Der Horror-Vater

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Gewalt Hass Verzweiflung St. Pölten

Nach langem Hin und Her habe ich mich endlich entschieden, meine Beichte hier abzulegen. Und die ist verdammt lang, jedoch schreibe ich nicht alles auf. Als Erstes möchte ich beichten, dass ich meinen Vater hasse! Ich hasse ihn, wie man einen Menschen nur hassen kann! Er ist Alkoholiker und trinkt mindestens einmal die Woche einen über den Durst und geht irgendwo hin saufen. Manchmal bleibt er aber auch zu Hause und telefoniert in mein Heimatland für 3,80 Euro die Minute und er telefoniert stundenlang. Wenn es dann spät ist, gibt es Stress. Und das jedes Mal! Irgendwas macht er immer. Entweder schlägt er meine Mutter, oder er flucht sie an, bespuckt sie. Mich früher auch. Seit ich mich da einmal dazwischen geworfen habe (bin 23 Jahre und habe 105kg Kampfgewicht -> ehemaliger Amateurboxer) schlägt er uns wenigstens nicht mehr. Ich habe ihn zwar nie geschlagen, weil meine Mutter das nicht verkraften würde, aber er hat "Respekt" vor mir. Wie dem auch sei. Er macht uns dann immer fertig, indem er dann die zwei Katzen meiner Mutter schlägt oder sie durchs Haus jagt. So ein FEIGLING! Das macht er nur, um meiner Mutter wehzutun! Ich weiß gar nicht, was ich sonst noch so erzählen soll. Nur im Schnellverlauf: er schoss auf uns schon mit einer Pistole im Rausch, traf aber nicht. Er hat uns mal besoffen durch die Gegend gefahren und fast einen Unfall verursacht; er hat mehr als 25.000 Euro an Strafen gezahlt und da ist das, was er versäuft nicht dabei. Ich ernähre unsere Familie und habe sonst kein Geld für irgendwas - ich hatte keine wirkliche Kindheit, geschweige denn Jugend.

Da gäbe es noch viel mehr, aber ich lasse das lieber sein, da meine Hände schon zittern. Heute ist er wieder betrunken. Heute habe ich mein Gewehr schon wieder geladen. Oh Herr, gib mir den Mut diesem Martyrium endlich ein Ende zu setzten. Meine Mutter ist zwar in meinem Heimatland, aber wenn er heute Ärger macht, spiele ich ernsthaft mit dem Gedanken, diesen Abschaum von Lebewesen wirklich abzuknallen, wenn er nach Hause kommt! Vermutlich werde ich es nicht tun, sondern einfach wieder oben am Baum sitzen bleiben und ihn nur ins Visier nehmen. Wenn ich weg bin, hat meine Mutter niemanden mehr. Und meine Schwester erst recht nicht. Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll. Bin zwar zäh, aber irgendwann bin ich auch am Ende. Jetzt hat mich auch meine Freundin nach zweieinhalb Jahren Beziehung verlassen. Ich kann nicht mehr. Bitte lieber Gott, auch wenn ich nur Moslem bin. Bitte mach, dass diese Qual aufhört. Ich kann nicht mehr. Wirklich nicht. Ich bin am Ende und wünsche mir den Tod oder Frieden. Wegziehen können wir nicht, weil meine Mutter das Haus "mitgekauft" hat und zwei Wohnungen können wir uns nicht leisten. Ich flehe um Erlösung!

Beichthaus.com Beichte #00026040 vom 08.04.2009 um 22:22:16 Uhr in St. Pölten (26 Kommentare).

Gebeichtet von Beautyful Driver
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