Verpasste Chancen

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Verzweiflung Begehrlichkeit Ungerechtigkeit Gesundheit

Ich (m/25) möchte mir meine Trauer von der Seele reden. Ich war immer ein agiler, fröhlicher und unternehmungslustiger Mensch, der viel Sport trieb und immer Lust dazu hatte, etwas Neues auszuprobieren. Vor ungefähr sieben Jahren erkältete ich mich ziemlich heftig, was unangenehm, aber kein Drama war. Nach vielen Wochen Fieber, Unwohlsein und allem anderen Krankheitsquatsch dachte ich, dass der Spuk wohl bald vorbei sein müsste. Doch weit gefehlt, es kam alles an Symptomen hinzu, auf die man überhaupt keine Lust hat. Atemnot, Schwindel, Kreislaufprobleme, starke Kopfschmerzen, Herzrhythmusstörungen und allerlei anderes Zeug. Ich konnte auf einmal kein Histamin, keine Fruktose, kein Koffein und keinerlei Alkohol mehr vertragen. Und die Erkältungssymptome und alles andere haben mich nie verlassen. Ärzte schickten mich zu Psychologen. Psychologen schickten mich zu Ärzten. Diagnostiziert wurde ich dann nach vier Jahren Ärztemarathon mit "Chronic Fatigue Syndrome".


Ich bin immer müde und erschöpft, ich kann keinen Sport mehr treiben, mein Studium fällt mir immer schwerer und es tut mir im Herzen weh, ständig meinen Geliebten und Freunden absagen zu müssen, weil es mir so schlecht geht. Ich hoffe einfach, dass ich es noch erlebe, wenn die Ursache, und vielleicht auch eine Therapie, für diese Krankheit entdeckt wird. Ich beichte, dass ich dabei zusehen muss, wie mein Leben an mir vorbeizieht und ich unendlich traurig bin über all die verpassten Chancen, die ich durch diese Krankheit nicht nutzen konnte. Und es gibt keine Aussicht auf Besserung. Ich bin unendlich traurig.

Beichthaus.com Beichte #00037294 vom 27.12.2015 um 12:23:22 Uhr (19 Kommentare).

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Du bist eine Dramaqueen!

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Engherzigkeit Verzweiflung

Ich (m/22) habe einen Menschen schwer verletzt, also seelisch, ohne es zu wollen. Ich hatte einen Bekannten, der dafür bekannt war, ein großes Geheimnis zu haben, von dem nur wenige wissen. Ich wusste es jedenfalls zu dieser Zeit nicht. Eines Tages hatten wir einen Streit. Ich habe so eine gewisse Art, direkten Beleidigungen aus dem Weg zu gehen, indem ich eher zu Vergleichen greife, was teils auch rechtlich einfach sicherer ist. Nun ja, jedenfalls stritten wir und ich war halt der Meinung, dass er aus einer Mücke einen Elefanten machte. Als er dann mal Luft holte und ich zum Sprechen kam, sagte ich wörtlich: "Was ist los mit dir? Du bist so eine Dramaqueen, du führst dich gerade auf wie ein Fötzchen!"


Da wurde er leichenblass, schoss mir eine mit der flachen Hand und rannte aus dem Zimmer. Ein gemeinsamer Bekannter, der davon hörte, schrieb mich später an und meinte, ich hätte das ganz toll gemacht - in eine offene Wunde zu schlagen. Ich verstand nicht. Da sagte mir der Bekannte, dass mein anderer Bekannter, mit dem ich mich gestritten hatte, nicht als Mann auf die Welt gekommen war und es noch dazu - wohl aufgrund von Schwierigkeiten bei der kürzlich erfolgten Geschlechtsangleichenden OP - wohl frühestens in fünf Jahren noch einmal versuchen kann, sich einen Penis formen zu lassen. Ich möchte hiermit sagen, dass es mir leidtut. Er, und er ist in meinen Augen ein Mann, er sieht auch durch Hormone und Brustentfernung so aus und spricht so, redet seitdem kein Wort mehr mit mir. Er denkt, so viel habe ich in Erfahrung bringen können, dass ich es wusste und mit Absicht so einen Tiefschlag gelandet habe. Das stimmt nicht, er glaubt mir das aber nicht. Ich finde es sehr schade, denn ich hätte mir eine Freundschaft mit ihm gewünscht.

Beichthaus.com Beichte #00037255 vom 20.12.2015 um 03:59:59 Uhr (27 Kommentare).

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Warum will mich keiner vergewaltigen?

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Begehrlichkeit Fetisch Missbrauch Zwang

Ich (m/21) beichte, dass ich vor fünf Jahren relativ stark frustriert war, da ich noch keinen Sex hatte. Das ging so weit, dass ich regelmäßig per Anhalter gefahren bin, wenn ich von der Schule oder der Ausbildung nach Hause gefahren bin. Ich hatte immer die Hoffnung, dass eine der vielen Seelen, die mich mitnahmen, Hand an mich legen würde. Dabei war es mir relativ egal, ob Mann oder Frau, Alter, Körperzustand. Ich wollte einfach nur den süßen Nektar des Liebeslebens kosten. Ich beichte also hiermit, dass ich fast täglich versucht habe, mich vergewaltigen zu lassen. Selbst heute noch geilt mich die Vorstellung extrem auf und ich bin oft nachts alleine unterwegs, damit ich trotzdem noch die Chance darauf habe.

Beichthaus.com Beichte #00037227 vom 15.12.2015 um 18:07:28 Uhr (20 Kommentare).

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Im Schatten der Welt

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Verzweiflung Peinlichkeit Ekel

Ich habe stark abgenommen und habe daher an einigen Stellen überschüssige Haut. In Kleidung achtet schon die eine oder andere Frau auf mich. Aufgrund meines Geheimnisses lasse ich jedoch keine Frau in meine Nähe, da ich einfach Angst habe, mit einem schockierenden Blick empfangen zu werden. Es ist wirklich eine tägliche Herausforderung, den tollen Sachen im leben zu widerstehen - Beziehung, Sex, Urlaub, Strand, einfach einen Hauch von Glück zu spüren, sich nicht mehr zu Tode schämen zu müssen. Mittlerweile kommen mir Tränen während des Onanierens, da mein Bedürfnis nach einer erfüllten Sexualität sehr stark ausgeprägt ist und ich mich immer wie ein verzweifeltes, primitives Nichts fühle.


Ich hoffe, ich werde von der Krankenkasse unterstützt, wenn es um die Finanzen der bevorstehenden OP geht. Ich habe noch nie wirklich gebetet, doch dieses Mal tue ich es, damit alles gut läuft und ich mich eines Tages wie ein normaler Mensch fühlen darf, mein Konzept des Lebens verwirklichen kann und nicht ständig im Schatten der Welt stehe. An alle Eltern, die eventuell dicke Kinder haben: Lasst sie nicht fett bleiben oder dicker werden, ihr Seelenbild könnte am Ende des Tages ähnlich wie meines aussehen.

Beichthaus.com Beichte #00037208 vom 13.12.2015 um 06:07:52 Uhr (20 Kommentare).

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Die besten Streiche im Dorf

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Engherzigkeit Maßlosigkeit Waghalsigkeit Kinder

Ich (m/20) gehörte gehörte in meiner Kindheit einer kleinen Gruppe von Unruhestifter an, die ihren Ursprung in einem kleinen 2000 Seelendorf fand. Unserer Intention war es, Leute auf die Palme zu bringen. Nachts krochen wir aus unseren Löchern und zogen in den erbitterten Kampf, die Siedlungen zu terrorisieren. Die üblichen Klassiker, wie ein offener Tetrapack, der gegen eine Tür gelehnt wurde und dem Besitzer eine ordentliche Sauerei bescherte, wenn er seiner Pflicht nachging, um zu schauen, wer geklingelt hat. Taxifahrer, die sich bemerkbar machen sollten, wenn sie bei ihren Kunden angekommen sind, etc. Die Tränen des Gelächters trockneten mit der Zeit und wir sehnten uns nach einem "Meisterwek", welches das bisher geleistete in den Schatten stellen sollte.

In meiner Schule gab es eine Lehrerin - sie wohnte auch in unserem Dorf - die sich nicht durchsetzen konnte und sämtliche Strapazen über sich ergehen lassen musste. Ihr und ihrer Familie widmeten wir unsere ganze Aufmerksamkeit. Da viele Schüler von meiner Klasse aus demselben Ort kamen, die uns auch ab und zu begleiteten, fing ich regelrecht damit an, sie zu rekrutieren. Ich predigte ihnen, dass es nichts bessere gäbe, als bei ihr Klingelstreiche zu machen. Unabhängig von meiner Gruppe bildeten auch sie Gruppen, die sie terrorisierten. Ergo, sie und ihre Familie mussten tägliche Klingelstreiche über sich ergehen lassen. Der Anführer meiner Gruppe war entzückt und wollte ein Exempel statuieren, um die anderen Gruppen zu beeindrucken. Eines Abends holten mich die anderen ab und wir setzten seinen Plan in die Tat um, der darin bestand, ihr Haus mit 200 Paintballs zu bewerfen. Gesagt, getan.

Der Anblick bleibt mir bis heute in Erinnerung. Natürlich denk ich heute anders über diese Tat als damals. Aber er hatte es geschafft, die Tränen waren wieder da. Das verschaffte meiner Gruppe hohes Ansehen unter den anderen Gruppen. Natürlich hörten sie nicht auf. Eines Tages haben sie einen Apfel gegen ihr Fenster geworfen, ihr Sohn (damals bestimmt 20) muss an der Tür gewartet haben. Er reagierte und verfolgte die Rowdys, bis er einen stoppen konnte, der die ganze Wut der vergangen drei Wochen zu spüren bekam. Es tut mir wirklich leid, was ich dieser Frau und ihrer Familie angetan habe. Zwar wurde ich suspendiert und musste ein unangenehmes Gespräch führen, da der Junge mich verraten hat, aber das macht es nicht annähernd gut. Auch tut es mir leid für den Jungen, der einen Zahn verlor sowie grün und blau geschlagen wurde. Bitte vergebt mir!

Beichthaus.com Beichte #00037196 vom 10.12.2015 um 17:13:29 Uhr (5 Kommentare).

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