss von Bio-Lebensmitteln

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Diebstahl Ernährung Arbeit Bad Oeynhausen

Ich habe mal in einer Drogerie gearbeitet, in der auch Bio-Lebensmittel angeboten werden. Da in dem Markt allgemein sehr mies mit den Mitarbeitern umgegangen wird, man den ganzen Tag schuften muss und oft auch die halbe Stunde Pause wegfällt, habe ich, wenn ich im Lager war, ab und zu eine Tüte Bio-Brot aufgemacht und gegessen. Schließlich hat ein Mensch auch mal Hunger und durch die fehlende Pause blieb keine Gelegenheit zum Essen. Ab und zu gab es auch mal ein vegetarisches Bio-Würstchen oder Bio-Schokolade. Die Verpackungen habe ich immer ganz unten im Müllsack verschwinden lassen. Ich habe deshalb ein schlechtes Gewissen und mir tut es für die Firma leid, die die Produkte herstellt und durch mich Verluste gemacht hat. Mittlerweile arbeite ich zum Glück nicht mehr dort und muss nicht mehr heimlich im Lager von den Vorräten nehmen.

Beichthaus.com Beichte #00033235 vom 09.05.2014 um 18:11:54 Uhr in 32547 Bad Oeynhausen (5 Kommentare).

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Einbruch bei der Geheimgesellschaft

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Morallosigkeit Diebstahl Falschheit Nachbarn

Ich (m/33) wohne seit Jahren in einer sehr ruhigen und guten Wohngegend, und lege auch sehr viel Wert darauf, denn ich habe keine Lust, mir wie in meiner alten Wohnung ständig die Streitereien irgendwelcher Nachbarn anhören zu müssen, oder wilde Partys unter der Woche zu ertragen. Mein Job als Berufsschullehrer ist anstrengend genug. Eines Tages zog im Haus neben mir ein junger Mann ein, er schrie schon beim Einzug ständig herum, hing die ganze Zeit wahlweise an einer Zigarette oder an einer Bierflasche. Kurz darauf fingen bei einer alten Frau, die im Erdgeschoss wohnte, kleine Bagatelldiebstähle an. Zuerst nur Balkonpflanzen, dann auch mal ein Windlicht. Die Pflanzen standen anschließend bei ihm in der Wohnung am Fenster. Die alte Frau traute sich aber nicht, etwas dagegen zu unternehmen, was den Typen immer dreister werden ließ. Bald waren Kellertüren aufgebrochen und es fehlte Kleinkram, Teile von Fahrrädern kamen abhanden, manchmal auch gleich das ganze Fahrrad. Alle Anzeigen verliefen im Sand, und die Polizei schien auch kein sonderlich großes Interesse daran zu haben, die Sache aufzuklären. Wir äußerten mehrmals den Verdacht, dass es sich bei dem Täter um den jungen Mann handelte, der auch sonst ziemlich viel Unruhe in die Siedlung brachte, nachts auf der Straße herumgrölte, und immer so tat, als könnte er tun und lassen, was er wollte. Irgendwann waren ihm die Keller nicht mehr gut genug, und er begann, dilettantische Einbruchsversuche in die Wohnungen der Umgebung zu unternehmen.


Natürlich war auch das der Polizei wieder relativ egal, obwohl unsere Wohnungstüren eindeutige Spuren aufwiesen. Er hingegen stellte sich bei der Auswahl der Wohnungen gar nicht so dumm an. Er fand heraus, wessen Auto zu welcher Wohnung gehörte und versuchte es dann jeweils dort, wenn das Auto nachts weg war. Erfolgreich war er dabei zwar nie wirklich, aber immerhin hartnäckig genug, um in unsere Falle zu tappen. Ich parkte einfach eines Nachts mein Auto ein paar Straßen weiter, und lud ein paar Kumpels ein, um ihn zu überraschen und vielleicht sogar so lange festhalten zu können, bis die Polizei eintraf. Beim Warten auf ihn, und dem einen oder anderen Bier legten wir uns bestimmte Szenarien zurecht, was man mit ihm anstellen könnte. Natürlich kam er dann nicht genau in dieser Nacht, aber wir wiederholten die Aktion ein paar Wochen lang, und schließlich klappte es. Mitten in der Nacht hörten wir Türgeräusche. Er versuchte, mit einem langen Schraubenzieher die Tür aufzuhebeln. Ich riss die Tür auf, und er sah mich überrascht an, als einer meiner Kumpels ihm auch schon eine volle Ladung Pfefferspray ins Gesicht sprühte. Er wich instinktiv zurück, laut aufheulend, stolperte dabei, und prallte dummerweise mit dem Kopf direkt auf das Treppengeländer.


Dann blieb er benommen liegen. Einer der anwesenden Kumpels war glücklicherweise Rettungssanitäter und sah sofort nach, ob der Typ ernsthafte Verletzungen hatte. Es schien allerdings nicht so, er war einfach nur weggetreten. Wir beratschlagten, was zu tun war, dann beschlossen wir, ihm mal einen ordentlichen Schrecken einzujagen, einem Szenario entsprechend, das wir uns beim Bier ausgeklügelt hatten. Wir fesselten ihn also in meinem Flur an einen Stuhl, dann stülpten wir ihm einen Kissenüberzug mit Luftlöchern über den Kopf, knebelten ihn mit einer Socke, und hielten ihm Riechsalz unter die Nase. Er wurde wach und begann sofort an seinen Fesseln zu zerren. Ich tat in der Zwischenzeit so, als würde ich mit jemandem telefonieren. Einer meiner Kumpels schritt immer auf und ab, und die anderen tuschelten leise im Wohnzimmer. Der Typ wurde indessen immer unruhiger, als er mir beim Telefonieren zuhörte. Ich sprach unter anderem davon, dass ich nicht wüsste, was und wie viel er gesehen hatte, und dass wir ihn erst noch befragen müssten. Außerdem müssten wir ja herausfinden, ob er für die Gegenseite arbeitete, allerdings sagte ich auch, dass ich das angesichts des Dilettantismus seines Versuches nicht glaubte. Es stelle sich also die angebliche Frage, ob wir ihn verschwinden ließen, oder erst einmal unserer Organisation übergaben. Er bäumte sich auf, kippte fast mit dem Stuhl um, sackte aber dann irgendwann zusammen und begann erstickt zu schluchzen, was mir doch etwas leidtat. Vom Knebel befreit bettelte er uns an, ihm nichts zu tun, er würde auch bestimmt nichts sagen. Ich erklärte ihm, dass er ab jetzt rund um die Uhr beobachtet werden würde, und wir ihn, wenn er ein Sicherheitsrisiko für unsere Organisation darstellen würde, direkt aus dem Verkehr ziehen würden. Quasi noch in derselben Sekunde. Dann jammerte ich noch kurz mit meinen Kumpels herum, was das wieder für ein sinnloser Aufwand mit den Satelliten sei, und ob man ihn nicht einfach beiseite hätte schaffen können, aber schließlich entließen wir scheinbar zerknirscht das jammernde Häufchen Elend nach Hause. Zwei Wochen später war er mit Sack und Pack weg. Nur die gestohlenen Pflanzen vertrockneten langsam im Fenster vor sich hin.

Beichthaus.com Beichte #00033225 vom 08.05.2014 um 15:09:11 Uhr (11 Kommentare).

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Bilderbuch-Nerds ohne Leben

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Aggression Zorn Verzweiflung Hass Arbeit

Irgendetwas stimmt mit mir nicht. Damit meine ich, dass ich es einfach nicht schaffe, auf Dauer zu funktionieren. Ich bin ein sehr unabhängiger Mensch, neige sehr oft zum tagträumen und grüble über jede Kleinigkeit, die mir im Leben begegnet, nach. Ich glaube, ich bin depressiv, da ich auch schon Mitte 20 bin und einiges im Leben verpasst habe, wie zum Beispiel die wilden Zeiten in der Pubertät. Angefangen hat es mit ungefähr 18-19. Ich habe das Abitur verkackt, aber trotzdem habe ich die Kurve gekriegt, privat Informatik studiert und bin in einem DAX-Konzern gelandet. Nach knapp drei harten Jahren im Job habe ich keine Lust mehr auf den Scheiß. Ich hasse es zu programmieren, dabei bin ich Softwareentwickler! Den ganzen Tag vor dem Bildschirm zu sitzen und das, wenn meine ganzen Kollegen absolute Scheißnerds sind. Ich komme auf diese Leute einfach nicht mehr klar. Am liebsten würde ich jeden Tag einen von ihnen krankenhausreif verprügeln, so sehr kocht meine Wut. Und wie kann die Gesellschaft nur von einem Menschen erwarten, sein ganzes Leben lang dieselbe Tätigkeit auszuüben?


Ich bin ständig am Grübeln, wie ich mein Leben ändern kann. Ich habe schon ein paar Mal intern zwischen Projektgruppen gewechselt, weil ich mit meinem Chef nicht klarkam, der eben ein Bilderbuch-Nerd ist. Ich habe so eine Wut auf diese spießigen Nerds. Als Normalo kann man es fast vergessen, in dieser Branche dauerhaft erfolgreich und glücklich zu werden. Ich rate jedem davon ab, Informatik zu studieren, wenn er nicht schon zu Schulzeiten ein absoluter Nerd war! Willst du Erfolg, musst du sehr viel dafür opfern! No life ist die Devise. Oder du siehst die anderen Nerds und fühlst dich als Versager. Depressionen ohne Ende. Sich mitten im Leben wiederfinden, todunglücklich und keinen Plan, wie man da wieder rauskommt. Ich hätte so gerne eine Freundin! Vielleicht würde jemand es so schaffen, mich aus meinem Loch wieder rauszuziehen. Oder wenigstens ein paar Freunde wären nicht schlecht. Aber ich habe kaum mehr Freizeit, geschweige denn Lust, etwas zu machen. Ich bin gestresst und gehe unter. Die Wut und der Hass wachsen. Ich erkenne mich selbst nicht mehr wieder. Früher war ich der coole Junge, der gerne abends weggeht. Jetzt ist das nur noch selten der Fall und wenn, dann kann ich mich gar nicht mehr amüsieren. Diese Wichser haben mir meine Lebensfreude genommen!

Beichthaus.com Beichte #00033223 vom 08.05.2014 um 02:54:46 Uhr (18 Kommentare).

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