Sex langweilt mich nur noch!

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Masturbation Ignoranz

Ich (m/37) muss sagen, dass mich Sex seit einigen Jahren sehr langweilt. Als junger Mann oder gar Jugendlicher war ich für vieles zu haben und experimentierfreudig. Diese unglaubliche freudige Erregung, wenn sich ein Mädchen endlich aus der Hose pellte, oder sich Finger oder Lippen um das beste Stück schlossen, waren das Höchste für mich. Ich war und bin nicht hässlich und hatte auch eine ganz ansehnliche Erfolgsquote. Aber seit 3-4 Jahren langweilt es mich nur noch. Ich könnte immer noch mit großer Leichtigkeit Mädchen und Frauen ab 18 aufreißen, ich merke die Resonanz ja immer noch. Ich war auch immer sehr selbstbewusst, ohne mich dabei zu überschätzen, das kommt bei Menschen allgemein und bei Frauen insbesondere ganz gut an.


Aber entweder sind die Frauen heutzutage verklemmt und liegen flach wie Bretter da, oder sie erwarten Hochleistungssport im Bett, der mit normalem Sex und Zärtlichkeit nichts mehr zu tun hat. Nicht, dass ich nicht eine Weile mithalten könnte, aber wozu? Und nein, letzterer Satz heißt nicht, dass ich auf Blümchensex stehe, es durfte ruhig auch mal eine ganze Ecke härter zur Sache gehen. Nur geht es mir so, dass es irgendwie doch immer nach demselben Muster abläuft, Frau will erst von vorne und dann von hinten rangenommen werden. Irgendwie konsumieren die alle zu viele Pornos, oder was weiß ich denn. Nachdem es mir bei den letzten drei, vier Mal so ging, dass ich aus Frust darüber mittendrin erschlafft bin, habe ich es jetzt seit etwa zwei Jahren eingestellt. Und ganz ehrlich, es geht mir sogar besser. Meine Freundin ist meine rechte Hand und gut. Druck verspüre ich kaum, einmal die Woche reicht mir locker, manchmal passiert es, dass ich quasi über 2-3 Monate sozusagen regelrecht vergesse, Druck abzulassen, bzw. einfach keinen verspüre.


Ich dachte zuerst, das wäre die Midlife-Crisis, aber dafür bin ich eigentlich noch 10-15 Jahre zu jung. Dennoch hat es mich anfangs sehr frustriert und ich gebe sowohl der Frauenwelt, als auch der Pornobranche eine Teilschuld. Sex sollte weder Pflichtübung noch Leistungssport sein, sondern ein Ausdruck von Zuneigung und dem Wunsch, sich gegenseitig zu spüren und sich gut zu tun. Vielleicht wacht meine Libido ja irgendwann mal wieder auf, aber so wie es ist, lebe ich besser.

Beichthaus.com Beichte #00037446 vom 21.01.2016 um 14:58:28 Uhr (15 Kommentare).

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Liebe Moralapostel, denkt doch mal nach!

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Ignoranz Ungerechtigkeit Zorn Gesellschaft

Ich möchte hiermit beichten, dass manche selbst ernannten Moralapostel solche Gewaltfantasien in mir (m/25) auslösen, dass es mich doch manchmal selbst erschreckt. Folgendes hat sich gestern zugetragen: Ich saß in der Straßenbahn, habe an eine Sitcom denken müssen und an Dummheiten, die ich als Teenager gemacht habe und darüber einen kleinen Lachanfall bekommen, zumindest konnte ich mir einige Stationen das Kichern nicht verkneifen. Mir gegenüber saß eine Rollstuhlfahrerin mit Begleitung, die aber eine Station vor mir ausgestiegen sind.


Als ich dann ausstieg, stieg ein Mann mit mir aus, und als wir an einer Ampel standen, schnauzte er mich an, was mir doch einfiele, die Kleine im Rollstuhl auszulachen. Ich war zunächst erst einmal sprachlos über diese Unterstellung, habe dann erklärt, dass ich überhaupt nicht die Person vor mir meinte, sondern an etwas Lustiges denken musste, doch dann schimpfte er nur noch, wie armselig ich sei. Da ich selbst ehrenamtlich mit Menschen mit Behinderungen arbeite, wollte ich das nicht auf mir sitzen lassen und das mit ihm ausdiskutieren, doch er machte nur eine abweisende Geste und ist weggegangen. Das hat mich persönlich richtig aggressiv gemacht und das Einzige, was mich noch davon abhielt, ihm nicht hinterherzulaufen und ihm eine reinzuhauen, war der Gedanke, dass das solche Leute nur noch weiter in ihrem Weltbild bestätigen würde.


Ich glaube, mittlerweile verstehe ich ganz gut, warum der rechte Mob hier in Deutschland wieder so stark ist, denn damit, anderen Leuten, besonders aus anderen Kulturkreisen, falsche Unterstellungen zu machen, macht man es sich sehr, sehr einfach. Ich glaube, ich habe gestern noch gegen die eine oder andere Mülltonne getreten. Ich bin froh, dass mir nicht noch irgendjemand begegnet ist, denn da war ich schon sehr geladen. Tja, vielleicht liest das derjenige sogar und erkennt sich wieder, wenn ja möchte ich ihm nur noch sagen: Pauschalisieren und Unterstellungen verbreiten, das ist einfach! Das macht die rechte Szene so, und wenn einem dann Argumente einfach mal egal sind, dann ist man keinen Deut besser. Also, und das gilt an alle: Denkt zwei Mal nach, bevor ihr einfach jemandem Böswilligkeit attestiert. Und ich hoffe, ich begegne diesem Mann so schnell nicht noch einmal, denn dass ich dann noch ruhig bleibe, das kann ich leider nicht garantieren.

Beichthaus.com Beichte #00037394 vom 13.01.2016 um 22:26:20 Uhr (18 Kommentare).

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“Beichte

Ich brauche keine Gesellschaft

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Engherzigkeit Ignoranz

Ich (w) bin - seit ich denken kann - Misanthrop und nicht gesellschaftsfähig. Ich habe nur wenige Freunde, auf die ich mich zwar freue, wenn sie mich besuchen, aber fast noch mehr, wenn sie wieder gehen. Als Kind habe ich in der Schule oft gebeten, alleine an einem Tisch sitzen zu dürfen, sowie Gruppenarbeiten allein zu erledigen. Mannschaftssport war immer schon Fehlanzeige, Joggen, Schwimmen, Krafttraining und Wandern waren und sind meine bevorzugten Sportarten, da man sie auch alleine oder mit wenigen ausgewählten Personen ausüben kann. Gemütliches Beisammensitzen? Halte ich nicht länger aus als zwei Stunden. Es gibt genau einen Menschen in meinem Leben, dessen Gesellschaft ich rund um die Uhr ertrage, und das ist der, den ich geheiratet habe. Meinen Mann liebe ich über alles und ich wäre ohne ihn verloren, aber da bildet er die Ausnahme. Doch jetzt kommt der Clou - ich bin überglücklich damit, was natürlich niemand verstehen kann.


Ich habe trotz allem ein ausgefülltes Leben, einen mehr als akzeptablen Job, sehr viele Hobbys, und mich erfüllt große Zufriedenheit, wenn ich entweder Zweisamkeit mit meinem Mann genießen oder mich völlig allein beschäftigen kann. Er ist das ziemliche Gegenteil von mir, ist offen und gesellig und trifft sich mindestens einmal die Woche mit seinen recht zahlreichen Freunden. Die meisten Leute glauben, ich würde allein versauern, wenn er nicht da ist, dem ist jedoch nicht so.


Die einzige Gesellschaft, nach der ich mich manchmal doch sehne, ist die eines treuen Haustieres, am Liebsten hätte ich einen großen Hund oder auch zwei. Irgendwann werde ich mir auch bestimmt einen anschaffen, nur momentan geht es aus beruflichen Gründen nicht. Ich beichte also, dass ich eine notorische Einzelgängerin bin und keinerlei Bedürfnis verspüre, irgendwas daran zu ändern - was oft dazu führt, dass sich andere Leute von mir vor den Kopf gestoßen fühlen, die da oft was Persönliches hineininterpretieren, da niemand verstehen kann, dass ich einfach nur meine Ruhe haben möchte.

Beichthaus.com Beichte #00037392 vom 13.01.2016 um 14:35:12 Uhr (17 Kommentare).

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Selbstbefriedigung im Zelt

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Masturbation Engherzigkeit Ignoranz Peinlichkeit

Ich (m) war bis vor einem Jahr noch bei den Pfadfindern gewesen. Beim letzten Sommerlager wurden wir in Zelte eingeteilt und ich war zu meinem Bedauern nicht mit meinem besten Freund in einem Zelt. Als ich eines Nachts die Toilette benutzen wollte, sah ich im Zelt meines Freundes sehr eindeutige Schatten, die von innen an die Zeltwand geworfen wurden. Es war ziemlich gut zu erkennen, dass sich jemand einen runterholt. Amüsiert von dieser Entdeckung sagte ich den anderen Teilnehmern Bescheid und das halbe Lager schaute bei den Schattenspielen zu. Erst ein Betreuer sagte den Insassen des Zeltes schließlich Bescheid. Ich wurde wegen meines unangebrachten Verhaltens von den Pfadfindern ausgeschlossen. Später erfuhr ich, dass es mein Freund war, welcher sich einen runtergeholt hatte, während die anderen ihn anleuchteten. Im Nachhinein tut es mir leid, doch ich fand es viel zu witzig, um es für mich zu behalten. Zu meiner Verteidigung: Ich wusste schließlich nicht, dass es mein bester Freund war.

Beichthaus.com Beichte #00037350 vom 06.01.2016 um 20:50:02 Uhr (9 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Ich habe genug vom Ghetto!

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Engherzigkeit Selbstsucht Ignoranz Gesellschaft Studentenleben

Ich (m/22) bin halb-halb. Deutsch mit Migrationshintergrund. Ich habe einen guten Draht zur Familie, Kultur und Sprache. Außer meinem Namen und meiner original hellbraunen Haut erinnert nichts an meine Herkunft. Selbst mein Name ist so selten, dass er aus ganz anderen Kulturen vermutet wird. Ich beichte mehrere Sachen: Mir ist das Leben der Menschen aus den sozialen Brennpunkten Deutschlands völlig egal und auch deren Sorgen interessieren mich nicht. Sie können sie selbst lösen, sich selbst Hilfe suchen, denn es gibt genug. Wer wirklich Hilfe will, dem wird auch geholfen. Meine Familie ist hoffentlich auch bald raus hier, sobald ich ausgezogen bin. Außerdem beichte ich, dass ich meine Herkunft teilweise verrate. Ich bin nicht integriert, sondern assimiliert. Ich habe die kulturellen Eigenschaften meiner anderen Hälfte völlig aufgegeben, weil ich damit nichts mehr zu tun haben will und ich schäme mich nicht dafür.


Die Welt kann wunderschön sein, aber umso bitterer ist auch die Realität in den Ghettos. Meine Akademikerfamilie hat sich super in Deutschland angepasst und lebt hier ohne Sorgen. Leider hat es beruflich nicht so geklappt wie erhofft und leben in einem sozialen Brennpunkt einer Großstadt. Hier sieht es aus wie auf der Müllhalde und ist voller Unsicherheit, Elend und Perspektivlosigkeit. Die meisten jungen Menschen ohne Abschluss, Geld oder Zukunft wissen sich nur mit Sachbeschädigung, Abzockerei, Störungen und Belästigung zu beschäftigen. Ihr Leben ist ihnen völlig egal. Hauptsache sie spielen den harten Gangster. Daher kommt wohl mein Drang nach Karriere und Erfolg.


Ich studiere, bin dabei recht erfolgreich, habe Freunde, bin oft unterwegs und verdiene gut nebenbei. Eine nette Freundin dazu wäre super, aber wichtig ist nur, dass ich in ein paar Wochen in meine eigene Wohnung ziehen kann. Etwas teurer, aber gute Gegend. Ich stehe vor einer glorreichen Zukunft, während die Anderen jeden Tag Handys verkaufen müssen, um sich das nächste Mittagessen oder Bier leisten zu können. Ich habe genug von diesem Ghetto!

Beichthaus.com Beichte #00037307 vom 29.12.2015 um 23:20:36 Uhr (8 Kommentare).

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