Das Penis-Licht

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Falschheit Morallosigkeit

Ich möchte etwas beichten. Ich habe mir vor ein paar Wochen, zu meinem 26. Geburtstag neue Lampen gegönnt, allerdings keine gewöhnlichen, sondern diese neuen, welche man via Smartphone in der Farbe verstellen kann. Und da gibt es auch die Funktion, dass man ein Foto macht und dann mit einer Farbpipette einzelne Farben auswählt. Die Lampen leuchten dann natürlich genau in der ausgewählten Farbe. Ja, das sind technische Spielereien, aber ich möchte beichten, dass ich besondere Farben habe, für den Fall, dass mich jemand besucht. Ich mache dann ein Foto meines besten Stücks und beleuchte die Wohnung mit dezentem Penis-Licht. Aber auch die After-Beleuchtung kam bisher gut an. Irgendwo tut es mir leid, wie ich alle verarsche, aber es ist einfach zu komisch, wenn ich die besagten Farben einstelle und mein Besuch aus dem Staunen nicht mehr rauskommt.

Beichthaus.com Beichte #00032344 vom 05.12.2013 um 03:55:32 Uhr (11 Kommentare).

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Der nervige Frauenversteher

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Boshaftigkeit Peinlichkeit Rache Partnerschaft Münster

Ich habe als Frau ein Problem mit meinem Freund, das normalerweise eher Männer mit Frauen haben. Immer, wenn ich etwas habe - Stress auf der Arbeit, Ärger im Freundes- oder Bekanntenkreis, oder wenn ich etwas erlebe, das ich einfach möglichst schnell vergessen möchte, dann möchte mein Schatz das Thema totreden. Er kennt dann kein Halten mehr. Einmal wollte er mit mir diskutieren, warum mir mein erster Besuch beim Frauenarzt mit 15 unangenehm war. Er wollte Details der Untersuchung dargelegt bekommen und wissen, ob das für mich nicht eher schön gewesen wäre. Ich dachte, ich werde nicht mehr. Ich habe auch nicht den Eindruck, dass es ihm wirklich darum geht, mir mit solchen Gesprächen zu helfen, auch wenn er das glaubt. Denn ich habe schon oft gesagt, dass ich einfach meine Ruhe haben will, um das mit mir alleine auszumachen. Oft ist mir auch nicht jede ärgerliche Kleinigkeit so wichtig - erst wenn er sie durch stundenlange Frauenversteher-Gespräche breitgetrampelt hat, wird das dann zu einem halben Trauma. Ich denke, er macht es eher für sich. Er scheint das zu tun, weil er vor sich selbst gut dastehen will. Weil er damit nicht klarkommt, wenn mal nicht alles "ganz toll" ist. Er möchte, dass ich immer glücklich, immer gut drauf bin. Und er möchte der Held sein, der das für mich "schon hinbiegt". An sich ja ganz nobel, wenn es nur nicht so fürchterlich nerven und noch dazu ständig nach hinten losgehen würde.


Um ihm zu zeigen, wie unangebracht und irritierend sein Verhalten ist, habe ich deshalb etwas getan, für das ich mich im Nachhinein schäme. Aber es hat mir in dem Moment auf so eine gehässige Art und Weise große Befriedigung verschafft. Mein Freund hatte nämlich einen Termin beim Arzt, weil er ein Zipperlein beim Wasserlassen hatte. Er meinte, sich wahrscheinlich irgendwas an der Blase geholt zu haben, und das dachte ich auch. Er glaubte allerdings mit ein wenig Pipi im Messbecher ließe sich das Problem dann schon beheben, und stiefelte in dem Glauben zum Arzt. Aber als er nach seinem Arztbesuch nach Hause kam und sehr, sehr schweigsam war, hatte ich so eine Ahnung. Aus der Vergangenheit weiß ich, dass er bei der Musterung großen Bammel hatte, dass ihn dabei jemand von "innen befühlen" könnte. Das soll wohl sehr unangenehm sein, vor allem, da man dabei so "abgefertigt" würde. Ein Bekannter betitelte diese Prozedur einmal als eine "serielle Arschentjungferung", bei der eine Schlange von Männern wie Vieh abgefertigt würde. Dies war meinem Freund erspart worden, warum auch immer. Aber der Herr Doktor bei diesem Termin wollte wohl auf Nummer sicher gehen.


Da sah ich meine Chance, ihm etwas von seiner eigenen Medizin zu verabreichen. Ich fragte immer wieder scheinheilig, was denn los sei, dass ich mir Sorgen mache um seine Gesundheit, ob er einen Blasen- und Nierentee wolle, was der Arzt denn gesagt hätte und wie die Untersuchung abgelaufen sei. Irgendwann rückte er mit der Sprache raus, und ich behielt recht. Ihm war also seine allererste Hafenrundfahrt zuteilgeworden, und er war sichtlich wenig davon angetan gewesen. Ich hatte natürlich großes Verständnis. Bot ihm an, darüber zu reden. Er wollte das aber nicht. Es war ihm sichtlich unangenehm, er war peinlich berührt und sagte dann auch irgendwann, dass er sich schäme, mir etwas darüber zu erzählen. Aber ich zeigte immer wieder überschwänglich Sympathie. Er könne wirklich absolut mit mir darüber reden. Das müsse ja unschön gewesen sein, unangenehm, und peinlich. Ich beschrieb im Detail, was daran unangenehm und peinlich gewesen sein musste. Ich beschrieb, wie schwer das für ihn gewesen sein musste, sich zu bücken und sich einen Finger reinschieben und dann betasten zu lassen. Und auch eklig. Was, wenn dort drin noch eine unschöne Überraschung von gestern auf den Arzt wartete? Hoffentlich habe er für solche Fälle einige Tücher gehabt. Irgendwann hatte ich meinen Spaß dann zu genüge gehabt und habe ihn in Ruhe gelassen. Hoffentlich weiß er nun, wie es ist, sich über Dinge ausquetschen zu lassen, die man lieber nicht bereden möchte.

Beichthaus.com Beichte #00032336 vom 03.12.2013 um 14:33:29 Uhr in 48161 Münster (Adolf-Risse-Weg) (7 Kommentare).

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Der Schrecken am Rastplatz

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Engherzigkeit Morallosigkeit Last Night

Vor mehreren Jahren - in meiner Teenagerzeit - habe ich etwas recht Lustiges, aber auch gemeines gemacht. Damals lief gerade der Film Blair Witch Projekt im Kino und mit einem Kumpel kam ich auf die Idee, das an unseren Mitmenschen zu testen. Es ist natürlich schwierig, jemanden nachts in den Wald zu locken, um ihn mit komischen Geräuschen zu konfrontieren, deshalb könnte man fast meinen, dass die Idee von vornherein zum Scheitern verurteilt war. Allerdings fiel meinem Kumpel dann ein, dass bei uns in der Gegend ein kleiner Autobahnrastplatz ist - also einer von der Art, an dem man nur anhält, um zu pinkeln. Und die meisten Männer stellen sich dafür an den Zaun, der den Rastplatz vom Wald abtrennt. Also haben wir uns einen Kassettenrekorder mit einer ordentlichen Lautstärke besorgt - und haben uns hinter dem Zaun postiert. Es war ein bisschen wie Angeln - mit Bier und viel Spaß. Wenn es dann so weit war, haben wir im passenden Moment aggressives Hundegebell oder eine Kettensäge laufen lassen. Viele der Zaunpinkler haben sich dabei dermaßen erschrocken, dass sie sich selbst angepinkelt haben, nur um dann mit notdürftig hochgezogener Hose davonzurasen. Ich muss sagen, dass wir bei dem, was wir da abgespielt haben, teilweise selbst ein komisches Gefühl bekamen. Wenn ich daran zurückdenke, muss ich immer noch lachen, aber inzwischen bedenke ich auch die Folgen, die es hätte haben können. Viele der älteren Herren hätten schließlich auch einen Herzinfarkt oder Ähnliches bekommen können. Ich wundere mich immer noch, dass niemand die Polizei gerufen hat. Aber wahrscheinlich war die Geschichte den Leuten einfach zu peinlich.

Beichthaus.com Beichte #00032333 vom 02.12.2013 um 23:40:06 Uhr (6 Kommentare).

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Faulendes Gemüse

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Faulheit Trägheit Ekel Großrosseln

Ich (w) habe seit einigen Wochen die schlechte Eigenschaft, faulendes Obst und Gemüse in den Garten zu schmeißen. Das passiert einfach aus Bequemlichkeit, da öfters mal Obst in Vergessenheit gerät, das ich ansonsten in den Komposthaufen hinter dem Haus tragen müsste. Erst gestern Abend habe ich den Garten und das benachbarte Dach bombardiert, indem ich Cherrytomaten aus einer Schüssel herausgeschleudert habe. Es liegen dort bereits Orangen und Äpfel, Karotten und ein paar Kartoffeln. Es hat noch keiner bemerkt, ich habe allerdings auch kein schlechtes Gewissen. Ich tue den Wildtieren damit doch einen Gefallen, wer weiß, wie hart der Winter wird. Und nein, liebe Moralapostel, ich wohne nicht in der Stadt und locke damit Schädlinge an. Ich wohne in einer ländlicheren Wohnsiedlung!

Beichthaus.com Beichte #00032331 vom 02.12.2013 um 20:53:20 Uhr in Großrosseln (14 Kommentare).

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Sehnsucht nach einer Erbschaft

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Verzweiflung Zorn Boshaftigkeit Familie

Ich bin eine alleinerziehende Mutter von fünf Kindern zwischen 12 und 21 Jahren. Sie sind alle sehr lieb und rücksichtsvoll. Ich habe sie gar nicht verdient. Seit 12 Jahren bin ich alleinerziehend und arbeite sehr viel. Letztes Jahr war ich arbeitslos, und dadurch, dass ich zuerst die halbe Stelle und erst nachher die Ganze verlor, bekam ich von der Arbeitslosenversicherung nur 80 Prozent der halben Stelle. Das reichte für nichts. Da alle meine Kinder entweder das Gymnasium besuchen, oder schon studieren, sind die Kosten hoch und ich habe mich während dieses Jahres verschuldet. Nun arbeite ich seit August wieder Vollzeit und habe ein gutes Einkommen. Aber da ich so viel arbeite, brauche ich eine Haushaltshilfe, die mich auch viel kostet und trotzdem nicht viel taugt. Ich versuche, Schulden abzubauen, wo es nur geht. Ich bin abends allerdings so müde, dass ich keine Kraft mehr für meine Kinder habe. Oft werfe ich eine Schlaftablette ein, sobald ich zu Hause bin, damit ich die ganzen Geldsorgen vergessen kann. Ich bin eine schreckliche Mutter. Das habe ich wohl von meinen Eltern - die sind nämlich richtig reich, sehen es aber nicht ein, mir zu helfen. Für sie bin ich die Sünderin, weil ich mich von meinem Mann getrennt habe. Nach Bekanntgabe unserer Trennung schickte mir mein Vater einen Brief, gespickt mit Bibelzitaten. Darin stand unter anderem, dass, wenn ich mich für diesen sündhaften Weg entscheiden würde, ich für immer auf die Unterstützung meiner Familie verzichten müsse. Dabei hatten sie mir vorher auch nie geholfen. Ich möchte beichten, dass ich mir manchmal wünsche, dass sie einen Unfall haben und ich ein paar Millionen erbe. Das Leben wäre so viel einfacher. Ich schäme mich so und fühle mich deswegen sehr schuldig.

Beichthaus.com Beichte #00032328 vom 01.12.2013 um 22:23:09 Uhr (40 Kommentare).

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