Föhnabhängig

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Manie Gesellschaft

Föhnabhängig
Ich (m/23) muss auch mal etwas beichten. Ich bin föhnabhängig. Hört sich blöd an, oder? Ich bin absolut süchtig nach Föhnen oder anderen Geräten, die warme Luft produzieren und gleichbleibende Geräusche von sich geben. Sobald ein Föhn angemacht wird, fühle ich mich ungefähr 10 Stufen besser. Manchmal liege ich einfach nur im Bett und mache meinen Föhn an und fühle mich wohl. Seit einiger Zeit habe ich es wirklich zu einer Alltagsgewohnheit gemacht. Wenn ich die Möglichkeit habe (und ich habe sie sehr oft) mache ich auch mal den Föhn an, um mir andere alltägliche Dinge angenehmer zu machen. Morgens z.B., wenn es ultrakalt im Bad ist, gibt es nichts Besseres, als einen Föhn. Oder wenn ich lernen muss und draußen schreien die Nachbarskinder rum. Föhn an! Meine Familie hat sich mittlerweile damit abgefunden. Vorletztes Weihnachten hat mir meine Schwester sogar einen Föhn geschenkt. Ein bisschen schäme ich mich aber immer noch vor Fremden und versuche es geheim zu halten. Die Leute würden wohl mit Unverständnis reagieren, aber dieses wohlige Gefühl warmer Luft und das sanfte gleichmäßige Brummen sind einfach zu gut. Achja, während ich diese Beichte schreibe, läuft natürlich auch ein Föhn.

Beichthaus.com Beichte #00024894 vom 05.10.2008 um 13:35:51 Uhr (65 Kommentare).

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Der Hass der Taxifahrer

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Hass Zorn Last Night Straubing

Ich (34/w) beichte, dass ich die Leute, die ich am Wochenende nachts mit meinem Taxi rumfahre zu 90 Prozent hasse! Wie ihr unschwer erkennen könnt, fahre ich Taxi und es reißt immer mehr ein, dass die kleinen, besoffenen Pi**er meinen, sie könnten beim Preis handeln.
Da versaufen sie ihr ganzes Taschengeld, zahlen in den tollen "IN"-Läden eine Schweinekohle, damit sie hinterher nicht mehr geradeaus schauen können, dann fallen sie in mein Taxi und wollen weniger oder am besten gar nichts zahlen. Es ist egal, wie ich versuche, ihnen zu erklären, dass wir die Preise nicht machen und wir in der Stadt auch nicht handeln dürfen. Ich bleibe lang freundlich, aber irgendwann. Und ich kann sie nicht einmal rauswerfen, weil ich schuld bin, wenn den versoffenen Monstern dann was passiert.
Ich fahre eigentlich gern Taxi, aber die versauen einem schon mal die ganze Schicht. Ich hasse euch! Ich suche mir einen anderen Job!

Beichthaus.com Beichte #00024893 vom 04.10.2008 um 18:21:16 Uhr in Straubing (21 Kommentare).

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“Beichte

Einbruch ins eigene Haus

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Vandalismus Lügen Familie

Ich muss beichten, dass ich vermutlich die Schuld daran trage, dass meine Mutter total ausflippt und paranoid wird. Ich vergesse ständig meinen Haustürschlüssel und anstatt meine Eltern wach zu klingeln - ich würde getötet werden - gehe ich stattdessen zu unserem Hintereingang: Die Türe besteht nur aus Glas und schlage ein Fenster ein, um die Türe aufzubekommen und so ins Haus zu kommen. Habe ich schon zwei Mal getan. Meine Mutter wird am nächsten Tag total panisch und sucht das ganze Haus nach Einbrechern ab oder kontrolliert alle Gegenstände, dass auch ja nichts fehlt. Sie hat auch die Polizei gerufen. Ich weiß genau, dass das morgen früh wieder passieren wird, denn gerade habe ich es schon wieder getan. Ich werde jetzt immer an meine verdammten Schlüssel denken, vor allem deswegen, weil mein Vater ankündigte, dass nach dem dritten Mal eine Alarmanlage installiert wird. Wäre also echt scheiße, wenn meine Eltern mich mal dabei erwischen würden. Ich liebe meine Eltern und es tut mir echt leid!

Beichthaus.com Beichte #00024892 vom 04.10.2008 um 02:33:00 Uhr (19 Kommentare).

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Die menschenverachtende Gesellschaft zerstört mich!

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Zorn Ignoranz Verzweiflung Frankreich

Diese Welt ekelt mich an! Ich (21) bringe jedem Menschen von Anfang an Respekt entgegen. Voll und zu 100 Prozent. Und was passiert? Sie denken jedes Mal, sie könnten mich ausnutzen, aber nicht mehr. Es verletzt mich. Dank ungünstiger Konstellationen ist es dann auch grundsätzlich nicht so einfach, das den Wenigen einfach zu sagen. Dieses Mal bin ich in Frankreich. Ich habe hier einen Mann besucht, von dem ich dachte, er wäre wirklich tatsächlich einer der wenigen, die nicht ignorant, unbewusst und selbstsüchtig durchs Leben rennen. Sauber getäuscht habe ich mich hiermit auch dieses Mal wieder. Und dabei gibt es gleich noch zwei Sachen, von denen ich gar nicht weiß, welche jetzt die Bessere ist: Ich habe mich anfangs in ihn verliebt, ich dachte ernsthaft, er wäre ein netter Mensch, herzlich, warm; die ganze Kiste.
Er ist HIV+ und mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit bin ich das jetzt auch, denn wir hatten Oralverkehr, natürlich dachte ich dabei, dass er keine Krankheit hätte, weil ich ihm darin vertraute, dass er mir das wohl sagen würde. Weit gefehlt. Er hat es mir drei Tage später gesagt. Wir sind also ins Krankenhaus und ich habe einen Test gemacht und musste zudem bis heute (insgesamt 3 Tage) lustige Medikamente nehmen, die Durchfall, Blähungen, allmorgendliche Übelkeit, Bauchschmerzen, extreme Schläfrigkeit und Haut-Irritationen hervorrufen. Zudem muss ich auch heute wieder bei diesem Mann schlafen. So sieht bisher mein Urlaub hier aus. Aber naja. Meine Test-Ergebnisse sind unbestimmt, wahrscheinlich fehlerhaft-positiv, aber Gewissheit habe ich immer noch nicht. Noch mehr angeekelt bin ich von dem Fakt, dass dieser Mann mich anscheinend nur auf Sexuelles reduziert, was am Anfang, das heißt vor sechs Tagen, noch nicht der Fall war. Jetzt bin ich nur noch interessant, wenn er Verkehr will, oder Sonstiges. Und ich kann hier nirgends anders hin, ich kenne hier niemanden außer einer Freundin von ihm, die unglaublich nett und herzlich ist - nur kann ich gerade zu der schlecht gehen. Ich bin übrigens auch ein Mann. Allerdings halte ich das mal für eher weniger wichtig.

Tatsache ist, dass ich diesen Urlaub unternommen habe, weil ich wissen wollte, wie die Welt nun drauf ist. Also ob sie so schein***, ignorant, selbstgefällig und egozentrisch-rücksichtslos ist, wie ich sie bis jetzt erlebt habe, oder ob es nicht zumindest in den Großstädten dieser Welt noch Menschen gibt, die fähig sind, bedingungslos und respektvoll zu lieben. Diese Stadt ist die dritte, bei der ich das herausfinden wollte und nun hat diese mich am meisten enttäuscht. Ich dachte wirklich, ich hätte hier Liebe gefunden, denn am Anfang war es das.

Vier Tage später und ich bin völlig uninteressant, reduziert als Objekt. Ich möchte anfügen, dass ich weder hässlich, noch dumm, noch introvertiert oder sonst etwas bin. Ich habe eine ganze Menge Liebe zu geben, aber ich gehe davon aus, dass, wenn ich nach Hause komme, auch die Liebe eine der Sachen sein wird, die ich ins Grab legen werde. Es ist damit dann die letzte Sache, die ich ins Grab lege, alles andere, was Menschen idealisieren können, sehe ich bereits aus nüchternem Blickwinkel.

Damit meine ich die Gesellschaft in ihrem ganzen, die Tatsache, dass sie sich beständig im Kreis dreht und immer mehr Menschen unter die Räder fallen und immer mehr so getan wird, als wäre es egal. Als wäre es völlig in Ordnung, einen Menschen einfach nur für seine eigenen Zwecke auszunutzen und ihn danach liegen zu lassen wie ein schmutziges Stück Klopapier, mit dem man sich den Hintern abgewischt hat; Spülung drücken, fertig. Mit „Klar“-Sehen meine ich: Dass es auf diesem Planeten das Wissen gibt, wie wir ihn besser gestalten könnten, wie die Menschheit vielleicht nicht unbedingt jeden Tag glücklich sein könnte (diesen Zustand gibt es nicht, denn er widerspricht dem Prinzip des Lebens, zu dem Schmerz und Trauer dazu gehören) aber auf jeden Fall Möglichkeiten, wie die Menschheit nicht jeden Tag unglücklich sein müsste (abgesehen von einigen Ausnahmen, der Großteil dieser Welt leidet im Moment dennoch, auch wenn es ihm vielleicht nicht bewusst ist - siehe Foucault, siehe Alice Müller, siehe Schiller, …) stattdessen beuten wir den Planeten aus und zerstören dabei eine Seele nach der anderen, Hauptsache der Profit stimmt, Hauptsache es müssen keine Fehler eingestanden werden, Hauptsache nicht ehrlich sein müssen. Hauptsache nicht denken müssen: einfach nur funktionieren, dann reicht schon. So funktioniert dieser Planet mittlerweile und keinen scheint es großartig zu stören, im Gegenteil - die meisten machen noch fröhlich mit, denn die Konsumgesellschaft bietet ja reichlich Ablenkung. Und die Schule lehrt mittlerweile alles - nur nicht so etwas wie Autonomie, Respekt oder gar Verständnis. Ganz im Gegenteil, es wird nur noch Idiotie beigebracht.

Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die zum Selbstmord getrieben werden, oder in die Drogen- und Alkoholsucht. Dafür werden dann zum einen die Drogen, zum anderen die Kinder selbst als schuldig befunden. Die widerlich egoistische Gesellschaft, die nur noch sich selbst dient, sonst aber keinen Nutzen hat, sieht sich hier keiner Schuld bewusst. Dass sie Menschen dazu treibt, sich Heroin zu spritzen, andere zu ermorden oder zu vergewaltigen, sich selbst mit sanften Drogen wie Cannabis das ganze Hirn wegzuballern, weil sie die Drogen nicht zur Erweiterung des Bewusstseins und in voller Anwesenheit ihres Selbst konsumieren, sondern in narzisstischer Einsamkeit aus der sie für kurze Zeit zu fliehen hoffen, wodurch sie sich einen falschen Gott substituieren - das kann natürlich unmöglich eine Ursache in dem menschenverachtenden Verhalten der Gesellschaft haben.

Es ist nicht nur die Sache, dass es vor 2000 Jahren irgendwie netter auf diesem Planeten war. Es ist vor allem auch die Tatsache, dass es hier immer schlimmer wird. Ein Krieg jagt den nächsten, keinen stört es. Eine Fassade schützt die nächste, eine Lüge verdeckt die ihre folgende und so weiter! Keiner kommt auf die Idee, mal weiter als von 12 bis Mittag zu denken. Alle haben etwas gegen Krieg, aber keiner fragt sich, woher das Geld für den Krieg und dessen Maschinerie kommt, dass das aus eben den Steuergeldern finanziert wird, die wir bezahlen, ist nur wenigen aufgegangen. Dass die meisten Länder immer mehr in Rüstung und immer weniger in Bildung investieren, interessiert auch wenig. Dass wir schon lange nicht mehr das bekommen, was wir wollen. Dass überhaupt die Möglichkeit besteht, dass jeder Einzelne selbst an dieser ganzen Misere, die wir auch noch hochtrabend und selbstgerecht "moderne Zivilisation" nennen, schuld sein könnte, scheint eine Sache außerhalb des Denkbaren zu sein.
Und nun sitze ich hier, in Frankreich. Der Mann, bei dem ich schlafe, sitzt hinter mir am Tisch. Er kann kein Deutsch und selbst wenn, wäre es mir egal. Ich weiß nicht, was ich hier eigentlich noch soll, aber ich werde die Stadt erst in zwei Tagen verlassen.

Ich werde dies deswegen tun, weil ich jetzt einfach noch nicht gehen kann. Ich bin so unglaublich naiv, dass ich hoffe, dass von dieser Liebe, die ich anfangs spürte, noch etwas da ist; dass diese Liebe widerkehrt. Ich hoffe das deswegen, weil es das erste Mal in meinem Leben wäre, dass meine Seele nicht mit Füßen getreten werden würde, sondern stattdessen geliebt und respektiert werden würde. Ich kann diesen Schritt, diesen Schmerz völlig zuzulassen, jetzt einfach noch nicht machen, es würde zu sehr wehtun, denn noch habe ich nicht jede Chance gewährt, die zu gewähren sein könnte, und außerdem kann ich hier jetzt noch nicht weg, denn ich habe keine Möglichkeit. Gleichzeitig ist es aber auch die Sache, dass ich mich dabei selbst verkaufe, denn ich muss mich dabei selbst ignorieren, mich selbst mit Füßen treten, weil ich sonst nicht mehr an die Liebe glauben kann. Aber daran habe ich mich mittlerweile gewöhnt. Nur wird es dies Mal das letzte Mal sein. Denn wie ich sagte: Wenn auch dieser Versuch, sich als eine Illusion herausstellt, dann werde ich auch die Liebe zu Grabe tragen. Nicht mich selbst, aber einen wesentlichen Teil von mir.

Das Ironische: Ich habe angefangen diese Reisen zu machen (das ist vielleicht vier Monate her) weil ich eben gerade jenes bemerkt habe: Ich habe bemerkt, dass die Liebe aus mir zu schwinden begann. und nun stehe ich vor einem Häufchen Asche, das mal eine große Flamme war. Ich hatte befürchtet, dass sie vielleicht kleiner werden könnte, denn ich habe mich immer offener und tiefer in diese Welt und die Gesellschaft begeben und immer mehr und mehr Dummes und Widersprüchliches, aber auch Verletzendes/Menschenverachtendes gesehen und gefunden und ich habe immer mehr gefragt, wo hier die Liebe sein soll. Ich hatte die Befürchtung, die Liebe könnte evtl. weniger werden und nun ist sie kurz davor, völlig zu gehen. Grandios. So etwas schaffe ich immer.

Beichthaus.com Beichte #00024888 vom 02.10.2008 um 21:53:15 Uhr in Frankreich (Paris) (37 Kommentare).

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Meine Freundin erzählt jedem von ihren Problemen!

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Engherzigkeit Feigheit Partnerschaft Frankfurt

Ich habe eine eigentlich ganz gute Freundin, die auch ein herzensguter Mensch ist. Sie ist eigentlich recht intelligent, doch zwischenmenschlich gesehen ist die irgendwie dumm wie ein Meter Feldweg. Sie hat sehr wenig Selbstvertrauen, obwohl sie eigentlich gut aussieht und wie gesagt recht intelligent ist. Deshalb schüttet sie andauernd jedem ihr Herz aus und belästigt jeden mit ihren Problemen. Am Anfang habe ich ihr da auch noch wirklich zugehört, versucht ihr Tipps zu geben, doch mittlerweile bin ich so genervt von ihr, dass ich überhaupt gar keine Lust mehr auf sie habe.

Auch dachte ich zu Anfang noch, dass ich ihre "Seelische Tankstelle" wäre, aber das macht sie wirklich bei jedem so. Genau mit diesem Verhalten vergrault sie sich auch regelmäßig ihre Beziehungen, was ihrem Selbstvertrauen natürlich auch nicht gerade zuträglich ist. Ich habe allerdings auch nicht die Eier in der Hose, um ihr zu sagen, dass sie mich total nervt. Manchmal, wenn ich ordentlich einen im Tee habe, sage ich es ihr, aber sie tut es dann immer nach dem Motto ab: "Ach, der ist halt besoffen." Dabei sagen nur Besoffene und Kinder die Wahrheit.

Ich habe sie sogar einmal geschlagen, nur auf die Schulter, aber trotzdem so fest, das sie danach direkt gegangen ist, und eine Woche lang sauer war, nicht mal da habe ich mich bei ihr gemeldet, geschweige denn mich entschuldigt. Jedenfalls lasse ich total oft das Telefon einfach Klingeln, wenn sie anruft und wenn sie mal die Nummer ausmacht, lasse ich mir eine scheinheilige Ausrede einfallen, nicht mit ihr rumhängen und mir ihre Pobleme anhören zu müssen. Ich fühle mich schlecht, und sie tut mir unendlich leid, da sie - wie oben erwähnt - wirklich ein herzensguter Mensch ist und eigentlich bessere Freunde verdient hätte, aber ich halte sie einfach nicht aus! Bitte, ich bin für jede Hilfe dankbar.

Beichthaus.com Beichte #00024837 vom 26.09.2008 um 16:42:27 Uhr in Frankfurt (9 Kommentare).

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