Handy-Terror in der Bahn

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Hass Zorn Telefon Bahn & Co.

Handy-Terror in der Bahn
Ich (w) möchte beichten, dass mich Bahnfahren in letzter Zeit unglaublich aggressiv macht. Warum? Weil diese Lärmbelästigung einfach nicht auszuhalten ist! Zum einen wären da die Leute, die auf ihren Handys SMS oder Whatsapp schreiben, ohne dabei den Ton auszuschalten. Alle paar Sekunden dudelt dann derselbe nervtötende Klingelton durch die Bahn, immer und immer wieder.

Dann wären da die Leute, die laut telefonieren. Auf der Strecke, die ich täglich zur Arbeit fahre, gibt es ziemlich viele Funklöcher, weswegen telefonieren ziemlich witzlos ist - trotzdem gibt es immer wieder Unbelehrbare, die im Bahnhof jemanden anrufen und dann laut mit denen schwadronieren, nur um im nächsten Funkloch abgewürgt zu werden. Aber dann geht es los mit: "HALLO? HALLO? HÖRST DU MICH NOCH? BIST DU NOCH DRAN?", aber in einer Lautstärke, dass man es noch am anderen Ende des Zugs hört. Entweder werden diese Leute dann zwischen den Funklöchern zurückgerufen - womit wir wieder beim Thema nervtötender Klingelton wären - oder sie rufen selbst zurück, nur damit beim nächsten Funkloch das ganze Theater von vorne losgeht. Manchmal weise ich diese Leute freundlich darauf hin, dass telefonieren auf dieser Strecke praktisch unmöglich ist, nur damit sie endlich die Klappe halten. Zu geil sind diejenigen, die dann empört reagieren, so á la: "Entschuldigen Sie mal, ich telefoniere, das ist ein Privatgespräch!" Ach wirklich? Wenn das ein "Privatgespräch" ist, wieso muss ich dann die ganze Scheiße mit anhören?

Dann wären da diese Menschen, die laute Musik in die Bahn schallen lassen. Erst vorgestern hatte ich wieder so einen direkt neben mir sitzen, und als ich ihn freundlich gefragt habe, ob er sich seine Musik nicht bitte auf die Ohren packen könnte, hat er mich direkt mal beleidigt. Super. Und zu guter Letzt, meine Lieblinge: Die, die auf ihren Geräten irgendwelche Spiele zocken und dabei den Ton anhaben. Da krieg ich teilweise echt die Krise bei all dem Geklimper und Geklingel und sonstigen Hintergrundgeräuschen. Interessanterweise ist bei dieser Kategorie von Grundschulkindern bis Senioren alles dabei. Auch bei diesen Leuten stoße ich regelmäßig auf taube Ohren, wenn ich sie bitte, die Lärmbelästigung zu unterbinden und den Ton ihrer Handys oder Tablets oder sonstiger Konsolen abzustellen.

Meine Beichte? Ich kriege teilweise richtige Aggressionen. Manchmal stelle ich mir vor, wie ich diesen Leuten das Handy aus der Hand reiße und es möglichst irreparabel demoliere. Natürlich würde ich das niemals wirklich tun, aber teilweise fällt es mir richtig schwer, höflich zu bleiben. Ich werde verbal ziemlich bissig, wenn alles freundliche Bitten diese Menschen nicht dazu bewegen kann, das nervtötende Gedudel ihrer Apparate wenigstens in der Bahn abzustellen. Was bitte ist daran so schwer? Ich habe mein Handy in der Bahn grundsätzlich lautlos, weil ich es einfach unverschämt finde, andere Fahrgäste mit diesem elektronischen Gepiepse zu belästigen. Meistens lese ich in der Bahn Bücher oder gucke aus dem Fenster, mit meinem MP3-Player im Ohr. Doch auch diesen müsste ich teilweise mörderisch aufdrehen, um dieses Gedudel um mich herum nicht hören zu müssen! Auch wegsetzen hilft inzwischen kaum noch was, weil inzwischen in jeder Ecke des Zuges irgendwo ein Handy plärrt. Ich finde das einfach rücksichtslos! Bin ich denn die Einzige, die denkt, dass das einfach ein Grundsatz der Höflichkeit ist, wenigstens den Ton des Handys abzustellen, wenn man sich mit anderen Leuten in einem geschlossenen Raum befindet?

Beichthaus.com Beichte #00032892 vom 20.03.2014 um 11:49:53 Uhr (39 Kommentare).

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Das Leben ist kein Ponyhof

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Hass Faulheit Trägheit Zorn Familie

Ich kann die gute Laune meines Vaters am Morgen einfach nicht ertragen. Wenn ich schon höre, wie er pfeifend um sechs Uhr durchs Haus geht, bekomme ich einen Brechreiz. Als ich noch zu Hause gewohnt habe, war ich morgens immer extrem unfreundlich, da ich es einfach nicht ertragen habe, dass er sich auf seine Arbeit freut und jede Minute seines Lebens genießt, während ich mich jeden Tag zu einer Arbeit schleifen muss, die ich ums Verrecken nicht ausstehen kann. Diese habe ich ironischerweise nur dank des "Vitamin B" meines Vaters bekommen, da ich ein fauler pessimistischer Versager bin, der nichts in seinem Leben auf die Reihe bekommt. Ohne meine Eltern würde ich wohl schon lange auf der Straße sitzen, da ich mich einfach zu nichts motivieren kann und keine Ziele im Leben habe. Dass meine Eltern mich bei allem unterstützen und alles für mich tun würden, macht mich nur noch wütender. Was soll das? Ich bin eine einzige Enttäuschung. Andererseits haben Sie zumindest eine Teilschuld, dass ich so geworden bin. Wie soll man auch selbstständig werden, wenn einem die Eltern alle unangenehmen Aufgaben abnehmen und einen nicht auf das wirkliche Leben vorbereiten?! Diese Kuschelerziehung heutzutage ist doch Bullshit - das Leben ist kein Ponyhof. Um zurück auf meine Beichte zu kommen: Es tut mir leid, dass ich immer so unfreundlich bin. Ihr meint es ja nur gut.

Beichthaus.com Beichte #00032860 vom 12.03.2014 um 14:28:39 Uhr (10 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der verwöhnte Neffe

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Eifersucht Neid Ungerechtigkeit Kinder Familie Ladbergen

Ich (w) möchte beichten, dass ich mich, seit mein kleiner 4-Jähriger Neffe auf der Welt ist, von meiner Familie entferne, nur weil ich eifersüchtig bin. Dazu muss man allerdings sagen, dass ich allgemein nicht gut mit Menschen kann und vor allem nicht mit Kindern. Als ich ein Jahr alt war, sind meine Eltern von dem Rest meiner Verwandtschaft weggezogen und daher bin ich nur mit meinen Eltern, meiner mittleren Schwester und auch einige Jahre mit meiner Oma groß geworden. Noch dazu war ich sowieso die Jüngste und hatte einfach keinen Kontakt zu Kindern, bis vor vier Jahren dann mein Neffe auf die Welt kam. Mein Neffe ist der Sohn meiner ältesten Schwester, die ich seit meiner Geburt vielleicht für vier Wochen im Jahr sah. Immer, wenn sie da war, hat sie viel mit mir gemacht und es war für mich etwas ganz Besonderes. Aber seit mein Neffe da ist, vergeht kein Tag, an dem nicht über ihn geredet wird. Selbst wenn ich nur kurz mit einem Verwandten am Telefon rede, kommt das Thema gleich auf den Kleinen. Zu seinem ersten Geburtstag ist meine Mutter extra für drei Tage zu meiner Schwester geflogen, um mit meinem Neffen zu feiern. Meinen ersten Geburtstag verbrachte ich zwischen Umzugskartons, da wir an diesem Tag umzogen und mich niemand besuchen konnte. Und meine mittlere Schwester ist quasi zur zweiten Mutter mutiert - sie hat sich sogar seinen Namen tätowieren lassen, ganz groß auf den Bauch, aber außer meiner Oma versteht niemand, wieso ich das so seltsam finde.


Jedes Mal, wenn er mal bei uns zu Besuch ist, ist er der Mittelpunkt und muss durchgehend unterhalten werden. Mein Zimmer mutiert zum Kinderzimmer, und wenn ich ihm mal etwas wegnehme, weil es zerbrechlich ist, werde ich als Egoistin beschimpft. Ich soll mich dann auch den ganzen Tag mit ihm beschäftigen, aber das macht mich jedes Mal furchtbar nervös.
Noch dazu darf ich vor meinem Neffen auch nicht traurig sein. Vor zwei Jahren hatte ich Depressionen und mein Freund hatte mit mir Schluss gemacht, aber als ich dann weinend zu meiner Mutter kam, fiel ihr nichts Besseres ein, als mich rauszuschicken, weil ich nicht vor dem Kind weinen sollte. In mein Zimmer kann ich aber auch nicht gehen, weil dort unsere Wii steht und der Raum deshalb quasi von jedem benutzt wird. Meine Familie hält meinen Neffen übrigens auch für überaus intelligent, weil er schon größer ist als die anderen in seiner Gruppe. Und seine Hyperaktivität wird als Anzeichen dafür gesehen, dass er einfach so wissbegierig ist. Deshalb bekommt er Spielzeug gekauft, für das er noch viel zu jung ist, nur damit er es dann kaputtmacht. Ich weiß nicht, wie viel Geld dabei schon draufgegangen ist, aber bestimmt schon mehrere Hundert Euro. Ich habe als Kind immer die alten Sachen meiner Schwestern bekommen, und wir haben immer noch genauso wenig Geld wie damals! Aber selbst wenn mein Neffe nicht da ist, ist meine Mutter das ganze Jahr über damit beschäftigt, Dinge für ihn zu kaufen. Dabei kann er gar nicht so viel tragen, wie im Schrank ist. Wenn er etwas falsch macht oder frech ist, wird darüber gelacht, anstatt ihm zu sagen, dass das falsch war. Wenn er beim Mittagessen etwas nicht mag, springt man direkt auf, um ihm ein vollkommen neues Gericht zu kochen, selbst wenn er das andere am Vortag noch geliebt hat und es einfach aus einer Laune heraus nicht mehr mag. Sein Zimmer ist doppelt so groß wie jedes Zimmer, das ich je hatte, und sieht aus wie ein Spielzeugladen. Ich bin geschockt, wie viele Sachen er hat, obwohl doch anscheinend nie Geld da ist. Niemand bei uns verdient so gut. Als ich hingegen mein Abitur bekommen habe, gab es eine einzige Glückwunschkarte von meiner Oma, der Rest wusste wohl nicht einmal etwas davon. Mein Neffe bekommt einfach mal so Karten zugeschickt, weil er sich so darüber freut.


Ich weiß selbst, dass mein Verhalten falsch ist, und ich hasse auch nicht meinen Neffen, sondern nur den Umgang mit ihm. Wahrscheinlich war ich einfach zu lange die Jüngste und bin jetzt eifersüchtig auf die Aufmerksamkeit, die er bekommt. Durch die vielen Umzüge hatte ich leider nie die Gelegenheit richtige, andauernde Freundschaften zu bilden und hatte nur meine Eltern und meine mittlere Schwester, bei denen ich nun auch abgeschrieben bin. Trotzdem kaufe ich meinem Neffen immer verhältnismäßig teure Geschenke, in der Hoffnung, dass er vielleicht in der Pubertät doch die Tante bevorzugt, die ihn in Ruhe lässt und ab und zu Kohle rüberschiebt. Sobald ich mein Studium beginne, werde ich sowieso mein eigenes Leben aufbauen und dann hoffentlich nicht mehr so eine Abneigung haben. Aber solange das noch nicht geschehen ist, muss ich beichten, dass ich einem kleinen, unschuldigen Kind nichts gönne und ein eifersüchtiges Miststück bin.

Beichthaus.com Beichte #00032858 vom 12.03.2014 um 12:49:18 Uhr in Ladbergen (20 Kommentare).

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Der Geist hinter der Hecke

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Peinlichkeit Dummheit Studentenleben

Vor einiger Zeit hat mir meine eigene Dummheit eine unglaublich peinliche Situation beschert. Es war sieben Uhr morgens und ich war gerade auf dem Weg zur Uni. Da an einem Wohnhaus derzeit Bauarbeiten vorgenommen werden, wimmelte es überall von Bauarbeitern, die höflich grüßten und natürlich auch zurückgegrüßt wurden. Ich lief also an einem Wohnhaus mit hoher Hecke vorbei und hörte nur ein weiteres "Guten Morgen". Ehrlich erschrocken und noch viel zu müde drehte ich mich zur Hecke um und flüsterte "Eine sprechende Hecke? Gott, langsam werde ich verrückt." Der Bauarbeiter, der sich hinter der Hecke auf einer Leiter befand und den ich nicht gesehen hatte, lachte so laut los, dass er in die Hecke fiel und dort sogar noch lachend liegen blieb. Mit hochrotem Kopf lief ich schnell weiter und hoffte, ihm nicht noch einmal zu begegnen.

Beichthaus.com Beichte #00032855 vom 11.03.2014 um 21:41:26 Uhr (12 Kommentare).

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Militante Vegetarier

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Zorn Hass Ernährung Bahn & Co.

Ich provoziere seit einiger Zeit absichtlich einen Vegetarier in der Bahn. Es fing damit an, dass ich mit einem Burger im Zug saß, und der Vegetarier sich aufgrund des Platzmangels vor mich setzte und mich komisch anstarrte. Beim Aussteigen hat er mich dann mit: "Du blöder Fleischfresser, ich hoffe in der Hölle wirst du für deine Schandtaten leiden" angebrüllt. Natürlich war ich erst einmal total perplex und habe gar nicht reagiert, aber da mir in den folgenden Tagen auffiel, dass er immer zur selben Zeit wie ich in der Bahn ist, hole ich mir jetzt immer etwas Leckeres für den Zug mit. Mit viel Fleisch. Um dann richtig genüsslich reinzubeißen und zu hoffen, dass er es sieht. Ich habe wirklich nichts gegen Vegetarier, meine Frau isst seit über fünfzehn Jahren kein Fleisch mehr, aber da sie keine dieser penetranten Besserwisserinnen ist, ist es mir fast gar nicht bewusst, dass sie Vegetarierin ist. Aber diese Leute, die einem immer Vorträge darüber halten müssen, wie schlimm es doch ist, Fleisch zu essen! Ich begreife nicht, was denen einfällt, dass sie sich so aufspielen und für etwas Besseres halten. Manchmal habe ich das Verlangen solchen Individuen eine riesige Portion Fleisch in den Mund zu stopfen!

Beichthaus.com Beichte #00032852 vom 11.03.2014 um 12:39:08 Uhr (25 Kommentare).

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