Mit Kopftuch in der Schule

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Vorurteile Ignoranz Engherzigkeit Schule

Ich (w/20) habe in den letzten Jahren meine Lebenseinstellung ziemlich verändert. Mein großer Grundsatz ist jetzt, dass jedes Leben wunderschön und wertvoll ist und die Welt ein besserer Ort wäre, wenn wir uns alle gegenseitig akzeptieren und wertschätzen würden. Früher habe ich nicht so gedacht, ehrlich gesagt war ich ein ziemliches Arschloch. Zwar habe ich nie jemandem wehgetan, aber ich schäme mich für so einige Gedanken. Es gibt eine Erinnerung, die mich einfach nicht loslässt. Es muss so ungefähr in der achten Klasse gewesen sein. Da haben wir über Kleidung in der Schule, Schuluniformen, etc. im Englischunterricht gesprochen.

Es waren im Buch einige Kleidungsstücke abgebildet, von denen wir entscheiden sollten, ob es angebracht ist, sie in der Schule zu tragen. Eines davon zeigte eine Gruppe Mädchen mit Kopftuch. Wie gesagt, heutzutage würde ich mich fragen, warum das für jemanden ein Problem sein sollte. Aber damals habe ich mich ernsthaft gemeldet und vor der ganzen Klasse meiner etwas schockierten Lehrerin gesagt, dass ich das absolut unpassend finde, und dass sie das doch wenn überhaupt zu Hause tragen sollen. Zwar finde ich heute immer noch, dass es ein Unding ist, dass Frauen in manchen Kulturen gezwungen werden, ein Kopftuch zu tragen, und könnte mir auch selbst nie vorstellen eines zu tragen, aber wenn sie es aus freier Entscheidung tun und damit glücklich sind, hat niemand das Recht etwas dagegen zu sagen. Keine Ahnung, was mich damals geritten hat, aber ich hoffe von Herzen, dass sich keiner meiner damaligen Klassenkameraden daran erinnert!

Beichthaus.com Beichte #00038248 vom 18.05.2016 um 10:08:38 Uhr (40 Kommentare).

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Aussehen ist nicht das Wichtigste!

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Engherzigkeit Vorurteile Verschwendung Dummheit Familie

Meine Cousine und Tante sind zwei ungebildete Menschen. Wirklich. Außer Nägel machen lassen, Wimpern verlängern, neue Kleider für Festlichkeiten kaufen und Geld ausgeben ist nicht viel drin. Die Schule haben beide nach zehn Klassen verlassen, meine Tante hat danach dann auch nicht gearbeitet, sondern meine Cousine bekommen. Und meine Cousine? Die hat erst einmal drei Jahre lang nichts getan. Sich um nichts bemüht und faul auf der Haut gelegen. Wenn man versucht, über etwas anderes als die oben genannten "Hobbys" zu sprechen, wird man komisch angeschaut und sie glauben, man würde das nur erfinden, denn "normale" Menschen haben von anderen Dingen als Aussehen doch keine Ahnung.

Das Geld haben sie übrigens vom Ehemann, der wirklich hart dafür arbeitet. Wieso der das mitmacht, ist mir ein Rätsel, aber das ist seine Sache. Ich habe die beiden gerne, denn sie sind immer sehr lieb zu mir, aber ich verachte ihre nicht vorhandene Bildung. Seit ich sie allgemeinbildungstechnisch überholt habe, kann ich nur den Kopf schütteln und mich über so viel Desinteresse der Welt gegenüber nur wundern.

Beichthaus.com Beichte #00038228 vom 13.05.2016 um 11:34:44 Uhr (8 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Die rosa Brille meines besten Freundes

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Feigheit Vorurteile Faulheit Engherzigkeit

Ich möchte hiermit beichten, dass ich einem meiner besten Freunde nicht die Meinung sagen kann. Es fing alles damit an, dass sich seine Frau am Anfang des Jahres von ihm überraschend getrennt hat. Die beiden haben seit einem Jahr ein Kind zusammen und waren schon seit der Mittelstufe miteinander liiert. Er war also auch entsprechend am Boden, hat aber jegliche Hilfe von seinen Freunden abgelehnt. Er war zu diesem Zeitpunkt seit knapp drei Wochen arbeitssuchend, hat allerdings bereits vier Wochen später wieder eine Anstellung gefunden. In dieser Zeit hat er viel unternommen, um seine Frau zurückzugewinnen, nach einiger Zeit hat er sich aber mit der Situation arrangiert, da seine Frau auch bereits einen anderen Partner hatte. Nun fing er an, Kontakt zu Frauen auf bekannten App-Plattformen zu suchen, was auch zu einigen Dates geführt hat. Er hat uns natürlich immer über seine neuen Bekanntschaften informiert und uns um Rat gefragt. Anscheinend stieß das aber irgendwann bei ihm auf taube Ohren und er hat sich entgegen unserer Empfehlungen mit einer Frau getroffen und ist mit ihr nun seit zwei Monaten zusammen.

Die beiden sind nun letzte Woche in eine gemeinsame Wohnung gezogen und als guter Freund hilft man natürlich - auch beim Auszug der neuen Freundin aus ihrer alten Wohnung. Genau da hat mich dann der Schlag getroffen! Ich war bereits zwei Mal bei dieser Freundin und schon da ist mir der Zustand der Wohnung aufgefallen: unaufgeräumt, staubig, insgesamt nicht so blitzeblank. Eben wie man sich eine klassische Singlewohnung eben vorstellt. Als die Möbel allerdings von uns demontiert und aus der Wohnung geschafft wurden, wollte ich nur noch nach Hause und duschen: Unter dem Sofa und an den Teilen des Sofas wimmelte es nur so vor Hundehaaren. Dazu kamen noch eine gewaltige Staubansammlung, Kronkorken und Scherben. Mir dämmerte, dass die Frau es nicht so genau nimmt mit der häuslichen Hygiene. Der Grund stellte sich auch schon kurze Zeit später heraus: Sie war bereits erledigt, als sie 10 Kisten aus der Wohnung in den Flur trug und ihre 45-qm-Wohnung fegen und wischen musste. Genauso ging es beim Einzug weiter.

Den größten Teil der Schlepparbeiten haben wir gemacht, während von ihr und anderen die Kisten in die entsprechenden Räume gebracht werden sollten. Die meiste Zeit wurde aber mit Rumlaufen und Schauen verbracht. Anfang der Woche habe ich die beiden besucht und mein Freund hat mir erzählt, er sei nun wegen schwacher Auftragslage bei seiner neuen Stelle gekündigt worden. Die Woche zuvor hat er wegen des Umzugs von seinem neuen Chef eine Woche Auszeit erbeten. In der Probezeit. Wir in seinem Freundeskreis vermuten nun, dass er uns auch bereits da angelogen hat und alles nur noch durch eine rosa Brille sieht. Diese Frau tut ihm nicht gut, aber wir haben einfach nicht den Mut dazu, es ihm zu sagen, aus Angst unsere Freundschaft könnte zerstört werden.

Beichthaus.com Beichte #00038224 vom 12.05.2016 um 17:05:53 Uhr (4 Kommentare).

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Die Babys meiner Farbratten

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Verzweiflung Mord Morallosigkeit Tiere

Meine Tat liegt schon etwa zehn Jahre zurück, ich kann mich aber noch erinnern, als wäre es gestern passiert. Damals war ich ganz vernarrt in Farbratten und wollte mir so schnell wie möglich welche zulegen, ganz egal wie oder woher. Also bin ich in einen normalen Zooladen gegangen, habe mich dort beraten lassen und auch gleich zwei süße Exemplare erstanden. Als Käfig empfahl man mir, was viele vermutlich von euch als Hamsterkäfige kennen, also relativ klein und viel Plastik. Heute weiß ich, dass das die denkbar schlechteste Behausung war, die man einem Tier antun kann, aber damals habe ich blind den Verkäufern vertraut.

Um das Ganze etwas zu verkürzen: Ich habe ein paar Wochen später erfahren, dass die beiden weiblichen Ratten schwanger waren. Sie gebaren zusammen etwa 25 kleine unbehaarte Rattenbabys und sind auch kurz darauf verstorben. Der Arzt meinte, dass sie viel zu jung trächtig wurden und ihre Körper zu schwach waren, um die Geburt zu überstehen. Außerdem riet er mir, niemals Tiere aus Zooläden zu kaufen, da die Zustände dort meistens immer so sind.

Trotz meiner Bemühung, die Babys bei Hilfsorganisationen unterzubringen, wollte sie keiner übernehmen. Ich war so extrem verzweifelt, dass ich etwas getan habe, für das ich mich bis heute schäme. Ich habe die Kleinen in einen Karton gepackt und sie ausgesetzt. Vermutlich mussten sie nicht lange leiden, ehe sie starben, da es sich noch um sehr junge Tiere handelte. Aber der Gedanke, aktiv schuld an dem Tod eines Tieres zu sein, weil ich so dumm war, treibt mir bis heute die Tränen in die Augen. Seitdem hatte ich auch nie wieder Haustiere.

Beichthaus.com Beichte #00038223 vom 12.05.2016 um 16:41:43 Uhr (10 Kommentare).

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“Beichte

Bist du ein Macher?!

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Waghalsigkeit Drogen Schamlosigkeit Kollegen Arbeit

Bist du ein Macher?!
Ich beichte, meinen Arbeitskollegen in sehr große Schwierigkeiten gebracht zu haben. Ich (m/23) gehe regelmäßig auf Montage, meistens mit einem bestimmten Kollegen, dieser ist knapp 10 Jahre älter als ich. Man sollte annehmen, dass ein Mann in seinem Alter vernünftig und reif ist, aber dem ist nicht so. Er ist das komplette Gegenteil, kurz gesagt, ein gestörter Mensch. Anfangs machte er auf mich einen ziemlich spießigen Eindruck, denn er ist verheiratet und hat zwei Kinder, also alles kein Problem, wenn man mit so jemandem ein paar Wochen oder Monate im Ausland verbringen muss. Doch der Eindruck trügt: Als wir das erste Mal auf Montage waren, haben wir uns angefreundet und kamen in einer Bar ins Gespräch. Und da ist es mir zum ersten Mal aufgefallen. Dieser Typ hat nicht mehr alle Tassen im Schrank! Nach seinen nazistischen Reden kam er ziemlich schnell auf den Punkt, der darin besteht, dass er keine "Schwätzer" duldet, sondern nur "Macher", die Mut haben. Er fragte mich daraufhin, zu welcher Sorte Mensch ich gehöre.

Wie jeder Mann, wenn sein Ego infrage gestellt wird, antwortete ich "Macher". Noch am selben Abend, total betrunken, sagte er zu mir, ich solle meine Backe hinhalten, er wolle mir eine Ohrfeige geben, um zu testen, ob ich ein Macher sei. Mit Abstand die härteste Ohrfeige meines Lebens, bis jetzt. Dann verlangte ich das Gleiche von ihm, nur diesmal wollte ich ihm eine reinhauen. Er leistete Folge und es passierte - aber er war nicht sauer, ganz im Gegenteil: Er zollte mir hohen Respekt. Nun ja, das Ganze setzte sich auf jeder Montage immer ein bisschen krasser fort. Es wurden Regeln gebrochen, betrunken gefahren, geklaut, Freudenhäuser besucht, Anabolikafritzen Nackenklatscher gegeben und noch vieles mehr. Alles in allem echt lustig - für den, der die Mutprobe aussuchte. Als wir dann in Spanien waren, erreichte es den Höhepunkt und das Ende einer Ära.

Ich war ziemlich sauer auf ihn, als ich einem Spanier auf den Po klatschen musste. Also wollte ich ein für alle Mal damit aufhören. Ich sagte zu ihm, er solle Koks besorgen, weil ich es für eine unmögliche Aufgabe hielt. Einerseits wollte ich ihn zur Kapitulation zwingen, andererseits wollte ich damit Schluss machen. Außerdem, was ich vielleicht noch anmerken sollte, bin ich grundsätzlich gegen Drogen, außer ganz selten Mal etwas Grünes. Er aber ist losgezogen. Geschlagene vier Stunden später kam er, total drauf, mit dem Teufelszeug zurück. Er meinte, heute machen wir die Party unseres Lebens und das haben wir, weil er natürlich von mir verlangte, dass ich es nehmen sollte. Mein erstes und letztes Mal, darauf habt ihr mein Wort!

Die Party war gut und das Leben ging wieder seinen gewohnten Lauf, bei mir zumindest. Als wir zurückkehrten, änderte sich jedoch alles. Er ist wohl auf diesem Zeug hängen geblieben. Seine Frau will sich von ihm scheiden lassen und in der Arbeit kommt auch schon Verdacht auf. Ich beichte, einem Mann bzw. guten Freund das Leben kaputtgemacht zu haben. Zu meiner Verteidigung: Ich hatte gute Absichten, aber es ging vollkommen nach hinten los. Es tut mir leid, eine Ehe zerstört und gleichzeitig Kindern ihren Vater genommen zu haben. Ich bitte um Verzeihung.

Beichthaus.com Beichte #00038220 vom 11.05.2016 um 21:26:18 Uhr (14 Kommentare).

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