Aufgepeppte Kinderbücher für Erwachsene

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Peinlichkeit Morallosigkeit

Aufgepeppte Kinderbücher für Erwachsene
Ich (m/26) habe, ohne mich selbst loben zu wollen, ein gewisses illustratorisches Talent. Das bedeutet, ich habe schon seit frühester Kindheit gerne gezeichnet und Comics erstellt. Als ich dann etwa in die Pubertät kam, fing ich nebenbei auch noch damit an, alte Kinderbücher ein bisschen "aufzupeppen." Die lagen ohnehin ungelesen herum und wären auf kurz oder lang in die Tonne gewandert. Habe ich jedenfalls gedacht. So kam es, dass ich beispielsweise ein unschuldiges Bilderbuch vom "Michel aus Lönneberga" mit Sprechblasen, diversen Zeichnungen und Sprüchen in ein verstörendes Werk für Erwachsene umarbeitete. Auch andere Bilderbücher mussten dran glauben. So weit, so seltsam.
Probleme gab es erst, als ich ein paar Jahre später wieder daran dachte und mich an meinen alten Werken ergötzen wollte. Diese waren jedoch spurlos verschwunden. Auf meine vorsichtige Nachfrage, wo das ganze "alte Zeug" denn hin sei, eröffnete mir meine Mutter dann etwas peinlich berührt, dass ich wohl nach meinen Büchern fragen würde, die sie, ohne Böses zu ahnen, meinem Onkel für dessen Kinder gegeben hatte. Ohne zu wissen, was ich damit angestellt hatte. Während ich einen hochroten Kopf bekam, eröffnete sie mir, dass er meinen Humor wohl nicht so ganz teilen konnte und mich seitdem immer ein bisschen schief anguckt.

Beichthaus.com Beichte #00033743 vom 10.08.2014 um 13:44:54 Uhr (6 Kommentare).

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Mit der Biokanone beim Langlaufski

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Ekel Unreinlichkeit Dummheit Morallosigkeit Urlaub

Meine Beichte bezieht sich auf ein Ereignis, welches schon weit über zwanzig Jahre zurückliegt. Ich war damals mit ein paar Kumpels samt Freundinnen im Harz Langlaufski fahren. Eines Tages war ich mit zwei von ihnen nach der Vormittagstour und dem gemeinsamen Mittagessen in einem Gasthof noch kräftig einen bechern. Die Frauen sind dann irgendwann los und es wurde früher Nachmittag, bis wir Männer uns dann angeheitert - aber noch nicht stockbesoffen - ebenfalls auf den Weg machten. Auf dem Weg zurück bekam ich plötzlich den starken menschlichen Drang, mal ein bisschen Fracht loszuwerden. Allerdings nicht so stark, als dass ich es nicht hätte zurückhalten können. Kaum hatte ich aber mein Bedürfnis mitgeteilt, kam einer meiner Kumpels auf die Idee, die Loipe für die Langlaufski als Toilette zu missbrauchen. Angeheitert, wie ich war, stimmte ich angesichts des ohnehin recht einsamen Waldstücks, in dem wir fuhren, unter der Bedingung zu, dass die beiden Schmiere stünden. Beim nächsten Stück bergab hielten wir also und ich entleerte mich einigermaßen zielsicher in die Loipe, die verlief wie zwei Spuren einer Schiene. Zwar hatte ich mit der Biokanone in der rechten Spur das größere Hindernis aufgebaut, aber wer auch immer die nächste Talfahrt über diesen Abschnitt zurückgelegt hat, dürfte keinerlei Chance gehabt haben, meinen Hinterlassenschaften auszuweichen. Ich habe mich dann unter dem Gegröle meiner Kumpels mit einer Serviette notdürftig gesäubert und dann sind wir eilig getürmt. Damals fand ich es unglaublich lustig, heute nur noch kindisch und dumm.

Beichthaus.com Beichte #00033738 vom 08.08.2014 um 22:39:25 Uhr (4 Kommentare).

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Das ungewollte Kind

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Verzweiflung Hass Falschheit Familie

Ich (w/21) verfluche meine Mutter. Warum? Folgende Geschichte dazu: Als ich drei Jahre alt war, trennten sich meine Mutter und mein Vater. Ich wohnte als Kleinkind mit meiner Mutter alleine. Sie heiratete dann erneut einen Mann und der Kontakt zwischen meinem Vater […]
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Beichthaus.com Beichte #00033734 vom 08.08.2014 um 09:27:46 Uhr (23 Kommentare).

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Das Auto im Teich

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Faulheit Stolz Ungerechtigkeit Dummheit Auto & Co. Gescher

Ich (m/56) beichte, dass mein Bruder (59) und ich damals echt nur Mist gebaut haben. Damals, als ich 6 Jahre alt war, kam es vor, dass mein Bruder auf mich aufpassen musste, weil unser Vater damals oft beruflich unterwegs war. Er hat uns dann meist kleinere Aufgaben dagelassen. Jedenfalls war unser Vater recht früh alleinerziehend, da unsere Mutter mit einem anderen Typen abgehauen ist. In der Abwesenheit unseres Vaters haben wir seine Aufgaben natürlich recht schnell vergessen. Wir sind lieber mit anderen Kindern durch den Wald gezogen. Und wenn unser Vater dann wieder zu Hause war, hat er auch nichts zu uns gesagt, wenn die Blumen im Garten dann verwelkt waren. Es gab aber auch schlimmere Sachen, an die ich mich jedoch kaum noch erinnere. Jedenfalls wollte er uns, als wir älter waren, auch Verantwortung beibringen, und wie man arbeitet, deswegen mussten wir ihm damals in seiner Schlosserei helfen, was uns auch recht viel Spaß gemacht hat. Einmal gab uns unser Vater die Aufgabe, Holz im Garten zu verbrennen - das haben wir damals schon öfter gemacht. Später sind dann allerdings Freunde von uns zu Besuch gekommen und wir haben das Feuer vergessen. Als es uns dann wieder in den Sinn kam, stand der Apfelbaum schon in Flammen.


Später mussten wir dann in den Ferien jedes Jahr zu unseren Großeltern auf den Bauernhof an die Ostsee fahren. Damals waren mein Bruder und ich etwas Pummeliger und das konnte unsere Oma gar nicht leiden, deswegen mussten wir alles alleine machen und zu Essen gab es auch kaum. Verständlicherweise konnten wir unsere Großeltern daher auch nicht leiden. Unser Opa hatte damals in einer Scheune eine Autosammlung, und eines Tages wollte der B Manta nicht mehr starten. Und so kam es, dass mein Bruder, ein gelernter KFZ-Schlosser, sich dem Problem annahm und ich habe zugeschaut. Mein Bruder hat dann die Zündkerzen als Fehlerursache gefunden, was dazu führte, dass unser Opa uns bei voller Hitze zu Fuß in die Stadt schickte, um die Ersatzteile zu besorgen - und der Weg ist wirklich recht lang, zehn Kilometer sind es bestimmt. Der Weg war eine Qual, aber als wir zurück waren und das Auto wieder lief, waren unsere Großeltern nicht da. Also haben mein Bruder und ich beschlossen, dass wir uns den Manta mal für eine Spritztour "leihen", weil wir dachten, dass wir uns das nach einem harten Tag verdient haben. Später, als wir wieder auf dem Heimweg waren, versenkte mein Bruder den Manta allerdings in einem Teich, das Wasser stand vielleicht bis zu den Knien. Wir bekamen aber Panik und sind zu Fuß zum Haus gelaufen und haben uns Schlafen gelegt.


Am nächsten Morgen kam der Dorfpolizist vorbei, um meinem Opa mitzuteilen, dass sein Auto im Teich steht und dass er es doch rausholen solle. Bevor der Polizist kam, bemerkte unser Opa nichts vom Verschwinden des Autos - aber danach brannte echt die Luft. Wir mussten den Manta mit dem Schlepper aus dem Teich ziehen. Als wir dabei waren, das Auto zu bergen, kam ein Mann aus dem Ort vorbei, der uns dafür lobte, dass wir das Auto versenkt haben. Eigentlich konnte nämlich niemand im Ort unsere Großeltern leiden. Das hatte unter anderem damit zu tun, dass unser Opa bei der Stasi war und unsere Oma immer große Lauschohren hatte. Am Tag der Abreise hieß es dann, dass wir Nichtsnutze sind, genauso wie unser Vater, und seitdem haben wir unsere Großeltern gemieden. Nachdem mein Bruder und ich dann auf einer Party zwei Schwestern kennengelernt haben, die wir dann auch geheiratet haben, sind wir auch echt ruhiger geworden. Dann hatten wir auch keine Lust mehr, irgendwelchen Mist zu machen und irgendwann waren wir selbst Väter. Zum Glück sind unsere Kinder in dieser Hinsicht aber nicht nach uns gekommen.

Beichthaus.com Beichte #00033722 vom 06.08.2014 um 15:33:24 Uhr in Gescher (6 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Von Neid zerfressen

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Neid Zorn Zorn Duderstadt

Ich möchte beichten, dass ich mit 27 Jahren aktuell 124 Kilo wiege - bei 1,75m. Am Gewicht arbeite ich, aber 45 kg runterkriegen geht nicht von jetzt auf gleich. Und selbst wenn ich ein gesundes Gewicht habe - was sind das dann nur für Männer, die mich dick nicht wollen, aber dünn schon? Ich kann die doch nicht ernst nehmen, wenn die mich allein aufgrund meines Gewichtes aussortieren, denn innerlich bleibe ich der gleiche Mensch. Andererseits will ich mit meinem derzeitigen Gewicht gar keinen Partner, weil ich mich nicht wohlfühle. Und wiederum gibt es durchaus dicke Frauen, die langjährige Partner haben. Es muss also an mir liegen. Das Blöde ist für mich, dass ich in meinem Beruf mit Kindern und Jugendlichen arbeite und obwohl ich da professionell mit denen umgehen kann - wenn ich deren Eltern treffen muss, dann kommt in mir so ein Würgegefühl hoch, weil ich sehe, was das teilweise für eigenartige Menschen sind, über die - sorry - auch einer drüber gerutscht ist. Die haben jetzt ihr Kind, das ich fördern soll. Das ist Neid und ich finde diesen Neid nicht mal schlimm, denn ich frage mich bei den meisten Eltern, die ich so sehe: Warum gerade die und nicht ich? Was ist an mir so dermaßen schrecklich, dass mir dieses Glück nicht vergönnt sein soll? Ich beichte also, dass ich neidisch auf Eltern bin, weil ich mit mir selbst nicht klarkomme.

Beichthaus.com Beichte #00033720 vom 06.08.2014 um 10:56:27 Uhr in Duderstadt (40 Kommentare).

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