Mein Nachhilfe-Lehrer

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Ignoranz Boshaftigkeit

Ich war 13 Jahre alt, Gymnasiastin und benötigte dringend Nachhilfe in Mathematik. Ein netter Nachbar, der mich bereits im Säuglingsalter kannte, pensioniert und früherer Polizeibeamter war, erklärte sich gerne bereit, mir 2 Mal pro Woche Nachhilfe zu geben. Mir machte das Lernen anfangs sehr viel Spaß und meine Noten verbesserten sich zusehends.

Ich kann es nicht mehr genau sagen, wann es anfing, dass ich mich in seiner Gegenwart unwohl und gehemmt fühlte. Saß ich zu Anfang noch neben ihm auf unserer Eckbank, verlangte er nach einer gewissen Zeit, mich auf seinen Schoß zu setzen, was ich widerwillig tat. Während er mich weiterhin unterrichtete, streichelte er mich immer wieder an den Beinen, Oberschenkeln oder Armen. Es kam auch vor, dass er mich von hinten umarmte und an sich zog. Ich kann mich nicht daran erinnern, ob ich ihn jemals darum gebeten habe, diese Annäherungen bzw. sexuellen Belästigungen, wie ich sie heute nennen würde, zu unterlassen. Vermutlich nicht. Obwohl ich sehr wohl in der Lage war, sein Verhalten mir gegenüber als nicht normal zu bezeichnen, so war ich doch durch die Situation eingeschüchtert.

Er machte einen relativ gepflegten Eindruck. An seinen Körpergeruch, der sich aus abgestandenem Eau de Cologne und ungelüfteter Kleidung zusammensetzte, werde ich mich jedoch mein Leben lang erinnern.

Da meine Mutter während meinen Nachhilfestunden nicht ins Zimmer kam, konnte er sicher sein, dass ihn niemand bei seinen Spielchen ertappte. Meine Eltern hätten die Situation sicherlich gleich erkannt, ihn zur Rede gestellt und entsprechend gehandelt. Aus Scham und Peinlichkeit meinen Eltern gegenüber habe ich geschwiegen. Aber auch, weil man mir auf nette aber eindringliche Art zu verstehen gegeben hat, nicht über unser kleines Geheimnis zu sprechen. Sonst...

Ich hatte Angst. Eine Angst, die ich jetzt als Erwachsene nicht mehr in der Lage bin zu beschreiben, was vielleicht auch gut so ist, denn diese Angst hätte sicherlich mein Leben bis zu einem gewissen Grad geprägt, sicherlich nicht zum Positiven. Die Angst, die ich als Kind empfand, hat sich über die vielen Jahre hinweg in Ekel und abgrundtiefe Verachtung für diesen Mann, der schon vor vielen Jahren gestorben ist, gewandelt. Und Gott sei Dank haben sich meine Schulnoten damals so gebessert, dass ich keine Nachhilfe mehr brauchte. Wie weit wäre dieser Mensch wohl gegangen?

Beichthaus.com Beichte #00028049 vom 10.08.2010 um 18:17:14 Uhr (17 Kommentare).

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Verräterschwein

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Verrat Drogen Zwietracht Polizei

Mein Kumpel und ich kannten uns schon von klein auf. Stets haben wir unsere Freizeit gemeinsam verbracht und auch mal die ein oder andere kleine Dummheit begangen. Nach der Schulzeit bemerkte ich plötzlich, wie sich mein Kumpel immer mehr veränderte und ich sprach […]
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Beichthaus.com Beichte #00028048 vom 10.08.2010 um 13:37:30 Uhr (80 Kommentare).

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“Beichte

Das Casting

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Boshaftigkeit Falschheit Selbstsucht Saarbrücken

Eigentlich möchte man ehrlich, redlich und ehrenhaft durchs Leben gehen. Leider gehen solche Maxime manchmal in einer Lebenssituation verloren und man handelt ganz anders. Ob man es als Sünde bezeichnen muss, kann man halten wie man will, sicher ist, dass wir in einer konkreten Situation oft anders reagieren, als wir es eigentlich wollen. Es war während meiner Zeit an der Schauspielschule. Dort hatte ich eine wirklich beste Freundin gefunden. Eine renommierte Theateragentur suchte fünf junge Darsteller die sie für ein Gastspiel engagieren wollten. Ich war wirklich sehr gut und zweifelte nicht daran mit ausgewählt zu werden. War es doch das, was ich mir so sehnlichst wünschte, endlich auf der Bühne mich zu beweisen. Meine Enttäuschung war groß, denn ich wurde nicht gewählt, dafür war meine Freundin dabei. Ich ließ mir nichts anmerken und nahm es äußerlich locker, innerlich kochte ich aber. Verwerflich wird es natürlich erst jetzt, denn ich war, vom Ehrgeiz besessen, dabei mir einen gemeinen Plan auszudenken. Am Tag der ersten Probe konnte meine Freundin nicht teilnehmen, da sie mit Durchfall zu Hause bleiben musste. Ich hatte ihre Marmelade gegen Diätmarmelade ausgetauscht, ich wusste, dass sie die nicht verträgt. Und ich gemeines Stück ging zur Probe, dort nahm man es nicht so genau mit nachprüfen, keiner wollte meinen Namen ich war einfach eine der 5 Ausgesuchten. Alles war chaotisch und man war froh, dass alle da waren. So war ich im Team. Ich war überglücklich mein Ziel erreicht zu haben. Meiner Freundin sagte ich später, dass unbedingt jemand einspringen musste weil sie krank war und ich zufällig dort war. Ich hatte eine erfolgreiche Tournee und meine Freundin begleitet mich oft. Wir sind noch immer befreundet. Dies war meine echt größte Schandtat. Damals fand ich es als gerecht, heute weiß ich es war echt fies.

Beichthaus.com Beichte #00028047 vom 10.08.2010 um 05:11:56 Uhr in Saarbrücken (29 Kommentare).

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Mein besoffener Ehemann

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Trunksucht Engherzigkeit Ignoranz Partnerschaft

Vor etwa 10 Jahren, lebte ich mit meinem Mann in einem schönen Häuschen in Bayern. Zu dieser Zeit war mein Mann Alkoholiker. Jedes Wochenende lies er mich alleine um seinen Drang nach Alkohol genüge zu tun. Wenn er nach hause kam, war er nicht nur ganz übel gelaunt, nein er war stockbesoffen! Eines Tages, er war wieder betrunken nach hause gekommen, wollte ich Rache, für mich meine Genugtuung haben.
Da mein Mann mir immer in seinem betrunkenen Zustand hinter her lief wie ein kleiner Hund, gefolgt von seinen ständigen Beschimpfungen, die ich an jenen Tag satt hatte, lotste ich ihn hinter mir her, die Kellertreppen hinunter. Unser Keller hatte sehr steile Treppen! Ich stieg mit dem Wissen die Kellertreppen hinunter, dass mein Mann im betrunkenen Zustand auf jeden Fall stürzen würde, dies tat er auch! Als er dann lang gestreckt auf den Treppenstufen lag, fragte ich ihn jedes mal: "Schatz, geht es dir gut?" Jedes mal sagte mein Mann "Ja" und ich ließ ihn liegen, ging in mein Bett und schlief richtig gut!
Jeden Morgen fragte ich ihn, warum er in den Keller ging.

Beichthaus.com Beichte #00028046 vom 09.08.2010 um 15:34:05 Uhr (28 Kommentare).

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“Folge

Das Amicelli Gewehr

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Vandalismus Boshaftigkeit Zivi & Bund

Wir hatten während dem Militärdienst einen Typen in unserer Truppe, der allen auf den Sack ging. Er war asozial, arrogant, gemein und einfach unausstehlich. Er war ein Waffennarr und liebte sein Gewehr über alles; das wussten wir natürlich alle. Am letzten Tag hatte ich eine Idee: Als er duschen war habe ich sein Gewehr genommen, einen Amicelli-Riegel in den Lauf gelegt und ein paar Mal den Ladehebel betätigt, was in der Folge den Lauf völlig verstopft und versaut hat. Nach der Entlassung in das Zivilleben, ist er wohl anstatt die neu gewonnene Freiheit zu genießen, nach Hause gegangen und hat mehrere Stunden damit verbracht sein ach so geliebtes Gewehr zu putzen.

Beichthaus.com Beichte #00028045 vom 08.08.2010 um 18:30:39 Uhr (17 Kommentare).

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