Sex zu Hamlet

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Waghalsigkeit Schamlosigkeit Begehrlichkeit

Ich (w/27) habe mir letztes Jahr die großartige Inszenierung von Hamlet im Burgtheater in Wien angeschaut. Ich hatte mir allerdings nur einen billigen Logenplatz gegönnt. Ich war von diesen Logen dann aber begeistert. Vorn, am Bühnenrand, sind sie mit drei Sitzplätzen nur sehr klein, aufgrund der Sichteinschränkung sehr günstig und es gibt trotzdem einen kleinen Garderoben-Vorraum. Der ist aber nicht abschließbar. Der Vorraum ist nur mit einem Stoffvorhang zum Saal getrennt. Auch die Nachbarloge ist nur durch einen dickeren Stoffvorhang abgetrennt.


Nunja, ich war in einer wilden Affäre und wir wollten mal was Neues ausprobieren. Also haben wir von einer dieser billigen Logen alle drei Plätze reserviert, sodass wir wussten, dass wir für uns sind, und haben uns Hamlet gemeinsam angeschaut. Das Stück ging über vier Stunden, man hatte also genügend Zeit. Während einer Pause kamen wir uns in dem Garderobenvorraum näher, es kam auch zum Geschlechtsverkehr, da lief das Stück aber schon weiter. Ich fand die Vorstellung absolut lustig, dass wir keine 20 Meter von der Bühne entfernt Sex hatten, während sich August Diehl als Hamlet vorn auf der Bühne die Seele aus dem Leib brüllt.


Gekommen ist mein Partner aber nicht, das Theaterstück versprüht absolut keine erotische Stimmung, außerdem war er zu aufgeregt, dass jemand reinkommt, weil er sich zum Beispiel in der Logennummer geirrt hat, oder dass die Leute in der besetzten Nachbarloge etwas hören könnten. So ganz still geht Sex dann auch nicht. Ich kam aber auf meine Kosten und nach einer halben Stunde haben wir uns wieder angezogen und uns zurück auf unsere billigen Plätze gesetzt. Seitdem gehe ich öfter ins Theater und denke gerne an diese Aktion, wenn ich mir die Logen direkt neben der Bühne anschaue. Aber ich glaube nicht, dass ich so etwas Respektloses der Kunst und der Schauspieler gegenüber noch einmal machen würde. Und vor allem nicht zu Hamlet, das Stück lässt eigentlich keinerlei sexuelle Gefühle zu.

Beichthaus.com Beichte #00037309 vom 30.12.2015 um 02:57:03 Uhr (5 Kommentare).

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Verpasste Chancen

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Verzweiflung Begehrlichkeit Ungerechtigkeit Gesundheit

Ich (m/25) möchte mir meine Trauer von der Seele reden. Ich war immer ein agiler, fröhlicher und unternehmungslustiger Mensch, der viel Sport trieb und immer Lust dazu hatte, etwas Neues auszuprobieren. Vor ungefähr sieben Jahren erkältete ich mich ziemlich heftig, was unangenehm, aber kein Drama war. Nach vielen Wochen Fieber, Unwohlsein und allem anderen Krankheitsquatsch dachte ich, dass der Spuk wohl bald vorbei sein müsste. Doch weit gefehlt, es kam alles an Symptomen hinzu, auf die man überhaupt keine Lust hat. Atemnot, Schwindel, Kreislaufprobleme, starke Kopfschmerzen, Herzrhythmusstörungen und allerlei anderes Zeug. Ich konnte auf einmal kein Histamin, keine Fruktose, kein Koffein und keinerlei Alkohol mehr vertragen. Und die Erkältungssymptome und alles andere haben mich nie verlassen. Ärzte schickten mich zu Psychologen. Psychologen schickten mich zu Ärzten. Diagnostiziert wurde ich dann nach vier Jahren Ärztemarathon mit "Chronic Fatigue Syndrome".


Ich bin immer müde und erschöpft, ich kann keinen Sport mehr treiben, mein Studium fällt mir immer schwerer und es tut mir im Herzen weh, ständig meinen Geliebten und Freunden absagen zu müssen, weil es mir so schlecht geht. Ich hoffe einfach, dass ich es noch erlebe, wenn die Ursache, und vielleicht auch eine Therapie, für diese Krankheit entdeckt wird. Ich beichte, dass ich dabei zusehen muss, wie mein Leben an mir vorbeizieht und ich unendlich traurig bin über all die verpassten Chancen, die ich durch diese Krankheit nicht nutzen konnte. Und es gibt keine Aussicht auf Besserung. Ich bin unendlich traurig.

Beichthaus.com Beichte #00037294 vom 27.12.2015 um 12:23:22 Uhr (19 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Du bist eine Dramaqueen!

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Engherzigkeit Verzweiflung

Ich (m/22) habe einen Menschen schwer verletzt, also seelisch, ohne es zu wollen. Ich hatte einen Bekannten, der dafür bekannt war, ein großes Geheimnis zu haben, von dem nur wenige wissen. Ich wusste es jedenfalls zu dieser Zeit nicht. Eines Tages hatten wir einen Streit. Ich habe so eine gewisse Art, direkten Beleidigungen aus dem Weg zu gehen, indem ich eher zu Vergleichen greife, was teils auch rechtlich einfach sicherer ist. Nun ja, jedenfalls stritten wir und ich war halt der Meinung, dass er aus einer Mücke einen Elefanten machte. Als er dann mal Luft holte und ich zum Sprechen kam, sagte ich wörtlich: "Was ist los mit dir? Du bist so eine Dramaqueen, du führst dich gerade auf wie ein Fötzchen!"


Da wurde er leichenblass, schoss mir eine mit der flachen Hand und rannte aus dem Zimmer. Ein gemeinsamer Bekannter, der davon hörte, schrieb mich später an und meinte, ich hätte das ganz toll gemacht - in eine offene Wunde zu schlagen. Ich verstand nicht. Da sagte mir der Bekannte, dass mein anderer Bekannter, mit dem ich mich gestritten hatte, nicht als Mann auf die Welt gekommen war und es noch dazu - wohl aufgrund von Schwierigkeiten bei der kürzlich erfolgten Geschlechtsangleichenden OP - wohl frühestens in fünf Jahren noch einmal versuchen kann, sich einen Penis formen zu lassen. Ich möchte hiermit sagen, dass es mir leidtut. Er, und er ist in meinen Augen ein Mann, er sieht auch durch Hormone und Brustentfernung so aus und spricht so, redet seitdem kein Wort mehr mit mir. Er denkt, so viel habe ich in Erfahrung bringen können, dass ich es wusste und mit Absicht so einen Tiefschlag gelandet habe. Das stimmt nicht, er glaubt mir das aber nicht. Ich finde es sehr schade, denn ich hätte mir eine Freundschaft mit ihm gewünscht.

Beichthaus.com Beichte #00037255 vom 20.12.2015 um 03:59:59 Uhr (27 Kommentare).

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Warum will mich keiner vergewaltigen?

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Begehrlichkeit Fetisch Missbrauch Zwang

Ich (m/21) beichte, dass ich vor fünf Jahren relativ stark frustriert war, da ich noch keinen Sex hatte. Das ging so weit, dass ich regelmäßig per Anhalter gefahren bin, wenn ich von der Schule oder der Ausbildung nach Hause gefahren bin. Ich hatte immer die Hoffnung, […]
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Beichthaus.com Beichte #00037227 vom 15.12.2015 um 18:07:28 Uhr (20 Kommentare).

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“Beichte

Im Schatten der Welt

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Verzweiflung Peinlichkeit Ekel

Ich habe stark abgenommen und habe daher an einigen Stellen überschüssige Haut. In Kleidung achtet schon die eine oder andere Frau auf mich. Aufgrund meines Geheimnisses lasse ich jedoch keine Frau in meine Nähe, da ich einfach Angst habe, mit einem schockierenden Blick empfangen zu werden. Es ist wirklich eine tägliche Herausforderung, den tollen Sachen im leben zu widerstehen - Beziehung, Sex, Urlaub, Strand, einfach einen Hauch von Glück zu spüren, sich nicht mehr zu Tode schämen zu müssen. Mittlerweile kommen mir Tränen während des Onanierens, da mein Bedürfnis nach einer erfüllten Sexualität sehr stark ausgeprägt ist und ich mich immer wie ein verzweifeltes, primitives Nichts fühle.


Ich hoffe, ich werde von der Krankenkasse unterstützt, wenn es um die Finanzen der bevorstehenden OP geht. Ich habe noch nie wirklich gebetet, doch dieses Mal tue ich es, damit alles gut läuft und ich mich eines Tages wie ein normaler Mensch fühlen darf, mein Konzept des Lebens verwirklichen kann und nicht ständig im Schatten der Welt stehe. An alle Eltern, die eventuell dicke Kinder haben: Lasst sie nicht fett bleiben oder dicker werden, ihr Seelenbild könnte am Ende des Tages ähnlich wie meines aussehen.

Beichthaus.com Beichte #00037208 vom 13.12.2015 um 06:07:52 Uhr (20 Kommentare).

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