Meine fragwürdige Vergangenheit

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Dummheit Hochmut Steinhöring

Ich (24/m) war früher ein hundertprozentiger Nazi, auch Mitglied in entsprechenden Organisationen. Kein Skinhead, die haben wir (d.h. die Zirkel, in denen ich verkehrte) als grobe Schlägertrupps zwar geschätzt, jedoch wegen ihrer Einfachheit auch verachtet. Wir begriffen uns eher als die geistig-akademische Speerspitze eines Vierten Reiches, kultiviert, von guter Erziehung. Der 20. April war ein Feiertag, an dem wir rituell den Treueeid auf A**** H***** abgelegt haben. Bizarr an der ganzen Situation war immer, dass ich durchaus auch einen großen Freundeskreis außerhalb dieser Ecke hatte und noch heute habe. Diese meine Freunde konnten nie was mit meiner Einstellung anfangen, haben sich aber, und das kann ich eigentlich nicht nachvollziehen, nicht von mir abgewendet. Mein damaliges Weltbild habe ich nie verheimlicht. Etwa mit 18 hat ein Sinneswandel bei mir eingesetzt, ich begriff, dass ich auf einem gewaltigen Holzweg war. Ich habe diese ganze Szene verlassen und bin in eine andere Stadt gezogen. Seit Jahren habe ich keine Kontakte mehr zu dieser Szene. Da ich durch mein Alter auch keine tragende Rolle innehatte, eher Mitläufer war, hatte ich als Aussteiger auch nicht mit Repressalien zu kämpfen. Zum Glück, denn Menschenhasser, und nichts anderes sind meine ehemaligen Kameraden, sind prinzipiell zu allem fähig. Ehrlicherweise muss ich auch gestehen, dass ich keine Schuldgefühle habe. Ich habe nie einen Menschen verletzt. Aber durch diese Zeit habe ich viel über mich und über Gruppendynamik, über soziale Manipulationstechniken gelernt. Und ich habe gelernt, meinen eigenen Gefühlen nicht immer bedingungslos zu vertrauen.

Beichthaus.com Beichte #00023899 vom 27.05.2008 um 22:25:55 Uhr in Steinhöring (27 Kommentare).

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Das Mädchen, dessen Haare ich anz

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Boshaftigkeit Dummheit Gewalt Schule Volkach

Ich (m/33) beichte jetzt etwas, das mich schon seit bestimmt 20 Jahren quält. In der sechsten oder siebten Klasse haben wir Jungs immer diese eine (sozial schwache) Klassenkameradin geärgert (gequält). Irgendwann fingen wir an, sie zu hassen. Warum auch immer. Ich […]
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Beichthaus.com Beichte #00023887 vom 26.05.2008 um 03:03:04 Uhr in Volkach (34 Kommentare).

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“Beichte

Ich betr?ge meine Affäre

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Fremdgehen Schamlosigkeit Maßlosigkeit Jöhstadt

Ich (w) bekam Besuch von einer Affäre aus dem fernen Hamburg. Er blieb eine Woche. Ich musste arbeiten in der Zeit. Der Sex mit dem Kerl war jedoch so mies, dass mich in der Mittagspause täglich mein heimischer Liebhaber besuchte. Am Abend kehrte ich nach Haus und spielte ihm die Verliebte vor.

Beichthaus.com Beichte #00023840 vom 18.05.2008 um 22:07:56 Uhr in Jöhstadt (15 Kommentare).

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Essen für die Armen

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Verschwendung Engherzigkeit Ernährung Stadtoldendorf

Ich habe mir heute viel zu viel zum Essen gemacht, mehr als ich verputzen konnte - und jetzt muss ich die Hälfte wegschmeißen. Ich wünschte, ich könnte den Rest den hungernden Menschen geben, aber sie sind zu weit weg. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00023829 vom 18.05.2008 um 10:03:17 Uhr in Stadtoldendorf (14 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Ratten in der Pizzeria

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Rache Morallosigkeit Arbeit

Ich habe mal bei einer sehr miesen Pizzeria gearbeitet. Der Chef war ein Vollidiot und hat mir 2,50 Euro die Stunde gegeben. Plus Trinkgeld, das ich behalten durfte. Er hat die Situation, dass ich nichts anderes finde, knallhart ausgenutzt und auch nicht davor gescheut, mir seine Fehler in die Schuhe zu schieben und mich anzuschreien. Deshalb ließ ich mir ein paar Gemeinheiten einfallen.

1. Das Lieferauto, welches eh am Abkacken war, hatte einen Riss im Kühlerschlauch. Ich habe das Ding derbe getreten, bis er endgültig durch und das Wasser raus war. Ich habe ihn dann den ganzen Abend gefahren, mit einer schönen Dampfwolke, bis er komplett im Arsch war. Den Wagen musste er verkaufen und einen neuen anschaffen.

2. Ich habe eine Laktose-Intoleranz. Einmal habe ich mich schön mit Sahne vollgestopft und bin dann zum Arzt wegen meiner Scheißerei. Dem habe ich, ohne mit der Wimper zu zucken, erzählt, dass ich bei der Pizzeria arbeite und zuletzt eine Pizza dort aß. Schließlich landete das Gesundheitsamt dort und der Laden wurde vorerst geschlossen, da unter anderem auch Rattenscheiße im Laden selbst gefunden wurde. Achso - habe ich erzählt, dass der Arzt weiß, dass ich gegen Mäuse und Ratten allergisch bin? Hrhr.

3. Ein Pizzalieferdienst braucht ein Telefon. Eines Tages habe ich die Telefone aufgeschraubt, die Lautsprecher rausgeholt und wieder zugeschraubt. Mensch, war das lustig. Der Umsatz eines ganzen Abends ging flöten.

4. Ich habe jedes Mal den vollen Pizzakarton oder die Nudeln durchgeschüttelt, damit es Scheiße aussieht und bei jeder Beschwerde den Leuten erzählt, dass mein Chef ein Arschloch ist und sie bei der anderen Pizzeria bestellen sollen, die in derselben Stadt ansässig ist. Wisst ihr, wo ich jetzt arbeite? Genau, bei der anderen Pizzeria. Und es gibt keine Probleme mehr.

Beichthaus.com Beichte #00023800 vom 11.05.2008 um 23:09:52 Uhr (17 Kommentare).

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