Es gibt keinen Gott

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Unglaube Hochmut

Als ich ein Kind war, stöberte ich in einer Abstellkammer meines Großvaters und fand auch eine alte Bibel. Meine Mutter hatte gegen Religionen eine Aversion, da sie selbst zum Kommunionsunterricht gezwungen worden war, und zeigte mir gegenüber auch deutlich, dass Religionen für sie nur dämlicher Unfug sind. Und als leicht beeinflussbares Kind war ihre Meinung für mich natürlich die richtige. Deswegen habe ich in die Bibel reingekritzelt, dass es für mich keinen Gott gebe. Damals erschien mir diese Tat als logisch. Das Buch versteckte ich hinter einem Schreibtisch. Nun tut mir leid, was ich getan habe, denn unabhängig von meiner persönlichen Meinung habe ich kein Recht, diese meinem durchaus gläubigen Opa aufzuzwingen und seine Bibel zu ruinieren. Ich hatte keinen Kontakt mehr zu ihm, da sich meine Eltern getrennt haben, und danach alles viel schwieriger wurde. Mittlerweile ist er nicht mehr am Leben. Ich hoffe, er hat das Ding nie wieder gefunden, denn ich befürchte, dass ich damit seine Gefühle verletzt habe, einfach weil ich ein dummes Kind war.

Beichthaus.com Beichte #00035441 vom 12.04.2015 um 12:42:59 Uhr (13 Kommentare).

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Der Kaffee des Bankers

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Ekel Hass Rache Hochmut Iphofen

Ich (w/25) bin Krankenschwester und das wirklich aus Leidenschaft. Aber natürlich ist der Job nicht immer einfach und wenn wir ehrlich sind, auch nicht sehr gut bezahlt. Ich arbeite oft zehn Tage am Stück, teilweise auch Doppeldienste (ambulante Pflege). Nun zu meiner […]
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Beichthaus.com Beichte #00035357 vom 30.03.2015 um 13:17:20 Uhr in Iphofen (19 Kommentare).

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“Beichte

Leben unter dem Hartz-IV-Satz

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Hochmut Ignoranz Zorn Geld Studentenleben Bienenbüttel

Ich verstehe nicht, wie man mit einem Hartz-IV-Satz nicht auskommen soll. Ich bin Studentin und komme dank BAföG und Kindergeld auf gerade mal 430 Euro. Meine Eltern müssten theoretisch noch etwa 400 Euro überweisen, tun sie aber nicht. Abzüglich der Miete (200 Euro) bleiben mir seit 3,5 Jahren noch um die 230 Euro zum Leben. Der Hartz-IV-Satz liegt inzwischen bei 399 Euro, dabei wird aber noch zusätzlich die Miete übernommen! Also quasi das doppelte von mir. Ich komme mit dem Geld ganz gut aus. Klar gehe ich nicht ins Restaurant oder mache Urlaub, aber ich habe ein Smartphone, einen Laptop und so weiter. Und es reicht definitiv für ein normales Sozialleben! Ich verstehe also nicht, wie man als Hartz-IV-Empfänger immer über die Höhe rumjammert! Ich kriege das auch gebacken und beschwere mich nicht die ganze Zeit!


Ich möchte natürlich Rentner, Selbstständige und Angestellte, die trotz Mindestlohn unter Hartz-IV-Niveau leben ausschließen. Auch möchte ich Familien mit Kindern, Behinderte oder Ähnliches nicht kritisieren. Also alle, die eigentlich "nichts dafür können." Ich schreibe übrigens zurzeit meine Bachelorarbeit, bin auf Jobsuche und arbeite spätestens in einem dreiviertel Jahr. Ich werde dann gut und gerne das drei- oder vierfache an Geld verdienen. Natürlich habe ich dann auch mehr Ausgaben wie eine deutlich teurere Wohnung, Erstanschaffungen wie Küche und Auto, aber selbst dann werde ich für meine Verhältnisse richtig "reich" sein.

Beichthaus.com Beichte #00035353 vom 30.03.2015 um 10:19:50 Uhr in Bienenbüttel (20 Kommentare).

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Eine Beziehung mit meinem Spiegelbild

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Eitelkeit Hochmut Selbstsucht

Ich beichte, dass ich niemanden auf der Welt mehr liebe als mich selbst. Versteht das nicht falsch - ich bin kein egoistischer Mensch. Ich achte auf meine Mitmenschen, und dass es diesen gut geht, auf Gerechtigkeit und so weiter. Aber wenn ich mich in meiner Familie oder meinem Freundeskreis umschaue, wird mir immer wieder klar: ich werde sie alle nie so mögen können, wie mich selbst. Es ist, als wäre ich selbst meine beste Freundin. Ich führe ständig Selbstgespräche. Wenn ich die Wahl habe zwischen einem Abend in Gesellschaft oder einem alleine, fällt meine Wahl immer auf den Abend alleine, "zusammen mit mir." Im Bad rede ich mit meinem Spiegelbild, erzähle ihm Witze und schaue zu, wie es darüber lacht. Ich liebe meinen Körper, mein Aussehen, meine Art.


Wenn ich auf etwas stolz bin, dann denke ich darüber lieber stundenlang alleine nach und freue mich, anstatt nur auf eine einzige mir nahestehende Person zuzugehen und meine Freude zu teilen. Genauso ist es, wenn ich traurig bin. Mittlerweile bin ich sehr geübt darin, mich selbst aufzumuntern. Die Hilfe anderer habe ich nicht nötig. Bisher habe ich alles selbst hinbekommen und werde das auch weiterhin tun. Manchmal fühle ich mich etwas arrogant, weil ich mich als einen so tollen und vollkommenen Menschen sehe. Doch wie ich über mich denke, das zeige ich anderen nie. Noch nie hat mich jemand für arrogant gehalten. Eher für schüchtern, weil ich lieber mit mir selbst bin, als zusammen mit anderen. Aber das ist mir egal. Ich bin glücklich so, und solange es mich nicht stört, lebe ich mein Leben weiter wie bisher. Schließlich kommt niemand dabei zu schaden.

Beichthaus.com Beichte #00035350 vom 29.03.2015 um 22:23:00 Uhr (13 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Lästereien in der Bahn

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Engherzigkeit Hochmut Falschheit Bahn & Co.

Neulich bin ich in die S-Bahn eingestiegen - eine Station später stieg ein junges Mädel so um die 20 ein und setzte sich auf den Vierersitz schräg gegenüber vor mir. Zuerst dachte ich mir noch, wie hübsch sie eigentlich ist. Doch dann telefonierte sie mit jemandem und ich konnte hören, wie sie über mich herzog, dass ich fast keine Haare habe und wie erbärmlich mein Kleidungsstil wäre und dass ich wahrscheinlich Hartz-4-Empfänger bin. Ich bin 29, knapp zwei Meter groß und wiege 105 Kilo, bin sehr trainiert und Werkstättenleiter in einem Metallbauunternehmen. Mein einziges Manko ist mein mehr oder weniger fehlendes Kopfhaar, was zeitweise an mir nagt. Sie telefonierte aber wirklich so laut, dass der halbe Waggon es hören konnte. Zuerst wollte ich ihr etwas sagen, aber das Karma hatte andere Pläne. Es stieg eine Gruppe von drei Jungs ein, welche sich zielstrebig zu der Tussi setzten, welche zuerst so über mich hergezogen hatte. Sie begannen sie anzumachen, eher schon zu belästigen. Irgendwann wurde sie laut und begann zu schimpfen, weil die Jungs keine Ruhe gaben. Natürlich hätte ich einschreiten können, aber da sie nicht handgreiflich wurden, schaute ich dem Treiben zu. Irgendwann wurde es ihr scheinbar zu viel, sie heulte los und stieg an der nächsten Haltestelle aus. Die Jungs blieben sitzen und es war wieder Ruhe im Wagen. Ich beichte hiermit, dass ich eine junge Frau nicht vor der Belästigung durch ein paar halbstarke Jugendliche geschützt habe, weil sie vorher über mich hergezogen war. Ich bitte um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00035311 vom 24.03.2015 um 11:30:29 Uhr (11 Kommentare).

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