Die Wirkung fremder Tränen

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Fetisch Morallosigkeit

Ich habe seit etwa drei Jahren einen ungewöhnlichen Fetisch. Mich machen Tränen extrem geil. Meine eigenen nicht, nur die von anderen. Aus diesem Grunde gehe ich häufig auf Beerdigungen. Ich suche mir dann in der Zeitung immer Todesanzeigen raus und besuche die Beisetzungen. Da ich geeignete Arbeitszeiten habe und vormittags häufig nicht arbeite, habe ich oft Zeit. Wenn dann Leute weinen und ich Tränen sehe, spüre ich eine gewisse Geilheit in mir. Es ist nicht so extrem wie ein richtiger Orgasmus beim Sex, aber in mir regt sich eine Menge. Es fing damit an, dass ich vor drei Jahren eine Frau im Fernsehen sah, die ganz hemmungslos am Flughafen geweint hat, weil sie ihre Tochter verabschiedet hat, die ein Jahr im Ausland verbringen würde. Es war unfassbar, als ihr die Tränen über das Gesicht liefen. Auch macht es mich extrem an, wenn ich Tränen von anderen an mir spüre. Vor dem Sex versucht mein Freund inzwischen auch schon, dass ihm die Tränen aus den Augen laufen. Er hat schon viel probiert - vom Zusammenpressen der Augen bis hin zum Zwiebeln schneiden. Einfach nur, damit ich seine Tränen auf meiner Haut spüren kann und viel schneller zu Orgasmus komme. Ich schäme mich nicht wirklich dafür, dass ich einen Fetisch habe, sondern eher dafür, dass ich mich an den Tränen und dem Leid anderer aufgeile.

Beichthaus.com Beichte #00033241 vom 10.05.2014 um 12:05:26 Uhr (18 Kommentare).

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Die Wahrheit übers Jobcenter

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Zorn Ungerechtigkeit Vorurteile Arbeit

Die Wahrheit übers Jobcenter
Ich arbeite in einem Jobcenter. Das allein ist für viele Leser bestimmt schon ein Beichtgrund und in den Kommentaren wird dann wieder um die Wette gehetzt. Und ich möchte beichten, dass mich genau das ankotzt. Egal wo in den Medien ein Bericht zum Thema Agentur für Arbeit oder Jobcenter auftaucht - die Texte sind voller Fehler, da wird ein Arbeitsvermittler innerhalb eines Textes plötzlich zu einem Sachbearbeiter, was zwei völlig unterschiedliche Arbeitsbereiche sind. In den Kommentaren finden sich die übelsten Beschimpfungen, Hetze und Gutmenschen, die alles besser machen würden. Beim Lesen könnte ich regelmäßig ausrasten und bekomme regelrecht Aggressionen. Wir arbeiten täglich nur von 8-12 Uhr, verdienen dabei einen Haufen Geld, verhängen liebend gerne 500 Sanktionen an kranke Menschen, sind alles nur Kaffeetrinkende Beamten ohne Ahnung. Nur einen Tag lang möchte ich mal mit einem dieser Leute tauschen, die die jeden Tag Zeit hätten, ihre Unterlagen rechtzeitig einzureichen, dann aber an einem Freitag, zwei Minuten vor Ende der Öffnungszeit, im Jogginganzug, nach Zigarette stinkend und mit einem verknitterten Zettel vom Stromanbieter ankommen, auf dem Kaffeeflecken und Popel kleben. Nur um dann auf umgehende Bearbeitung zu bestehen, da am selben Tag sonst noch der Strom abgestellt wird. Dann aber ausrasten, wenn man auf Bearbeitungszeiten hinweist und sofort zum Anwalt rennen, weil dieser mit Beratungsschein ja kostenlos ist.

Zu gerne würde ich diese Leute einen Tag ins Jobcenter stecken, wo die meisten Kollegen schon um sechs Uhr zum Sortieren der Post am Schreibtisch sitzen, mit zu wenig Personal nur zur Hälfte ausgefüllte Anträge und Anliegen von Tausenden Kunden möglichst sofort fehlerfrei bearbeiten sollen, dabei Kundengespräche in 18 verschiedenen Sprachen führen und gleichzeitig telefonisch erreichbar sein sollen. Sich dabei anschreien lassen müssen, Gerüche wie Alkoholfahnen, kalten Qualm, Schweiß und Fäkalien regelmäßig im Büro ertragen sollen, Druck von Vorgesetzten bekommen, auf die Mittagspause verzichten und jede neue Vorschrift und Gesetzesänderung kennen müssen. Und dabei selbst einen befristeten Arbeitsvertrag haben - ich könnte noch ewig so weiter schreiben. Liebe Leute, wir sind auch nur Menschen, wir haben Familien, sind auch mal gestresst und machen Fehler, die meisten Leistungsempfänger sind durch ihre schlecht geführten Unterlagen, Umgang mit Geld, Suchtproblematiken und schlicht chronischer Faulheit jedoch selbst schuld daran, wie es bei uns läuft, wir sind eben keine Maschinen!

Vor allem bei Fällen, wo eine wichtige Kontodatenänderung auf einem Stück Kaugummipapier geschrieben eingereicht wird, und man sich hinterher beschwert, dass der Zettel verloren gegangen sei! Es kotzt mich an! Und dann immer dieses Gejaule über Maßnahmen, die unnütz sind! Leute, wenn ihr so überqualifiziert seid, warum bezieht ihr dann Arbeitslosengeld? Diese Maßnahmen werden eingekauft und müssen voll werden, damit sie für die Leute, denen es etwas bringt, überhaupt stattfinden können. Klar sind auch mal ehemalige IT-Fachleute im Kurs "Windows für Einsteiger" aber das ist eben das, was passt, oder wollt ihr lieber den Gabelstaplerschein machen? Mit mehr Eigeninitiative blieben euch solche Maßnahmen erspart - ich könnte schon wieder kotzen!

Beichthaus.com Beichte #00033238 vom 09.05.2014 um 20:19:34 Uhr (70 Kommentare).

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Mann oder Memme?

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Verzweiflung Feigheit Stutensee

Für mich (m/26) gilt folgender Grundsatz: Ein Mann ist erst dann ein richtiger Mann, wenn er Geld vermehrt, also ein hohes Gehalt und hohe Vermögenszuwächse durch diverse Geschäfte hat. Außerdem muss er viele Frauen im Bett haben - das hat mir mein Vater so anerzogen. Ich habe allerdings in beiden Feldern kläglich versagt. Ich habe ein durchschnittliches Gehalt und Schulden, mit den Bettgeschichten läuft es auch mies, oder eher gar nicht. Frauen nehmen mich einfach nicht ernst, sie wollen mich nicht. Nicht mal als männlichen Kumpel. Ich beichte, dass ich kein Mann bin und bitte um Absolution für meine Weichheit.

Beichthaus.com Beichte #00033229 vom 08.05.2014 um 21:10:13 Uhr in Stutensee (21 Kommentare).

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Die Kunst zu leben

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Faulheit Verzweiflung Trägheit Sucht

Ich (w) bin dabei, mir gründlich mein Leben zu versauen. Durch einen tragischen Vorfall in meiner Familie vor drei Jahren verschlimmerte sich die Trägheit, mit der ich bis dahin gelebt hatte und ich wurde depressiv. Mittel dagegen wollte ich nicht nehmen, ein Klinikaufenthalt machte es schlimmer - von da nahm ich sowohl ausgeprägte Schlafstörungen als auch Magersucht mit nach Hause. Nach dem Klinikaufenthalt wollte ich wieder zur Schule gehen, und wie geplant und immer gewollt mein Abi machen. Doch Dinge wie Arbeiten, Vorträge vor der Klasse oder nicht gemachte Hausaufgaben machten mir so viel Angst, dass ich immer öfter zu Hause blieb, meine Ausrede waren immer meine Schlafstörungen. Wegen meiner Angst vor einem Vortrag in Englisch wechselte ich letztendlich die Schule, in der Hoffnung, dass ich da einen "Neustart" wagen könnte. Da ich mitten im Schuljahr dazu kam, musste ich viel nachholen, zudem bereitete mir das ungewohnte Schulsystem viele Sorgen und von den letzten zwei Monaten, in denen ich bei dieser Schule angemeldet war, war ich sechs Tage dort. Nichts hat sich verbessert. Hinzu kommt, dass ich eine ausgeprägte Computersucht habe, die sich entwickelte, während ich immer öfter zu Hause blieb. Ich komme kaum noch weg von dem Ding, habe kaum Kontakt mehr zu meinen Freunden, gehe wie gesagt kaum mehr in die Schule und verliere jegliche Verbindung zur Außenwelt. Mein Tagesablauf besteht nur aus Schlaf, der Zeit vor dem Laptop, meinem Kaffee und hin und wieder Mahlzeiten. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich etwas anderes mache. Manchmal habe ich noch den Gedanken, dass ich am nächsten Tag ja zur Schule gehen könnte, aber wenn ich dann in der Nacht auf die Uhr schaue, ist dieses Vorhaben wie weggeblasen. Ich bin inzwischen absolut ratlos. Ich habe komplett verlernt zu leben!

Beichthaus.com Beichte #00033227 vom 08.05.2014 um 18:27:45 Uhr (10 Kommentare).

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Pornosucht und erektile Dysfunktion

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Masturbation Sucht Masturbation

Ich beichte, dass ich pornosüchtig bin und das in einer echt tollen Beziehung. Das fatale an der Sache ist, dass ich deswegen über die Jahre eine psychisch bedingte erektile Dysfunktion entwickelt habe. Durch diese verdammte Sucht bin ich dermaßen abgestumpft und mich erregt meine Freundin auf normalem Wege nicht mehr so, wie es sein sollte. Körperlich ist alles in Ordnung. Nichtraucher. Kein Alkohol. Sportlich. Ende 20. Eigentlich müsste ich voll im Saft stehen. Doch ich versage regelmäßig. Meine Beziehung leidet sehr darunter. Was so ein paar dumme Clips mit der Psyche machen. Es soll auch mehr eine Warnung an diejenigen sein, die es auf die lockere Schulter nehmen und sich dann auch hin und wieder eine blaue Pille einwerfen und den Teufelskreislauf noch verschlimmern. Doppelt abhängig. Ich habe einen Schlussstrich gezogen und meine riesige Sammlung an sorgsam und über die Jahre gespeicherten Pornos gelöscht und bin seit ein paar Tagen abstinent. Auch keine Selbstbefriedigung mehr. Es muss sich jetzt über Monate alles neu "kalibrieren" und wieder runterkommen. Erden. Sonst geht alles den Bach runter.

Beichthaus.com Beichte #00033214 vom 06.05.2014 um 18:51:03 Uhr (10 Kommentare).

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