Der geprellte Taxifahrer

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Diebstahl Geiz Selbstsucht Last Night

Mein Kumpel und ich sind gestern von einer Disco mit dem Taxi nach Hause gefahren. Als wir den Taxifahrer fast zehn Minuten lang in unserem Ort herumfahren ließen, sprangen wir an einer geeigneten Stelle aus dem Taxi und sind weggerannt, ohne etwas zu bezahlen. Ich fand es lustig. Zudem war der Taxifahrer auch sehr unfreundlich.

Beichthaus.com Beichte #00023860 vom 19.05.2008 um 05:54:19 Uhr (12 Kommentare).

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Kameraüberwachung ist gar nicht so schlimm!

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Zorn Maßlosigkeit Engherzigkeit

Ich arbeite seit mehreren Jahren bei einer großen deutschen Discounter-Kette, die vor Kurzem in Verruf geraten ist, da einige Angestellte dort mit Hilfe von Kameras und scheinbaren Ladendetektiven ausspioniert wurden. Das Ganze hat mich sehr überrascht, da ich damit nicht gerechnet hätte. Was ich allerdings beichten möchte, ist die Tatsache, dass mich nicht diese gewisse Dreistigkeit der Unternehmensführung aufregt, sondern dieses elende Geheule über angebliche Stasimethodik und das ganze Gerede. Keinesfalls würde ich die Notizen über Toilettengänge der Angestellten als vertretbar ansehen, aber die versteckten Kameras zur Überwachung der Kassierer und des Warenlagers sind doch wohl bewiesener Maßen keine Seltenheit oder im Geringsten ungerechtfertigt, da eben jene Märkte massive Inventarverluste durch Diebstahl und schlechte Arbeitsmoral zu verzeichnen hatten.

In unserer heutigen globalisierten Welt zählt nun mal der Profit und deshalb kann es sich keine Filiale leisten, solchen Missverhältnissen nicht entgegen zu wirken. Ich bin ja auch so manches Mal genervt von der andauernden Hetzerei an meinem Arbeitsplatz und würde gerne mal einen Gang runterschalten oder Fünfe gerade sein lassen, aber dennoch kann man sich doch wohl für die paar Stunden zusammenreißen. Die Dame, die den Stein ins Rollen brachte und immer so schön wutentbrannt in jede Kamera, die sich bot, schielte, sollte nun mal ausgebootet werden, weil der Verdacht einer Manipulation bestand, was jedoch in keinem westlichen Unternehmen anders gelaufen wäre, wenn solche Verdachtsmomente bestünden. Ich will ebenfalls beichten, dass ich, trotz meines aufgesetzten Grinsens, allzu gerne so manchen Kleingeistern, die meinten, Sprüche wie: "Oh, in welche Kamera soll ich jetzt lächeln?", oder "Ist das meine Schokoladenseite?" rauszuhauen, eine gelangt hätte. Am Schlimmsten empfinde ich allerdings die Dreistigkeit der Leute, die sich darüber beschweren, dass sie ungefragt gefilmt wurden und so etwas eine Frechheit sei.

Ich meine, sind die Leute zu blöde, das Schild an der Filialtür mit einem Kamerasymbol darauf zu entschlüsseln? Und in welchem Supermarkt oder Einkaufszentrum, in welchem öffentlichen Verkehrsmittel oder auf welchem Platz wird man nicht gefilmt? Mir gefällt das auch nicht, aber dann braucht man sich nicht über Kameras in Discountern aufregen, die den Sinn haben, Diebstähle zu verhüten, damit durch möglichst geringe Verluste weiterhin niedrigere Preise als bei der Konkurrenz forciert werden können. Zudem kann dadurch auch Schlimmeres verhindert oder zumindest im Nachhinein aufgeklärt werden. So wurde mein Filialleiter beinahe von einem aufgebrachten Kunden verprügelt, obwohl dieser selbst Schuld an seiner Misere hatte. Denn dieser Kunde wollte ein Produkt zurückgeben (also das Geld erstattet bekommen), besaß jedoch keinen Kassenbon und kam zudem gerade aus derselben Ecke des Ladens, in der dieses Produkt zu finden ist und dieser Ort lag wahrlich nicht auf seiner Route vom Eingang zur Kasse.

Eben aufgrund dieser Umstände kam es zu Diskussionen und mein Filialleiter sagte dem Kunden, dass er das Geld unter diesen Umständen nicht erstatten könne. Das Ergebnis war letztendlich, dass die Polizei gerufen werden musste und der Kunde nun Hausverbot hat. In diesem Fall wäre eine Kamera nützlich gewesen, wenn die Sache schlimmer ausgegangen wäre, aber das sei dahingestellt. Auf jeden Fall sollten sich die Leute mal überlegen, über welche Kleinigkeiten sie sich aufregen, da es auf dem Gebiet wesentlich schlimmere Vergehen allein seitens der Regierung gibt, gemeint ist damit unter anderem die viel zitierte "Stasi 2.0." Zudem soll nicht unerwähnt bleiben, dass mir in diesem Unternehmen stets nur Positives widerfahren ist. Selbstverständlich kommt man nicht immer mit allen Charakteren klar, aber schließlich arbeite ich dort immer noch und denke auch nicht ans Aufhören.

Beichthaus.com Beichte #00023856 vom 19.05.2008 um 04:56:32 Uhr (18 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Verschobene Lesezeichen

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Boshaftigkeit Engherzigkeit

Wenn ich bei Freunden und Verwandten zu Besuch bin und dort Bücher finde, die sie gerade lesen, lege ich die Lesezeichen in ihrer Abwesenheit immer heimlich an eine Stelle weiter vorne im Buch. Wenn diese Menschen mich vorher irgendwie ein bisschen genervt haben, befriedigt mich der Gedanke, dass sie sich, wenn sie in Ruhe lesen wollen, ärgern, weil sie die Textstellen schon kennen und erst einmal suchen dürfen, wo sie eigentlich waren.

Beichthaus.com Beichte #00023849 vom 19.05.2008 um 01:25:02 Uhr (18 Kommentare).

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Die Vollhonks in der Bahn

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Zorn Hass Dummheit Bahn & Co.

Ich (m/27) fahre regelmäßig S-Bahn und Regional-Zug. Beim Einsteigen in eine Bahn sehe ich regelmäßig, dass die vor mir wartenden Gäste nicht sehr geduldig sind. Diese ungeduldigen Personen quetschen sich also öfters an den Türrahmen vorbei, in den Zug hinein und stören dann dort das schnelle Aussteigen. Ich kann jedes Mal nur den Kopf schütteln, über diese absolute Dummheit. Würden diese Vollhonks auch nur 15-30 Sekunden länger vor der Türe warten, dann würden sie nun nicht zwei Minuten im Eingangsbereich warten, weil sich nichts mehr bewegt und folglich wären alle schneller am Ziel. Nun ist es aber so, dass auch ich immer wieder mal aus dem Zug aussteigen muss und zugleich sehr viele vor der Türe stehen. In der Vergangenheit ist es dabei auch schon Mal passiert, dass solche Honks an mir vorbei wollten. Nun - ich habe just in diesem Moment oft den Schwung der Masse ausgenutzt, meinen Ellbogen leicht ausgefahren und bin voll in die Person reingelaufen, die gerade einsteigen wollte. Mit der Menschenmasse bin ich dann anschließend weitergelaufen. Zwar habe ich wiederholt böse Wörter hinter mir gehört, aber die verursachten blauen Flecken und Schmerzen bei den Honks haben mich noch Minuten später fett grinsen lassen. Sorry an alle, die ich bisher erwischt habe!

Beichthaus.com Beichte #00023845 vom 18.05.2008 um 23:29:27 Uhr (15 Kommentare).

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Die Bewerbung meines Vaters

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Hass Zorn Rache

Ich bin engagierte Gymnasiastin in der Oberstufe und habe so viele Bewerbungen für wirklich wichtige Sachen und vor allem an größere Unternehmen geschrieben, dass ich von mir behaupten kann, das zu können. Mein arbeitsloser Vater kann das nicht, weshalb er heute zu mir gerannt kam und wollte, dass ich seine Bewerbung korrigiere. Es war die schlechteste Bewerbung, die ich je gesehen habe - die Rechtschreibfehler waren noch nicht einmal das Schlimmste. Ich beichte hiermit, dass ich nichts korrigiert und ihn das Werk so abschicken lassen habe, weil ich ihn hasse - die Momente meines Lebens, in denen er da war, waren und sind die Hölle, und er hätte mir ohnehin nicht zugehört, wenn ich den Mist korrigiert hätte, weil er von sich denkt, alles besser zu können. Weil er mich eben schon wieder wie Dreck behandelt hat, fühle ich mich sogar richtig gut dabei, obwohl ich weiß, dass das eigentlich böse war und ich das sonst niemals tun würde.

Beichthaus.com Beichte #00023841 vom 18.05.2008 um 22:17:07 Uhr (22 Kommentare).

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